Salingers "The Catcher in the Rye" als Bibel für Mörder

Wie das Attentat auf John Lennon zum Kultstatus des Romans beiträgt


Hausarbeit, 2012
34 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Die Rezeption des Romans vor 1980.

3. Wandel im Erfahrungshorizont: Das Attentat auf John Lennon.

4. Die Rezeption des Romans in der Folge des Attentats.

5. The Catcher in the Rye online.

6. Fazit

Literatur

1. Einleitung

Does The Catcher in the Rye breed insanity?[1]

Eine wissenschaftliche Frage? Wohl kaum. Dass ein Roman über einen orientierungslosen 16-Jährigen im New York der 1950er Jahre nicht verantwortlich für die Entwicklung psychischer Dispositionen gemacht werden kann, bedarf sicherlich keiner analytischen Untersuchung. Die Tatsache jedoch, dass Fragen dieser Art in Bezug auf ein literarisches Werk bestehen, eröffnet weitaus interessantere Forschungsperspektiven. Die vorliegende Arbeit macht es sich zur Aufgabe, zu untersuchen, welche Bedingungen dazu geführt haben, dass sich um The Catcher in the Rye derart diffuse Vorstellungen etabliert haben.

Als methodische Grundlage der Untersuchung dienen Hans Robert Jaußʼ Überlegungen zur Rezeptionsästhetik. Jauß verabschiedet sich von der Vorstellung, die Wirkung eines Werkes beruhe auf seinem unveränderbaren Wahrheitsgehalt. Vielmehr seien es die Rezipienten, die dem Werk Bedeutung verleihen:

Die virtuelle Struktur des Textes bedarf der Konkretisation, d.h. der aneignenden Erfahrung durch seine Empfänger, um sich als Werk zu entfalten; das Werk „aktualisiert die Spannung zwischen seinem ,Sein‘ und unserem ,Sinn‘“ derart, dass sich die Bedeutung erst in der Konvergenz von Text und Rezeption konstituiert, mithin der Sinn des Kunstwerks nicht mehr als überzeitliche Substanz, sondern als historisch sich bildende Totalität zu fassen ist.[2]

Im Mittelpunkt steht also nicht mehr das Werk selbst, sondern dessen verschiedene Konkretisationen. In Anlehnung an die Theorie des Prager Strukturalismus [3] versteht Jauß eine solche Konkretisation als „den immer neuen Charakter, den das Werk in seiner ganzen Struktur unter veränderten geschichtlich-gesellschaftlichen Rezeptionsbedingungen erhalten kann“[4]. Die Konkretisationen werden dabei determiniert durch den jeweiligen Horizont der Rezipienten. Mit dem Begriff Horizont nimmt Jauß Bezug auf Hans-Georg Gadamer: Dieser versteht den Horizont als „Gesichtskreis, der all das umfasst und umschließt, was von einem Punkte aus sichtbar ist“[5]. Das impliziert, dass bestimmte historische Ereignisse den Horizont eines Rezipienten verändern können und sich so neue Möglichkeiten der Auslegung eines Textes ergeben.

Anschließend an diese Überlegungen zeigt die vorliegende Untersuchung, wie The Catcher in the Rye in verschiedenen historischen Kontexten rezipiert wurde. Zentral ist dabei die These, dass der Mord an John Lennon eine eben solche Veränderung im Erfahrungshorizont der Öffentlichkeit hergestellt hat. Dies wiederrum führte zu einer bis zu diesem Zeitpunkt nicht präsenten Konkretisation des Textes, einem zusätzlichen Rezeptionsstrang, der letztendlich zu einer Art Mythenbildung geführt hat, wie schon die eingangs zitierte Frage aufweist. Hinzu kommt die These, dass der Roman dadurch einen aktualisierten Status als Kultbuch wiedergewonnen hat. Insbesondere der Prozess der Verschmelzung verschiedener Kultphänomene wird dabei von Interesse sein.

In einem ersten Schritt werden die verschiedenen Rezeptionshaltungen aufgezeigt, die sich in der Zeit vor 1980 etabliert haben. Dazu werden in der Hauptsache zeitgenössische Buchkritiken und andere Quellen der öffentlichen Meinungsäußerung herangezogen.[6] Hinzu kommen literarische Werke, die intertextuell Bezug auf The Catcher in the Rye nehmen. Bewusst werden fachwissenschaftliche Studien der Zeit weitestgehend nicht in die Untersuchung einbezogen, da die vorliegende Arbeit sich mit der öffentlichen und nicht wissenschaftlichen Wirkung des Romans auseinandersetzt. Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Aspekte des Romans von den Rezipienten als besonders relevant empfunden wurden und wie sich Schwerpunktsetzungen in der Rezeption durch historische Bedingungen gewandelt haben. Die Rekonstruktion der verschiedenen Konkretisationen kann dabei nur exemplarisch sein und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Anschließend wird gezeigt, inwiefern das Attentat auf John Lennon einen neuen Erfahrungshorizont für die Rezeption von The Catcher in the Rye erzeugt hat. Daraufhin wird untersucht, welche neuen Rezeptionsstränge sich in der Folge der Ereignisse etabliert haben. Dazu werden wiederum Zeitschriftenartikel und weitere Kommentare zur Untersuchung herangezogen, allerdings wird hierbei die Entwicklung intertextueller Bezüge insbesondere in den Medien Film und Fernsehen relevant sein. Die Untersuchung wird zeigen, dass sich die produktive Rezeption zunehmend von den Inhalten des Romans entfernt und zu dessen Symbolwerdung beiträgt. Dass und wie sich dieses Phänomen des Bedeutungswandels bis heute fortsetzt, soll anschließend eine Untersuchung der derzeitigen Diskussionskultur im Internet zu The Catcher in the Rye verdeutlichen.

2. Die Rezeption des Romans vor 1980

Im Folgenden wird gezeigt, welche Konkretisationen The Catcher in the Rye vor dem Mord von John Lennon erfahren hat. Dabei geht es nicht darum, jede einzelne Kritik des Romans zu untersuchen, sondern exemplarische Tendenzen aufzuzeigen. Dazu werden jeweils verschiedene Reviews und Arbeiten herangezogen, die repräsentativ für einen grundlegenden Trend in der Rezeptionsgeschichte sind. Es soll deutlich werden, dass verschiedene historische Bedingungen zu unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen in der Auslegung und Bewertung eines literarischen Textes führen.

Schon bald nach Erscheinen am 17. Juli 1951 war klar, dass The Catcher in the Rye ein Erfolg werden würde. Innerhalb von zwei Woche musste das Buch aufgrund der hohen Nachfrage fünfmal nachgedruckt werden, ganze dreißig Wochen stand es auf den Bestseller-Listen. Einen Anteil an den dauerhaft hohen Verkaufszahlen hatten sicherlich die nahezu ausnahmslos positiven Kritiken. Laut Whitfield gab es innerhalb der ersten fünf Jahre lediglich drei negative Reviews.[7] Bedeutend war für die öffentliche Aufmerksamkeit dabei besonders, dass das Buch vom Book-of-the-Month Club sehr gut bewertet wurde. Eine lobende Kritik des renommierten Clubs prädestinierte einen Titel geradezu dafür, ein Erfolg zu werden.[8] In der Review von Clifton Fadiman heißt es dort: „[…] that rare miracle of fiction has again come to pass: a human being has been created out of ink, paper and imagination.“[9] Die Rezension von Fadiman repräsentiert dabei gut, was in den frühen Buchbesprechungen im Vordergrund stand: Die Person Holden Caulfield. Das Buch wurde in der Hauptsache als Roman des Erwachsenwerdens begriffen. So beschreibt auch Harold L. Roth den Roman in seiner Rezension als „a successful attempt […] to picture a boy’s analysis of himself, developing his likes and dislikes and pointing out problems of a highly developed imagination that has yet not been trained to work in other than the most egoistic way.“[10] Auch Harrison Smith setzt seinen Fokus ganz auf die Adoleszenz Holdens. In seiner Review mit dem Titel Manhattan Ulysses, Junior benennt er dabei Holdens Abscheu gegen alles Hässliche, Böse, Grausame und all das, was er als „phony“ bezeichnet, einerseits und seine Zuneigung zum Schönen und Unschuldigen andererseits als zentrale Merkmale seiner Person. Insbesondere die sprachliche Gestaltung hat für Smith einen großen Anteil an der Wirkung des Romans: „The magic of this novel does not depend on this boy’s horrifying experience but on the authenticity of the language he uses and the emotions and memories which overwhelm him.“[11] Allerdings stellt Smith bereits selbst fest, dass das, was er als gelungene Authentizität bewertet, von anderen Lesern als anstößig aufgenommen werden könnte: „To many readers some of his words and accidents that befall him may seem to be too raw to be expressed in the words of a childish youth. If readers can be shocked in this manner they should be advised to let the book alone.“[12]

Tatsächlich lassen sich auch bei den positiven Bewertungen des Romans häufig Verweise darauf finden, dass die Kritiker selbst mit Unbehagen die Flüche Holdens aufnahmen. Trotz einer im Grunde wohlwollenden Review konstatiert so beispielsweise Virgilia Peterson, dass sie die so genannten „ugly words“ aus dem Mund eines sehr jungen Menschen als „peculiarly offensive“ empfindet.[13] Untersucht man weitere Rezensionen daraufhin, wird deutlich, dass es offenbar die Trivialisierung der Sprache ist, die als neue ästhetische Erscheinung gewertet werden muss. Nach Jauß ist für die Wertung eines literarischen Textes entscheidend, wie das neue ästhetische Ereignis aufgenommen wird:

Die Art und Weise, in der ein literarisches Werk im historischen Augenblick seines Erscheinens die Erwartungen seines ersten Publikums einlöst, übertrifft, enttäuscht oder widerlegt, gibt offensichtlich ein Kriterium für die Bestimmung des ästhetischen Wertes her.[14]

Aufgrund verschiedener Wertvorstellungen, also Vorstellungen davon, wie Literatur zu sein hat und was sie leisten soll, und damit auch verschiedener Erwartungshorizonte entstehen somit divergierende Bewertungen des Textes. Während die neue Sehweise von den einen als beglückend empfunden werden kann, wird sie von anderen als befremdlich erfahren. Diese Distanz kann laut Jauß für spätere Leser in dem Maße verschwinden, dass die ursprüngliche Negativität des Werkes zur Selbstverständlichkeit geworden und möglicherweise selbst als vertraute Erwartung in den Horizont künftiger ästhetischer Erfahrung eingegangen ist.[15] Die Überschreitung des Erfahrungshorizontes lag bei Salinger offenbar darin, dass er nicht nur einer vulgären Sprache Raum gab, sondern diese bei ihm auch noch von einem Jugendlichen transportiert wurde. Während also beispielsweise Smith der trivialen Sprache im Roman einen direkten literarischen Wert zuspricht − den der Authentizitätsgewinnung −, lehnt Peterson die vulgäre Sprache Holdens als funktionslos ab. Dennoch spricht sie Holden einen grundlegend guten Charakter zu.

Einen anderen Ton schlägt T. Morris Longstreth in seiner Kritik in The Christian Science Monitor an. Das Buch sei „not fit for children to read“, Holden selbst „preposterous, profane and pathetic beyond belief“[16]. Zum Glück, so Longstreth, gebe es noch nicht viele junge Menschen seiner Art, aufgrund der weiten Verbreitung des Romans bestehe aber die Gefahr, dass sein Verhalten andere beeinflusse.[17] Ganz offensichtlich enttäuscht die von Salinger hervorgebrachte Ästhetik der Authentizität den Erwartungshorizont bestimmter Lesergruppen. Das literarische Ereignis, als das sein neuer Schreibstil nach Jauß gewertet werden muss, ist in diesem Fall an der bisherigen ästhetischen Norm des Rezipienten Longstreth gescheitert und führt somit zu einer negativen Bewertung des Romans. Der christliche Hintergrund der Veröffentlichung hat die Wertung hier sicherlich beeinflusst. Aber auch in nicht primär religiösen Veröffentlichungen finden sich ähnliche Aussagen. George Steiner ist der Ansicht, Salinger verherrliche die Ignoranz und moralische Oberflächlichkeit Holdens: „[Salinger] suggests to [the young readers] that formal ignorance, political apathy and vague tristesse are positive virtues.“[18] Ähnlich konstatiert Alfred Kazin 1961, das Buch unterstütze die Haltung derjenigen, die sich selbst für äußerst sensibel halten und meinen, von der Gesellschaft und ihren Problemen erhaben zu sein: „The worst of American sophistication today ist that it is so bored, so full of categorial aversion […].“[19] Eine solche Haltung zeigt sich für Kazin offenbar in Holden wieder. Diese zu verbreiten, insbesondere sie einem jungen Publikum nahezulegen, erscheint hier als unvertretbar und unverantwortlich. Auch in Kazins Kritik stellt Holden damit ein schlechtes Vorbild dar.

Dass der Roman tatsächlich Einfluss auf das Verhalten der Jugend hatte, kann dabei durchaus bejaht werden. So stellt Ian Hamilton fest, dass das Buch insbesondere an Universitäten Nachahmer fand: „[The] novel had suddenly become the book all brooding adolescents had to buy, the indispensable manual from which cool styles of disaffection could be borrowed.“[20] Zwar wäre hier eine eingehendere Untersuchung notwendig, Aussagen dieser Art zeigen jedoch bereits, dass The Catcher in the Rye und insbesondere dem Protagonisten ein gewisser Kultstatus zukam. Doch was bedeutet ,Kult‘ in Bezug auf einen literarischen Text überhaupt? Der Begriff beschreibt ursprünglich eine Abfolge symbolischer Riten, die fester Bestandteil einer Religion sind wie Gebete und Gesänge.[21] Gerade in heutiger Zeit wird etwas jedoch häufig als Kult bezeichnet, das scheinbar nicht viel mit religiösen Kontexten in Verbindung zu bringen ist. Definiert man ein Buch als Kultbuch, geht es in der Hauptsache um dessen gruppenbildenden Aspekt. Das Publikum beschränkt sich nicht mehr auf seine passiv-wahrnehmende Rolle, sondern wird selbst aktiv.[22] Dies kann sich beispielsweise auf individueller Ebene in der Nachahmung eines Charakters niederschlagen oder auf kollektiver Ebene in der Gründung von Fangemeinschaften. Ursächlich für die Entwicklung eines Buches zum Kultbuch sind dabei mitunter das Innovationspotential und der möglicherweise damit einhergehende Tabubruch, den ein Buch bewirken kann. Darüber hinaus spielt es eine Rolle, inwiefern sich der Rezipient mit einem Charakter des Romans identifizieren kann.[23] Offensichtlich erzeugt im Fall von The Catcher in the Rye die sprachliche Innovation eine Authentizität, die es dem Rezipienten ermöglicht, sich mit Holden zu identifizieren. Sicherlich spielen auch der Tabubruch und der daraus resultierende Reiz des Verbotenen eine Rolle in der Konstitution des Romans als Kultbuch. Der Kult äußerte sich, wie Hamilton es beschreibt, u.a. in der Imitation der Holden-typischen Verhaltensweisen gegenüber seiner Umwelt. Insbesondere diese identifikatorische Lesart erreichte ihren Höhepunkt in den 60er Jahren.[24] So schreibt Robert Gutwillig über seine eigenen Erfahrungen: „After reading the novel, several of us went out and bought ourselves red caps with earflaps, and we all took to calling each other ,Ace‘ and ,Prince‘.“[25] Glaubt man Gutwillig, muss man The Catcher in the Rye damit auch jenen gruppenkonstituierenden Charakter zuschreiben, der typisch für Kultphänomene aller Art ist.

Obwohl die vorliegenden Beispiele verschiedene Wertungen des Textes zum Ergebnis haben – einmal ist Holden ein sensibler, moralischer junger Mann, einmal ein erbärmliches Vorbild für seine Altersgenossen −, zeigen die Reviews und Statements stellvertretend für die Tendenz der Zeit, dass die unmittelbaren Rezensionen nach der Veröffentlichung sich in der Hauptsache mit der Person Holden befasst haben, insbesondere in Bezug auf seine Adoleszenz. Dieser Rezeptionsstrang soll als erste Konkretisation zu Beginn der 1950er Jahre verstanden werden. Grundsätzlich wurde die Zweiteilung in Befürworter und Gegner des Romans über die Jahre in ähnlicher Art beibehalten, vor dem Hintergrund der jeweiligen historischen Ereignisse erfuhren die Kommentare jedoch eine jeweils spezifische Ausprägung.

Während die bisher zitierten Reviews, wenn auch wie bei Longstreth sehr direkt, so doch sachlich argumentierten, zeichnete sich die Kritik, die sich außerhalb eines journalistische Rahmens formierte, durch einen wesentlich schärferen Ton aus. Gemeint sind die verschiedenen Zensurverfahren, die seit 1955 gegen The Catcher in the Rye laufen.[26] Wenn hier der Begriff ,Zensur‘ genutzt wird, geht es nicht um ein allgemeines Verbot, sondern hauptsächlich um die Verbannung des Buches von den Leselisten der Schulen, denn in der Tat war der Roman nie für ein erwachsenes Publikum verboten.[27] Allerdings gab es etliche Versuche, das Buch aus den Lehrplänen zu streichen – nicht immer erfolgreich. So war The Catcher in the Rye zu Zeiten das meist zensierte Buch der USA und zugleich das meist unterrichtete an öffentlichen High Schools.[28] Die Argumentation verläuft nach einem ähnlichen Muster, wie sie die Literaturkritiker zuvor nutzen, allerdings ist die Wortwahl hier deutlich offensiver. Eines von vielen Beispielen ist das Verbotsverfahren in Temple City, Pasadena, aus dem Jahr 1962. Hier wurde The Catcher in the Rye in eine Liste von Büchern aufgenommen, die nicht im Unterricht der dortigen High School durchgenommen werden sollten.[29] In einem Zeitungsartikel der Pasadena Star News vom 7. Februar kommen die Vertreter der Anklage zu Wort. Beispielhaft für ihre Argumentation ist dabei folgender Part aus dem Statement:

When literary creations bring into focus abundant examples of immorality, perversion, varied crimes; literary creations ripping away at God-created institutions of family, society, government; literary creations ranging trough the cycle of all known moral and intellectual disorder, then the authors of such literary creations have adopted a criminal approach to their responsibilities as authors.[30]

[...]


[1]http://answers.yahoo.com/question/index?qid=20080520073300AADkXNL (28.3.2013). Für die Zitierweise von Internetquellen gilt im Folgenden, dass bei Internetforen lediglich die URL angegeben wird, da es nicht auf die einzelnen Autoren, sondern auf das Gesamtphänomen Forum ankommt. Sofern eine Internetseite formal einem Artikel entspricht, werden Titel und Verfasser soweit möglich genannt und in der üblichen Zitierweise angegeben.

[2]Jauß, Hans Robert: Racines und Goethes Iphigenie – Mit einem Nachwort über die Partialität der rezeptionsästhetischen Methode. In: Rezeptionsästhetik. Theorie und Praxis. Hrsg. v. Rainer Warning. München: Fink 1975. S. 355.

[3]Jauß bezieht sich im vorliegenden Text auf Felix Vodičkas „Struktur der Entwicklung“ aus dem Jahr 1969, das erst 1976 in Deutschland veröffentlicht wurde. Vgl. Vodička, Felix: Die Struktur der literarischen Entwicklung. Hrsg. v. Jurij Striedter. München: Fink 1976.

[4]Jauß: Racines und Goethes Iphigenie. S. 355.

[5] Gadamer, Hans-Georg: Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik. 2. Auflage. Tübingen: J.C.B. Mohr 1965. S. 286.

[6] Da die Zeitungsartikel mir teilweise nicht im Original, sondern lediglich in digitaler Form vorliegen, kann es vorkommen, dass die Seitenzahlen in den Fußnoten entfallen.

[7] Vgl. Whitfield, Stephen J.: Cherished and Cursed: Toward a Social History of The Catcher in the Rye. In: The New England Quarterly, Vol. 70, Nr. 4 (1997). S. 567f.

[8] Vgl. Laser, Marvin/Fruman, Norman: Salinger: The Early Reviews. In: Studies in J. D. Salinger. Reviews, essays, and critiques of The Catcher in the Rye and other fiction. Hrsg. v. Marvin Laser, Norman Fruman. New York: The Odyssey Press 1963. S. 6.

[9] Fadiman, Clifton: Book -of-the- Month Club News, Juli 1951.

[10] Roth, Harold L.: Salinger, J.D. The Catcher in the Rye. In: Library Journal 86 (Juli 1951).

[11] Smith, Harrison: Manhattan Ulysses, Junior. In: Saturday Review of Literature, 14. Juli 1951.

[12] Ebd.

[13] Vgl. Petersen, Virgilia: Three Days in the Bewildering World of an Adolescent. In: New York Herald Tribune Book Review, 15. Juli 1951.

[14] Jauß, Hans Robert: Literaturgeschichte als Provokation der Literaturwissenschaft. In: Texte zur Literaturtheorie der Gegenwart. Hrsg. von Dorothee Kimmich, Rolf G. Renner und Bernd Stiegler. Stuttgart: Reclam 2008. S. 50.

[15] Vgl. ebd. S. 51.

[16] Longstreth, T. Morris : New Novels in the News. The Catcher in the Rye, by J.D. Salinger. In: The Christian Science Monitor, 19. Juli 1951.

[17] Vgl ebd.

[18] Steiner, George: The Salinger Industry. In: Studies in J.D. Salinger. S. 116. Erstmals erschienen in: The Nation 199 (November 1959).

[19] Kazin, Alfred: J.D. Salinger: „Everybody’s Favorite“. In: Studies in J.D. Salinger. S. 226. Erstmals erschienen in: The Atlantic Monthly 208 (August 1961).

[20] Hamilton, Ian: In Search of J.D. Salinger. London: Heinemann 1988. S. 155.

[21] Vgl. Mohr, Hubert: Kult. In: Ästhetische Grundbegriffe. Band 3: Harmonie-Material. Hrsg. v. Karlheinz Barck. Stuttgart: Metzler Verlag 2010. S. 489.

[22] Vgl. ebd. S. 507.

[23] Die letzteren Annahmen entstammen den Diskussionen, die im Rahmen des Seminars Kultbücher, Modebücher, Bestseller im Wintersemester 2012/2013 an der Universität Bielefeld entstanden sind.

[24] Vgl. Silverberg, Mark: „You Must Change Your Life“: Formative Responses to The Catcher in the Rye. In: The Catcher in the Rye. New Essays. Hrsg. v. J.P. Steed. New York u.a.: Peter Lang 2002. S. 10.

[25] Gutwillig, Robert: Everybody’s Caught The Catcher in the Rye. In: Studies in J.D. Salinger. S. 5. Erstmals erschienen in The New York Times 1961.

[26] Vgl. Graham, Sarah: J.D. Salinger’s The Catcher in the Rye. London: Routledge 2007. S. 17.

[27] Vgl. ebd. S. 18.

[28] Vgl. Steinle, Pamela: ,If a Body Catch a Body‘: The Catcher in the Rye Censorship Debate as Expression of Nuclear Culture. In: Popular Culture and Political Change in Modern America. Hrsg. v. Ronald Edsforth, Larry Bennett. Albany: State University of New York Press 1991. S. 127.

[29] Vgl. Laser/Fruman: Not Suitable for Temple City. In: Studies in J. D. Salinger. S. 125.

[30] Zitiert nach: Ebd. S. 126.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Salingers "The Catcher in the Rye" als Bibel für Mörder
Untertitel
Wie das Attentat auf John Lennon zum Kultstatus des Romans beiträgt
Hochschule
Universität Bielefeld  (Linguistik und Literaturwissenschaft)
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
34
Katalognummer
V265462
ISBN (eBook)
9783656550921
ISBN (Buch)
9783656551034
Dateigröße
683 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Der Fänger im Roggen, Mythenbildung, Kultbuch, John Lennon, Mord, Verschwörungstheorien, Hans Robert Jauß, Rezeptionsästhetik, J. D. Salinger, Rezeption, Mark David Chapman
Arbeit zitieren
Ulrike Ziegler (Autor), 2012, Salingers "The Catcher in the Rye" als Bibel für Mörder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265462

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