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Komposita und ihre Schreibung in der deutschen und französischen Sprache

Titre: Komposita und ihre Schreibung in der deutschen und französischen Sprache

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 22 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Bachelor of Science Wirtschaftspädagogik Lorraine Möller (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Auch heute besteht gerade in entwickelten Sprachen ein ungeheurer Bedarf an neuen Wörtern, da die Auseinandersetzung mit der vielseitigen Realität die Notwendigkeit mit sich bringt, alles, was man vorfindet, empfindet, erfindet oder plant, auch entsprechend benennen zu können.

Für die Bereicherung des Wortschatzes spielt daher die Komposition in der deutschen und französischen Sprache eine wichtige Rolle, wobei komplexe Wörter aus Sprachmaterial gebildet werden, das bereits in der Sprache existiert. Daneben ist die Kenntnis und die Einhaltung grafischer Normen von komplexen Wörtern eine unerlässliche Voraussetzung für korrekte Textproduktionen. Da Komposita im Deutschen durch Zusammenschreibung gekennzeichnet sind und die Bindestrichschreibung nur in bestimmten Fällen eintritt, wohingegen französische Komposita generell mit Bindestrich, wie in la grand-mère (Großmutter), oder durch Getrenntschreibung, wie in la pomme de terre (Kartoffel), in Erscheinung treten, verspricht eine vergleichende Beschäftigung mit der Thematik lohnenswert und interessant zu werden.

In dieser Arbeit sollen daher zwei wichtige Fragen geklärt werden:

▪ Welche Auffälligkeiten treten im Deutschen und im Französischen bereits im Rahmen der Bildung und der Verwendung von Komposita auf?
▪ Wie sehen die Regularitäten für die Schreibung jeweils aus und welche Vor- und Nachteile bringen diese mit sich?

Im weiteren Verlauf wird zunächst dargelegt, was man unter einem Kompositum zu verstehen hat (Kapitel 2) und eine Abgrenzung zwischen Determinativ- und Kopulativkomposita vorgenommen (Kapitel 3), um ein grundlegendes Verständnis für die Thematik aufzubauen. Sodann werden die wichtigsten Bildungsmuster für beide Sprachen veranschaulicht (Kapitel 4), um anschließend mit diesem Wissen an die Regularitäten der Schreibung heranzutreten (Kapitel 5). Abschließend werden alle wichtigen Erkenntnisse dieser Arbeit präzise zusammengefasst und vergleichend diskutiert (Kapitel 6).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was versteht man unter einem Kompositum?

3. Zur Abgrenzung von Determinativ- und Kopulativkomposita

4. Haupttypen der Komposition

4.1 Die Haupttypen in der deutschen Sprache

4.2 Die Haupttypen in der französischen Sprache

5. Regularitäten der Schreibung von Komposita

5.1 Regularitäten für die deutsche Schreibung

5.2 Regularitäten für die französische Schreibung

6. Resümee und Vergleich der Erkenntnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bildung und Schreibung von Komposita in der deutschen und der französischen Sprache kontrastiv zu untersuchen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den morphologischen und orthographischen Regelwerken aufzudecken.

  • Morphologische Definition und Abgrenzung von Komposita in beiden Sprachen
  • Vergleichende Analyse der produktivsten Bildungsmuster (Substantiv-, Adjektiv- und Verbkomposition)
  • Gegenüberstellung der unterschiedlichen orthographischen Normen (Zusammenschreibung vs. Getrennt- oder Bindestrichschreibung)
  • Diskussion der daraus resultierenden Schwierigkeiten für Lernende der jeweiligen Fremdsprache

Auszug aus dem Buch

5.1 Regularitäten für die deutsche Schreibung

Wenn die Getrennt- und Zusammenschreibung nur anhand von Zweifelsfällen erklärt wird, ist sie unverständlich (Fuhrhop 2010, 235). Daher wird hier nun die offizielle Regelung mit ihren beiden zugrunde liegenden Prinzipien dargestellt, bevor anschließend zwei exemplarische Problemfälle aufgezeigt werden.

Als verbindliche Regel gilt: Handelt es sich um die Bestandteile von Wortgruppen, so schreibt man getrennt, handelt es sich um die Bestandteile von Zusammensetzungen, so schreibt man zusammen (ebd., 236 sowie Wahrig 2003, 34). Für das Deutsche ist es also wichtig, eine Abgrenzung zwischen einem Wort und einem Syntagma zu treffen. Dies kann nach Fuhrhop (2009, 54) anhand zwei wichtiger Prinzipien gemacht werden, wobei ersteres auf der morphologischen Ebene operiert und zweiteres auf der syntaktischen Ebene:

▪ Wortbildungsprinzip: Zwei oder mehr Stämme werden zusammengeschrieben, wenn sie aufgrund der Wortbildung miteinander verbunden sind.

▪ Relationsprinzip: Einheiten, die syntaktisch analysierbar sind, sind syntaktisch selbstständige Wörter und werden getrennt geschrieben.

(12) a. Er liefert Haustüren vs. Er liefert an jedes Haus Türen. b. Dennis ist kerngesund vs. Dennis ist im Kern gesund. c. Sie übersetzen den Text vs. über Setzen haben wir nicht gesprochen.

Haustüren ist unstrittig ein Kompositum, das in 12a zunächst insgesamt als Akkusativobjekt fungiert. Im zweiten Fall jedoch ist Haus Teil der Präpositionalgruppe und lediglich Türen das Akkusativobjekt zum Verb liefern (Fuhrhop 2010, 239). In 12b ist kerngesund insgesamt Prädikativ, wobei Kern im zweiten Teil völlig selbstständig von gesund ist und zur Präpositionalgruppe gehört (ebd., 241). Für untrennbare Verben (erobern, verlaufen) kann der erste Teil (das Präfix) grundsätzlich nicht syntaktisch selbstständig sein, wobei es Ausnahmen wie in 12c gibt. Allerdings handelt es sich hierbei um eine Komposition von Präposition und Verb, die als einzelne syntaktische Einheiten, wie im zweiten Teil beobachtbar, zwar nicht ungrammatisch werden, jedoch ihre eigentliche Bedeutung aus dem ersten Teil verlieren (ebd., 242).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Themas, stellt die Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise vor.

2. Was versteht man unter einem Kompositum?: Das Kapitel definiert den Begriff des Kompositums im Deutschen und Französischen und erläutert wesentliche Merkmale wie Wortbildungsstruktur und lexikalische Einheit.

3. Zur Abgrenzung von Determinativ- und Kopulativkomposita: Hier erfolgt eine theoretische Differenzierung zwischen den Kompositionstypen basierend auf ihrem semantischen Verhältnis und der syntaktischen Kopf-Bestimmung.

4. Haupttypen der Komposition: Dieses Kapitel veranschaulicht die produktivsten Bildungsmuster von Substantiv-, Adjektiv- und Verbkomposita in beiden Zielsprachen.

5. Regularitäten der Schreibung von Komposita: Das Kapitel behandelt die orthographischen Normen, insbesondere die Unterschiede zwischen Zusammenschreibung im Deutschen und dem Gebrauch von Bindestrichen oder Getrenntschreibung im Französischen.

6. Resümee und Vergleich der Erkenntnisse: Das Fazit fasst die wesentlichen Unterschiede in der Wortbildung und Schreibung zusammen und diskutiert didaktische Konsequenzen für Sprachlernende.

Schlüsselwörter

Kompositum, Wortbildung, deutsche Sprache, französische Sprache, Kontrastive Linguistik, Determinativkomposita, Kopulativkomposita, Orthographie, Zusammenschreibung, Bindestrichschreibung, Syntagma, Morphologie, Sprachvergleich, Sprachdidaktik, Lexikalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht vergleichend die Wortbildung und die orthographischen Schreibregeln für komplexe Wörter, sogenannte Komposita, in der deutschen und französischen Sprache.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die morphologische Struktur von Komposita, die Abgrenzung von Determinativ- und Kopulativkomposita sowie die spezifischen Schreibkonventionen beider Sprachen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Unterschiede in der Bildung und Schreibung aufzuzeigen und zu analysieren, wie diese Divergenzen zu Problemen bei Sprachlernenden führen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine kontrastive sprachwissenschaftliche Analyse, die theoretische Definitionen mit beispielbasierten Vergleichen aus der Literatur kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Bildungsmuster (Substantiv-, Adjektiv- und Verbkomposita) und die detaillierte Darstellung der Regularitäten der Getrennt-, Zusammen- und Bindestrichschreibung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kompositum, Kontrastive Linguistik, Orthographie, Determinativkompositum, morphologische Bildung und Schreibdidaktik.

Warum unterscheidet sich die Bindestrichschreibung im Deutschen und Französischen?

Im Französischen dient der Bindestrich als häufiges Signal für eine lexikalische Einheit, während er im Deutschen nur in sehr spezifischen Fällen, wie etwa zur Verdeutlichung oder bei Abkürzungen, verwendet wird.

Welche Schwierigkeiten ergeben sich für französische Lernende des Deutschen?

Aufgrund ihrer eigenen Konventionen neigen französische Studenten dazu, im Deutschen fälschlicherweise Bindestriche in Komposita zu setzen oder Wortgruppen falsch zu behandeln, was die textnormative Adäquatheit beeinträchtigt.

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Résumé des informations

Titre
Komposita und ihre Schreibung in der deutschen und französischen Sprache
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Deutsches Institut)
Note
2,0
Auteur
Bachelor of Science Wirtschaftspädagogik Lorraine Möller (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
22
N° de catalogue
V263285
ISBN (ebook)
9783656520245
ISBN (Livre)
9783656524625
Langue
allemand
mots-clé
komposita schreibung sprache
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bachelor of Science Wirtschaftspädagogik Lorraine Möller (Auteur), 2013, Komposita und ihre Schreibung in der deutschen und französischen Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263285
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