Geschlecht im Straßenverkehr

Warum das Überwinden dichotomer Geschlechterrealitäten in naher Zukunft gesellschaftlich nicht möglich ist.


Essay, 2013

9 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschlechterwirklichkeiten

2.1 Die Gleichstellung des weiblichen Geschlechts
2.2 Geschlechtsneutraler Straßenverkehr

3. Fazit

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Betrachtet man die bekannte Reeperbahn in Hamburg und deren Unterhaltungsmöglichkeiten, so fällt eine Tatsache besonders ins Auge. Mehrere Lokalitäten bieten hier Travestieshows an. Eben diese Form der Unterhaltung scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen.

Für den Besucher ist es bei eben diesen Shows interessant, wie Geschlechterrollen karikiert werden und so der Gesellschaft ein Spiegel vorgehalten wird. Der Travestiekünstler spielt mit den Erwartungen des Besuchers hinsichtlich seines dichotomen Geschlechterdenkens. Eben hier wird eine Drag-Queen problemlos akzeptiert.

Im Folgenden soll betrachtet werden, warum eine wirkliche gesellschaftliche Akzeptanz eines dritten Geschlechts oder gar Intersexualität in naher Zukunft nicht möglich ist. Anfangs wird kurz die Entstehung der bekannten Geschlechterrollen erläutert. Anhand der Geschichte der Gleichstellung der Frau soll gezeigt werden, wie lange dieser Prozess gedauert hat. Darauf aufbauend soll aufgezeigt werden, dass der Prozess des Angleichens der Straßenverkehrsordnung hinsichtlich ungeschlechtlicher Ausdrücke eine ähnlich lange Zeit in Anspruch genommen hat. Diese Informationen helfen, einen Ausblick geben zu können.

2. Geschlechterwirklichkeiten

Klar ist, dass der Begriff des Geschlechts primär biologisch betrachtet wird. Hier ist das weibliche und männliche Geschlecht, gemessen an den einzelnen Merkmalen, ausschlaggebend. Jede Gesellschaft hat sich einer dichotomen Geschlechterklassifikation verschrieben und teilt demzufolge Kleinkinder anhand der äußerlichen Erscheinung in Junge oder Mädchen ein.[1] Dieser Klassifikation folgend, werden die Kinder in ihrem jeweiligen Geschlecht sozialisiert. Daraus ergeben sich einige stereotypische Eigenschaften beider Geschlechter. Männer werden dahingehend als „unabhängig, objektiv, aktiv, wettbewerbsorientiert, abenteuerlustig, selbstbewusst, und ehrgeizig“[2] beschrieben. Frauen werden eher gegenteilige Charaktereigenschaften zugeschrieben. Gerade diese Zuteilungen werden dem Individuum als solchem nicht gerecht und vernebeln die Sicht auf das wahre Wesen.[3]

Die genannte Art und Weise mit dem Begriff des Geschlechts umzugehen kann als tradiert und auch nahezu ungebrochen bezeichnet werden. Dennoch ist die Frau dem Mann heute gesellschaftlich gleichgestellt. Der Weg zu diesem Punkt soll im Folgenden kurz erläutert werden.

[...]


[1] vgl. Goffmann, Erving; Knoblauch, Hubert (2001): „Interaktion und Geschlecht.“ 2. Auflage. Campus

Verlag: Frankfurt a. M. 2001. S. 107

[2] Greenglass, Esther R. (1986): „Geschlechterrolle als Schicksal. Soziale und psychologische Aspekte

weiblichen und männlichen Rollenverhaltens“. Deutsche Erstausgabe. Klett-Cotta: Stuttgart. S. 24

[3] vgl. ebd. S. 25

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Geschlecht im Straßenverkehr
Untertitel
Warum das Überwinden dichotomer Geschlechterrealitäten in naher Zukunft gesellschaftlich nicht möglich ist.
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Geistes- und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Geschlechterwirklichkeiten
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
9
Katalognummer
V262650
ISBN (eBook)
9783656509523
ISBN (Buch)
9783656509585
Dateigröße
3779 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschlecht, straßenverkehr, warum, überwinden, geschlechterrealitäten, zukunft
Arbeit zitieren
Silvio Haase (Autor), 2013, Geschlecht im Straßenverkehr, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262650

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