Beziehungsgestaltung im Strafvollzug mit Hilfe des personenzentrierten Ansatzes


Diplomarbeit, 2011

51 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung
Motivation und Begründung der Themenwah
1.1 Eingrenzung des Themas und Begründung
1.2 Fragestellungen und Begründung
1.3 Ziele und Begründung der Ziele
1.4 Wahl des Vorgehens
1.5 Aufbau der Arbei
1.6 Deklaration bezüglich des Umgangs mit der beruflichen Schweigepflicht und Schreibweis

2. Vorstellung der Institution
2.1 Die Strafanstal
2.2 Die Abteilung und meine Funktion.
2.3 Unser Leitbild und Auftrag
2.4 Der Begriff „Totale Institution“ nach E. Goffman.
2.4.1 Die Welt des Personals
2.4.2 Das „Doppelte Mandat“ im Strafvollzug
2.5 Das neue Schweizerische Strafgesetzbuch (StGB
2.6 Vollzugsaufgaben: Die Förderung des sozialen und straffreien Verhaltens steht im Zentru
2.7 Die Umsetzung der Vorgaben des Gesetzgebers im sozialpädagogischen Kontex

3. Sozialpädagogisches Verständnis
3.1 Was verstehe ich unter Sozialpädagogik im Strafvollzug
3.2 Nähe und Distanz, Professionelle Beziehung
3.3 Motivation des Menschen

4. Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung
4.1 Die Sozialisation.
4.1.1 Definition.
4.1.2 Die Bedeutung der Sozialisation für die Persönlichkeitsentwicklung
4.2 Psychodynamik dissozialer Menschen.
4.3 Persönlichkeitsentwicklung: Einflüsse von Umweltfaktoren.
4.4 Humanistisches Menschenbild
4.5 Die humanistische Persönlichkeitstheorie von C. R. Rogers
4.6 Bedeutung der Theorie zur Persönlichkeitsentwicklung für den Kontext der totalen Institutio

5. Die Grundlagen des personenzentrierten Ansatzes
5.1 Theoretische Grundlagen des personenzentrierten Ansatzes: Ursprung und Entstehun
5.2 Die klientenzentrierte Gesprächsführung
5.3 Grundlegende Prinzipien der Beziehungsgestaltung
5.4 Überschaubare Wahlmöglichkeiten geben
5.4.1 Beziehungsgestaltung im Zwangskontex
5.4.2 Beziehungsguthaben erarbeiten

6. Theorie-Praxis-Transfer
6.1 Definition Persönlichkeitsstörung
6.2 Umsetzung des personenzentrierten Ansatzes mit Herrn M
6.3 Umsetzung des personenzentrierten Ansatzes mit Herrn S

7. Fachliche Auswertung
7.1 Beantwortung der Fragen.
7.2 Überprüfung der Zielsetzungen.
7.3 Sozialpädagogisch bedeutsame Konsequenzen und Perspektiven.
7.4 Für mich wichtige Schlüsse in Bezug auf sozialpädagogisches Arbeiten im Strafvollzu
7.5 Persönliches Fazi
7.6 Danksagungen

8. Literaturverzeichnis

9 Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

„Die Zusammenarbeit mit Gefangenen im Strafvollzug stellt hohe Anforderungen an das Personal und die Betreuer. Eine besondere Herausforderung besteht darin, einen Zugang zu den Gefangenen herzustellen und eine belastbare und wohlwollende Arbeitsbeziehung für nachfolgende Veränderungsschritte aufzubauen. Oft wird diese Bestrebung durch eine Reihe von Hindernissen erschwert, die nicht nur mit den Rahmenbedingungen des Strafvollzugs zu tun haben, sondern auch und vor allem mit der Persönlichkeit derjenigen, die miteinander in Beziehung treten, also Gefangener und Betreuer, wie das folgendes Beispiel verdeutlicht: Ein verwahrter Gefangener, ich nenne ihn Herr M., wurde im Jahr 2009 vom Hochsicherheitstrakt in unsere Abteilung versetzt. Während seiner mittlerweile acht Jahre dauernden Haftstrafe war er schon zweimal in unserer Abteilung, wo er durch renitentes Verhalten und stete Arbeitsverweigerung negativ auffiel. Die Beziehungsgestaltung erwies sich insgesamt als äusserst schwierig. Vom Personal war niemand erfreut, dass er erneut zu uns versetzt wurde.

Wegen seiner Vorgeschichte war es mir wichtig, seine Versetzung auf meine Abteilung gut vorzubereiten. Ich nahm mir vor, die Zusammenarbeit mit Herrn M. nach den Prinzipien des personenzentrierten Ansatzes nach Carl R. Rogers zu gestalten, da dieser Ansatz aus meiner Sicht einer hervorragende Möglichkeit darstellt, den beschriebenen Schwierigkeiten zu begegnen. So geht der Ansatz von der Überzeugung aus, dass der Mensch über ein ihm innewohnendes Potenzial zur Persönlichkeitsentwicklung und konstruktiven Gestaltung seines Lebens verfügt, welches sich in Begegnung von Person zu Person entfalten und verwirklichen kann. Um die persönliche Entwicklung einer Person fördernd zu begleiteten, schlägt Rogers vor, dem Gegenüber mit persönlicherWertschätzung,Einfühlung und Echtheit als grundlegende Prinzipien einer erfolgreichen Beziehungsgestaltung zu begegnen.

Ich war gespannt, ob sich unter Berücksichtigung der genannten Prinzipien die Beziehungsgestaltung mit Herrn M. erleichtern und ich auf diese Weise positive Veränderungen bei Herrn M. auslösen würde.

Motivation und Begründung der Themenwahl

Mit dieser Diplomarbeit möchte ich dem Leser und der Leserin einen Einblick in ein spezielles Arbeitsfeld im Strafvollzug geben. Meine Motivation besteht darin, einen Weg aufzuzeigen, wie eine Einflussnahme auf Menschen mit schwierigen Verhaltensmustern möglich ist. Als handlungsleitendes Konzept wende ich den personenzentrierten Ansatz von Carl R. Rogers an, wobei ich den Fokus auf die Beziehungsgestaltung im Strafvollzug lege.

Ich hoffe, dass ich mit dieser Diplomarbeit dem Leser und der Leserin einen Gedankenanstoss geben kann, sich mit dem Thema "Beziehungsgestaltung" und "personenzentriertes Arbeiten" im Strafvollzug auseinanderzusetzen.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich hierbei um einen von vielen möglichen Lösungsansätzen handelt, wie wir in Zukunft im Strafvollzug mit delinquenten Menschen arbeiten können.

1.1 Eingrenzung des Themas und Begründung

Der personenzentrierten Ansatz erfordert es, auf einzelne Menschen ausführlich einzugehen. Alle mir zugeteilten Gefangenen und meine Zusammenarbeit mit ihnen in der vorliegenden Arbeit genau zu beschreiben, würde jedoch den Umfang dieser Arbeit übersteigen. Daher beschreibe ich in dieser Diplomarbeit lediglich zwei Fallbeispiele, obwohl ich in meinen Darstellungen auch auf andere Fälle beispielhaft, aber in geringerem Umfang eingehen werde.

Der personenzentrierte Ansatz stammt von C. R. Rogers. Da er den Ansatz ausschließlich für therapeutische und nicht für pädagogische Zwecke entwickelt hat und dementsprechend die Literatur auf Therapien ausgerichtet ist, ergänze ich die Theorie mit der Literatur "Dissozialität Delinquenz Kriminalität" von Klaus Mayer et al. (2009). Arbeitsschwerpunkte von Mayer sind abweichendes Verhalten und Kriminalität, risikoorientierte Bewährungshilfe sowie verhaltensorientierte Sozialarbeit. Das Buch umfasst eine Fülle von Informationen, Berichten und praktischen Hinweisen aus fast allen Bereichen der Arbeit mit dissozialen und delinquenten Menschen.

Als weitere begleitende Literatur habe ich „Ernstnehmen, Zutrauen, Verstehen“ von Marlies Pörtner (2008) für die Diplomarbeit verwendet. Pörtner, Psychologin und Psychotherapeutin, arbeitet in eigener Praxis in Zürich. Sie setzt die Theorie von C. R. Rogers praxisnah mit dem personenzentrierten Ansatz bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und pflegebedürftigen Menschen um.

1.2 Fragestellungen und Begründung

Ich werde mich mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

1 Was spricht für den Aufbau einer tragfähigen Arbeitsbeziehung unter Anwendung des personenzentrierten Ansatzes?
2 Welche Prinzipien der Beziehungsgestaltung sind förderlich, um eine professionelle sozialpädagogische Beziehung zu delinquenten Menschen herzustellen?
3Wie wirkt sich die Gestaltung der Arbeitsbeziehung mit dem personenzentrierten Ansatz auf das Verhalten, soziale Kompetenzen und die Motivation der Gefangenen aus?

In der Ausbildung zum Sozialpädagogen lernte ich den personenzentrierten Ansatz von Rogers kennen. Dieser beeindruckte mich von Anfang an. Nicht zuletzt deshalb, weil ich schon einige Erfolge mit der Umsetzung des personenzentrierten Ansatzes von Rogers erzielen konnte.

Als ich im Februar 2009 als Leiter Wohnen/Beschäftigung einen Arbeitsbereich mit der Unterstützung meines Vorgesetzten von Grund auf selbständig aufbauen konnte, fand ich ideale Bedingungen für die Umsetzung des personenzentrierten Ansatzes. Schon bald waren bei einigen Gefangenen kleine Erfolge ersichtlich. Einzelne waren entspannter, freundlicher, aber auch motivierter für kleinere Aufträge. Es schien mir, als wäre ich aus der Sicht des Gefangenen nicht mehr irgendein uniformierter Angestellter (Feindbild). Zu einem Gefangenen fand ich jedoch „keinen Draht“ und erzielte leider keinen wesentlichen Fortschritt mit dem personenzentrierten Ansatz, obwohl sich sein Verhalten insoweit veränderte, dass er sich keine Selbstverletzungen mehr zufügte. Aufgrund dieser Erfahrungen und Erfolge wurde mir bewusst, dass das Verhalten der Gefangenen durch mein eigenes Verhalten beeinflusst werden kann (Umweltfaktoren sind oftmals Auslöser für ein Verhalten). Gerade in der täglichen Kommunikation kann ein erwünschtes Verhalten gefördert werden. Der Kommunikationspsychologe Schulz von Thun beschreibt diesen Vorgang wie folgt: „Der Empfänger reagiert, wird dadurch zum Sender und umgekehrt, und beide nehmen aufeinander Einfluss“ (Schulz von Thun, 2008, S. 82).

Mit den oben formulierten Fragestellungen werde ich den Leser und die Leserin anregen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob die gesellschaftlich geforderten härteren Strafen und Sanktionen wirklich zum gewünschten Erfolg führen. Ist das Sanktionssystem ein geeignetes Mittel, um das Verhalten eines Menschen langfristig zu verändern oder können positive Veränderungen des Verhaltens von Gefangenen durch eine bestimmte Art und Weise der Beziehungsaufnahme und -gestaltung erreicht werden? Im Jahr 2009 waren 51.4 % der Menschen, die in unsere Anstalt eingewiesen wurden, vorbestraft, kamen also vorgängig schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt.

Als Vorstrafe wurden auch Bussen und Freiheitsstrafen mit bedingtem Aufschub des Strafvollzuges gezählt (vgl. Jahresbericht der Institution, 2009). Insofern stellt sich die Frage, ob ein sanktionsorientierter Ansatz allein genügt, um einen langfristigen präventiven Effekt zu erzielen.

1.3 Ziele und Begründung der Ziele

- Der Begriff "Persönlichkeitsentwicklung" wie auch der Begriff "personenzentrierter Ansatz" ist erklärt.
- Ich erkläre die grundlegenden Begriffe Prinzipien der Beziehungsgestaltung.
- Ich beschreibe, wie sich die Gestaltung der Arbeitsbeziehung mit Hilfe des personenzentrierten Ansatzes auf soziale Kompetenz und Motivation auswirkt.

Im Strafvollzug stellt sich immer wieder die Frage der Regulation von Nähe und Distanz. Nähe und eine professionelle Beziehungsgestaltung ist meines Erachtens im Strafvollzug möglich und bedeutet keinesfalls „Kuscheljustiz“. Im Gegenteil, der Gefangene wird in Interaktionsprozessen auf sein Missverhalten und/oder seine Auffälligkeiten angesprochen. Durch die Konfrontation rege ich den Gefangenen an, sich mit seinem Verhalten auseinanderzusetzen. Es gibt Menschen, die mit wenig Steuerung vom Personal umgehen können. Andere wiederum brauchen klare, enge Strukturen. Besteht eine tragfähige, professionelle Beziehung zu dem Gefangenen, kann er mit solchen Konfrontationen besser umgehen. Unser Auftrag ist den Gefangenen zu fördern, ihn vor Haftschäden zu schützen und auf die bevorstehende Entlassung vorzubereiten. Es liegt auf der Hand, dass wir als Bezugspersonen gefühlsmäßig nahe beim Gefangenen sind. Wir erkennen durch Beobachtungen, in täglichen Interaktionen und Gesprächen seinen emotionalen Zustand, seine Ressourcen und seinen Entwicklungsbedarf und nutzen bzw. fördern diese gezielt.

1.4 Wahl des Vorgehens

Mit Hilfe von Fachliteratur werde ich mich vertieft mit der Thematik „Einflussfaktoren bei der Persönlichkeitsentwicklung des Menschen mit dem personenzentrierten Ansatz“ auseinandersetzen. Die Fachliteratur verknüpfe ich mit den seit März 2009 gemachten Erfahrungen in meinem Berufsfeld.

1.5 Aufbau der Arbeit

Um die obenerwähnten Fragestellungen zu beantworten, habe ich mich mit folgenden Themen und Literatur intensiv auseinandergesetzt:

Den Einstieg in die Diplomarbeit beginne ich mit dem Thema "Totale Institution" nach Goffman (1973) und das „Doppelte Mandat“ nach Schneeberger-Georgescu (1996). Das zweite Kapitel beende ich mit dem revidierten Strafgesetzbuch und den Vollzugsaufgaben im Bezug zu dieser Thematik.

Mit dem dritten Kapitel werde ich mein sozialpädagogisches Verständnis bezüglich Nähe und Distanz, Motivation und der Bedürfnisse von Menschen niederschreiben.

Danach erkläre ich kurz die schichtungsspezifische Sozialisationsforschung nach Bernhard Schäfers (1998) und wie sich diese auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken kann.

Im vierten Kapitel erkläre ich die Grundlagen der Persönlichkeitstheorie sowie der Sozialisation nach Schäfer (1998). Am Ende des Kapitels beschreibe ich die humanistische Persönlichkeitstheorie nach Carl R. Rogers., wie sich die Gestaltung der Beziehung mit dem der personenzentrierten Ansatz auf das Verhalten und Motivation auswirken kann. Im Anschliessend beschreibe ich im fünften Kapitel die Grundlagen des personenzentrierten Ansatzes und der Beziehungsgestaltung.

Im sechsten Kapitel folgt ein Theorie-Praxis-Transfer, d.h. ich stelle dar, wie ich den personenzentrierten Ansatz anwende und zeigte, welche Wirkung er auf den Gefangen hat.

Danach folgt die fachliche Auswertung mit der Beantwortung der Fragestellungen, der Zielüberprüfung und der Evaluation bezüglich der sozialpädagogischen Konsequenzen und Perspektiven für meinen Arbeitsalltag mit den Gefangenen.

Ich schliesse die vorliegende Arbeit mit meinem persönlichen Fazit ab.

Ich werde fortlaufend eigene Stellungnahmen in die Arbeit einfliessen lassen. Darin erläutere ich meine persönliche Sichtweise, meine Erfahrungen und mein sozialpädagogisches Verständnis. Zudem stelle ich anhand konkreter Beispiele vor, wie ich den personenzentrierten Ansatz bei meiner Arbeit mit den Gefangenen anwende, und beziehe mich dabei ergänzend auf weitere Aspekte sozialpädagogischer Erkenntnisse. Für eine deutliche optische Abgrenzung verwende ich bei meinen Stellungnahmen die Kursivschrift.

1.6 Deklaration bezüglich des Umgangs mit der beruflichen Schweige-pflicht und Schreibweise

Es ist eine Tatsache, dass Menschen in einer Strafanstalt gefangen sind. Auch in unserem Leitbild werden Menschen, denen durch einen Hoheitsakt die Freiheit entzogen wird und die sich deshalb in staatlicher Obhut befinden, als „Gefangene“ bezeichnet. Deshalb habe ich mich entschieden, in dieser Diplomarbeit den Begriff Gefangene/Gefangener zu verwenden. Aus Datenschutzgründen sind die Initialen der erwähnten Personen frei erfunden. Damit kein Rückschluss auf die Person gezogen werden kann, erwähne ich weder den Namen der Abteilung, noch den der Institution.

Da in unserer Strafanstalt ausschliesslich männliche Straftäter ihre Strafe verbüssen, werde ich nur die maskuline Schreibweise „Gefangener“ verwenden. In der Institution arbeiten vorwiegend männliche Aufseher/Betreuer/Werkmeister und Sozialpädagogen. Deshalb wende ich die maskuline Schreibform an. Wenn ich von einer weiblichen Person schreibe, wähle ich explizit die weibliche Schreibform. Kommen beide Geschlechter vor, z. B. Leser/Leserin, verwende ich aus Gründen der Einheitlichkeit immer zuerst die männliche Form, dann die weibliche.

2 Vorstellung der Institution

2.1 Die Strafanstalt

In die Strafanstalt werden männliche delinquente Menschen, die volljährig sind und zu mehr als einem Jahr Freiheitsstrafe, zu einer stationären Massnahme oder zu einer Verwahrungsmassnahme verurteilt wurden, eingewiesen.

Die Eingewiesenen sind zur Arbeit verpflichtet und können in den modernen Gewerbebetrieben eine Berufsausbildung absolvieren.

Die Erfahrungen, die vorgängig in der alten Anstalt mit dem Gruppenvollzug gemacht worden sind, sind in das neue System eingeflossen. Die Sicherheit war bei der Planung des Neubaus ein wichtiger Aspekt. Je besser die Sicherheit gegen aussen mittels technischer und baulicher Massnahmen gewährleistet werden kann, desto offener kann der Vollzug innerhalb der Strafanstalt gestaltet werden. Dementsprechend hat die Sicherung gegen aussen einen sehr hohen Stellenwert.

Der Auftrag an eine geschlossene Strafanstalt für rückfallgefährdete Gefangene beinhaltet einerseits den Schutz der Bevölkerung vor Straftätern, andrerseits die Vorbereitung der Gefangenen auf eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Der Vollzugsalltag soll möglichst „realitätskonform“ und „sozialadäquat“ sein (Normalisierungskonzept), damit die Gefangenen während des Freiheitsentzugs die alltäglichen Strukturen, die in der Freiheit ebenso gelten, nicht verlieren.

2.2 Die Abteilung und meine Funktion

Seit 2001 arbeite ich als Aufseher/Betreuer in einer geschlossenen Strafanstalt. Im Mai 2008 wechselte ich intern in gleicher Funktion in eine andere Abteilung.

Im Februar 2009 entstand losgelöst vom Abteilungssystem ein neuer Arbeitsbereich, den ich als Leiter Wohnen/Beschäftigung[1] übernehmen konnte. In diesem Bereich können die Gefangenen in einem eigens angepassten Kontext beschäftigt und betreut werden. Meine Erfahrungen, die ich seit meinem Studium mit dem personenzentrierten Ansatz gemacht habe bzw. mache, beschränken sich auf zehn Gefangene in der Strafanstalt. Momentan gelten sieben dieser zehn Menschen als leistungsschwach, sie sind psychisch und/oder physisch angeschlagen. Sie wurden schon mehrfach sanktioniert und versetzt. Vorwiegend sind sie motivationslos und wollen oder können infolge ihres Alter oder Krankheitsbildes die vorgegebene Tagesstruktur nicht mehr alleine bewältigen. Uns wurden auch schon Gefangene zugeteilt, die auf einen Rolator oder Rollstuhl angewiesen waren.

Vor allem ältere oder gesundheitlich angeschlagene Gefangene können dem Leistungsdruck im Normalvollzug oft nicht mehr standhalten und in keinen anderen Arbeitsprozess integriert werden.

Auch Gefangene, die wegen ihres Deliktes in der Gefangenenhierarchie ganz zuunterst rangieren, z.B. Täter mit Kindesmissbrauchsdelikten, können in unsere Abteilung versetzt werden.

Ebenfalls werden uns Gefangene zugewiesen, die aufgrund ihres Verhaltens wiederholt sanktioniert wurden, z. B. weil sie per se die Arbeit verweigerten.

Die mir zugeteilten Gefangenen erhalten eine Art "Schonraum“, in dem die Problemstellungen in Gesprächen und Beobachtungen erfasst werden. Darauf basierend werden Verbesserungen angestrebt. Ich beginne von Grund auf mit diesen Menschen zu arbeiten. Es stehen nicht Leistung und Arbeitstempo im Vordergrund, sondern der Aufbau einer tragfähigen zwischenmenschlichen Arbeitsbeziehung, damit ich in nachfolgenden Schritten mit dem Aufbau von Tagesstrukturen beginnen kann.

Diese Gefangenen in kleinen Schritten fördern und fordern, herauszufinden, wo ihre Ressourcen und Grenzen liegen, sie zu stabilisieren, sehe ich als meinen Auftrag und eine tägliche Herausforderung an.

Unsere Abteilung besteht aus einem Abteilungsleiter, einem Gruppenleiter, sechs Betreuern und drei Werkmeistern, die zugleich auch Bezugspersonen sind. Die Gefangenen sind in zwei Wohngruppen auf zwei Etagen à fünfzehn Plätze unterteilt. Das Spezielle unserer Abteilung ist, dass das Gewerbe in die Abteilung integriert ist. Dies erachte ich als grossen Vorteil, da der Gefangene auf diese Weise intensiv betreut werden kann und ihm alle Personen um ihn herum bekannt sind. Durch die enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Werkmeistern und Betreuern, wie auch den Therapeut/Therapeutinnen, Ärzten/Ärztinnen und Sozialarbeitern/Sozialarbeiterinnen, funktioniert der Informationsaustausch sehr gut.

Bei uns als spezialisierte Gruppe spielen gruppendynamische Aspekte und die Beziehung der Gefangenen zum Vollzugspersonal eine zentrale Rolle. Eine im Vollzug angestrebte Stabilisierung ist bei den Gefangenen durch die Spezialisierung, wie sie in unserer Abteilung stattfindet (Individualisierung), besser zu erreichen.

In diesem Kontext gelingt es uns im besten Fall, den Gefangenen positive Erfolgserlebnisse zu vermitteln und Impulse zu setzen, ihr Isolationsverhalten zu reduzieren sowie sie zu begleiten, anzuweisen und sinnvoll zu beschäftigen.

2.3 Unser Leitbild und Auftrag

Nachfolgend werde ich dem Leser und der Leserin die aus meiner Sicht wichtigsten Grundgedanken aus dem „Leitbild der Strafanstalt“ (1995) zitieren:

Wir als Institution

- Wir garantieren einen rechtmässigen, menschenwürdigen und differenzierenden Strafvollzug.

Wir und die Gefangenen

- Unsere Haltung den Gefangenen gegenüber ist wohlwollend, unser Verhalten situationsgerecht.
- Wir versuchen mit unserem Engagement, die Gefangenen positiv zu beeinflussen und ihre sozialen Kompetenzen zu fördern. Wir wollen ihnen das Rüstzeug mitgeben, damit sie nach der Entlassung ein deliktfreies Leben führen und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen können.
- Wir schränken die Rechte der Gefangene nur so weit ein, als es der Freiheitsentzug und das Zusammenleben in der Vollzugseinrichtung erfordern.

Wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

- Wir sind engagierte, menschlich und fachlich qualifizierte Mitarbeitende und arbeiten mit verschiedenen Berufsgruppen inner- und ausserhalb der Strafanstalt zusammen.
- Unsere Arbeit basiert auf professionellem Denken und Handeln.
- Unser Umgang ist von Vertrauen, Fairness und Respekt geprägt. Wir schaffen im beruflichen Alltag grösstmögliche Sicherheit und Arbeitszufriedenheit.

Wir und die Öffentlichkeit

- Wir leisten unseren Beitrag zum Schutz der Öffentlichkeit.
- Wir schaffen Sicherheit gegen innen und aussen durch Menschen, Bauten und Technik.

2.4 Der Begriff „Totale Institution“ nach E. Goffman

Goffman, im Jahr 1922 in Kanada geboren, 1982 gestorben, lehrte zuletzt an der Universität von Kalifornien in Berkeley Soziologie. Sein berühmtes Buch „Asyle“ erschien im Jahr 1961. In seinem Buch zeigt er auf, wie totale Institutionen auf inhaftierte Menschen wirken und was in diesem Kontext entstehen kann.

Goffman beschreibt eine totale Institution folgendermassen: "Eine totale Institution lässt sich als Wohn- und Arbeitsstätte einer Vielzahl ähnlich gestellter Individuen definieren, die für längere Zeit von der übrigen Gesellschaft abgeschnitten sind und miteinander ein abgeschlossenes, formal reglementiertes Leben führen" (Goffman, 1973, S.11).

Die zentrale These lautet, dass der wichtigste Faktor, der einen Patienten prägt, nicht seine Krankheit ist, sondern die Institution (Personal, Infrastruktur, Regeln etc.), der er ausgeliefert ist (vgl. ebd. S. 2).

Die totale Institution aufgegliedert in fünf Gruppen

Laut Goffman lassen sich in unserer Gesellschaft fünf Gruppen von totalen Institutionen unterscheiden:

1 Fürsorgeanstalten für harmlose Menschen, z. B. Altersheime, Behindertenheime;
2 Fürsorgeanstalten für gesellschaftlich bedrohliche Menschen, z. B. Psychiatrie;
3 Einrichtungen zum Schutz der Gemeinschaft, z. B. Strafvollzug;
4 Institutionen mit dem Ziel, arbeitsähnliche Aufgaben besser durchzuführen, z. B. Kasernen, Internate, Schiffe;
5 Einrichtungen als Zufluchtsort, z. B. Klöster (vgl. Goffman, 1973, S. 16 ).

Merkmale der totalen Institution

1 Alle Angelegenheiten des Lebens finden an ein- und derselben Stelle unter ein- und derselben Autorität statt.
2 Die Mitglieder der Institution führen alle Phasen ihrer täglichen Aktivitäten in unmittelbarer Gesellschaft einer grossen Gruppe von Schicksalsgenossen aus, wobei alle weitgehend dieselben Behandlungen erfahren.
3 Funktionäre der Einrichtung überwachen die Einhaltung der Regeln. Alle Phasen des Tagesablaufs sind exakt geplant, wobei formale Regeln die Aktivitäten bestimmen.
4 Die verschiedenen erzwungenen Tätigkeiten münden in einen einzigen Plan, der angeblich dazu dient, die offiziellen Ziele der Institution zu erreichen.
5 Es besteht eine grundlegende Trennung zwischen der grossen, gemanagten Gruppe der Gefangenen und der kleinen Gruppe des Personals.
6 Während die Gefangenen nur beschränkt Kontakt zur Aussenwelt haben, verbringt das Personal nur einen beschränkten Teil seiner Zeit in der Institution, nämlich den Arbeitsalltag.
7 Jede Gruppe sieht die andere Gruppe durch die Brille enger feindseliger Stereotypien. Die Gefangenen werden vom Personal häufig als verbittert, verschlossen und wenig vertrauenswürdig gesehen, während die Eingewiesenen das Personal als herablassend, hochmütig und niederträchtig ansehen. Die soziale Mobilität zwischen den beiden Gruppen ist sehr gering. Oftmals besteht eine grosse und oft formell vorgeschriebene soziale Distanz (vgl. Goffman, 1973, S. 17ff).

Goffman nennt die totale Institution auch Treibhäuser: "Sie sind die Treibhäuser, in denen unsere Gesellschaft versucht, den Charakter von Menschen zu verändern. Jede dieser Anstalten ist ein natürliches Experiment, welches beweist, was mit dem Ich des Menschen angestellt werden kann" (vgl. ebd. S. 23).

Stellungnahme

Ein sich positiv auf den Gefangenen auswirkender Strafvollzug lässt sich nur mit ihm gemeinsam durchführen. Eine Veränderung ist mit aktiver Beteiligung und dem Einverständnis und Willen des Gefangenen möglich. Dies erfordert von den Betreuenden, den Gefangenen schrittweise an eine Thematik heranzuführen, so dass er bereit ist sich zu öffnen, um an sich und mit dem Personal zusammen zu arbeiten. Somit ist die Grundlage geschaffen, dass beim Gefangenen die personalen und sozialen Kompetenzen gefördert werden können.

Goffman schreibt dazu, dass die Gefangenen den Aufenthalt in Institutionen als eine verlorene, vergeudete und nicht gelebte Zeit, die abgeschrieben werden kann, empfinden (vgl. Goffman, 1973, S. 71).

2.4.1 Die Welt des Personals

Menschen, die in eine Institution eingewiesen werden, haben ein Delikt begangen und sind nicht freiwillig dort, sondern aufgrund ihrer Straftat. Sie rebellieren und beschweren sich mündlich oder schriftlich, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Ihr Attributionsstil ist meistens external und global, d. h. bei Sanktionen suchen sie die Schuld vielfach bei anderen Personen und nicht bei sich. Dem Personal stehen sie oftmals nicht wohlgesonnen gegenüber. Das macht die Arbeit mit den Gefangenen anspruchsvoll (vgl. Goffman, 1973, S. 78).

Mit Drohungen, Belohnungen und Überredungen kann das Verhalten von Menschen beeinflusst oder gar gesteuert werden (extrinsische Motivation). Sie können somit bewusst zu bestimmten - aus Sicht der Institution erwünschten - Handlungen motiviert oder von unerwünschten Handlungen abgehalten werden (vgl. ebd. S. 84).

Ein wesentlicher Aspekt ist die tägliche Interaktion zwischen Personal und Gefangenen. Je nach Haltung der Personen entsteht eine positive oder negative Beziehung. Solche Beziehungen sind von Gefühlen geleitet. Gefühle können verletzt werden und bergen dadurch Gefahren. Es ist nicht einfach, eine Beziehung und damit auch eine bestimmte Nähe zu den Gefangenen zuzulassen, und trotzdem die nötige Distanz zu wahren, um in jeder Situation neutral und professionell entscheiden zu können (vgl. ebd. S. 85).

Stellungnahme

Es erfordert ein hohes Mass an Professionalität vom Betreuungspersonal, mit Gefangenen, die sich über die Angestellten schriftlich beschweren und diese oftmals bewusst provozieren, freundlich, wohlwollend aber auch sachlich begrenzend zu sein und zu bleiben, so wie es in unserem Leitbild verankert ist. Das Personal ist in solchen anspruchsvollen Situationen besonders gefordert.

Nach meinem professionellen Verständnis ist eine ständige Reflexion meiner Handlungen und der Nähe zum Gefangenen notwendig. Zudem erachte ich es als wichtig, dass ich mir bewusst bin, dass ich in einer Interaktion auch Auslöser einer Reaktion meines Gegenübers bin.

2.4.2 Das „Doppelte Mandat“ im Strafvollzug

Im zitierten Text beschreibt Goffman die Schwierigkeiten, mit dem sich das Personal im Strafvollzug auseinander setzen muss. Hinzu kommt noch das so genannte „Doppelte Mandat“ (Schneeberger Georgescu, 1996). Der sozialpädagogische Spielraum wird durch diese Doppelfunktion teilweise eingeschränkt.

Schneeberger studierte Sozialarbeit, Pädagogik und Psychologie an der Universität Freiburg. Im Rahmen ihres Studiums absolvierte sie in den Jahren 1988/1989 in der Frauenanstalt Hindelbank ein halbjähriges Praktikum als Betreuerin. Nach dem Praktikum arbeitete sie bis zum Studienabschluss im Jahr 1993 als Betreuerin auf der Mutter-Kind-Abteilung.

Schneeberger versteht unter dem doppelten Mandat die Verbindung von zwei unterschiedlichen Aufträgen in einer Berufsrolle, nämlich einerseits den helfenden und den kontrollierenden Auftrag (Resozialisierungsfunktion), andererseits die Aufsichtsfunktion. Hinter diesen Begriffen verbirgt sich die Problematik, die sich für das Betreuungspersonal aus der Tatsache ergibt, dass sie in der praktischen Arbeit unterschiedliche, unter Umständen sogar widersprüchliche Interessen vertreten und diese zu vermitteln versuchen müssen (vgl. Schneeberger Georgescu, 1996, S.13).

Bei der Betreuung im Strafvollzug ist das doppelte Mandat schon aus der Berufsbezeichnung Aufseher/Betreuer ersichtlich. Im betreuungsorientierten Gruppenvollzug kommt ein doppeltes Mandat zum Ausdruck, wie es in Qualität (Art des Konflikts) und Quantität (Schärfe und Prägnanz des Konflikts) im Bereich der sozialen Arbeit unbekannt ist. Die Strafvollzugsangestellten haben die Aufgabe, darauf zu achten, dass sich der Gefangene der vom Richter angeordneten Strafe nicht entziehen kann. Das Personal ist verpflichtet, die Bedingungen der Strafe aufrechtzuerhalten und Kontrollhandlungen auszuführen. Dies kann z. B. das Einschliessen in die Zelle mit vorhergehender Zellen- und Materialkontrolle, aber auch eine Leibesvisitation sein. Der Aufseher muss aufgrund seiner Funktion Dinge tun, die sozialpädagogischen Überlegungen und dem Beziehungsaufbau widersprechen. Dies ist überall dort der Fall, wo der Aufseher die Intimsphäre und persönliche Würde der Gefangenen aufgrund seines Auftrages verletzt. Der Straffunktion des Gefängnisses entsprechend ist auch die Funktion der Betreuer nicht pädagogisch fundiert (vgl. ebd. S.17ff).

Sozialpädagogische Kriterien kommen bei der Resozialisierung der Gefangenen zum Zug. Individuell und ressourcenorientiert wird auf den Gefangenen eingegangen. In Gesprächen werden Ziele mit ihm für die Zeit im Gefängnis erarbeitet. Der in der Hausordnung enthaltene Handlungsspielraum wird aufgrund sozialpädagogischer Überlegungen genutzt (vgl. ebd. S.19).

Stellungnahme

Als Extremfall gilt für mich, wenn ich einen Gefangenen aus unserer Abteilung in den Arrest begleiten muss. In solchen Situationen steht primär die Sicherheit des Personals wie auch der Schutz des Gefangenen - nämlich, dass er durch die Ausübung der Sanktion nicht verletzt wird - im Vordergrund. Auch in diesen Situationen ist ein respektvoller Umgang mit dem Gefangenen selbstverständlich. Dazu gehört auch, dass der Betroffene, je nach Gewaltpotential, bevor oder nachdem er mit Handschellen gesichert wurde, über das weitere Vorgehen informiert wird und somit die Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Weisung kennt (Verantwortungsübernahme für sein Handeln).

Solche Intervention kann eine Arbeitsbeziehung zurückwerfen. Das aufgebaute Vertrauen des Gefangen zu seiner Bezugsperson kann noch mehr Schaden nehmen, wenn die Intervention falsch angegangen wird.

[...]


[1] Die Gefangenen, die diesem Gewerbe zugeteilt werden, werden individuell vom Leiter Wohnen/Beschäftigung während der Arbeits- und Freizeit begleitet und gefördert. In diesem Setting unterstützt er den Gefangenen bei der Arbeit, der Reinigung der Zelle, nötigenfalls bei der Körperhygiene (Plan erstellen) sowie der Freizeitgestaltung. Je nach Vollzugsziel des Gefangenen arbeiten wir nach dem Resozialisierungs- Entgegenwirkungs- oder Fürsorgeprinzip.

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Details

Titel
Beziehungsgestaltung im Strafvollzug mit Hilfe des personenzentrierten Ansatzes
Hochschule
Agogis - Berufliche Bildung im Sozialbereich  (Agogis, Schule für soziale Arbeit)
Autor
Jahr
2011
Seiten
51
Katalognummer
V264048
ISBN (eBook)
9783656592433
Dateigröße
877 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Mit dieser Arbeit werde ich dem Leser und der Leserin einen Einblick in ein spezielles Arbeitsfeld im Strafvollzug bieten. Meine Motivation besteht darin, einen Weg aufzuzeigen, wie eine Einflussnahme auf Menschen mit schwierigen Verhaltensmustern möglich ist. Als handlungsleitendes Konzept wende ich den personenzentrierten Ansatz an, wobei ich den Fokus auf die Beziehungsgestaltung im Strafvollzug lege. Ich wünsche mir, dass ich mit dieser Diplomarbeit dem Leser und der Leserin einen Gedankenanstoss geben kann, sich mit dem Thema Humanismus im Strafvollzug auseinanderzusetzen.
Schlagworte
Beziehungsgestaltung, Gefängnis
Arbeit zitieren
Roland Siegenthaler (Autor), 2011, Beziehungsgestaltung im Strafvollzug mit Hilfe des personenzentrierten Ansatzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264048

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