Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Sonstiges

Förderung von Mündlichkeit an Schulen.

Diskussion des Förderungspotentials mündlicher Prüfungsformen am Beispiel des Prüfungsgesprächs und des Argumentierens.

Titel: Förderung von Mündlichkeit an Schulen.

Hausarbeit , 2013 , 25 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Helena Drewa (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Sowohl im Unterricht selbst als auch in den curricularen Vorgaben des Faches Deutsch nehmen Mündlichkeit und Schriftlichkeit eine gleichermaßen bedeutende Rolle ein, insofern durch die jeweiligen Themenfelder eine Vermittlung von Inhalten zur mündlichen wie schriftlichen Sprachrealisierung vorgeben wird und die Vermittlung selbst sowohl medial mündlich (Unterrichtsgespräch) als auch medial schriftlich (Texte) vorgenommen wird. Nichtsdestotrotz dominieren in jedem Schulfach schriftliche Leistungsüberprüfungen, während mündliche Prüfungsformen lediglich im Rahmen von Abschlussprüfungen wie dem Abitur eingesetzt werden.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll letztendlich herausgestellt werden, inwieweit durch eine stärkere Integration mündlicher Prüfungsformen Mündlichkeit selbst gefördert werden kann, sodass schulische bzw. institutionelle und alltägliche Kommunikationssituationen erfolgreich bewältigt werden können. Hierzu sollen bestehende mündliche Prüfungsformen hinsichtlich ihres Förderungspotentials untersucht sowie alternative Möglichkeiten vorgestellt und ebenfalls hinsichtlich des Förderungsaspekts beurteilt werden. Insofern wird die Eignung von Prüfungsformen, fachliche Kenntnisse zu überprüfen und zu bewerten im Rahmen der Arbeit nicht ausführlich thematisiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Mündliche Leistungsüberprüfung

2.1. Curriculare Vorgaben im Fach Deutsch

2.2. Das Prüfungsgespräch – eine gesprächsanalytische Darlegung

2.3. Förderung der Mündlichkeit mithilfe des Prüfungsgesprächs

3. Mündliches Argumentieren

3.1. Begriffsbestimmung

3.2. Mögliche Argumentationsformate

3.3. Förderung der Mündlichkeit mithilfe des Argumentierens

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial mündlicher Prüfungsformen an Schulen im Hinblick auf die Förderung der Mündlichkeit. Dabei steht die kritische Analyse der aktuellen Praxis des Prüfungsgesprächs im Vergleich zu alternativen Formaten des mündlichen Argumentierens im Zentrum der Untersuchung.

  • Curriculare Vorgaben für mündliche Leistungen im Fach Deutsch
  • Gesprächsanalytische Untersuchung von Prüfungsgesprächen
  • Funktionsweise und Formate mündlichen Argumentierens
  • Eignung verschiedener Prüfungsformate zur Mündlichkeitsförderung

Auszug aus dem Buch

2.2. Das Prüfungsgespräch – eine gesprächsanalytische Darlegung

Die Diskussion der Frage inwieweit das Prüfungsgespräch dazu geeignet ist, Mündlichkeit zu fördern, setzt in erster Linie eine Darlegung wesentlicher Charakteristika dieses Gesprächstyps voraus, die somit Gegenstand des vorliegenden Kapitels 2.2 bilden. Die Charakterisierung dieses Gesprächstyps umfasst die Klassifizierung des Prüfungsgesprächs als institutionelle Kommunikation, die wiederum insofern eine Opposition zur Alltagskommunikation bildet, als diese „in der Regel [eine] (defizitäre) Abweichung von der ‚eigentlichen‘, d.h. alltäglichen Umgangsformen“ darstellt.

Letztendlich können Prüfungsgespräche eben dieser institutionellen Kommunikation zugeordnet werden, insofern auch diese Gesprächstypen eine gewisse Asymmetrie kennzeichnet, die aus fest verteilten Rollen der Dialogpartner resultiert. Nach Dederding/ Naumann äußern sich diese in der Verpflichtung des Prüflings „auf Aufforderungen von P [Prüfer (n)] in bestimmter Weise zu reagieren, wenn er sich nicht Sanktionen aussetzen will. Auf der anderen Seite ist P gehalten, initiierend zu agieren; er kann, muss aber nicht auf Äußerungen von K [Prüfling (en)] eingehen.“ Weiterhin explizieren Dederding/ Naumann den Dialogtyp Prüfungsgespräch, indem sie diesem eine phasenorientierte Verlaufsstruktur zuschreiben und in diesem Zusammenhang erneut die bereits skizzierte Verteilung von Handlungspflichten und -möglichkeiten aufgreifen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Mündlichkeit im Deutschunterricht und stellt die Forschungsfrage nach der Eignung mündlicher Prüfungsformen für deren Förderung.

2. Die Mündliche Leistungsüberprüfung: Dieses Kapitel untersucht die curricularen Vorgaben, analysiert das Prüfungsgespräch als asymmetrische institutionelle Kommunikation und bewertet dessen eingeschränktes Potenzial zur Mündlichkeitsförderung.

3. Mündliches Argumentieren: Der Abschnitt definiert mündliches Argumentieren, stellt verschiedene Formate wie Klärungs- und Pro-Contra-Diskussionen vor und diskutiert deren Chancen für eine umfassendere Mündlichkeitsförderung.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das mündliche Argumentieren aufgrund seiner interaktiven Natur und der Annäherung an natürliche Kommunikationssituationen als besser geeignet zur Förderung von Mündlichkeit einzustufen ist als das klassische Prüfungsgespräch.

Schlüsselwörter

Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Prüfungsgespräch, Argumentieren, Deutschunterricht, Gesprächsanalyse, Leistungsüberprüfung, Bildungsstandards, Kommunikation, Argumentationskompetenz, Diskussionskultur, institutionelle Kommunikation, Asymmetrie, Sprecherziehung, Sprachhandlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial von mündlichen Prüfungsformen zur Förderung von Mündlichkeit im Fach Deutsch an Schulen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen curriculare Vorgaben, die Analyse des Prüfungsgesprächs als institutioneller Kommunikation sowie die didaktische Einordnung des mündlichen Argumentierens.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, inwieweit durch eine stärkere Integration mündlicher Prüfungsformen wie dem Argumentieren die sprachliche Handlungsfähigkeit der Schüler gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt gesprächsanalytische Ansätze, um die Strukturen von Prüfungsgesprächen und Argumentationssituationen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das Prüfungsgespräch kritisch hinterfragt und anschließend alternative Formate des mündlichen Argumentierens hinsichtlich ihrer Eignung als Prüfungsform diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mündlichkeit, Prüfungsgespräch, Argumentationskompetenz und Gesprächsanalyse charakterisieren.

Warum ist das klassische Prüfungsgespräch nur bedingt zur Förderung von Mündlichkeit geeignet?

Das Prüfungsgespräch ist durch eine starke institutionelle Asymmetrie und eine hohe konzeptionelle Schriftlichkeit geprägt, die den Interpretationsspielraum und freie Sprachhandlungen der Schüler einschränkt.

Welchen Vorteil bietet das mündliche Argumentieren in Prüfungen?

Das mündliche Argumentieren fördert vielfältigere Sprachhandlungen und durch die Interaktion mit Mitschülern nähert sich die Prüfungssituation eher einer natürlichen, alltagsnahen Kommunikation an.

Welche Rolle spielt die „hierarchische Überwachung“ in der Analyse?

Sie dient als theoretisches Konzept, um die Abhängigkeit und das Verhalten von Prüfern und Prüflingen in einer institutionellen Prüfungssituation zu erklären.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Förderung von Mündlichkeit an Schulen.
Untertitel
Diskussion des Förderungspotentials mündlicher Prüfungsformen am Beispiel des Prüfungsgesprächs und des Argumentierens.
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Veranstaltung
Sprachvariation. Schriftlichkeit und Mündlichkeit.
Note
2,0
Autor
Helena Drewa (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
25
Katalognummer
V262723
ISBN (eBook)
9783656514954
ISBN (Buch)
9783656514701
Sprache
Deutsch
Schlagworte
förderung mündlichkeit schulen diskussion förderungspotentials prüfungsformen beispiel prüfungsgesprächs argumentierens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Helena Drewa (Autor:in), 2013, Förderung von Mündlichkeit an Schulen., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262723
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  25  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum