Feinlernziel: Nach der Unterweisung soll die Auszubildende den Satzspiegel für unterschiedliche Doppelseiten-Formate selbständig konstruieren und so ein Gefühl für den ausgewogenen Gestaltungsraum von Büchern, Broschüren und Zeitschriften erwerben. Sie soll verinnerlicht haben, dass layouten immer ein bewusstes und geplantes Arbeiten in einem vorgegebenen Format ist und nicht jedes Projekt gleich am Computer startet.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Unternehmen
1.1. Mitarbeiter
1.2. Auszubildende Mediengestalterin Digital und Print
2. Lernort
2.1. Zeitrahmen der Unterweisung
3. Lernziele
3.1 Richtlernziel
3.2. Groblernziel
3.3. Feinlernziel
4. Lernbereiche
4.1. Kognitiver Lernbereich
4.2. Affektiver Lernbereich
4.3. Psychomotorischer Lernbereich
5. Kompetenzen
5.1. Fachkompetenz
5.2. Methodenkompetenz
5.3. Sozialkompetenz
5.4. Individualkompetenz
6. Arbeitsmittel
7. Methode
8. Ablauf
8.1. Stufe: Vorbereiten durch den Ausbilder
8.2. Stufe: Vormachen und erklären durch den Ausbilder
8.3. Stufe: Nachmachen und erklären lassen
8.4. Stufe: Selbständiges Üben zur Vertiefung
9. Lernerfolgskontrolle
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit beschreibt das didaktische Konzept einer Ausbildungseinheit zur Erstellung eines Satzspiegels mittels Diagonalkonstruktion für Mediengestalter. Ziel ist es, der Auszubildenden eine handwerkliche Grundlage für ein harmonisches und bewusstes Layout-Design abseits des Computers zu vermitteln.
- Grundlagen der Gestaltung und Satzspiegelkonstruktion
- Einsatz der Vier-Stufen-Methode in der Berufsausbildung
- Didaktische Planung von Lernzielen und Lernbereichen
- Vermittlung von Fach- und Methodenkompetenz im grafischen Bereich
- Praktische Umsetzung handwerklicher Layout-Techniken
Auszug aus dem Buch
8.2. Stufe: Vormachen und Erklären durch den Ausbilder
In der zweiten Stufe der Unterweisung führe ich die Handlung vor. Dabei erkläre ich den Gesamtprozess und begründe die Vorgehensweise.
1. Zunächst nehme ich mir zwei A4 Blätter im Hochformat und lege Sie wie ein Buch direkt nebeneinander.
2. Die Ecken der so entstandenen Doppelseite werden mit Diagonalen (a) verbunden. Zudem wird auf jeder Einzelseite die untere, äußere Ecke mit der oberen, inneren Ecke mit jeweils einer weiteren Diagonale (b) verbunden.
3. Mehre Schnittpunkte entstehen durch die Diagonalen. Da wo sich die Linie b1 und die Linie a2 kreuzen, entsteht der Punkt c. Ausgehend von diesem Punkt zeichnen wir eine Linie, die parallel zu a1 läuft. Der Schnittpunkt dieser Linie d mit der Linie b2 auf der gegenüberliegenden Seite ergibt den Ausgangspunkt e für den Satzspiegel.
4. Der eigentliche Satzspiegel wird nun konstruiert. Durch den Ausgangspunkt e zieht man eine Horizontale, die die Diagonale a1 in Punkt f, dem zweiten Eckpunkt des Satzspiegels, schneidet. Eine durch f gezogene Vertikale schneidet die Diagonale b2 in Punkt g, dem dritten Punkt des Satzspiegels. Eine Horizontale durch g schneiden sich in Punkt h und vervollständigen den Satzspiegel.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Unternehmen: Vorstellung des Ausbildungsbetriebs und der Rahmenbedingungen der Ausbildungssituation.
2. Lernort: Beschreibung der Lernumgebung am Arbeitsplatz innerhalb des Grafikbetriebs.
3. Lernziele: Festlegung der Richt-, Grob- und Feinlernziele für die Konstruktion von Satzspiegeln.
4. Lernbereiche: Einteilung in kognitive, affektive und psychomotorische Lernziele.
5. Kompetenzen: Definition der zu erwerbenden Fach-, Methoden-, Sozial- und Individualkompetenzen.
6. Arbeitsmittel: Auflistung der benötigten Materialien für die manuelle Konstruktion.
7. Methode: Begründung für den Einsatz der Vier-Stufen-Methode im Rollenspiel.
8. Ablauf: Detaillierte Darstellung der vier Unterweisungsphasen von der Vorbereitung bis zur Vertiefung.
9. Lernerfolgskontrolle: Strategien zur Sicherung und Überprüfung des erworbenen Wissens.
Schlüsselwörter
Satzspiegel, Diagonalkonstruktion, Mediengestalter, Vier-Stufen-Methode, Ausbildungseinheit, Fachkompetenz, Layout-Design, Grafik, Unterweisung, Lernziele, Berufsausbildung, Gestaltungsregeln, Satzspiegelkonstruktion, Ausbildereignungsprüfung, Handwerkliche Grundlagen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer Ausbildungseinheit für angehende Mediengestalter zur Erstellung eines festen Satzspiegels.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen Gestaltungsgrundlagen, die manuelle Satzspiegelkonstruktion mittels Diagonalkonstruktion und didaktische Methoden der Wissensvermittlung.
Was ist das primäre Ziel dieser Unterweisung?
Das Ziel ist, dass die Auszubildende den Satzspiegel für verschiedene Doppelseiten-Formate eigenständig konstruieren kann, um ein Verständnis für harmonische Gestaltung zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird verwendet?
Es wird die bewährte Vier-Stufen-Methode in einem Rollenspiel angewendet, um die Handlungsschritte logisch zu strukturieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Vorbereitung, die detaillierte Durchführung der vier Phasen der Unterweisung und die begleitende Kompetenzförderung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Satzspiegel, Diagonalkonstruktion, Vier-Stufen-Methode, Mediengestaltung und berufliche Handlungskompetenz.
Warum ist die Diagonalkonstruktion für die Zielgruppe relevant?
Sie ermöglicht ein bewusstes und geplantes Layouten, das über die bloße Nutzung von Software hinausgeht und gestalterische Harmonie sicherstellt.
Wie wird der Lernerfolg am Ende der Unterweisung kontrolliert?
Die Kontrolle erfolgt durch das selbstständige Üben, die Korrektur durch den Ausbilder und eine Wiederholung am Folgetag.
- Quote paper
- Jenny U. (Author), 2012, Erstellung eines festen Satzspiegels für eine Doppelseite durch Diagonalkonstruktion (Unterweisung Mediengestalter/in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265384