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Takashi Murakamis Business-Art. Die Kommerzialisierung der Kunst

Título: Takashi Murakamis Business-Art. Die Kommerzialisierung der Kunst

Tesis (Bachelor) , 2010 , 35 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Janina Schizmer (Autor)

Arte - Gestión, comercialización
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Die vorliegende Arbeit soll aufzeigen in wie weit Murakamis Kunst mit seinen Marketingstrategien einhergeht und wie sich in seinem Werk die Grenzen zwischen Kunst und Kommerz auflösen. Indem Murakami Kunst für jedermann schafft, vom gut zahlenden Kunstsammler bis hin zum Kind, welches seine Kunst in Form einer kleinen Miniatursammelfigur in einer Packung Kaugummikugeln findet, stellt Murakami die Rolle des Künstlers sowie seine Einflussmöglichkeiten und auch die der Kunst selbst mit seiner Business-Art in Frage. Hierbei stehen seine künstlerischen Anfänge, in Form des traditionellen Nihonga-Studiums sowie prägender Ereignisse und Schlüsselreize bis hin zur Entwicklung seines Kunstgedankens im Mittelpunkt. Im weiteren Verlauf der Arbeit soll erörtert werden in wie fern Murakamis OEuvre Business-Kunst ist und sich die Marke „Murakami“, im Vergleich zu anderen Künstlerpositionen der Business-Art, entwickelt und durchgesetzt hat.

Takashi Murakami gilt heutzutage als einer der potentesten Künstler der kommerziellen Kunst und wurde vom New York Time Magazine, neben Rem Koolhaas, unter die einflussreichsten Künstler des Jahres 2008 gezählt. Murakami übt ebenso klassische Aktivitäten des Malers und Bildhauers wie auch die des Kurators, Ausbilders und unersättlichen Geschäftsmanns aus. Neben der Leitung seiner eigenen Produktionsfirma, Kaikai Kiki & Co. Ltd., für Hochkunst und Massenkonsumgütern sowie Merchandising-Produkten arbeitet er auch an Musikvideos für Musiker wie z.B. Kanye West, kreiert Luxusartikel in Zusammenarbeit mit dem Designerlable Louis Vuitton sowie dem amerikanischen Hip Hop Künstler Pharrell Williams und organisiert halbjährlich die Kunstmesse GEISAI, die er erstmals 2002 selbst ins Leben gerufen hat.

Der Japaner, der sich selbst als Marketing-Künstler bezeichnet , überträgt die Strategien der Industrie auf die Kunst und macht diese dadurch unmittelbar zur Ware. In Murakamis Firma Kaikai Kiki & Co. wird seine Kunst so produziert und vertrieben wie jegliche andere Produkte der Vergnügungsindustrie, z.B. Mousepads, Postkarten, Sticker und Buttons. Er versteht es, sein Publikum innerhalb und außerhalb des Museums und der Galerie anzusprechen und verbindet dabei „high“ und „low“ Kunst miteinander. Er platziert sein künstlerisches Markenzeichen als Form und Inhalt seiner Kreativität und erschließt neue Strategien zur Interaktion mit dem Konsummarkt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Anfänge

2.1 Die Nihonga-Malerei

2.2 Kaikai Kiki & Co.,Ltd.

3. Ein neuer Kunstbegriff für Japan

3.1 Murakamis Kunst

3.2 Die Superflat-Theorie

4. Die Otaku-Kultur

5. Business-Art

5.1 Die Marke „Murakami“

5.2 Mr. DOB – Künstlerisches Ich meets Markenzeichen

5.3 Die Kommerzialisierung der Kunst

5.4 Der Künstler als Geschäftsmann

5.5 Künstlergeneration: „Business-Art“

6. Schlussgedanken

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken des japanischen Künstlers Takashi Murakami und analysiert, inwieweit seine Kunst mit gezielten Marketingstrategien einhergeht und wie dabei die Grenzen zwischen hoher Kunst und kommerzieller Massenkultur aufgelöst werden.

  • Biografische Anfänge und akademische Prägung (Nihonga-Malerei)
  • Entwicklung der "Superflat"-Theorie als künstlerische Identität
  • Integration der "Otaku-Kultur" in den Kunstbetrieb
  • Strategien der Kommerzialisierung und das Konzept des "Business-Künstlers"
  • Vergleich mit anderen Vertretern der Business-Art (Andy Warhol, Jeff Koons)

Auszug aus dem Buch

3.1 Murakamis Kunst

Murakami entwirft seine großformatigen Acryllack-Bilder, welche von Hand in einem bis zu drei monatigen Prozess gefertigt werden, in Komposition sowie Farbgestaltung mittels Computergrafikprogrammen. Die einzelnen Bildelemente liegen in unzähligen Varianten als Digitaldateien vor und können immer wieder in die Skizzen eingefügt werden. So entwirft Murakami seine Werke beispielsweise auch am Laptop auf Reisen.

Ausschlaggebend für seine Kunst sind einige geschichtliche Komponenten. Die atomare Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki zählt zu den japanischen Urkatastrophen. Die mit dem Anschlag auf Hiroshima eingeleitete Apokalypse findet immer wieder in animierten Sciencefiction-Geschichten ihre Neugestaltung. So bezieht sich Murakami bei seiner Kunst z.B. auf die Animationsfilme Space Battleship Yamato oder Time Bokan. Am Ende jeder Folge der Time Bokan Serie werden die Bösen von den Guten in die Luft gesprengt, in der darauf folgenden Folge kommen sie aber immer wieder zurück. Dabei hat die Sprengwolke die Form eines Totenkopfs. Diese immer wiederkehrende Szene inspirierte Murakami zu seinen Time Bokan Gemälden (2001). Murakami selbst assoziiert diese Serie mit der japanischen Mentalität, indem die Japaner ihre Tragödie, die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg, in der heutigen Zeit, 30 Jahre nach dem Krieg, zu einem Witz machen. Denn anders als in Japan ist der Totenkopf im Westen ein starkes, dunkles Symbol. Die spirituelle Entfremdung und die Formbarkeit der Japaner faszinieren Murakami.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung von Takashi Murakami als global agierenden "Marketing-Künstler" und Erläuterung der Forschungsabsicht zur Auflösung der Grenzen zwischen Kunst und Kommerz.

2. Die Anfänge: Beleuchtung der frühen biografischen Einflüsse Murakamis, seiner traditionellen Ausbildung im Nihonga-Stil sowie seines Weges zum zeitgenössischen Künstler.

2.1 Die Nihonga-Malerei: Analyse der für Murakami prägenden Nihonga-Technik und deren Einfluss auf die spätere formale Ästhetik seiner Arbeiten.

2.2 Kaikai Kiki & Co.,Ltd.: Vorstellung der Produktionsfirma als strukturiertes Wirtschaftsunternehmen, das Kunst, Merchandising und Künstlerförderung unter einem Dach vereint.

3. Ein neuer Kunstbegriff für Japan: Historische Einordnung des westlich geprägten Kunstbegriffs in Japan und Murakamis Versuch, diesen neu zu definieren.

3.1 Murakamis Kunst: Erörterung der Arbeitsweise Murakamis zwischen digitaler Gestaltung und traditionellen geschichtlichen sowie gesellschaftlichen Referenzen.

3.2 Die Superflat-Theorie: Beschreibung der zentralen künstlerischen Theorie Murakamis, die Flächigkeit, Anime-Ästhetik und die japanische Nachkriegsrealität verschmilzt.

4. Die Otaku-Kultur: Untersuchung der Beziehung zwischen Murakami und der Otaku-Subkultur sowie deren Transformation in den professionellen Kunstbetrieb.

5. Business-Art: Kritische Auseinandersetzung mit der Kommerzialisierung der Kunst und Murakamis bewusster Abkehr von traditionellen Kunstverständnissen.

5.1 Die Marke „Murakami“: Analyse der Inszenierung von Murakami als globale Handelsmarke, insbesondere anhand großer Museumsausstellungen.

5.2 Mr. DOB – Künstlerisches Ich meets Markenzeichen: Untersuchung der Figur "Mr. DOB" als autobiografisches Selbstporträt und gleichzeitig fungierendes, wandelbares Warenzeichen.

5.3 Die Kommerzialisierung der Kunst: Diskussion der Verschmelzung von Kunstobjekten und Massenkonsumartikeln anhand des Beispiels der Shokugan-Figuren.

5.4 Der Künstler als Geschäftsmann: Darstellung von Murakamis Engagement als Festivalgründer (GEISAI) und der aktiven Gestaltung neuer Strukturen im japanischen Kunstmarkt.

5.5 Künstlergeneration: „Business-Art“: Vergleich der Strategien von Murakami mit denen von Andy Warhol hinsichtlich der Aufhebung von Hierarchien zwischen Hoch- und Trivialkunst.

6. Schlussgedanken: Synthese der Arbeit: Murakami als visionärer Konzeptkünstler, der durch die Fusion von Tradition und Kommerz eine neue, globale Kunstrichtung geschaffen hat.

Schlüsselwörter

Takashi Murakami, Business-Art, Superflat, Kaikai Kiki, Otaku-Kultur, Nihonga, Kommerzialisierung, Japanische Gegenwartskunst, Mr. DOB, Pop-Art, Globaler Kapitalismus, Massenkultur, Marketingstrategien, Markenidentität, Zeitgenössische Kunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit analysiert das künstlerische Wirken von Takashi Murakami unter dem Aspekt der Kommerzialisierung der Kunst und untersucht seine Strategien, sich als globale Marke zu etablieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der "Superflat"-Theorie, der Integration der japanischen Otaku-Kultur in den Kunstbetrieb sowie dem Vergleich mit anderen "Business-Künstlern" wie Andy Warhol.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Murakami gezielt Marketingstrategien einsetzt, um die Trennung zwischen hoher Kunst und populärer Kommerzware aufzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine kunstgeschichtliche und kulturwissenschaftliche Analyse, die den Werkbegriff und die künstlerische Strategie von Murakami in den Kontext der Postmoderne und des globalen Kapitalismus setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Anfänge des Künstlers, seine theoretischen Grundlagen (Superflat), seine Organisationsstruktur (Kaikai Kiki), die Bedeutung seiner ikonischen Figuren (Mr. DOB) und seine Rolle als Unternehmer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Takashi Murakami, Business-Art, Superflat, Otaku-Kultur, Kommerzialisierung und Markenbildung im Kunstsektor.

Wie unterscheidet sich Murakamis Kaikai Kiki Factory von Warhols Factory?

Während Warhols Factory ein offenes, experimentelles Konzept zur Abschaffung des isolierten Künstlers war, fungiert Murakamis Kaikai Kiki als streng organisierte Produktionsfirma mit klaren Angestelltenverhältnissen.

Warum ist die Figur "Mr. DOB" für Murakami so bedeutend?

Mr. DOB fungiert als stetig wandelbares, autobiografisches Selbstporträt des Künstlers und gleichzeitig als geschütztes Markenzeichen, das die Flexibilität und Vermarktbarkeit von Murakamis Kunst symbolisiert.

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Detalles

Título
Takashi Murakamis Business-Art. Die Kommerzialisierung der Kunst
Universidad
Braunschweig Academy of fine arts  (Institut für Kunstwissenschaft)
Curso
Kunst / Kunstwissenschaft / Kunstgeschichte
Calificación
2,7
Autor
Janina Schizmer (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
35
No. de catálogo
V263492
ISBN (Ebook)
9783668152335
Idioma
Alemán
Etiqueta
Takashi Murakami Pop Art Flatness Flat Businessart Kommerzialisierung Kunst Kunstegschichte Theorie Japan Anime Manag Murakami
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Janina Schizmer (Autor), 2010, Takashi Murakamis Business-Art. Die Kommerzialisierung der Kunst, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263492
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