In dieser Arbeit wird zunächst das bekannte Fernsehformat Big Brother analysiert. Dabei wird besonders der Vergleich zum Heldenreisemodell von Vogler behandelt.
Der zweite Teil befasst sich mit der Konzeption eines neuen TV-Formats für München-TV, aus dem Bereich Gastronomie.
Der Name Big Brother leitet sich vom gleichnamigen Roman von George Orwell ab , den er 1984 verfasste. Dieser Science-Fiction Roman handelte von der durchgehenden Überwachung aller Menschen auf der Welt, durch den sogenannten „Großen Bruder“, den Staat.
Eben diese Parallele der ständigen Beobachtung verhalf der Sendung zu ihrem Namen. Die Firma Endemol hatte 1997 die Idee zu Big Brother.
Inhaltsverzeichnis
3. Einleitung
4. Analyse des TV-Formats „Big Brother“
4.1 Entstehungsgeschichte des Formats
4.2 Inhaltliche Besonderheiten
4.3 Abgrenzung zu anderen TV-Formaten, Genres
4.4 Gesellschaft- und Kulturwissenschaftlicher Kontext
4.4.1 Radio Wunschkonzert
4.4.2 Call- In Show
4.4.3 Talkshow
4.4.4 Reality TV
4.4.5 Webcam
4.4.6 Reality-Soap
4.5 Quotenentwicklung
4.6 Zielgruppe
4.7 Vergleich Heldengeschichte
4.7.1 Die gewohnte Welt
4.7.2 Der Ruf zum Abenteuer
4.7.3 Die Verweigerung des Rufs
4.7.4 Begegnung mit dem Mentor
4.7.5 Überschreiten der ersten Schwelle
4.7.6 Bewährungsproben, Verbündete, Feinde
4.7.7 Vordringen in die tiefste Höhle
4.7.8 Entscheidungskampf
4.7.9 Belohnung und Ergreifung des Schwertes
4.7.10 Rückweg
4.7.11 Erneuerung, Verwandlung
4.7.12 Rückkehr mit Elixier
4.7.13 Fazit
5. Konzeption
5.1 Kurzexposé
5.2 Erstellung des TV-Konzeptes
5.2.1 Formatidee
5.2.2 Struktur und Aufbau des Formats
5.2.3 Moderation
5.2.4 Realisation und Produktion
5.2.5 Ablaufplan einer Beispielsendung
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit analysiert das Fernsehformat „Big Brother“ unter Berücksichtigung kulturwissenschaftlicher Aspekte und wendet das Heldenreisemodell von Christopher Vogler auf dessen Strukturen an. Darauf aufbauend wird ein eigenes TV-Format aus dem Bereich der Gastronomie für den Regionalsender München-TV konzipiert.
- Analyse der Entstehungsgeschichte und inhaltlichen Merkmale von Big Brother
- Einordnung des Formats in den gesellschafts- und kulturwissenschaftlichen Kontext
- Untersuchung der Quotenentwicklung und Zielgruppenrelevanz
- Anwendung des Heldenreisemodells nach Vogler auf die Dramaturgie von Big Brother
- Entwicklung eines gastronomischen Kochduell-Formats namens „Magentratzerl“
Auszug aus dem Buch
4.7.4 Begegnung mit dem Mentor
Der Held trifft nun auf seinen Mentor für die Reise, von dem er Rat erhält und seine Weisheit erfährt. Der Mentor kann jemand sein, der eine ähnliche Reise bereits bestritten hat, oder auch „nur“ jemand mit einem großen Erfahrungsreichtum.
Dieser Punkt deckt sich in einer Reality-Soap nicht pauschal mit jedem Bewohner. Man könnte argumentieren, dass hier die Bewohner sowohl die Rollen des Mentors als auch des Schülers einnehmen und sich so gegenseitig unterstützen.
Bei dieser Theorie muss man aber davon absehen, dass alle Bewohner die „Helden“ der Geschichte sind.
Somit ist dieser Punkt in diesem Fall erst nach dem Punkt 4.7.5 Überschreiten der ersten Schwelle anzutreffen. Diese 2 Punkte sind demnach vertauscht, da die Rollenverteilung der Bewohner, erst möglich ist, wenn sie sich untereinander kennengelernt haben.
Zusammenfassung der Kapitel
3. Einleitung: Kurze Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit, bestehend aus der Analyse des Formats Big Brother und der Konzeption eines neuen Formats für München-TV.
4. Analyse des TV-Formats „Big Brother“: Untersuchung der historischen Ursprünge, der inhaltlichen Besonderheiten, der Quoten sowie der theoretische Vergleich der Struktur mit dem Heldenreisemodell.
5. Konzeption: Detaillierte Ausarbeitung des neuen Kochformats „Magentratzerl“ inklusive Kurzexposé, Strukturplanung, Rollenbeschreibung und Ablaufplan.
Schlüsselwörter
Big Brother, Reality-Soap, Heldenreise, Christopher Vogler, Fernsehformat, Gastronomie, Kochduell, München-TV, Magentratzerl, Medienmanagement, TV-Konzeption, Einschaltquoten, Authentizität, Fernsehproduktion, Unterhaltungsfernsehen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der medienwissenschaftlichen Analyse des Reality-Formats Big Brother und der praktischen Konzeption einer neuen Kochsendung für das Regionalfernsehen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie und Struktur von Reality-TV, der dramaturgischen Analyse durch das Heldenreisemodell sowie der konkreten Produktionsplanung eines TV-Konzepts.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist einerseits das Verständnis des Erfolgs von Big Brother durch theoretische Modelle und andererseits die Entwicklung eines schlüssigen TV-Konzepts für den lokalen Markt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für den Vergleich mit Big Brother verwendet?
Der Autor nutzt das Heldenreisemodell nach Christopher Vogler, um die dramaturgische Struktur und die Entwicklung der Bewohner innerhalb des Big-Brother-Containers zu analysieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Analyse von Big Brother (inklusive Zielgruppen- und Quotenanalyse) und die konzeptionelle Ausarbeitung des Formats „Magentratzerl“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Big Brother, Heldenreise, Reality-Soap, Kochduell, TV-Konzeption und Medienpraxis.
Warum wurde für das neue Format der Name „Magentratzerl“ gewählt?
Der Begriff ist bayrisch für „kleine Mahlzeit“ und wurde bewusst ironisch gewählt, da das Format auf „München-TV“ ausgestrahlt werden soll.
Wie unterscheidet sich Big Brother laut Autor vom klassischen Heldenreisemodell?
Der Autor stellt fest, dass einige Stufen der Heldenreise bei Big Brother vertauscht sind oder aufgrund des Formatcharakters ganz entfallen, da es sich um eine Reality-Sendung und nicht um eine klassische Heldenepik handelt.
Wie ist der Ablauf des Kochduells „Magentratzerl“ strukturiert?
Das Format ist in fünf Phasen unterteilt, die von der Vorstellung der Restaurants und Köche über das eigentliche Kochduell bis hin zur abschließenden Bewertung durch eine Fachjury reichen.
- Quote paper
- Alexander Dubbrick (Author), 2013, Analyse und Diskussion des Formats Big Brother und Konzeption eines TV-Formats aus dem Bereich Gastronomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264234