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Herrigels "Es schießt": Eine erziehungswissenschaftliche Perspektive

Title: Herrigels "Es schießt": Eine erziehungswissenschaftliche Perspektive

Term Paper , 2013 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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In der folgenden Ausarbeitung soll sich beispielhaft mit einem impliziten Wissensbestand
beschäftigt werden. Als Grundlage dient Eugen Herrigels Darlegung eines
Bogenschießprozesses, angeleitet durch einen Zenmeister, welche er auf Grundlage seiner
Erfahrungen niedergeschrieben hat und in welcher er sein über Jahre implizit gewonnenes
Wissen schildert.
Hierzu soll zunächst die Person Herrigels biographisch eingeführt werden, um einen kurzen
Einblick in sein Wirken und Schaffen zu gewinnen. Darauffolgend sollen die wichtigsten
Erkenntnisse und Erfahrungen, welche Herrigel im Lernverlauf des Bogenschießens
gemacht hat, skizziert werden und ihre Bedeutung für die im Sinne des Zens einwandfreie
Ausübung des Schusses mit dem Bogen erklärt werden. Herrigels bekannter Ausspruch „Es
schießt“ soll als Vollendung des Prozesses zugänglich gemacht werden. Im weiteren Verlauf dient die angestellte Analyse als Versuch einer Verbindung zu möglichen,
parallelen Verhaltensweisen in der Kindheit, welche sich in dem von Herrigel beschriebenen
Prozess des Bogenschießens wiederfinden. Abschließend soll die Bedeutung der Relevanz
dieser impliziten Wissensform für die Pädagogik hinterfragt werden, und erweiterte
Überlegungen zu Handlungsstrategien für PädagogInnen angestellt werden. Auf Grundlage
dieser Überlegungen soll final ein Fazit gezogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Person Herrigels

3. Die Kunst des Bogenschießens im Zen

3.1 Atmen

3.2 Geistesgegenwart und Konzentration

3.3 Absichtslosigkeit

3.4 Ichlosigkeit

4. Es schießt im Sinne von „Es handelt“

5. Parallelen zur Kindheit

6. Bezüge zur Relevanz in der Pädagogik als nicht-diskursiver Wissensbestand

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das auf Eugen Herrigels „Die Kunst des Bogenschießens“ basierende Konzept des „Es schießt“ und setzt dieses in einen erziehungswissenschaftlichen Kontext. Ziel ist es, die Bedeutung impliziter, nicht-diskursiver Wissensbestände für die pädagogische Praxis zu beleuchten und Parallelen zwischen diesem Zen-Konzept und kindlichen Verhaltensweisen aufzuzeigen.

  • Biographische Einführung zu Eugen Herrigel
  • Die vier Säulen des Bogenschießens im Zen (Atmen, Konzentration, Absichtslosigkeit, Ichlosigkeit)
  • Analyse des Zustands „Es schießt“ als Ausdruck intuitiven Handelns
  • Vergleichende Betrachtung kindlicher Wahrnehmung und Identifikation mit den Dingen
  • Implikationen für eine zukunftsweisende pädagogische Handlungsstrategie

Auszug aus dem Buch

3.1 Atmen

„Das Einatmen, sagte der Meister einmal, bindet und verbindet, im Festhalten des Atems geschieht alles Rechte, und das Ausatmen löst und vollendet, indem es alle Beschränkung überwindet.“ (Herrigel, 1992,S.31)

In Herrigels Ausführungen nimmt die Bedeutung der richtigen Atmung eine wichtige Position ein. Das obige Zitat seines Lehrmeisters Kenzo Awa kennzeichnet die hohe Bedeutung der Atmung für die Verbindung zu einem gelungenen Handeln. In der Meditation dient die Atmung als Zugang zur Quelle der Energie des Körpers und ist teilweise sogar vorrangig vor der exakten Ausübung der Technik der jeweiligen Kunst (vgl. Möhle, 2011, S.57). Im altindischen Sanskrit wird der Atem „Pana“ genannt, was übersetzt so viel wie „Lebenshauch“ oder „grundlegende Lebensenergie“ bedeutet (ebd). Insbesondere für die Kampfkunst ist die Regulation der Atmung bedeutsam, um nach langer Übung einen Bewusstseinszustand zu erreichen, welcher über das Bewusstsein der aktiven Handlung hinausgeht (ebd). Kwon in Möhle (2011) benennt den Atem sogar als das „Bindeglied zwischen bewussten und unbewusst, feinstofflichen und grobstofflichen Funktionen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Notwendigkeit, neben empirischem Wissen auch implizite, geistige Bestände in der Pädagogik zu berücksichtigen, und stellt die Verbindung zum Bogenschießen nach Herrigel her.

2. Zur Person Herrigels: Das Kapitel skizziert den Lebensweg Eugen Herrigels, sein Philosophiestudium und seine prägende Zeit in Japan, in der er die Kunst des Bogenschießens erlernte.

3. Die Kunst des Bogenschießens im Zen: Hier werden die wesentlichen Grundlagen – Atmen, Geistesgegenwart, Absichtslosigkeit und Ichlosigkeit – analysiert, die für den Zen-Weg entscheidend sind.

4. Es schießt im Sinne von „Es handelt“: Dieses Kapitel interpretiert Herrigels Leitsatz als einen Zustand, in dem Handeln ohne bewusste Ich-Steuerung durch die Harmonie der Situation gelingt.

5. Parallelen zur Kindheit: Es wird dargelegt, dass Kinder eine natürliche Fähigkeit zur unmittelbaren, bewertungsfreien Identifikation mit Dingen besitzen, die dem Zen-Ideal ähnelt.

6. Bezüge zur Relevanz in der Pädagogik als nicht-diskursiver Wissensbestand: Die gewonnenen Erkenntnisse werden genutzt, um die Bedeutung von Intuition und wertfreiem Handeln für pädagogische Fachkräfte in einer überladenen Informationsgesellschaft zu diskutieren.

7. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass nicht-diskursives Wissen eine zentrale, wenn auch schwer fassbare Rolle in der pädagogischen Interaktion spielt und hinterfragt dessen Vermittelbarkeit.

8. Literaturverzeichnis:: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Eugen Herrigel, Zen, Bogenschießen, Es schießt, Pädagogik, Kindheit, Implizites Wissen, Nicht-diskursives Wissen, Absichtslosigkeit, Ichlosigkeit, Intuition, Achtsamkeit, Handlungstheorie, Bewusstsein, Sinneswahrnehmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die philosophischen und praktischen Grundlagen des Zen-Bogenschießens nach Eugen Herrigel und überträgt diese auf erziehungswissenschaftliche Fragestellungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Zen-Philosophie, die Kunst des Bogenschießens, die Kindheitsforschung und die pädagogische Reflexion über intuitives Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie implizite Wissensformen, die im Bogenschießen als „Es schießt“ bezeichnet werden, für professionelles pädagogisches Handeln fruchtbar gemacht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine hermeneutische Analyse, bei der existierende Literatur und Erfahrungen kritisch interpretiert und mit aktuellen erziehungswissenschaftlichen Diskursen verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Zen-Prinzipien, die Deutung des Konzepts „Es schießt“, den Vergleich mit kindlichen Verhaltensweisen und die Ableitung von Konsequenzen für Pädagoginnen und Pädagogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Zen, Bogenschießen, „Es schießt“, Intuition, Ichlosigkeit, Absichtslosigkeit und pädagogische Hingabe.

Welche Bedeutung hat das „Kindsein“ im Kontext von Herrigels Bogenschießen?

Das Kindsein dient als Referenzpunkt für einen Zustand vor der starken Verstandesfixierung, in dem eine unmittelbare, wertfreie Verbindung zur Welt und den Dingen besteht.

Warum betont die Arbeit die Problematik einer „überladenen Informationsgesellschaft“?

Die Arbeit argumentiert, dass ständige Erreichbarkeit und Informationsflut die intuitive, situationsbezogene Hingabe pädagogischer Fachkräfte behindern, weshalb die Rückbesinnung auf „Zen-ähnliche“ Zustände bedeutsam ist.

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Details

Title
Herrigels "Es schießt": Eine erziehungswissenschaftliche Perspektive
College
Bielefeld University
Course
Nicht-diskursive, pädagogisch relevante Wissensbestände
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2013
Pages
14
Catalog Number
V262328
ISBN (eBook)
9783656512219
ISBN (Book)
9783656511632
Language
German
Tags
herrigels eine perspektive nicht-diskursiv es schießt zen buddhismus erziehungswissenschaft implizites wissen intuition
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2013, Herrigels "Es schießt": Eine erziehungswissenschaftliche Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262328
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