In Nordrhein-Westfalen werden gestaltungstechnische Assistent(inn)en am Berufskolleg ausgebildet. Zur Zeit ist dort das Themengebiet Medienrecht in das Fach Politik integriert. In dieser Hausarbeit im Modul 3a (Mediale Bildung und Medienkommunikation) des Studiums B.A. Bildungswissenschaft wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich Twitter im Präsenzunterricht einsetzen lässt - speziell hier, um Berufsbezug im Fach Medienrecht herzustellen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Motivation
2 Kompetenzentwicklung im Unterricht
2.1 Kompetenzansatz statt Wissenskanon
2.2 Lehr-/Rahmen- und Bildungs-Pläne
2.3 Anforderungen an den Unterricht
3 Soziale Software im Unterricht
3.1 Möglichkeiten sozialer Software
3.2 Unterstützung von Lernprozessen durch soziale Software
3.3 Mögliche Hindernisse
4 Assistentinnenausbildung am Berufskolleg NRW
4.1 Kompetenzentwicklung in der vollschulischen Ausbildung
4.2 Ausbildung gestaltungstechnischer Assistentinnen
5 Twitter-Einsatz im Medienrechts-Unterricht
5.1 Microblogging mit Twitter
5.2 Twitter im Unterricht
5.3 Medienrecht für gestaltungstechnische Assistentinnen
6 Diskussion und Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht, wie der Microblogging-Dienst Twitter im Präsenzunterricht eingesetzt werden kann, um für Auszubildende zum gestaltungstechnischen Assistenten im Fach Medienrecht einen stärkeren Berufsbezug herzustellen. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie aktuelle bildungswissenschaftliche Erkenntnisse zur sozialen Software auf diese spezifische Ausbildungssituation übertragen werden können.
- Kompetenzentwicklung im Kontext der beruflichen Bildung
- Einsatzmöglichkeiten sozialer Software in Lernprozessen
- Strukturen und Anforderungen der Ausbildung am Berufskolleg NRW
- Didaktische Potenziale und Herausforderungen von Twitter im Unterricht
- Spezifische Anforderungen des Medienrechts-Unterrichts
Auszug aus dem Buch
3.1 Möglichkeiten sozialer Software
Unter sozialer Software sollen im Folgenden Anwendungen verstanden werden, "die als Teil eines soziotechnischen Systems menschliche Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit unterstützen. Dabei nutzen die Akteure die Potenziale und Beiträge eines Netzwerks von Teilnehmern" (Back/Gronau/Tochtermann 2009, S. 284). Rein praktisch gehören Weblogs und Wikis ebenso dazu wie virtuelle soziale Netzwerke (Iberer/Frank/Spannagel 2010).
Zunächst ist auf der Ebene einer eher passiven Nutzung sozialer Software die von Kalz, Klamma und Specht (2008, S. 41) geäußerte Einschätzung zu vermerken, dass Lernende "aus dem Dickicht der Informationen nur die für sie interessanten" herausfiltern und mit ihrem Wissen verknüpfen können.
Mit der Weiterentwicklung des einfachen Internets, das auf Hyperlinks basiert, zum Web 2.0, bei dem sich die Nutzerinnen aktiv gestaltend einbringen können, haben sich die Möglichkeiten deutlich gesteigert (Baumgartner/Himpsl 2008). Die "Partizipation der Nutzer/innen" als das zentrale Prinzip des Web 2.0 und die "Selbstorganisation" als Prinzip der sozialen Software führen zur großen Bedeutung des sozialen Feedbacks und der Kooperation in der Gruppe (etwa durch gegenseitige Bewertung selbsterstellten Materials) (ebd., S. 3ff). Somit wäre eine weitere Nutzungsmöglichkeit die Öffnung der Schule durch Veröffentlichung von Material, das im Unterricht erstellt wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Motivation: Dieses Kapitel legt die Problemstellung dar und formuliert die Forschungsfragen hinsichtlich der Einsetzbarkeit von Twitter im Medienrechts-Unterricht.
2 Kompetenzentwicklung im Unterricht: Hier werden die bildungswissenschaftlichen Grundlagen sowie die Anforderungen an einen kompetenzorientierten Unterricht erörtert.
3 Soziale Software im Unterricht: Dieses Kapitel beleuchtet das didaktische Potenzial sozialer Software sowie die damit verbundenen Lernchancen und Hindernisse.
4 Assistentinnenausbildung am Berufskolleg NRW: Der Fokus liegt hier auf den Rahmenbedingungen der vollschulischen Ausbildung und den spezifischen Anforderungen für gestaltungstechnische Assistentinnen.
5 Twitter-Einsatz im Medienrechts-Unterricht: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Möglichkeiten von Microblogging mit den praktischen Anforderungen an den Medienrechts-Unterricht.
6 Diskussion und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Eignung von Twitter für den Unterricht unter Berücksichtigung der analysierten Studienergebnisse.
Schlüsselwörter
Twitter, Soziale Software, Medienrecht, Berufskolleg, Kompetenzentwicklung, Microblogging, Berufsbezug, Web 2.0, Didaktik, Gestaltungstechnische Assistenten, Unterrichtsgestaltung, Partizipation, Lernprozesse, Berufsausbildung, Handlungskompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie soziale Software, spezifisch Twitter, den Präsenzunterricht im Fach Medienrecht für gestaltungstechnische Assistenten bereichern kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Kernpunkten zählen die allgemeine Kompetenzentwicklung, der Einsatz von Web-2.0-Technologien in der Bildung und die curricularen Vorgaben am Berufskolleg NRW.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel besteht darin zu klären, ob und wie der Einsatz von Twitter einen stärkeren Berufsbezug im Medienrechts-Unterricht fördern kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung aktueller bildungswissenschaftlicher Studien zu sozialen Medien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kompetenzen, eine Analyse sozialer Software, die Vorstellung der Ausbildungssituation in NRW sowie die konkrete didaktische Anwendung von Twitter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Twitter, Medienrecht, Berufskolleg, Kompetenzorientierung und Soziale Software.
Welche spezifischen Herausforderungen nennt die Arbeit für den Einsatz von Twitter?
Es werden unter anderem die digitale Kluft unter den Schülern, datenschutzrechtliche Bedenken und die notwendige Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter genannt.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Lehrkraft bei der Nutzung von Twitter?
Die Lehrkraft wandelt sich vom Wissensvermittler zum Coach, der den Prozess strukturiert und soziale Interaktionen gezielt moderiert.
- Arbeit zitieren
- Heinz Alenfelder (Autor:in), 2013, Medienrecht und Twitter in der Berufsausbildung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262820