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Maupassant und der Naturalismus

Título: Maupassant und der Naturalismus

Trabajo , 2007 , 24 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Mirco Jankowski (Autor)

Estudios franceses - Literatura
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Ohne jeden Zweifel ist Guy de Maupassant (1850-1893) mit seinen sechs Romanen und über 300 Novellen zu den bedeutenden französischen Autoren des 19. Jahrhunderts zu zählen und auch heute noch hat die Besprechung seiner Novellen einen festen Platz im Literaturkanon deutscher Gymnasien. Typischerweise wird das Werk Maupassants hierbei, wie auch in der fachwissenschaftlichen Literatur, stets in einen Kontext mit der
literarischen Schule des Naturalismus gestellt. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zunächst fällt die Schaffensperiode des Novellen- und Romanautors in die Blütezeit des sich ab etwa 1864 formierenden Naturalismus. Des Weiteren kann der enge Kontakt, den Maupassant mit Emile Zola (1840-1902), dem nach allgemeinem Konsens die Rolle des Hauptvertreters naturalistischer Literatur zukommt, pflegte, nicht übergangen werden.
Diese Arbeit setzt sich mit der Fragestellung auseinander, inwiefern Maupassant und seine Veröffentlichungen dem Naturalismus nahe stehen. In einem ersten Schritt soll der wirtschaftliche, gesellschaftliche und geschichtliche Hintergrund aus dem sich die Motive und Ideen des Naturalismus nährten, beleuchtet werden. Gefragt werden wird ebenfalls, ob sich naturalismustypische Motive auch in den Novellen Maupassants wieder
finden lassen. Anschließend wendet sich die Arbeit einer Analyse der Naturalismustheorie Zolas zu. Da es die Vertreter des literarischen Naturalismus versäumt hatten ein Manifest und damit eine klare allgemeingültige Definition ihrer literarischen Schule herauszugeben, soll die Theorie Zolas als Maßstab angesetzt werden, um Rückschlüsse
über die Stellung Maupassants zum Naturalismus ziehen zu können. Eine Untersuchung über Unterschiede in den Literaturtheorien Maupassants und Zolas schließt sich an.
Weiteren Aufschluss über die zentrale Fragestellung dieser Arbeit soll ein Blick auf die Rezeptionsgeschichte der Werke Maupassants und die autobiographischen Selbstzeugnisse des Autors liefern.
Ein kurzes Fazit soll diese Hausarbeit abschließen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Naturalismus und sein geschichtlicher Hintergrund

3 Emile Zolas Theorie des Naturalismus

3.1 Grundlagen der Zolaschen Naturalismustheorie

4 Die Literaturtheorien Zolas und Maupassants – ein Vergleich

4.1 Determinismen in den Romanen Zolas und den Novellen Maupassants

4.2 Weitere Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Literaturtheorien Maupassants und Zolas

5 Maupassant aus der Perspektive seiner zeitgenössischen Kritiker

6 Maupassants Selbstdefinition

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die inhaltliche und theoretische Nähe von Guy de Maupassants Werken zum Naturalismus. Dabei wird analysiert, inwiefern Maupassants Novellen naturalistische Prinzipien wie den sozialen und biologischen Determinismus widerspiegeln und wie sich seine Literaturtheorie von der seines Zeitgenossen Emile Zola abgrenzt.

  • Historischer Hintergrund und Entwicklung des Naturalismus
  • Analyse der naturalistischen Theorie nach Emile Zola
  • Vergleich der Determinismustheorien in Zolas Romanen und Maupassants Novellen
  • Rezeptionsgeschichte und zeitgenössische Kritik an Maupassant
  • Autobiographische Selbstdefinition Maupassants hinsichtlich seiner literarischen Zugehörigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundlagen der Zolaschen Naturalismustheorie

a) die Experimentalmedizin nach Claude Bernard (1813-1878): Die Bedeutung, die Bernards Experimentalmedizin für das literarische Schaffen Zolas hatte, wird nicht zuletzt durch den Umstand deutlich, dass Zola in Anlehnung an den Begriff médecine expérimentale, im Jahr 1880 eine theoretische Schrift mit dem Titel Le Roman expérimental publiziert hat. Bernard postuliert, dass ein Arzt sowohl expérimentateur als auch observateur zu sein habe. Er müsse zunächst das Krankenbild des Patienten genau studieren und könne erst danach Therapiemöglichkeiten ausprobieren. In einem dritten Schritt werde der Arzt wieder zum Beobachter, da er die Effekte, die sein therapeutisches Einwirken auf das Krankenbild haben, überprüfen müsse. Analaog hierzu müsse laut Zola auch der Romanschriftsteller vorgehen:

„ [l]e romancier est fait d’un observateur et d’un expérimentateur. L’observateur chez lui donne les faits tels qu’il les a observés, pose le point de départ, établit le terrain solide sur lequel vont marcher les personnages et se développer les phénomènes. Puis l’expérimentateur paraît et institue l’expérience, je veux dire fait mouvoir les personnages dans une histoire particulière, pour y montrer que la succession des faits y sera telle que l’exige le déterminisme des phénomènes mis à l’étude.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt Guy de Maupassant in den Kontext des literarischen Naturalismus und definiert die Zielsetzung, seine Veröffentlichungen mittels Zolas Theorie kritisch zu untersuchen.

2 Der Naturalismus und sein geschichtlicher Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den Begriffs- und Bedeutungswandel des Naturalismus sowie die sozioökonomischen Bedingungen der Industrialisierung als dessen Nährboden.

3 Emile Zolas Theorie des Naturalismus: Hier werden die Schaffensphasen Zolas und die zentralen theoretischen Säulen seines Naturalismusmodells dargelegt.

3.1 Grundlagen der Zolaschen Naturalismustheorie: Dieser Abschnitt beschreibt die wissenschaftlichen Einflüsse auf Zola, darunter die Experimentalmedizin, den Positivismus, die Evolutionstheorie, die Vererbungslehre und die Milieutheorie.

4 Die Literaturtheorien Zolas und Maupassants – ein Vergleich: In diesem Kapitel wird die theoretische Umsetzung von Determiniertheit in den Werken beider Autoren gegenübergestellt.

4.1 Determinismen in den Romanen Zolas und den Novellen Maupassants: Dieser Teil untersucht, wie soziale und biologische Faktoren in Zolas Zyklen und Maupassants Novellen, wie etwa in Une partie de campagne, gestaltet sind.

4.2 Weitere Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Literaturtheorien Maupassants und Zolas: Hier wird die differenzierte Auffassung von objektiver Wirklichkeit zwischen den beiden Autoren analysiert.

5 Maupassant aus der Perspektive seiner zeitgenössischen Kritiker: Dieses Kapitel wertet die zeitgenössische Rezeptionsgeschichte aus, um Maupassants literarische Positionierung in der öffentlichen Wahrnehmung zu bestimmen.

6 Maupassants Selbstdefinition: Diese Analyse stützt sich auf Briefe und Vorworte, um Maupassants eigene Distanzierung von der strikten Kategorisierung als Naturalist aufzuzeigen.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt Maupassants Rolle als literarischer Außenseiter, der die Theorien des Naturalismus nur in Teilen akzeptierte.

Schlüsselwörter

Guy de Maupassant, Emile Zola, Naturalismus, Determinismus, Literaturtheorie, Le Roman expérimental, Soirées de Médan, Milieutheorie, Realismus, Literaturwissenschaft, Epochendarstellung, Romanzyklus, Rezeptionsgeschichte, französische Literatur, Wissenschaftlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Guy de Maupassant und seinem literarischen Werk zur Epoche und Theorie des Naturalismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Definition des Naturalismus, die Anwendung wissenschaftlicher Konzepte (wie Determinismus und Milieutheorie) auf die Literatur und der Vergleich der theoretischen Ansätze von Maupassant und Zola.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, inwiefern Maupassants Veröffentlichungen dem Naturalismus nahestehen und ob der Autor selbst als Vertreter dieser Schule gelten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturtheoretische und vergleichende Analyse, die sowohl Primärtexte (Novellen und Vorworte) als auch zeitgenössische Kritiken und fachwissenschaftliche Sekundärliteratur einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Naturalismus, einen Vergleich der Determinismen in den Werken Zolas und Maupassants sowie eine Auswertung der zeitgenössischen Kritik und der Selbstzeugnisse des Autors.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Determinismus, Milieutheorie, naturalistische Ästhetik, literarische Rezeption und die Abgrenzung von der Naturalismusschule.

Warum wird die Novelle "Une partie de campagne" besonders hervorgehoben?

Das Werk dient als exemplarisches Beispiel, um die Auswirkungen der Industrialisierung auf die Lebensbedingungen und die Entfremdung von der Natur innerhalb von Maupassants Erzählungen zu verdeutlichen.

Wie definiert Maupassant sein Verhältnis zum Naturalismus in seinen eigenen Schriften?

Maupassant lehnt in Briefen und Vorworten, etwa zu Pierre et Jean, eine Einordnung in starre literarische Schulen ab und betrachtet sich eher als Unabhängiger, der eine objektive, wissenschaftliche Abbildung der Realität, wie sie Zola anstrebte, für unmöglich hält.

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Detalles

Título
Maupassant und der Naturalismus
Universidad
University of Hannover  (Romanisches Seminar)
Curso
Die Novellen Maupassants
Calificación
1,7
Autor
Mirco Jankowski (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
24
No. de catálogo
V262121
ISBN (Ebook)
9783656502128
Idioma
Alemán
Etiqueta
maupassant naturalismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mirco Jankowski (Autor), 2007, Maupassant und der Naturalismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262121
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