Auswirkungen berufsbedingter psychischer Erkrankungen auf Mitarbeiter und Unternehmen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

15 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis Seite

1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung

2. Berufsbedingte psychische Erkrankungen und deren Unterscheidung
2.1 Definition Stress
2.2 Unterscheidung depressive Störung und Burnout
2.3 Definition Angststörung

3. Ursachen für berufsbedingte psychische Erkrankungen
3.1 Einteilung der Belastungsfaktoren
3.2 Belastungsfaktoren als Auslöser für psychische Erkrankungen
3.2.1 apersonale Belastungsfaktoren
3.2.2 interpersonale Belastungsfaktoren
3.2.3 personale Belastungsfaktoren

4. Auswirkungen auf die betr offenen Mitarbeiter

5. Auswirkungen für die Unternehmen

6. Zusammenfassung und Fazit

Literaturverzeichnis.

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung in die Thematik

Die Zusammenhänge zwischen körperlichen und psychischen Folgen von Stress sind nicht neu und schon in den 1970er Jahren ein häufiges Thema in der Literatur. Während hier noch nicht von Mobbing und Burnout gesprochen wurde, sind dennoch direkte Zusammenhänge zwischen den beruflichen Stressoren am Arbeitsplatz und der körperlichen und psychischen Folgen beschrieben.[1]

Psychische Belastungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz werden heute aller Orten diskutiert. Hintergrund hierfür ist die alarmierende Höhe der Diagnosen im Bereich der psychischen und Verhaltensstörungen bei den Arbeitsunfähigkeitstagen (AUT).[2] Anfang 2012 hatte die Krankenkasse DAK-Gesundheit eine repräsentative Analyse vorgelegt, die auf eine ansteigende Entwicklungen hinweist. Die psychischen Erkrankungen nahmen um 4 Prozentpunkte zu und rückten erstmals auf Platz zwei aller Krankschreibungen. Für ihre Untersuchung wertete die DAK-Gesundheit die Daten von 2,7 Millionen Beschäftigten aus.[3]

1.2 Zielsetzung

Ziel des Assignment ist die Darstellung der häufigsten berufsbedingten psychologischen Erkrankungen

in Deutschland und deren Auswirkungen auf Mitarbeiter (MA) und Unternehmen (UN). Die Relevanz des Themas wird anhand aktueller Zahlen untermauert. Aufgrund des Umfangs der Thematik wird hierbei der am häufigsten auftretende Teil der Erkrankungen Berücksichtigung finden und stellvertretend behandelt werden.

In Kapitel zwei erfolgt zunächst die Erarbeitung theoretischer Grundlagen.

Die Antwort auf die Frage, auf welche Ursachen der Anstieg berufsbedingter psychischer Erkrankungen zurückgeführt werden kann, erfolgt im darauf folgenden Kapitel. Der Hauptteil befasst sich mit einer Analyse der Auswirkungen der psychologischen Erkrankungen sowohl für die betroffenen MA als auch für die UN. Auf Präventions- und Behandlungsmaßnahmen wird nicht eingegangen.

Den Abschluss der Arbeit bildet eine Zusammenfassung und ein kritischer Ausblick in die Zukunft.

2. Berufsbedingte psychische Erkrankungen und deren Unterscheidung

2.1 Definition Stress

Es gibt bis heute keine Einigung auf eine Definition. Wir wollen Stress als eine unspezifische, körperliche Reaktion auf physische und psychische Reize verstehen. Auslöser dieser belastenden Reize sind sogenannte Stressoren.[4]

Wenn auf einen Stressor ständig weitere folgen kann eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit entstehen und zuletzt eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit bewirken. Diese Entwicklung findet nicht zwangsläufig statt. Sie kann von Mensch zu Mensch je nach individueller Veranlagung verschiedene Auslöser und Folgen haben.[5] Der Volksmund spricht häufig von Stress als Erkrankung, wichtig hierbei ist, Stress ist ursächlich und nicht das entstehende Krankheitsbild. In der International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD) 10-Klassifikation ist Stress folgerichtig nicht als Krankheit aufgeführt.[6] Die ICD ist die internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und wird in Deutschland zur Diagnosecodierung verwandt. Eine mögliche psychische Erkrankung und daraus entstehende Diagnose als Stressfolge ist die psychologische Störung.[7]

2.2 Unterscheidung depressive Störung und Burnout

Depressive Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in der Bevölkerung (insgesamt ca. 11 - 15%).[8] Sie werden auch affektive psychologische Störung genannt, bei denen die Hauptsymptome in einer Veränderung der Stimmung, des Antriebs und der vegetativen Befindlichkeit bestehen.

„Depressionen treten oft in Zusammenhang mit einem Burnout auf.“[9]

Während Burnout kontext-bezogen, meist arbeitsbezogen genannt wird, sind depressive Störungen kontext-frei und können als Folge von negativem Stress in allen Lebensbereichen auftreten.[10]

Auffallend ist jedoch die Zunahme der psychischen Erkrankungen im Vergleich zu den allgemeinen Berufskrankheiten und Unfällen am Arbeitsplatz. Eine mögliche Ursache hierfür ist die Zunahme der Büroarbeit, eine ständige Kommunikationsbereitschaft (24/7) und nicht zuletzt eine stark gesunkene Arbeitsplatzsicherheit.[11]

2.3 Definition Angststörung

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland (insgesamt

ca. 14%).[12] Sie prägen sich durch anhaltende und ausgeprägte Befürchtungen, seien sie rational oder irrational begründet. Ängste können wiederholt auftreten, sogar die Angst vor der Angst entstehen. Berufliche Ängste liegen vor allem im Bereich der Neuorientierung, des Arbeitsplatzwechsels oder der veränderten Verantwortung im Arbeitsbereich.[13]

3. Ursachen für berufsbedingte psychische Erkrankungen

3.1 Einteilung der Belastungsfaktoren

Sowohl objektiv gegebene Arbeitsbedingungen, als auch das subjektive Miteinander am Arbeitsplatz, haben Einfluss auf das Risiko eine psychologische Störung zu entwickeln. Man spricht bei objektiven, umgebungsbedingten auch von apersonalen Belastungsfaktoren, bei zwischenmenschlichen von interpersonalen und bei persönlichkeitsbezogenen von personalen Belastungsfaktoren.[14] Diese Abgrenzung ist wichtig, da sich Situationen nur bedingt durch eigenes Eingreifen verändern lassen und damit die Präventions- und Behandlungsmaßnahmen unterschiedlicher gestalten.[15]

[...]


[1] Vgl. Karmaus, Wilfried; Müller, Verena; Scheinstock, Gerd: Streß in der Arbeitswelt. Bund-Verlag, Köln 1979. Seite 7-8.

[2] Vgl. http://www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/Gd68.pdf?__blob=publicationFile&v=16

[3] Vgl. http://www.tagesschau.de/inland/stress102.html

[4] Vgl. Litzcke, Sven; Schuh, Horst; Pletke, Matthias: Stress, Mobbing und Burn-out am Arbeitsplatz: Umgang mit Leistungsdruck - Belastungen im Beruf meistern - mit Fragebögen, Checklisten, Übungen; mit 10 Tabellen. 6., vollst. überarb. Auflage, Springer, Berlin 2013. Seite 6.

[5] Vgl. Allenspach, Marcel; Brechbühler, Andrea: Stress am Arbeitsplatz: theoretische Grundlagen, Ursachen, Folgen und Prävention. 1. Auflage, Huber, Bern 2005. Seite 85.

[6] Vgl. Poppelreuter, Stefan; Mierke, Katja: Psychische Belastungen am Arbeitsplatz: Ursachen-Auswirkungen-Handlungsmöglichkeiten. 3. Auflage, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2008. Seite 140.

[7] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_psychischen_und_Verhaltensst%C3%B6rungen_nach_ICD-10

[8] Vgl. http://www.fh-kiel.de/fileadmin/data/sug/pdf-Dokument/Luetjen/SoSe_12/Psychische_Erkrankung_IDW_SS_2012.pdf

[9] Allenspach, Marcel; Brechbühler, Andrea: Stress am Arbeitsplatz: theoretische Grundlagen, Ursachen, Folgen und Prävention. 1. Auflage, Huber, Bern 2005. Seite 101.

[10] Vgl. http://www.fh-kiel.de/fileadmin/data/sug/pdf-Dokument/Luetjen/SoSe_12/Psychische_Erkrankung_IDW_SS_2012.pdf

[11] Vgl. Allenspach, Marcel; Brechbühler, Andrea: Stress am Arbeitsplatz: theoretische Grundlagen, Ursachen, Folgen und Prävention. 1. Auflage, Huber, Bern 2005. Seite 99.

[12] Vgl. http://www.fh-kiel.de/fileadmin/data/sug/pdf-Dokument/Luetjen/SoSe_12/Psychische_Erkrankung_IDW_SS_2012.pdf

[13] Vgl. Poppelreuter, Stefan; Mierke, Katja: Psychische Belastungen am Arbeitsplatz: Ursachen-Auswirkungen-Handlungsmöglichkeiten. 3. Auflage, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2008. Seite 100-103.

[14] Vgl. Poppelreuter, Stefan; Mierke, Katja: Psychische Belastungen am Arbeitsplatz: Ursachen-Auswirkungen-Handlungsmöglichkeiten. 3. Auflage, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2008. Seite 35.

[15] Vgl. Allenspach, Marcel; Brechbühler, Andrea: Stress am Arbeitsplatz: theoretische Grundlagen, Ursachen, Folgen und Prävention. 1. Auflage, Huber, Bern 2005. Seite 39-41.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Auswirkungen berufsbedingter psychischer Erkrankungen auf Mitarbeiter und Unternehmen
Hochschule
AKAD-Fachhochschule Pinneberg (ehem. Rendsburg)  (AKAD)
Note
1,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V265093
ISBN (eBook)
9783656546238
ISBN (Buch)
9783656546337
Dateigröße
509 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit umfasst eine Darstellung der wesentlichen berufsbedingten psychische Erkrankungen und deren Ursachen mit anschließender Bewertung und Analyse der Konsequenzen des deutlichen Anstiegs für die betroffenen Mitarbeiter als auch für die Unternehmen.
Schlagworte
auswirkungen, erkrankungen, mitarbeiter, unternehmen
Arbeit zitieren
Andrea Wachter (Autor), 2013, Auswirkungen berufsbedingter psychischer Erkrankungen auf Mitarbeiter und Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265093

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