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Die Motivation bei der Studienfachwahl im Zeitverlauf. Gibt es einen Anstieg der extrinsischen Motivationsgründe im historischen Zeitverlauf?

Titre: Die Motivation bei der Studienfachwahl im Zeitverlauf. Gibt es einen Anstieg der extrinsischen Motivationsgründe im historischen Zeitverlauf?

Travail de Recherche , 2013 , 37 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Mirja Tripp (Auteur)

Sciences Sociales générales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ein historischer Vergleich von Studenten seit Anfang der 80er Jahre bis heute soll untersuchen, ob und wie sich der Einfluss intrinsischer und extrinsischer Faktoren bei der Studienfachwahl im Zeitverlauf verändert hat. Daher lautet die Forschungsfrage für diese Studie: Gibt es einen Anstieg der extrinsischen Motivationsgründe im historischen Zeitverlauf?

Zunächst wird auf die theoretischen Grundlagen eingegangen und die sozialen Veränderungen durch die Bildungsexpansion näher beschrieben. Anschließend findet ein Exkurs statt, der einen möglichen zukünftigen Rückgang der extrinsischen Motivationsgründe aufgrund des demographischen Wandels erläutert. Aus der theoretischen Grundlage werden die zu überprüfenden Hypothesen abgeleitet.

Die Forschungsfrage wird schließlich anhand der Daten des Studierendensurveys 1983- 2011 der Uni Konstanz und unter Zuhilfenahme der Hypothesen empirisch untersucht. Abschließend erfolgen eine Zusammenfassung der Ergebnisse und ein kleiner Ausblick auf zukünftiges Forschungsinteresse.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Aufbau und Ziel der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen und aktueller Forschungsstand

2.1. Rational- Choice Theorie

2.2 Bildungsexpansion

2.3 Forschungsstand

2.4 Theoretische Überlegungen der Entwicklung der Studienmotivation zu den einzelnen Studienfächern

2.5 Aufstellung der Hypothesen und Überprüfungsansätze

3. Daten und methodische Vorgehensweise

3.1 Daten

3.2 Methodische Vorgehensweise

3.2.1 Operationalisierung

4. Ergebnisse

4.1 Die Veränderung der extrinsischen und intrinsischen Motivation im Zeitverlauf

4.2 Das Studienfach als zusätzlicher Einfluss auf die Entwicklung der extrinsischen Motivationsgründe im historischen Vergleich

4.3 Der Effekt der sozialen Herkunft auf die extrinsische Motivation im Zeitverlauf

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Beweggründe bei der Studienfachwahl, mit einem besonderen Fokus auf die Frage, ob extrinsische Motive im Zeitverlauf an Bedeutung gewonnen haben. Dabei wird analysiert, inwieweit soziale Veränderungen wie die Bildungsexpansion oder fachspezifische Unterschiede diese Motivationsstrukturen beeinflussen.

  • Historische Analyse der Studienmotivation seit den 1980er Jahren
  • Rolle extrinsischer versus intrinsischer Motive bei der Studienentscheidung
  • Einfluss der Bildungsexpansion und des Arbeitsmarktes auf die Studienwahl
  • Fachspezifische Unterschiede bei der Gewichtung von Arbeitsmarktchancen
  • Interaktionseffekt der sozialen Herkunft auf die extrinsische Orientierung

Auszug aus dem Buch

1. Aufbau und Ziel der Arbeit

Nach dem Abitur stehen die jungen Erwachsenen vor einer wichtigen Entscheidung: Beginnen sie lieber eine Ausbildung oder ein Studium? Fällt diese Entscheidung positiv für das Studium aus, so steht man vor dem Problem der Studienfachentscheidung und hat die „Qual der Wahl“. Diese Entscheidung obliegt zumeist einem längeren Prozess, sodass diese Entscheidung als rational erachtet werden kann (Sarcletti 2005: 110). Die Studienfachwahl hängt nicht nur von einem Parameter ab, sondern von mehreren Einflussfaktoren, die je nach Individuum unterschiedlich gewichtet sind (Sarcletti 2005). Diese Entscheidungsfaktoren sind intrinsisch (von innen heraus) oder extrinsisch (durch äußere Einflussfaktoren) motiviert und führen somit zur Wahl jenen Studienfaches mit dem größten erwarteten Nutzen (Sarcletti 2005: 6). Intrinsische Motive bzw. ideelle Motive liegen vor, wenn das Studienfach aus dem Interesse an bestimmten Inhalten oder, um persönliche Neigungen und Begabungen zu verfolgen, gewählt wird. Extrinsische bzw. instrumentell- materielle Motive bei der Studienfachwahl sind ein gutes Einkommen, Arbeitsplatzsicherheit und auch gesellschaftliches Ansehen (Lowjeski 2011: 284).

Bislang stand bei Forschungsbeiträgen zu diesem Thema die intrinsischen Motivationsgründe im Fokus. Somit wurde bislang ein stärkerer Einfluss von intrinsischen Motivationsmotiven gegenüber extrinsischen Motiven bei der Studienfachwahl bestätigt. Dass eine intrinsische Motivation bislang den größten Einflussfaktor bei der Studienfachwahl darstellt, ist also empirisch belegt. Bis heute wurden die intrinsischen und extrinsischen Beweggründe für die Studienfachwahl punktuell untersucht (Heublein/ Sommer 2002; Heine et al 2005). Aufgrund von sozialen Veränderungen durch die Bildungsexpansion sollten jedoch vermehrt auch extrinsische Motivationsgründe Einfluss auf die Entscheidung für ein bestimmtes Studienfach nehmen. Denn nach der Vollbeschäftigung in der Blüte der Bildungsexpansion in den 60er Jahren ist das Studium keine Beschäftigungsgarantie mehr, sodass das Problem der Arbeitslosigkeit mittlerweile auch die Akademiker erreicht hat (Sarcletti 2005: 38). Somit kann man davon ausgehen, dass sich die angehenden Studenten bei der Studienfachwahl zunehmend an extrinsischen Motiven (Arbeitsmarktchancen, Arbeitslosenzahlen, Einkommen o.ä.) orientieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufbau und Ziel der Arbeit: Einführung in die Problematik der Studienfachwahl und Darstellung der Forschungsfrage zur zeitlichen Entwicklung extrinsischer Motivationsgründe.

2. Theoretische Grundlagen und aktueller Forschungsstand: Erörterung der Rational-Choice-Theorie, der Auswirkungen der Bildungsexpansion und Darstellung bisheriger Studien zum Thema Studienmotivation.

3. Daten und methodische Vorgehensweise: Beschreibung des Datensatzes (Studierendensurvey) sowie Erläuterung der Variablenbildung und der Regressionsmodelle für die empirische Analyse.

4. Ergebnisse: Empirische Auswertung der Entwicklung von extrinsischer und intrinsischer Motivation über den Zeitverlauf, inklusive fachspezifischer Unterschiede und sozialer Herkunftseffekte.

5. Fazit: Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse, Bestätigung der Hypothesen und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen sowie Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Studienfachwahl, Motivation, extrinsisch, intrinsisch, Bildungsexpansion, Arbeitsmarkt, Rational-Choice-Theorie, Studierendensurvey, soziale Herkunft, historische Entwicklung, Arbeitsplatzsicherheit, Einkommenschancen, Fachinteresse, Studienentscheidung, quantitative Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Motive für die Wahl eines Studienfachs bei Studierenden in Deutschland seit den 1980er Jahren bis 2010 verändert haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Einfluss der Bildungsexpansion, der Rational-Choice-Theorie zur Erklärbarkeit der Studienwahl sowie der Differenzierung zwischen intrinsischen und extrinsischen Motivationsfaktoren.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob es im historischen Zeitverlauf zu einem signifikanten Anstieg der extrinsischen Motivationsgründe (z.B. Aussicht auf ein hohes Einkommen oder Arbeitsplatzsicherheit) bei der Studienfachwahl gekommen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden Daten des Studierendensurveys der Universität Konstanz verwendet und mittels linearer Regressionsmodelle quantitativ ausgewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung, die Vorstellung des Datensatzes und die empirische Ergebnisanalyse, in der sowohl zeitliche Trends als auch Unterschiede nach Studienfachgruppen und sozialer Herkunft aufgezeigt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Studienfachwahl, extrinsische und intrinsische Motivation, Bildungsexpansion sowie der Einfluss des Arbeitsmarktes auf die Bildungsentscheidung.

Welche Fächergruppen zeigen laut Analyse eine besonders hohe extrinsische Motivation?

Besonders bei den Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwissenschaften zeigt sich eine stark ausgeprägte extrinsische Motivationslage bei der Studienfachwahl.

Welche Rolle spielt die soziale Herkunft bei der Studienmotivation?

Die Untersuchung zeigt, dass Studierende aus einem niedrigeren sozialen Hintergrund tendenziell etwas stärker extrinsisch motiviert sind, wobei dieser Effekt jedoch als eher schwach einzustufen ist.

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Résumé des informations

Titre
Die Motivation bei der Studienfachwahl im Zeitverlauf. Gibt es einen Anstieg der extrinsischen Motivationsgründe im historischen Zeitverlauf?
Université
University of Cologne  (Soziologie und Empirische Sozialforschungs)
Cours
Forschungsprojekt
Note
1,7
Auteur
Mirja Tripp (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
37
N° de catalogue
V262342
ISBN (ebook)
9783668710573
ISBN (Livre)
9783668710580
Langue
allemand
mots-clé
motivation studienfachwahl zeitverlauf gibt anstieg motivationsgründe
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mirja Tripp (Auteur), 2013, Die Motivation bei der Studienfachwahl im Zeitverlauf. Gibt es einen Anstieg der extrinsischen Motivationsgründe im historischen Zeitverlauf?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262342
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Extrait de  37  pages
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