Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Economía - Economía de la salud

Die Finanzierung des Krankheitsrisikos vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung

Título: Die Finanzierung des Krankheitsrisikos vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung

Trabajo de Seminario , 2003 , 25 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Kristian Koch (Autor)

Economía - Economía de la salud
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In allen entwickelten Volkswirtschaften ist eine alternde Bevölkerung auszumachen. Auch Deutschland ist von dieser Entwicklung betroffen. Eine steigende Lebenserwartung und geringe Geburtenziffern führen zu einem steigenden Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung. Die deutsche Bevölkerung wird darüber hinaus absolut abnehmen; von 82 Millionen im Jahr 2000 auf bis zu 67 Millionen im Jahr 2050. Diese demographische Entwicklung beeinflusst die Volkswirtschaft in vielfältiger Weise, beispielsweise in Form neuer Angebots- und Nachfragestrukturen und einem abnehmenden Arbeitskräftepotential. Auch in der Politik wird die Alterung des Medianwählers Auswirkungen auf die Umverteilung zugunsten der älteren Generation mit sich bringen. Umverteilungen werden hierbei aufgrund des Umlageverfahrens schwerpunktmäßig über die sozialen Sicherungssysteme erfolgen, für die die Politik die Rahmenbedingungen setzt. Dabei zeigen sich bereits heute erhebliche Finanzierungsschwierigkeiten bei den einzelnen Säulen des deutschen Sozialversicherungssystems. Diese Arbeit wird sich mit der Finanzierungssituation in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung beschäftigen. Ziel soll es dabei sein, die Auswirkungen der demographischen Entwicklung detailliert darzustellen und aufzuzeigen, welche Schwierigkeiten sich hierdurch für die Finanzierung des Krankheitsrisikos aufgrund der demographisch induzierten Einnahmen- und Ausgabenentwicklung ergeben. Hierzu werden zunächst die Entwicklungen der Determinanten der Bevölkerungsentwicklung (Fertilität, Mortalität und Migration) dargestellt und ihre Auswirkungen auf die Altersstruktur untersucht. Datengrundlage sind hierfür die koordinierten Bevölkerungsvorausberechnungen bis zum Jahr 2050. Im folgenden werden die Auswirkungen des gesellschaftlichen und individuellen Alterungsprozesses auf das Krankheitsrisiko analysiert. Anhand dieser Daten können nun die Auswirkungen auf die Finanzierungssituation der Gesetzlichen Krankenversicherung analysiert werden. Die Finanzierung wird hierbei auf der Einnahmeseite durch die veränderte Altersstruktur der Beitragszahler beeinflusst; auf der Ausgabenseite ist vor allem die altersbedingte Nachfrage nach Gesundheitsleistungen von Interesse. Die Auswirkungen der demogra phischen Entwicklung für die einzelnen Sektoren des Gesundheitswesens werden im Anschluss dargestellt. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Problemstellung

2 Die demographische Entwicklung

2.1 Determinanten der Bevölkerungsentwicklung

2.2 Auswirkungen auf die Altersstruktur

3 Krankheit im Alter

4 Finanzierungssituation der GKV

4.1 Ausgabenentwicklung

4.2 Einnahmenentwicklung

4.3 Konsequenzen für die Ausgaben in einzelnen Sektoren des Gesundheitswesens

5 Lösungsansätze

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der Fokus liegt dabei auf der Analyse, wie eine alternde Gesellschaft sowohl die Einnahmebasis durch veränderte Altersstrukturen der Beitragszahler als auch die Ausgabenseite durch eine altersbedingt steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen beeinflusst.

  • Demographische Entwicklung (Fertilität, Mortalität, Migration)
  • Krankheit im Alter und Multimorbidität
  • Einnahmen- und Ausgabenentwicklung der GKV
  • Restlebenszeiteffekt und Medikalisierungsthese
  • Möglichkeiten der Reform des Finanzierungssystems

Auszug aus dem Buch

3 Krankheit im Alter

Alter ist nur eine unter mehreren demographischen Größen, die neben sozioökonomischen, individuellen, medizinischen und strukturellen Größen, den individuellen Gesundheitszustand eines Menschen bestimmt. Der mit dem Alter auftretende physische Verfallsprozess des Menschen ist hierbei von der Krankheit im Alter zu unterscheiden. Vielmehr begünstig die mangelnde Widerstandskraft alter Menschen bestimmte Krankheiten und chronische Krankheitsverläufe, so dass „[bei alten Menschen] zwischen Gesundheit und Krankheit zeitlich und inhaltlich eine gewisse Grau- bzw. Übergangszone [besteht].“

Typisch für den Geriatrie-Patienten ist die Multimorbidität, also das gleichzeitige Auftreten kausal abhängiger oder unabhängiger akuter Krankheiten, und die Zunahme von Polypathie, also mehr oder weniger ruhenden Leiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Problemstellung: Einführung in die Problematik einer alternden Bevölkerung in Deutschland und deren Auswirkung auf soziale Sicherungssysteme sowie Darstellung des Ziels der Arbeit.

2 Die demographische Entwicklung: Untersuchung der Faktoren Geburtenrate, Lebenserwartung und Migration sowie deren Einfluss auf die zukünftige Altersstruktur.

3 Krankheit im Alter: Differenzierung zwischen natürlichem Alterungsprozess und spezifischen Krankheitsrisiken bei älteren Menschen unter Berücksichtigung der Multimorbidität.

4 Finanzierungssituation der GKV: Analyse der Einnahmen- und Ausgabenfaktoren im Kontext des demographischen Wandels, inklusive Diskussion von Restlebenszeiteffekten und Sektoreffekten.

5 Lösungsansätze: Diskussion verschiedener Reformoptionen zur Stabilisierung der GKV, wie Arbeitszeitverlängerung, Leistungskürzungen oder ein Systemwechsel zur Kapitaldeckung.

6 Fazit: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und Notwendigkeit mutiger politischer Reformschritte zur Sicherung der Finanzierung.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Krankenversicherung, GKV, demographischer Wandel, Bevölkerungsentwicklung, Finanzierung, Krankheitsrisiko, Altenquotient, Lebenserwartung, Umlageverfahren, Gesundheitsausgaben, Multimorbidität, Medikalisierungsthese, Kompressionsthese, Reformansätze.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die finanziellen Herausforderungen für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), die sich aus der demographischen Alterung der deutschen Bevölkerung ergeben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Hauptthemen sind die demographische Bevölkerungsentwicklung, der Zusammenhang zwischen Alter und Morbidität, die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben der GKV sowie verschiedene Reformstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Einnahmen- und Ausgabenstruktur der GKV detailliert darzustellen und die daraus resultierenden Finanzierungsschwierigkeiten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Ursachenanalyse, basierend auf demographischen Vorausberechnungen und gesundheitsökonomischen Modellen, um die Auswirkungen auf das Krankenversicherungssystem zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Bevölkerungstrends (Fertilität, Mortalität, Migration) analysiert, gefolgt von einer Untersuchung, wie das Altern das Krankheitsrisiko verändert und welche spezifischen Sektoren des Gesundheitswesens (z.B. Krankenhäuser, Arzneimittel) besonders belastet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen: Gesetzliche Krankenversicherung, demographischer Wandel, Altenquotient, Multimorbidität, Umlageverfahren und Kapitaldeckung.

Was versteht man in der Arbeit unter dem „Restlebenszeiteffekt“?

Der Restlebenszeiteffekt betrachtet die Nähe zum Tod als entscheidende Variable für Gesundheitsausgaben, anstatt nur das kalendarische Alter, was bedeutet, dass besonders im letzten Lebensjahr hohe Kosten anfallen, unabhängig davon, in welchem Alter dieses eintritt.

Warum reicht Zuwanderung laut Autor nicht als Lösung aus?

Der Autor argumentiert, dass eine Zuwanderung in der Größenordnung, die nötig wäre, um die Altersstruktur allein stabil zu halten (175 Millionen Menschen bis 2050), weder gesellschaftlich noch politisch umsetzbar ist.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Finanzierung des Krankheitsrisikos vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung
Universidad
University of Mannheim  (Fakultät für Volkswirtschaftslehre)
Curso
Gesundheitsökonomisches Seminar
Calificación
1,3
Autor
Kristian Koch (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
25
No. de catálogo
V26620
ISBN (Ebook)
9783638289016
Idioma
Alemán
Etiqueta
Finanzierung Krankheitsrisikos Hintergrund Entwicklung Gesundheitsökonomisches Seminar
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kristian Koch (Autor), 2003, Die Finanzierung des Krankheitsrisikos vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26620
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  25  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint