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Rauschtrinken. Risikoverhalten und Suchtprävention

Título: Rauschtrinken. Risikoverhalten und Suchtprävention

Trabajo Escrito , 2011 , 13 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Leo Müller (Autor)

Pedagogía - Otras
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"Flatrate-Partys", "Komasaufen" oder Trinkgelage in Parks und vor Supermärkten - die Thematik des Alkoholkonsums wird in unserer GGesellschaft fast ausschließlich auf die Jugend bezogen. [...] Alkoholische Getrännke dienten zu Beginn des modernen medizinischen Zeitalters und auch heute noch als Medizin. [...] Situationsabhängig und beinah arbiträr ist die Gradwanderung der Bedeutung und der Funktionen, die dem Alkoholkonsum zugeschrieben werden: Vom Feieraabendbierchen, dem Wein zum Fleisch, dem Sekt zum Anstoßen auf ein tolles Ereignis bis hin zur ggefährlichen Droge - das Problem mit Alkohol ist sein widersprüchlicher Stellenwert des Alkoholgenusses vs. der Droge ...

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Risiko-Diskurse

3. Suchtprävention und Risikoverhalten

3.1. Die Suchtprävention – von den Anfängen bis heute

3.2 Risikoverhalten und Risikokompetenz

4. Ausblick

Zielsetzung und Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Rauschtrinkens bei Jugendlichen im Kontext gesellschaftlicher Risiko-Diskurse und beleuchtet die Entwicklung der Suchtprävention. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Jugendliche Risikokompetenz erwerben können, anstatt lediglich abstinente Verhaltensweisen zu fordern.

  • Gesellschaftliche Konstruktion von Risikodiskursen und Jugendbildern
  • Entwicklungslinien und methodische Ansätze der Suchtprävention
  • Die Bedeutung von Risikoverhalten im Jugendalter
  • Förderung von Risikokompetenz als pädagogisches Ziel

Auszug aus dem Buch

3.2 Risikoverhalten und Risikokompetenz

Im Verlauf der Prävention erwiesen sich vor allem die Wissensvermittlung über Risikofaktoren und auch die Motivation und die Kompetenz der Gesellschaft, Risiken ggf. zu vermeiden, als schwierig. Soziale Widersprüche im Umgang mit Risiken spielen dabei eine tragbare Rolle. Denn unsere Gesellschaft fordert Risikobewusstsein, Risikobegrenzung und Risikobereitschaft gleichermaßen (vgl. Troschke 1996).

Aus entwicklungspsychologischer Sicht ist das Risikoverhalten von jungen Menschen normal und ergibt sich durch Neugier, Lust und Mut am Ausprobieren. Auch der Wunsch nach Anerkennung spielt dabei eine wichtige Rolle. Kinder und Jugendliche müssen mit Risiken umgehen, um ihre Fähigkeiten kennen zu lernen, auszutesten, wie weit man gehen kann, Grenzen zu bemerken und ein bestimmtes Ziel in der Entwicklung zu erreichen (vgl. Silbereisen 1995).

Der Alkoholkonsum Jugendlicher ist dabei ein Beispiel. Junge Leute praktizieren Rauschtrinken aus vielerlei Gründen. Sie wollen ausprobieren, bilden durch das gemeinsame Trinken soziale Gruppen und nähern sich an das Erwachsensein an. Jungen und Mädchen lernen kennen wie es ist, in einer Gruppe abends feiern zu gehen, trinken gemeinsam und haben so mithilfe des Trinkens soziale Kontakte gefördert (Sting 2008b). Rauschtrinken bietet den jungen Menschen eine Möglichkeit, einen Zugang und Umgang mit ihren Geschlechterrollen zu finden. Darüber hinaus kann es als Versuch gesehen werden, Kohärenz, wie sozialen Halt, Identität etc., herzustellen. Oft kann man dem Risikoverhalten auch eine instrumentelle Funktion im Bewältigungsprozess von Entwicklungsproblemen zuschreiben oder beim Gefühl der Überforderung die Funktion eines emotionalen Ausgleichs (vgl. Hurrelmann 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die mediale und gesellschaftliche Wahrnehmung des jugendlichen Alkoholkonsums, insbesondere des sogenannten „Koma-Saufens“, und führt in die Problematik der einseitigen Stigmatisierung von Jugendlichen ein.

2. Risiko-Diskurse: Dieses Kapitel analysiert, wie Risiko gesellschaftlich konstruiert wird und inwiefern Jugendliche häufig als Projektionsfläche für kollektive Ängste und gesellschaftliche Probleme instrumentalisiert werden.

3. Suchtprävention und Risikoverhalten: Hier werden die theoretischen Grundlagen und die historische Entwicklung präventiver Ansätze untersucht, wobei der Fokus auf dem Übergang von reinen Abschreckungsmodellen hin zur Förderung von Lebenskompetenzen liegt.

3.1. Die Suchtprävention – von den Anfängen bis heute: Dieser Unterabschnitt skizziert den Wandel der Suchtprävention von einem Fokus auf Abstinenz und Abschreckung in den 60er Jahren bis hin zur modernen salutogenetischen Perspektive, die Gesundheit und Kompetenzaufbau in den Mittelpunkt stellt.

3.2 Risikoverhalten und Risikokompetenz: Dieses Kapitel begründet, warum Risikoverhalten ein entwicklungspsychologisch normaler Teil des Jugendalters ist und warum das Ziel der Pädagogik die Förderung einer stabilen Risikokompetenz statt einer bloßen Verbotspolitik sein sollte.

4. Ausblick: Der Ausblick fordert ein Umdenken der Gesellschaft gegenüber der Jugend und plädiert für pädagogische Ansätze, die an der Lebenswelt der Jugendlichen ansetzen und sie als aktive Teilnehmer ernst nehmen.

Schlüsselwörter

Rauschtrinken, Suchtprävention, Risikoverhalten, Risikokompetenz, Jugend, Sozialisation, Salutogenese, Gesundheitsförderung, Lebenskompetenzen, Peer-Groups, Gesellschaftliche Diskurse, Alkoholkonsum, Entwicklungspsychologie, Identitätsbildung, Präventionsarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des jugendlichen Alkoholkonsums und analysiert, wie das Thema in der Gesellschaft diskutiert wird und welche Ansätze der Suchtprävention sinnvoll sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die soziale Konstruktion von Risiken, die Rolle von Jugendlichen in gesellschaftlichen Diskursen, die historische Entwicklung der Drogenprävention und die Bedeutung von Risikokompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für das jugendliche Risikoverhalten zu schaffen und aufzuzeigen, wie Jugendliche durch pädagogische Begleitung statt durch Stigmatisierung zur Risikokompetenz gelangen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender soziologischer und pädagogischer Diskurse sowie entwicklungspsychologischer Erkenntnisse, um die Suchtprävention kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Risiko-Diskursen, einen historischen Abriss der Suchtprävention und die theoretische Herleitung des Begriffs der Risikokompetenz im Kontext des Jugendalters.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Risikokompetenz, Suchtprävention, Rauschrituale und die gesellschaftliche Sicht auf die „Jugend von heute“ geprägt.

Wie unterscheidet sich die moderne Suchtprävention von der in den 1960er Jahren?

Während in den Anfängen der Prävention rein auf Abschreckung und Forderung nach strikter Abstinenz gesetzt wurde, rückt heute die salutogenetische Perspektive in den Fokus, die Kompetenzen zur Bewältigung von Risiken stärken will.

Warum wird im Buch das Bild eines Flusses verwendet?

Das Bild des Flusses nach Antonovsky dient als Metapher für das Leben: Anstatt Menschen nur vor dem Ertrinken zu retten, sollte man ihnen beibringen, wie man unter verschiedenen Bedingungen sicher im Wasser schwimmt.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Rauschtrinken. Risikoverhalten und Suchtprävention
Universidad
University of Tubingen
Curso
Seminar
Calificación
1,7
Autor
Leo Müller (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
13
No. de catálogo
V265357
ISBN (Ebook)
9783656549451
ISBN (Libro)
9783656548744
Idioma
Alemán
Etiqueta
rauschtrinken risikoverhalten suchtprävention
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Leo Müller (Autor), 2011, Rauschtrinken. Risikoverhalten und Suchtprävention, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265357
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