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Syntax des Deutschen

Titre: Syntax des Deutschen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 16 Pages , Note: 1,6

Autor:in: Andreas Ruppert (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Betrachtet man die syntaktische Ebene des Deutschen näher, so fällt einem auf, dass nicht
jeder deutsche Satz nach dem gleichen Prinzip aufgebaut wird, sondern von seiner
Konzeption her betrachtet durchaus different gebildet werden kann. So können in der
deutschen Sprache verschiedene „Wörter“ innerhalb eines „Satzes“ durchaus an
unterschiedliche Positionen gesetzt werden, ohne immer die Bedeutung des Satzes zu
verändern. Jedoch ist diese Umstellung der einzelnen „Wörter“; in wie weit man diese
syntaktischen Bausteine als Wörter bezeichnen kann werde ich später noch weitergehend
erläutern, einigen Regelungen unterworfen und daher nicht völlig beliebig. Dass es solche
Regelungen im Deutschen geben muss, welche die Wortstellungen deklarieren, lässt sich
anhand eines einfachen Beispiels bildhaft veranschaulichen.
(i) Der Junge liest ein Buch.
(ii) Liest der Junge ein Buch?
(iii) Ein Buch liest der Junge.
(iv) *Buch ein der Junge liest.
Betrachtet man sich nun diese 4 Sätze ein wenig näher, so bemerkt man schnell, dass die
vierte Möglichkeit der „Wortumstellungen“ völlig ungrammatikalisch und daher auch relativ
sinnlos bezüglich der semantischen Bedeutung dieses Satzes ist. Die ersten 3 Umformungen
dieses Satzes jedoch verändern nicht direkt dessen Bedeutung und sind zu dem
grammatikalisch richtig. Anhand dieses kleinen Beispiels wird deutlich, dass innerhalb der
deutschen Sprache, wie zu Beginn dieser Arbeit beschrieben, nicht alle Wörter beliebig
vertauscht werden können. Es hat den Anschein, als könnte man im Deutschen nur ganze
„Satzstücke“, die so genannten „Syntaktischen Einheiten“ innerhalb eines Satzes verschieben
und diesen unterschiedliche Positionen zuweisen. So stellen in unserem Beispiel hier
[Der Junge] [liest] [ein Buch] drei unterschiedliche Konstituenten dar, welche den Satz
bilden. Diese Konstituenten können nur als syntaktische Einheit behandelt werden und auch
nur als Einheit verschoben werden, ohne die Grammatikalität eines Satzes zu verändern.
Betrachten wir nun die Konstituente [liest] ein wenig genauer innerhalb unseres Beispieles, so
müssen wir feststellen, dass sie durch das Umstellen des Satzes eigentlich nur 3
unterschiedliche Positionen innerhalb eines grammatikalisch richtigen Satzes einnehmen
kann. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

(I) Topologische Felder:

(II) CP-IP Schema:

(III) DP-Hypothese

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die syntaktische Struktur des Deutschen unter Anwendung deskriptiv-grammatischer Modelle, um die Prinzipien der Wortstellung und hierarchischen Satzorganisation zu veranschaulichen. Ziel ist es, durch die Analyse ausgewählter Beispiele ein tieferes Verständnis für die funktionale Architektur deutscher Sätze zu entwickeln.

  • Analyse topologischer Felder zur Bestimmung der Klammerstruktur
  • Untersuchung der hierarchischen Satzstruktur mittels CP-IP-Schema
  • Darstellung syntaktischer Bewegungsregeln in Aussage- und Fragesätzen
  • Erörterung der DP-Hypothese zur Analyse nominaler Strukturen und Genitivzuweisungen

Auszug aus dem Buch

(I) Topologische Felder:

Betrachtet man die syntaktische Ebene des Deutschen näher, so fällt einem auf, dass nicht jeder deutsche Satz nach dem gleichen Prinzip aufgebaut wird, sondern von seiner Konzeption her betrachtet durchaus different gebildet werden kann. So können in der deutschen Sprache verschiedene „Wörter“ innerhalb eines „Satzes“ durchaus an unterschiedliche Positionen gesetzt werden, ohne immer die Bedeutung des Satzes zu verändern. Jedoch ist diese Umstellung der einzelnen „Wörter“; in wie weit man diese syntaktischen Bausteine als Wörter bezeichnen kann werde ich später noch weitergehend erläutern, einigen Regelungen unterworfen und daher nicht völlig beliebig. Dass es solche Regelungen im Deutschen geben muss, welche die Wortstellungen deklarieren, lässt sich anhand eines einfachen Beispiels bildhaft veranschaulichen.

(i) Der Junge liest ein Buch.

(ii) Liest der Junge ein Buch?

(iii) Ein Buch liest der Junge.

(iv) *Buch ein der Junge liest.

Betrachtet man sich nun diese 4 Sätze ein wenig näher, so bemerkt man schnell, dass die vierte Möglichkeit der „Wortumstellungen“ völlig ungrammatikalisch und daher auch relativ sinnlos bezüglich der semantischen Bedeutung dieses Satzes ist. Die ersten 3 Umformungen dieses Satzes jedoch verändern nicht direkt dessen Bedeutung und sind zu dem grammatikalisch richtig. Anhand dieses kleinen Beispiels wird deutlich, dass innerhalb der deutschen Sprache, wie zu Beginn dieser Arbeit beschrieben, nicht alle Wörter beliebig vertauscht werden können. Es hat den Anschein, als könnte man im Deutschen nur ganze „Satzstücke“, die so genannten „Syntaktischen Einheiten“ innerhalb eines Satzes verschieben und diesen unterschiedliche Positionen zuweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

(I) Topologische Felder: Dieses Kapitel erläutert das Grundmodell der deutschen Satzstruktur, das durch die Position des finiten Verbs in Vorfeld, linker Satzklammer, Mittelfeld, rechter Satzklammer und Nachfeld definiert wird.

(II) CP-IP Schema: Hier wird die hierarchische Analyse mittels Phrasenstrukturgrammatik eingeführt, um Sätze über die lineare Abfolge hinaus durch funktionale Kategorien wie CP und IP zu beschreiben.

(III) DP-Hypothese: Dieses Kapitel erweitert die syntaktische Analyse um die DP-Struktur, nach der Nominalphrasen durch den Artikel (Determiner) als Kopf determiniert werden.

Schlüsselwörter

Syntax, Topologische Felder, Satzklammer, Phrasenstrukturgrammatik, CP-IP-Schema, Nominalphrase, Verbalphrase, DP-Hypothese, Konstituenten, Finitheit, Valenz, Genitivzuweisung, Satzstruktur, Linguistik, Grammatik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die deskriptive Grammatik des Deutschen und analysiert, wie Sätze nach syntaktischen Regeln strukturiert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das topologische Modell der Satzfelder, die hierarchische Phrasenstruktur (CP-IP) und die DP-Hypothese.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die theoretische Durchdringung der deutschen Satzbauprinzipien und die Veranschaulichung der morphosyntaktischen Regelungen anhand von Strukturanalysen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden linguistische Analysen mittels Strukturdiagrammen (Baumdiagrammen) und topologischen Modellen durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Anwendung des topologischen Modells, der Einführung des CP-IP-Schemas zur Bestimmung der Satzhierarchie und der Erweiterung um die DP-Hypothese.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Syntax, topologische Felder, CP-IP-Schema und DP-Hypothese charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die LSK von der RSK im topologischen Modell?

Die LSK nimmt das finite Verb in Hauptsätzen ein, während die RSK bei komplexeren Strukturen oder Nebensätzen von nicht-finiten Verben oder verbalen Partikeln besetzt wird.

Warum wird in der DP-Hypothese der Artikel als Kopf betrachtet?

Die Hypothese geht davon aus, dass der Artikel kategoriale Funktionen übernimmt, morphosyntaktische Eigenschaften zuweisen kann und somit den Kopf der Struktur bildet, nicht das Nomen selbst.

Fin de l'extrait de 16 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Syntax des Deutschen
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Deutsches Institut)
Cours
Thematisches Proseminar ( Deskriptive Grammatik)
Note
1,6
Auteur
Andreas Ruppert (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
16
N° de catalogue
V25808
ISBN (ebook)
9783638283304
Langue
allemand
mots-clé
Syntax Deutschen Thematisches Proseminar Deskriptive Grammatik)
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andreas Ruppert (Auteur), 2004, Syntax des Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25808
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Extrait de  16  pages
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