Wie kann man sich dem Thema von Sexualität und Problemen in der Sexualität in einer christlich orientierten Paarberatung nähern? Die Hausarbeit beschreibt die verschiedenen Arten von Störungen der Sexualität bei Frauen und die Auswirkungen auf die Partnerschaft. Sie wirft auch einen Blick auf die Möglichen Ansätze in der christlich orientierten Beratung mit Paaren zu diesem Thema.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Sexualität
Sexuelle Funktionsstörungen
Funktionsstörungen bei Frauen
Mangel oder Verlust von sexuellem Verlangen
Sexuelle Aversion und mangelnde sexuelle Befriedigung
Erregungsstörung, Versagen genitaler Reaktionen
Orgasmusstörung
Vaginismus
Dyspareunie
Gesteigertes sexuelles Verlangen
Sexualverhalten und Erleben von Frauen
Auswirkungen auf die Partnerschaft
Beratung bei sexuellen Funktionsstörungen
Setting
Indikation für Beratung und Therapie
Einzelberatung vs. Paarberatung
Paarberatung
Sensate Focus Programm
Paarberatung in Gruppen
Und als Christ?
Diskussion Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Ziel dieser Hausarbeit ist es, den Stellenwert sexueller Funktionsstörungen bei Frauen innerhalb einer christlich orientierten Paarberatung zu analysieren, Beratungsansätze zu erörtern und Wege aufzuzeigen, wie Betroffene durch professionelle Begleitung in ihrer Beziehungsgestaltung gestärkt werden können.
- Theoretische Grundlagen zu Sexualität und sexuellen Funktionsstörungen bei Frauen
- Einfluss des weiblichen Sexualerlebens und spezifischer Lebensphasen
- Auswirkungen von Sexualstörungen auf die partnerschaftliche Kommunikation
- Methodische Beratungsansätze und Setting-Gestaltung (Einzel- vs. Paarberatung)
- Die besondere Rolle und Herausforderung einer christlich geprägten Seelsorge
Auszug aus dem Buch
Sensate Focus Programm
„Das Sensate Focus ist ein Sensualitätstraining (Streichelübungen), das eine neue Grundlage für die sexuelle Interaktion herstellen soll, ohne dass eine u.U. bestehende Furcht vor dem Koitus das Erleben beeinträchtigt“ (Gromus 2002, S. 90). Das Programm des Sensate Focus gliedert sich in VII Abschnitte. Die ersten drei Phasen konzentrieren sich darauf den Körper kennenzulernen, Berührungen zuzulassen aber ohne eine sexuelle Erregung und Stimulation herbeizuführen. Geschieht dies, sollen die Streichelübungen einen Moment pausieren. Ab der vierten Phase ist eine Stimmulierung erlaubt und erwünscht. Tritt eine erwünscht Erregung auf, soll diese dann durch eigene oder gegenseitige Masturbation aufgelöst werden. Ab der fünften Phase darf der Penis in die Vagina eingeführt werden. Dabei hat aber die Frau den aktiven Part und es soll nicht zu einem Orgasmus kommen. In der sechsten Phase geht es um das Erlernen von
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl mit Erfahrungen aus der Beratungspraxis, in der sexuelle Problematiken oft hinter allgemeinen Beziehungskonflikten verborgen liegen.
Sexualität: Dieses Kapitel beleuchtet Sexualität als integralen, lebenslangen Bestandteil menschlicher Identität und beziehungsspezifischer Gestaltung, der einem historischen Wandel unterliegt.
Sexuelle Funktionsstörungen: Es werden die verschiedenen klinischen Störungsbilder bei Frauen definiert und die Notwendigkeit abgegrenzt, wann von einer Störung im Sinne eines Leidensdrucks gesprochen werden kann.
Sexualverhalten und Erleben von Frauen: Das Kapitel diskutiert spezifische weibliche Entwicklungsbereiche, wie den Zwiespalt zwischen Beruf und Familie sowie den Einfluss von Lebensereignissen auf das sexuelle Erleben.
Auswirkungen auf die Partnerschaft: Hier wird verdeutlicht, wie sexuelle Störungen als Indikator für tieferliegende Beziehungsprobleme fungieren können und warum sie stets als Paar-Thema zu betrachten sind.
Beratung bei sexuellen Funktionsstörungen: Dieses Kapitel widmet sich den methodischen Grundlagen der Beratung, der Rollenklärung des Beraters sowie der Strukturierung des Beratungsprozesses.
Und als Christ?: Die Autorin untersucht die besonderen Spannungsfelder von Sexualität im christlichen Kontext, in dem Scham und idealisierte Vorstellungen den Leidensdruck bei Paaren erhöhen können.
Diskussion Ausblick: Zusammenfassend wird die Notwendigkeit betont, Sexualität in der Seelsorge als normaler zu behandeln und die Beratungskompetenz durch regelmäßige Supervision zu erweitern.
Schlüsselwörter
Sexualität, Paarberatung, sexuelle Funktionsstörungen, Frauen, Sensate Focus, Beziehungsgestaltung, Seelsorge, Beratung, Kommunikation, Libidomangel, Vaginismus, Orgasmusstörung, partnerschaftliche Dynamik, Prävention, psychische Gesundheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert Störungen der Sexualität bei Frauen und deren Stellenwert in einer christlich orientierten Paarberatung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Schwerpunkte sind die Definition sexueller Störungen, das Erleben von Frauen in verschiedenen Lebensphasen, Paarinteraktion und methodische Ansätze der Sexualberatung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Beratern und Seelsorgern Orientierung für den Umgang mit sexuellen Problemen bei Klientinnen und Paaren zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die verschiedene Fachkonzepte (ICD-10, DSM-IV, PLISSIT-Modell) auf die Beratungspraxis überträgt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert spezifische Funktionsstörungen (wie Vaginismus oder Libidomangel) und beschreibt den Beratungsprozess mittels Techniken wie dem Sensate Focus Programm.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sexualtherapie, Paarberatung, christliche Seelsorge, Beziehungskommunikation und psychodynamische Ansätze.
Wie unterscheidet sich die Beratung für Frauen ohne Partner?
Bei Frauen ohne Partner rücken die individuelle Biographie, die Klärung dysfunktionaler Mythen und die systematische Desensibilisierung von Angstsituationen in den Mittelpunkt.
Welche Rolle spielt die christliche Perspektive in der Beratung?
Die christliche Sichtweise ist eine wichtige Rahmenbedingung, da religiöse Normen oft zu Scham oder Leistungsdruck führen, was in der Beratung seelsorgerlich begleitet werden muss.
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- Dipl.Soz. Katja Schreyer (Author), 2013, Störungen der Sexualität bei Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265382