In der vorliegenden Arbeit wird in Kapitel 2 zunächst der Begriff technologische Diversifikation definiert und die grundsätzlichen Systematisierungsmöglichkeiten der Diversifikation geschildert.
Das Kapitel 3 „Pharmaindustrie“ beginnt mit einem Überblick über die aktuelle Situation in der Branche mit einem Schwerpunkt auf dem Innovationsverhalten, welches anhand von Zahlen und Fakten dargestellt wird. In Abschnitt 3.1 werden die Herausforderungen der technologischen Diversifikation aufgezeigt und dabei wird auf Risiken und Unsicherheiten eingegangen. Die folgenden Abschnitte 3.2.1 und 3.2.2 beinhalten schwerpunktmäßig die aktuellen Trends der Pharmaindustrie. Dargestellt werden der Paradigmenwechsel mit der Abkehr von Blockbustern und die gesellschaftlichen Trends. Das Kapitel wird abgeschlossen mit der Darstellung des Innovationsprozesses anhand des Phasenmodells, beginnend mit der Forschung bis zur Markteinführung neuer Medikamente.
Das Kapitel 4 „Empirie“ beschäftigt sich mit der empirischen Analyse der Pharmaprojektdaten. In Abschnitt 4.1 wird das Pharmaunternehmen Sanofi, dessen Projektdaten für die empirische Analyse verwendet werden, näher vorgestellt. In diesem Kapitel wird die Geschichte des Unternehmens kurz zusammenfassend dargestellt, anschließend auf aktuelle Unternehmensveränderungen und Kennzahlen eingegangen. Die folgenden Abschnitte fokussieren sich auf die empirische Arbeit. Einführend werden die zugrunde liegenden Daten vorgestellt und erläutert. Darauffolgend werden anhand der theoretischen Grundlagen aus den Kapiteln 2 und 3 Untersuchungsfragen ausgearbeitet, welche sich auf das Thema Abbruch fokussieren. In Kapitel 4.4 „Empirische Auswertung“ werden die Untersuchungsfragen operationalisiert und die Ergebnisse der Analysen mit Hilfe von Diagrammen dargestellt, beschrieben und interpretiert. Abgeschlossen wird die Arbeit mit einem Fazit, in dem die Ergebnisse der empirischen Analyse zusammengefasst und in Bezug zu der aktuellen Situation in der Pharmabranche gesetzt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
2 Technologische Diversifikation
2.1 Definition
2.2 Systematisierungskriterien
3 Die Pharmaindustrie
3.1 Zahlen und Fakten zum Innovationsverhalten
3.2 Herausforderungen der technologischen Diversifikation
3.2.1 Paradigmenwechsel: Abschied von Blockbustern
3.2.2 Gesellschaftliche Trends
3.3 Der Innovationsprozess in der Pharmaindustrie
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Das Unternehmen Sanofi
4.2 Herleitung der Untersuchungsfragen
4.3 Beschreibung der Daten und Erhebungsmethode
4.4 Empirische Auswertungen
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Erkenntnisse über die Diversität und Projektabbrüche in der Pharmaindustrie zu gewinnen, wobei das Unternehmen Sanofi als empirische Basis dient. Im Zentrum steht die Untersuchung, inwiefern technologische Diversifikation und die strategische Ausrichtung der Projektpipeline den Innovationserfolg beeinflussen und warum Projekte in unterschiedlichen Stadien abgebrochen werden.
- Analyse des Innovationsverhaltens und der Herausforderungen in der Pharmaindustrie
- Untersuchung der technologischen Diversifikation als strategisches Instrument
- Empirische Auswertung von Projektdaten bei Sanofi im Zeitraum 1995 bis 2011
- Identifikation von Faktoren, die zu Projektabbrüchen führen
- Bewertung des Einflusses von Mergers & Acquisitions (M&A) auf die Projektpipeline
Auszug aus dem Buch
3.3 Der Innovationsprozess in der Pharmaindustrie
In diesem Abschnitt der Arbeit wird der Prozess der Arzneimittelentwicklung von der Wirkstoffsuche bis zur Markteinführung dargestellt. Die Entwicklung eines neuen Medikaments kostet ein Pharmaunternehmen im Durchschnitt 800 Millionen US Dollar und dauert zwischen 10 und 12 Jahren. Von anfangs 5000 bis 10.000 Substanzen in der Forschung schafft es im Schnitt nur eine einzige zur Zulassung. In Abbildung 4 wird der komplexe Prozess der Medikamentenentwicklung veranschaulicht. Die Abbildung zeigt die unterschiedlichen Phasen, die ein Wirkstoff von der Forschung bis zur Zulassung auf dem Markt durchlaufen muss. Besonders deutlich werden bei der Betrachtung die große Zeitspanne und die geringe Erfolgsquote der Wirkstoffe.
Der Prozess der Arzneimittelentwicklung beginnt mit einer Vielzahl von Fragen, um die Wirkstoffsuche zu konkretisieren. Unternehmen müssen sich fragen, für welche Krankheiten dringend neue Produkte benötigt werden, ob es neue Erkenntnisse in der Forschung gibt, welche die Chance ein wirksames Medikament zu entwickeln verbessern, ob die Nachfrage auf dem Markt vorhanden ist und schließlich, ob im Unternehmen genügend Kompetenzen zur Entwicklung verfügbar sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Problematik steigender Forschungskosten und Patentabläufe in der Pharmaindustrie sowie Definition des Ziels der Arbeit.
2 Technologische Diversifikation: Theoretische Herleitung des Diversifikationsbegriffs, dessen Systematisierungskriterien und die Relevanz für den Aufbau von Wettbewerbsvorteilen.
3 Die Pharmaindustrie: Analyse der aktuellen Marktsituation, der Herausforderungen wie der Abkehr von Blockbustern und der Darstellung des komplexen Arzneimittelentwicklungsprozesses.
4 Methodisches Vorgehen: Vorstellung der Unternehmensgeschichte von Sanofi sowie Beschreibung der Datengrundlage und der empirischen Analysemethodik zur Untersuchung der Projektabbrüche.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, insbesondere der Erkenntnisse zu Projektabbrüchen und den strategischen Herausforderungen in der Pharmabranche.
Schlüsselwörter
Pharmaindustrie, technologische Diversifikation, Innovationserfolg, Projektabbrüche, Wirkstoffentwicklung, Sanofi, Forschungs- und Entwicklungsmanagement, Patentablauf, Blockbuster, Arzneimittelentwicklung, klinische Phasen, M&A, Diversifikationsgrad, Projektpipeline, Innovationsprozess
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Innovationserfolg und der Diversität in der Projektlandschaft forschender Pharmaunternehmen am Beispiel von Sanofi.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die technologische Diversifikation, das Innovationsmanagement in der Pharmabranche, das Verständnis von Projektabbrüchen sowie die strategische Bedeutung von M&A-Aktivitäten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch eine empirische Analyse von Projektdaten Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich technologische Diversität auf die Projektpipeline auswirkt und welche Faktoren zu Projektabbrüchen führen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine quantitative empirische Analyse von 1602 Projektdatensätzen des Unternehmens Sanofi aus dem Zeitraum 1995 bis 2011 durchgeführt, die mittels deskriptiver Statistik ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen der Diversifikation, die ökonomischen Rahmenbedingungen der Pharmaindustrie, den Prozess der Arzneimittelentwicklung und die konkrete empirische Untersuchung der Daten von Sanofi.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Pharmaindustrie, technologische Diversifikation, Projektabbrüche, Innovationsmanagement und Wirkstoffentwicklung.
Welche Rolle spielen M&A bei Sanofi für die Projektabbrüche?
Die Untersuchung deutet auf eine tendenziell höhere Neigung zum Projektabbruch bei Substanzen hin, die durch Fusionen und Übernahmen in die Pipeline gelangten, wobei dies stark von den spezifischen Umständen der Fusion abhängt.
Warum brechen Unternehmen Projekte oft in Phase II ab?
Phase II ist aufgrund der Komplexität der klinischen Erprobung an Patienten kostenintensiv; die Arbeit zeigt, dass hohe Abbruchraten in diesem Stadium signifikant zur Gesamtkostenbelastung der Forschung beitragen.
- Arbeit zitieren
- Anna-Katharina Gillert (Autor:in), 2013, Der Innovationsprozess in der Pharmaindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264753