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Der Stabilitäts- und Wachstumspakt auf dem Prüfstand

Title: Der Stabilitäts- und Wachstumspakt auf dem Prüfstand

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Torsten Anke (Author)

Business economics - Economic Policy
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Die vorliegende Hausarbeit widmet sich der Frage, ob der Stabilitäts- und Wachstumspakt umfassende Reformmaßnahmen bedarf, um seinem originären Ziel, einer stabilitätsorientierten EU-Haushaltspolitik, nach zu kommen. Bei der Beantwortung wird implizit unterstellt, dass der Pakt, welcher 1997 von allen Mitgliedsländern in Amsterdam unterzeichnet wurde, als ein notwendiges Mittel der gemeinsamen EU-Wirtschaftspolitik anerkannt ist. Im Mittelpunkt des Interesses steht nicht die Frage, ob zusätzlich zum Vertrag von Maastricht ein Stabilitätspakt notwendig ist, sondern ob der Pakt in seiner jetzigen Form ausreicht, um die einzelnen Mitgliedsländer der Europäischen Union im Hinblick auf ihre nationale Finanzpolitik zu disziplinieren.

Excerpt


Gliederung

1 EINLEITUNG

2 DIE BESTIMMUNGEN DES STABILITÄTS- UND WACHSTUMSPAKTS

2.1 Das Ziel des Stabilitäts- und Wachstumspakts

2.2 Die Maastrichter Referenzwerte

2.3 Die Konvergenz- und Stabilitätsprogramme

2.4 Der Sanktionsmechanismus

3 DIE ENTWICKLUNG DES STABILITÄTS- UND WACHSTUMSPAKTS

4 ARGUMENTE FÜR DIE BEIBEHALTUNG DES PAKTS

4.1 Vermeiden von Vertrauensverlusten

4.2 Ausreichende Flexibilitätsvorgaben

5 ARGUMENTE FÜR EINE MODIFIZIERUNG DES PAKTS

5.1 Mangel an ökonomischer Fundamentation

5.2 Fehlende langfristige Orientierung

5.3 Förderung einer pro-zyklischen Finanzpolitik

5.4 Gleichbehandlung der Mitgliedsländer

5.5 Der Entscheidungsprozess im ECOFIN

6 REFORMVORSCHLÄGE

6.1 Strukturelles Defizit als Referenzgröße

6.2 Ausgabenziele statt Defizitbeschränkung

6.3 Einführung nationaler Schuldenquoten

6.4 Implementierung von „Rainy-day-funds“

6.5 Objektivierung des Sanktionsmechanismus

7 FAZIT

8 LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der Stabilitäts- und Wachstumspakt in seiner aktuellen Form ausreicht, um die EU-Mitgliedsländer zu einer stabilitätsorientierten Haushaltspolitik zu verpflichten, oder ob umfassende Reformmaßnahmen notwendig sind.

  • Analyse der Funktionsweise und Bestimmungen des Stabilitäts- und Wachstumspakts.
  • Gegenüberstellung von Argumenten für die Beibehaltung und gegen die Modifizierung des Pakts.
  • Diskussion von Schwachstellen in Bezug auf Flexibilität und ökonomische Fundierung.
  • Bewertung konkreter Reformvorschläge zur Verbesserung der Stabilität in der Europäischen Währungsunion.

Auszug aus dem Buch

5.1 Mangel an ökonomischer Fundamentation

Eines der häufigsten Argumente in der wissenschaftlichen Diskussion, welches gegen den Pakt angeführt wird, ist dessen offensichtlicher Mangel an ökonomischer Orientierung. Die Kritik richtet sich darauf, dass der Pakt als ein politisches Instrument zur Vermeidung von Inflation verabschiedet worden ist, dessen inhaltliche Grundlagen, die Maastrichter Referenzwerte, jedoch auf keiner logischen Herleitung basieren. Die Wahl der 60-vH Grenze beruht allein auf dem EU-weiten Durchschnittswert von 1992 als der Vertrag von Maastricht ratifiziert wurde. Zwar stabilisiert sich bei einem Defizit von 3 vH der Schuldenstand bei 60 vH in Bezug zum BIP (Annahmen: nominales Wachstum von 5 vH zum BIP, Nominalzins von 7 vH zum BIP), da dies jedoch keine Rechtfertigung für die 60-vH-Grenze liefert, bleibt die Kritik bestehen.

Jedoch sollte in diesem Zusammenhang auch festgehalten werden, dass die Regelungen des Stabilitäts- und Wachstumspakts von allen derzeitigen Teilnehmern an der EWU bei Vertragsunterzeichnung akzeptiert wurden. Sollte diese Kritik jetzt trotzdem von Seiten einzelner Mitgliedsländer geäußert werden, würde dies nur die eigene Entscheidung der Vertragsunterzeichnung in Frage stellen. Substanzielle Kritik an den Referenzwerten hätte bereits vor Verabschiedung es Pakts geltend gemacht werden müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der aktuellen Defizitproblematik und der Zielsetzung, den Reformbedarf des Stabilitätspakts zu untersuchen.

2 DIE BESTIMMUNGEN DES STABILITÄTS- UND WACHSTUMSPAKTS: Vorstellung der Ziele, Maastrichter Referenzwerte und des Sanktionsmechanismus als Grundlage für die Argumentation.

3 DIE ENTWICKLUNG DES STABILITÄTS- UND WACHSTUMSPAKTS: Zusammenfassung der ersten vier Jahre seit Inkrafttreten und der Eskalation der Defizitproblematik in Deutschland und Frankreich.

4 ARGUMENTE FÜR DIE BEIBEHALTUNG DES PAKTS: Erörterung der Vorteile durch psychologische Bindungseffekte und die Vermeidung von Vertrauensverlusten in die Währung.

5 ARGUMENTE FÜR EINE MODIFIZIERUNG DES PAKTS: Kritische Analyse der mangelnden ökonomischen Fundierung, fehlender langfristiger Orientierung und der Probleme innerhalb des Entscheidungsprozesses.

6 REFORMVORSCHLÄGE: Präsentation möglicher Lösungsansätze wie strukturelle Defizitgrößen, Ausgabenziele und die Einführung von Reservefonds.

7 FAZIT: Zusammenfassende Einschätzung der Notwendigkeit einer raschen Modifizierung des Pakts zur Sicherung der Autorität der EU.

8 LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen.

Schlüsselwörter

Stabilitäts- und Wachstumspakt, Europäische Währungsunion, EWU, Haushaltsdefizit, Maastrichter Vertrag, Sanktionsmechanismus, Finanzpolitik, Haushaltspolitik, Reformvorschläge, Europäische Zentralbank, ECOFIN, Fiskalpolitik, Konvergenz, Defizitverfahren, EU-Osterweiterung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch den Stabilitäts- und Wachstumspakt der Europäischen Währungsunion und untersucht, ob dieser in seiner jetzigen Form ausreicht, um die Haushaltsdisziplin der Mitgliedsländer sicherzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bestimmungen des Pakts, die Analyse der ersten vier Jahre seit Inkrafttreten, die kritische Diskussion zwischen Befürwortern und Kritikern sowie mögliche Reformvorschläge für die Zukunft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob der Pakt umfassende Reformmaßnahmen benötigt, um seinem Ziel einer stabilitätsorientierten EU-Haushaltspolitik gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer kritischen Auswertung ökonomischer Argumente und empirischer Daten der EWU-Teilnehmer.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung des Pakts, die Darstellung der Entwicklung, eine Gegenüberstellung von Pro- und Contra-Argumenten sowie eine ausführliche Diskussion von Reformansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern gehören Stabilitäts- und Wachstumspakt, Europäische Währungsunion, Fiskalpolitik, Haushaltsdisziplin und Reformbedarf.

Warum ist die Entscheidung vom 25. November 2003 so bedeutend für diese Analyse?

Die Entscheidung des ECOFIN, das Defizitverfahren gegen Deutschland und Frankreich auszusetzen, markiert den Ausgangspunkt für die aktuellen Zweifel an der Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit des Pakts.

Welche Rolle spielen die "Rainy-day-funds" in den Reformvorschlägen?

Sie werden als Instrument zur Umsetzung einer anti-zyklischen Finanzpolitik diskutiert, um in konjunkturell guten Zeiten Reserven für notwendige Ausgaben in Rezessionsphasen zu bilden.

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Details

Title
Der Stabilitäts- und Wachstumspakt auf dem Prüfstand
College
University of Leipzig  (Institut für Wirtschaftspolitik)
Grade
1,3
Author
Torsten Anke (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V26473
ISBN (eBook)
9783638287951
ISBN (Book)
9783638649094
Language
German
Tags
Stabilitäts- Wachstumspakt Prüfstand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Anke (Author), 2004, Der Stabilitäts- und Wachstumspakt auf dem Prüfstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26473
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