Diese Hauptseminararbeit befasst sich mit dem Thema Laktoseintoleranz und dem Umgang damit in der Schule. Da immer mehr Kinder und Erwachsene die Diagnose "Laktoseintoleranz" erhalten, wurde in einer empirischen Untersuchung festgestellt, wie aktuell dieses Thema derzeit in deutschen Schulen ist und welche Beachtung es aus Sicht von Schüler/innen und Lehrer/innen erhalten sollte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlegende Begrifflichkeiten
2.1 Lebensmittelunverträglichkeit
2.2 Laktose
2.3 Laktoseintoleranz
3. Studie zum schulischen Umgang mit Laktoseintoleranz
3.1 Beschreibung der Methoden und Erhebungsinstrumente
3.2 Sichtweise von Schülerinnen und Schülern
3.3 Sichtweise von Lehrerinnen und Lehrern
4. Laktoseintoleranz als Unterrichtsgegenstand
4.1 Didaktische Analyse nach W. Klafki
4.2 Eingliederung in den Bildungsplan
4.2.1 Grundschule
4.2.2 Haupt‐ und Werkrealschule
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Umgang mit Lebensmittelunverträglichkeiten, speziell der Laktoseintoleranz, im schulischen Alltag und erörtert die didaktische Notwendigkeit sowie Möglichkeiten der Integration dieses Themas in den Unterricht.
- Erfassung des Ist-Zustands durch Online-Umfragen bei Schülern und Lehrkräften
- Analyse der sozialen Auswirkungen von Lebensmittelintoleranzen in der Schule
- Didaktische Begründung nach Wolfgang Klafki
- Untersuchung von Anknüpfungspunkten im aktuellen Bildungsplan
- Diskussion von Hindernissen und Vorteilen einer unterrichtlichen Thematisierung
Auszug aus dem Buch
3.2 Sichtweise von Schülerinnen und Schülern
Frage 1 – 3: Alter und Geschlecht der Befragten
An der Schülerumfrage beteiligten sich 18 Jungen und 24 Mädchen. Bei 24 Kindern wurde die Umfrage mithilfe von den Eltern oder anderen Verwandten (Geschwister, Großeltern, Tante, Onkel etc.) ausgefüllt. Bei der Umfrage beteiligten sich außerdem zwei Personen, die nicht unbedingt zu der Zielgruppe der Umfrage passen. Dazu gehören ein vierjähriges Kind, dessen Angaben sich daher auf die Kindertagesstätte beziehen, und eine vierzigjährige Frau, die ihre Erfahrungen aus ihrer ehemaligen Schulzeit dokumentieren wollte. Allerdings soll es in der Umfrage um den heutigen Umgang mit Laktoseintoleranz in der Schule gehen, daher wurden diese beiden Personen aus der Umfrage ausgeschlossen. Das Durchschnittsalter der befragten Schülerinnen und Schüler liegt bei 11,9 Jahren. In Abb. 1 ist die Altersverteilung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen grafisch dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Laktoseintoleranz als zunehmend präsentes Thema und begründet die Untersuchung anhand der persönlichen Betroffenheit der Autorin sowie der Fragestellung nach dem schulischen Umgang.
2. Grundlegende Begrifflichkeiten: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Lebensmittelunverträglichkeit, Laktose und die verschiedenen Formen der Laktoseintoleranz wissenschaftlich fundiert.
3. Studie zum schulischen Umgang mit Laktoseintoleranz: Der Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der durchgeführten Online-Umfrage, unterteilt in die Perspektiven von Schülern sowie Lehrkräften bezüglich Wissen, Thematisierung und Umgang im Schulalltag.
4. Laktoseintoleranz als Unterrichtsgegenstand: Auf Basis einer didaktischen Analyse nach W. Klafki werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie das Thema in den Bildungsplan verschiedener Schulformen integriert werden kann.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert den Interessenskonflikt zwischen Schülern und Lehrkräften und plädiert abschließend für die pädagogische Bedeutung der Thematisierung zur Förderung sozialer Kompetenzen.
Schlüsselwörter
Laktoseintoleranz, Lebensmittelunverträglichkeit, Schulalltag, Didaktik, Wolfgang Klafki, Bildungsplan, Ernährung, Allergien, soziale Kompetenz, Lehrerfortbildung, Inklusion, Diagnostik, Primär, Sekundär, Konnatal
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Umgang von Nahrungsmittelintoleranzen, insbesondere der Laktoseintoleranz, im deutschen Schulwesen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Perspektiven von Betroffenen und Lehrkräften, die didaktische Analyse der Thematik sowie die Verankerung im Bildungsplan.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den aktuellen Umgang mit Laktoseintoleranz in Schulen zu dokumentieren und die Notwendigkeit sowie Möglichkeiten der Integration dieses Themas in den Unterricht aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine Online-Umfrage mit zwei separaten Fragebögen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer durchgeführt und ausgewertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Umfrageergebnisse zur Wahrnehmung der Krankheit im Unterricht und der anschließenden didaktischen Einordnung nach Klafki.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Laktoseintoleranz, schulischer Umgang, didaktische Analyse, Bildungsplan und soziale Kompetenz.
Wie stehen Lehrkräfte dem Thema gegenüber?
Die Ergebnisse zeigen, dass ein Großteil der Lehrkräfte das Thema bisher nicht im Unterricht behandelt und teilweise Skepsis hinsichtlich des zusätzlichen Arbeitsaufwandes äußert.
Gibt es spezielle Fortbildungsangebote für Lehrkräfte zu diesem Thema?
Die Autorin konnte nach ausführlicher Recherche keine spezifischen Fortbildungsangebote für Lehrkräfte zum Umgang mit Lebensmittelunverträglichkeiten finden.
Welche Rolle spielt die soziale Kompetenz in der Arbeit?
Die Autorin sieht in der Thematisierung des Themas eine große Chance, das Verständnis füreinander zu fördern, Mobbing vorzubeugen und die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken.
- Citation du texte
- Lisa Kessler (Auteur), 2012, Nahrungsmittelintoleranz im Schulalltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263153