Analyse und Diskussion des Formats Big Brother und Konzeption eines TV-Formats aus dem Bereich Gastronomie


Projektarbeit, 2013
21 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

1 Inhaltsverzeichnis

2 Abbildungsverzeichnis

3 Einleitung

4 Analyse des TV-Formats „Big Brother“
4.1 Entstehungsgeschichte des Formats
4.2 Inhaltliche Besonderheiten
4.3 Abgrenzung zu anderen TV-Formaten, Genres
4.4 Gesellschaft- und Kulturwissenschaftlicher Kontext
4.4.1 Radio Wunschkonzert
4.4.2 Call- In Show
4.4.3 Talkshow
4.4.4 Reality TV
4.4.5 Webcam
4.4.6 Reality-Soap
4.5 Quotenentwicklung
4.6 Zielgruppe
4.7 Vergleich Heldengeschichte
4.7.1 Die gewohnte Welt
4.7.2 Der Ruf zum Abenteuer
4.7.3 Die Verweigerung des Rufs
4.7.4 Begegnung mit dem Mentor
4.7.5 Überschreiten der ersten Schwelle
4.7.6 Bewährungsproben, Verbündete, Feinde
4.7.7 Vordringen in die tiefste Höhle
4.7.8 Entscheidungskampf
4.7.9 Belohnung und Ergreifung des Schwertes
4.7.10 Rückweg
4.7.11 Erneuerung, Verwandlung
4.7.12 Rückkehr mit Elixier
4.7.13 Fazit

5 Konzeption 5.1 Kurzexposé 5.2 Erstellung des TV-Konzeptes 5.2.1 Formatidee 5.2.2 Struktur und Aufbau des Formats 5.2.3 Moderation 5.2.4 Realisation und Produktion 5.2.5 Ablaufplan einer Beispielsendung

6 Quellenverzeichnis

2 Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Big Brother Logo

Abbildung 2 - Marktanteil Staffel 1-5 TZ

Abbildung 3 - Marktanteil Staffel 6-11 TZ

Abbildung 4 - Marktanteil Staffel 1-5 Live

Abbildung 5 - Marktanteil Staffel 6-11 Live

3 Einleitung

In dieser Arbeit wird zunächst das bekannte Fernsehformat Big Brother analysiert. Dabei wird besonders der Vergleich zum Heldenreisemodell von Vogler behandelt.

Der zweite Teil befasst sich mit der Konzeption eines neuen TV-Formats für München-TV, aus dem Bereich Gastronomie.

4 Analyse des TV-Formats „Big Brother“

4.1 Entstehungsgeschichte des Formats

Der Name Big Brother leitet sich vom gleichnamigen Roman von George Orwell ab[1], den er 1984 verfasste. Dieser Science-Fiction Roman handelte von der durchgehenden Überwachung aller Menschen auf der Welt, durch den sogenannten „Großen Bruder“, den Staat.

Eben diese Parallele der ständigen Beobachtung verhalf der Sendung zu ihrem Namen. Die Firma Endemol hatte 1997 die Idee zu Big Brother. Die Grundlage dieser Idee basierte auf dem sogenannten „Biosphere-Projekt“ der USA.

Hier wurde im Jahr 1991 in der Wüste Arizonas eine Biosphäre von acht Wissenschaftlern bezogen. Diese sollten 2 Jahre in der autarken Kuppel überleben. Ein Verlassen der Kuppel war nicht gestattet, da das Leben auf dem Mars unter solchen Bedingungen simuliert werden sollte.[2] Das Projekt scheiterte.

Das Eingeschlossen Sein und die ständige Überwachung sind auch die Grundlage des TV-Formats Big Brother. Zunächst wurde aber kein Fernsehsender gefunden, der diese Idee umsetzen wollte. Erst im Jahr 1999 erreichte diese eine hohe Einschaltquote in den Niederlanden und war somit auch für den deutschen Markt interessant.

RTL strahlte dann im Jahr 2000 die erste Staffel Big Brother aus.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Big Brother Logo[3]

4.2 Inhaltliche Besonderheiten

Bei Big Brother werden eine gewisse Anzahl Menschen ihrer Freiheit beraubt[4] um diese unter dieser Stresssituation im Fernsehen präsentieren zu können. Heutzutage ist dieses Format auch schon für andere Sendungen, wie etwa „Ich bin ein Star holt mich hier raus“, verwendet worden. Allerdings war Big Brother in dieser Hinsicht der Vorreiter.

Es werden nun die Regeln der 1. Staffel dargestellt. Bis hin zur 11. Staffel gab es natürlich Anpassungen und Verbesserungen dieser Regeln, allerdings sind die Grundregeln gleich geblieben.

Alle Kommunikationsmittel, die den Nachrichtenaustausch mit der Außenweilt ermöglichen, Telefon, Radio, Fernsehen etc. waren verboten. Der Lebensstil war „back to the basics“[5]. Das bedeutet, das Holz zum Heizen musste selbst gehackt, das Gemüse selbst angebaut und das Brot selbst gebacken werden. Somit waren die Bewohner ständig beschäftigt, obwohl sie eigentlich eingesperrt waren.

Allerdings stand es den „Insassen“ frei jederzeit den Container zu verlassen. Als Anreiz im Haus zu bleiben wartete auf den Gewinner ein Preisgeld von 250.000 DM.

Die Bewohner wurden, von 28 Kameras und 60 Mikrofonen auf Schritt und Tritt verfolgt. Zusätzlich dazu mussten alle Bewohner täglich einen Bericht abgeben. Somit erhielt man als Zuschauer situationsbedingt, sowohl die Außenansicht der Person, als auch die Innenansicht. Da sich diese Ansichten oft nicht decken, trug dies beim Publikum zur Unterhaltung bei.

Alle 14 Tage bestimmten die Bewohner zwei der ihren dazu das Haus zu verlassen. Wer dann tatsächlich gehen musste, entschieden dann die Zuschauer.

Insgesamt lief die erste Staffel vom 28. Februar bis zum 9. Juni 2000, also genau 100 Tage am Stück. Keine andere Sendung hat eine vergleichbar lange Laufzeit und dabei eine so große Publikums-Resonanz wie Big Brother.

4.3 Abgrenzung zu anderen TV-Formaten, Genres

Einerseits lässt sich Big Brother sehr einfach von anderen TV-Formaten abgrenzen, andererseits aber auch nicht. Das folgt daraus, dass sich die Sendung nicht auf ein bestimmtes, einziges Genres eingliedern lässt. Denn

„[d]as Fernsehformat Big Brother basiert [...] auf einer Zurichtung des aufgezeichneten Materials nach den Regeln gleich dreier vertrauter Fernsehgenres.“[6]

Das „normale“ Leben der Bewohner im Container entspricht einer inszenierten Daily Soap. Dies ist der Definition nach eine „unterhaltende triviale Fernsehserie, deren Folgen täglich gesendet werden“.[7]

Die täglichen Zusammenschnitte entsprechen einer Talk-Show, in der ein

„Gesprächsleiter [bekannte] Personen durch Fragen zu Äußerungen […] anregt.“[8]

Das letzte Genre bezieht sich auf die Live-Shows, die wie eine „Game Show“[9] inszeniert wurden.

Somit lässt sich abschließend sagen, dass sich Big Brother von anderen Genres, besonders zur Zeit der früheren Staffeln, komplett von allem bisher dagewesenem unterscheidet. Aber nicht aufgrund von besonderen Innovationen, sondern durch das Entwickeln einer Hybridform bestehend aus verschiedenen Genres.[10]

4.4 Gesellschaft- und Kulturwissenschaftlicher Kontext

Im Folgenden wird anhand historischer Beispiele, die mediale Entwicklung in Richtung Authentizität aufgezeigt. Die Beispiele umfassen das Radiowunschkonzert, Call-In Shows, Talkshows, Reality TV, Webcam bis hin zur Reality Soap, die Bezeichnung für Big Brother.[11]

[...]


[1] vgl. Dohoo, http://www.dohoo.de/film-und-fernsehen/leben-im-container-die-geschichte-von-big-brother/, Zugriff v. 03.02.2013

[2] vgl. Spiegel, http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/23553/hoelle_im_glashaus.html, Zugriff v. 03.02.2013

[3] Wordpress, http://checard.files.wordpress.com/2010/02/bb-logo.png, Zugriff v. 03.02.2013

[4] vgl. Weber 2000, 4

[5] BBFun, http://bbfun.de/staffeln/big-brother-1/, Zugriff v. 04.02.2013

[6] vgl. Weber 2000, 6

[7] Duden, http://www.duden.de/rechtschreibung/Daily_Soap, Zugriff v. 04.02.2013

[8] Duden, http://www.duden.de/rechtschreibung/Talkshow, Zugriff v. 04.02.2013

[9] Definition Duden: Unterhaltungssendung im Fernsehen, in der Kandidaten in einem Spiel oder Quiz um Preise konkurrieren.

Duden, http://www.duden.de/rechtschreibung/Gameshow, Zugriff v. 04.02.2013

[10] vgl. Weber 2000, 7

[11] Vgl. NLL,http://www.nolovelost.com/jire/bigbrother.htm#kontext, Zugriff v. 03.02.2013

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Analyse und Diskussion des Formats Big Brother und Konzeption eines TV-Formats aus dem Bereich Gastronomie
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Veranstaltung
Medienpraxis: Fernsehen
Note
1,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
21
Katalognummer
V264234
ISBN (eBook)
9783656533948
ISBN (Buch)
9783656535898
Dateigröße
1185 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse, diskussion, formats, brother, konzeption, tv-formats, bereich, gastronomie
Arbeit zitieren
Alexander Dubbrick (Autor), 2013, Analyse und Diskussion des Formats Big Brother und Konzeption eines TV-Formats aus dem Bereich Gastronomie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264234

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