Volkskrankheit Rückenschmerzen – viele Menschen leiden darunter. Die meisten Rückenpatienten sind mehrmals in ihrem Leben wegen unerträglicher Schmerzen in Behandlung. Bei vielen wird die Ursache nie gefunden, die klassische Medizin versagt. Doch die Psyche spielt häufig eine entscheidende Rolle.
Dieses Buch betrachtet Rückenschmerzen hauptsächlich aus psychologischer Sicht. Zunächst werden grundsätzliche Erklärungsansätze vorgestellt im Anschluss widmen sich die Autoren dem Einfluss des Kohärenzgefühls. Außerdem stellen sie psychologische Therapiemöglichkeiten vor.
Aus dem Inhalt: Risikofaktoren, Erklärungsansätze, Kognitiver Verhaltensansatz, Kohärenzgefühl, Interventionsmöglichkeiten
Inhaltsverzeichnis
Rückenschmerz-Verbreitung, Ursachen und Erklärungsansätze von Sven Schneider 2006
Zu diesem Buch
Über den Autor
Einleitung
Forschungsstand und Hypothesen
Datenbasis und Methodik
Ergebnisse
Diskussion
Schlussfolgerungen
Psychologische Therapie bei Rückenschmerz. Der Kognitive Verhaltensansatz von André Matthias Müller 2009
Einleitung
Terminologie
Die Medizin auf dem Prüfstand
Grundideen der Kognitiven Verhaltenstherapie
Praktische Umsetzung des kognitiven Verhaltensansatzes
Fazit
Zusammenfassung
Die Bedeutung der Salutogenese bei chronischen Rückenschmerzen. Ein Vergleich des Kohärenzgefühls bei Patienten ohne Rückenschmerzen und Patienten mit chronischen unspezifischen Rückenschmerzen und deren Bewältigungsstrategien von Josef Galert 2007
Zusammenfassung/Abstract
Problemstellung
Fragestellung
Methode
Ergebnisse
Diskussion und Ausblick
Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Publikationsreihe zielt darauf ab, die epidemiologische Datenlage zum Thema Rückenschmerz in der Bundesrepublik Deutschland grundlegend zu verbessern, die psychosozialen Einflussfaktoren auf die Krankheitsentstehung (Salutogenese) zu beleuchten und effektive, evidenzbasierte Ansätze der kognitiven Verhaltenstherapie für die Schmerzbehandlung zu evaluieren.
- Epidemiologische Prävalenzdaten und Risikofaktoren für Rückenschmerz
- Biopsychosoziale Modelle der Krankheitsentstehung
- Kognitive Verhaltenstherapie als multimodaler Behandlungsansatz
- Die Bedeutung der Salutogenese und des Kohärenzgefühls bei chronischen Schmerzen
- Kritische Analyse von Versorgungsstrukturen und Präventionsangeboten
Auszug aus dem Buch
Die Medizin auf dem Prüfstand
Der Rückenschmerz und seine psychologischen Hintergründe gelten auch in einer Zeit fortschreitender wissenschaftlicher Evidenz als marginaler Ausgangspunkt medizinischer Interventionen. Der Patient, welcher derzeitig weitaus häufiger den Arzt aufgrund von Rückenleiden konsultiert als noch vor einigen Jahrzehnten, kann in über 90 Prozent der Fälle nicht mit einer reliablen Diagnose rechnen (vgl. Grönemeyer, 2006, S. 14). Aus jener unklaren oder schlimmstenfalls defizitären Indikationsaussage ist es nachfolgend nur schwer erdenklich, eine effiziente Behandlungsstrategie zu eruieren.
Dass sich ein betreffender Patient in naher Zukunft wieder in der Arztpraxis befindet und über zumindest gleichbleibende Beschwerden klagt, kann als sicher betrachtet werden. Obliegenheit der folgenden zwei Kapitel soll es sein, spezifische Ursachen, die relevante Diagnosen und Behandlungsmethoden des Rückenleidens verhindern, zu extrahieren.
Zusammenfassung der Kapitel
Rückenschmerz-Verbreitung, Ursachen und Erklärungsansätze von Sven Schneider 2006: Diese Arbeit liefert erstmals repräsentative epidemiologische Daten zur Verbreitung von Rückenschmerzen und deren Risikofaktoren in der deutschen Bevölkerung.
Psychologische Therapie bei Rückenschmerz. Der Kognitive Verhaltensansatz von André Matthias Müller 2009: Das Kapitel hinterfragt das biomedizinische Schmerzmodell und zeigt das Potenzial einer multidimensionalen, kognitiv-verhaltenstherapeutischen Therapieausrichtung auf.
Die Bedeutung der Salutogenese bei chronischen Rückenschmerzen. Ein Vergleich des Kohärenzgefühls bei Patienten ohne Rückenschmerzen und Patienten mit chronischen unspezifischen Rückenschmerzen und deren Bewältigungsstrategien von Josef Galert 2007: Diese Untersuchung analysiert den Zusammenhang zwischen dem Kohärenzgefühl (nach Antonovsky) und dem Auftreten sowie der Bewältigung chronischer Rückenschmerzen.
Schlüsselwörter
Rückenschmerz, Epidemiologie, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Kognitive Verhaltenstherapie, Risikofaktoren, Versorgungsforschung, Prävention, Biopsychosoziales Modell, Schmerzbewältigung, Physiotherapie, Chronifizierung, Patientenverantwortung, Arbeitsplatzbelastung, Rückenschulen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Publikationsreihe grundsätzlich?
Die Reihe beleuchtet aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven das Phänomen Rückenschmerz, von der epidemiologischen Verbreitung über psychosoziale Ursachen bis hin zu modernen, multimodalen Therapiekonzepten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die Datenlage zur Prävalenz, berufsspezifische Belastungsfaktoren, die Rolle der psychischen Stabilität (Salutogenese) sowie kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionsmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeiten?
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die komplexen Ursachen chronischer Schmerzen zu entwickeln und durch evidenzbasierte Ansätze die Versorgungssituation sowie die Wirksamkeit präventiver und therapeutischer Maßnahmen zu optimieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden sowohl großangelegte epidemiologische Datenanalysen (z.B. Bundes-Gesundheitssurvey) als auch hermeneutisch ausgerichtete Literaturanalysen und klinisch orientierte Pilotstudien genutzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeiten behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Risikofaktorenanalyse, der Darstellung biopsychosozialer Interventionsmodelle und der kritischen Reflexion der Wirksamkeit bestehender Behandlungspraktiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeiten?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rückenschmerz, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Kognitive Verhaltenstherapie und Versorgungsforschung prägnant zusammenfassen.
Wie unterscheidet sich das salutogenetische vom biomedizinischen Modell?
Während das biomedizinische Modell primär versucht, krankheitsverursachende Faktoren (Pathogenese) zu eliminieren, fokussiert das salutogenetische Modell auf die Ressourcen und Fähigkeiten, die Menschen trotz Belastungen gesund erhalten.
Welche Rolle spielt die "Heldenreise" in diesem Kontext?
Die "Heldenreise" wird als ein psychologisches Intensiv-Seminar angeführt, das durch Persönlichkeitsentwicklung und die Bewusstmachung eigener Potenziale einen signifikanten Anstieg des Kohärenzgefühls bewirken kann.
- Citation du texte
- Dr. Sven Schneider (Auteur), André Matthias Müller (Auteur), Josef Galert (Auteur), 2013, Endlich frei von Rückenschmerzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263663