Die Kraft der Sonne. Wie die Energiewende in Deutschland gelingen kann


Fachbuch, 2013
264 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Energiewende. zwischen Politik und Sachverstand
Zusammenfassung/Abstract
Allgemeines zur politischen Entscheidungsfindung
Nutzung der Wissenschaft für die Politik?
Begrenzt verfügbare Rohstoffe und der mögliche „Ersatz“ von Energie-Trägern.
Die Energiewende und die Ambivalenz von Fakten.
Die Energiewende: überregionale und nationale Gesichtspunkte für den Ingenieur.
Was ist der wahre politische Wille und von wem wird er beachtet?
Entwicklung der Vollversorgung mit nichtfossilen Energieträgern.
Schlussfolgerungen.

Die Energiewende in Deutschland aus wirtschaftstheoretischer Sicht
Abkürzungsverzeichnis
Einleitung
Zielkonflikte und Handlungsfelder einer zukunftsfähigen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Netzmonopole als „Flaschenhals“ für eine erfolgreiche Energiepolitik
Das CO2-Problem: Inakzeptable Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft durch fossile Energieträger
„Auslaufmodell Kohlekraftwerk“ oder die Reduzierung der brisanten Importabhängigkeit von knappen Ressourcen
Begünstigung der Erneuerbaren – ein Fass ohne Boden?
Fazit
Literaturverzeichnis
Anhang

Erneuerbare Energien
Einleitung
Konventionelle Energien
Erneuerbare Energien
Zukunftsprojekte
Speichertechnologien
Fazit
Literaturverzeichnis
Anhang

Chancen und Risiken der Energiewende für die Industrie
Abkürzungsverzeichnis
Einleitung
Energiewende
Gründe für die Energiewende
Umsetzungskonzept
Negative Folgen
Logistik
Steigende Transportkosten
Implikation auf Logistikprozesse
Produktion
Steigende Energiekosten
Implikation auf Produktionsprozesse
Lösungsansätze
Logistik
Energieeffizienz im Güterverkehr
Energieeffizienz in der Schifffahrt
Optimierter Umschlag
Produktion
Unterbrechungsfreie Stromversorgung
Energiemanagementsoftware
Kraft-Wärme-Kopplung
Fazit
ANHANG

Energiewende. zwischen Politik und Sachverstand

von Dr.-Ing. Adalbert Rabich, 2012

Zusammenfassung/Abstract

Die Bundesregierung hat ihre energiepolitischen Ziele einschneidend geändert und damit die in 100 Jahren gewachsene nationale Industrie der Stromerzeugung und -verteilung beendet, dabei als Ziel verkündet, in wenigen Jahrzehnten die Energieerzeugung fast völlig auf sogenannte „erneuerbare Energien“ abzustützen, obwohl in anderen Staaten noch in beträchtlichem Maße fossile Energien und Kernkraft genutzt werden. Dadurch entsteht ein hierzulande erheblicher Zeitdruck auf den Umbau der inländischen Struktur und die Entwicklung und Ausreifung technologischer Komponenten. Zugleich wird politisch verkündet, dieser Umbau solle den Vorbild-Charakter weltweit ausstrahlen.

Weit wirkende Entscheidungen bedürfen einer sorgfältigen sachbezogenen Abwägung aller relevanten Fragen- und Risiken-Komplexe, aber dieser Fakt scheint hier nicht zu bestehen, vielmehr zeugen Äußerungen, Stellungnahmen und Gutachten sowie Aktivitäten der verschiedensten Gremien von einem Stadium der Suche nach der richtigen Vorgehensweise.

Es ist sicher ein gewaltiger Unterschied, ob man sich bei Zeitdruck in gleichem Maße einen ständig weiter schwelenden Erkenntnisprozess leisten kann; ob hier nicht eine forcierte Planung mit Aufdröselung der notwendigen Arbeiten bis zum Erreichen des Gesamt-Zieles dringend vonnöten ist, in der übersichtlich die jeweiligen Zeitpunkte und Risiken erfasst sind wie in einem Verfahren der Netzplantechnik.

Es gibt Beispiele in der Forschungspolitik der Bundesregierung, wo infolge der Propagierung von großen Fernzielen ein gewaltiger Sog auf das Erlangen von Fördermitteln ausgeübt wird. Hier soll nun eine technologische Spitzenleistung erbracht werden bei gleichzeitiger Senkung des Kohlendioxid-Ausstoßes, z.B. aus Kraftwerken. Das erfordert enorme Koordinierungen und Durchsetzungs-Kompetenzen. Hinzu treten noch die Probleme der Bereitstellung von erheblichen Geld- und Finanzmitteln für die Realisierung ohne Klarheit der Haftung für eine fehlerhafte Strategie und von Missmanagement. Es ist erstaunlich, wie wenig exzellente Sachkenner mit ihren Mahnungen und Warnungen Gehör finden, die Vision des ausgezeichneten „Neuen“ scheint zu faszinieren. Nicht minder verwunderlich ist, dass das Gemenge von Kleinerzeugern in regionalen Allokationen, Windparks usw. – heute noch mit Grundlasterzeugern – den mindestens gleichwertigen Rang an Versorgungssicherheit erreichen soll, ohne dass man die Problematik der automatischen Prozess-Rechner-Einsätze nur annähernd untersucht hat. Die Bündelung von wechselnden Strom-Kleinmengen unterscheidet sich wesentlich von der bisher ausgereiften Stromerzeuger-Technik.

Man spricht von der politischen Setzung von Meilensteinen auf dem Weg zur Vollendung der Energiewende, aber diese sind gestreut über die verschiedenen Erzeugerarten, Energiespeicher u.a., dabei sind auch noch Aufgaben der Harmonisierung, Normung mit anderen Staaten (in Europa) zu lösen. Es wäre fatal, wenn der herausragende Sachverstand unter den Ingenieuren und Planern bereit steht, aber keine Einsatzmöglichkeit sieht, wenn er resigniert, weil überhastetes Vorpreschen meist auch mit Mängeln und Ausfällen zu tun hat. Immerhin, einige Institutionen genießen jetzt den Vorzug, besonders gefragt zu werden, ihre Wegweisungen öffentlich platzieren zu können, ohne übergeordnete Weisungs-Instanzen zu sein oder Abstimmungen mit anderen Ingenieur-Institutionen abzuwarten. Dabei ist das Gebot der Stunde: alle relevanten Kräfte zu vereinen und den Sachverstand walten zu lassen.

Allgemeines zur politischen Entscheidungsfindung

Die Entscheidung als Prozess-Stufe einer menschlichen Gruppierung.[1]

Die Geschichte der Willensbildung in menschlichen Gemeinschaften weist vielfältige Erscheinungsformen und institutionelle Ordnungen auf, was faktisch ein Spiegelbild der Menschen und ihres Entwicklungsstandes abgibt. Trotz der spärlichen Überlieferungen nimmt man an, dass Aristoteles (388-322 v.Zr.) Schöpfer des Wertungs-Begriffes „gute gemeinnützige Ordnung“ gewesen sei, in der ethische Gesichtspunkte eine Rolle spielen sollen. In neuerer Zeit gehört bei der Bildung von Gemeinschaften eine Ordnung der menschlichen Handlungen dazu, z.B. eine Wirtschaftsordnung für die Erzeugung von Gütern und zugehörigen Dienstleistungen, worunter die verschiedensten Systeme wie Markt- und Planwirtschaft und auch Mischsysteme davon verstanden werden. Stets tritt dabei eine Konfrontation nationaler, staatlicher Zielsetzung einer schnellen und effizienten Verwirklichung gegenüber den Einzelinteressen von Elementen des Privatsektors auf, denn eine reine Marktstrategie bewirkt nur, dass die Unternehmensgewinne wachsen, der Entwicklung einer gesunden Volkswirtschaft dient sie nicht.[2] Bei Entwicklungs-Projekten muss daher z.B. ein Planning Board „unterstützend“ mitwirken.

Jeder menschlichen aktiven Handlung geht im Regelfall unserer vernunftbegründeten Kultur eine Klärung des anstehenden Sachverhaltes und eine Entscheidung für ein bestimmtes Verhalten dazu voraus, d.h. den Fall fachlich zu beurteilen, was allerdings nicht immer sachgemäß bzw. objektiv zu erfolgen scheint, denn jeder Mensch ist zugleich ein Organ der Gefühle und ein Objekt sonstiger Einflüsse. Bei der Bildung einer menschlichen Gruppe entsteht so eine heterogene „Gesellschaft“, die im Laufe unserer geschichtlichen Entwicklung in ein Staats-Gebilde integriert wurde, das durch Rahmenbedingungen fixiert wird und ist. Dabei können politische Parteien Bindungs-Charakter zwischen den Menschen, der Gesellschaft und der Ordnungsmacht, dem Staat annehmen, die vom Prinzip her zumeist interessensbedingt programmiert sind. Eine sogenannte „demokratische“Koordination von Ansichten ist so nicht mehr frei von Hemmnissen und sachwidrigen Einflüssen[3], auch wenn das manchmal nicht unmittelbar sichtbar ist. Deshalb wird heute noch bei einigen politisch motivierten, z.B. militärischen Vorhaben, der Produktion von Rüstungsgütern und notwendigen und wichtigen nationalen Aufgabenstellungen eher die schnelle direkte als eine im Prozess von Abstimmungen erzielte Methode angewendet, wobei man einfach unterstellt, so würde ein „sachrichtiges“ Ergebnis garantiert.

Als Politiker werden solche Personen bezeichnet, die ein politisches Amt oder ein Mandat (auf Zeit) innehaben und in einer Parteiendemokratie auch Mitglied einer Partei und damit Interessens-Vertreter sind.[4] Dadurch, dass sie Politik „machen“, d.h. auf die Steuerung von Staat und Gesellschaft als Ganzes Einfluss nehmen, sollte man annehmen, dass diese Tätigkeit nicht nur spezifischen Sachverstand erfordere, sondern sich auch solcher in der Wirklichkeit von Abgeordneten-Tätigkeiten wiederfinden lässt. Das scheint im deutschen Bundestag weder gemessen zu sein noch ist darüber etwas veröffentlicht. Lediglich aus der Berufsangabe lässt sich auf ein gewisses Fachwissen zurückschießen[5]: 114 Beamte, davon 38 Lehrer zuzüglich 38 Angestellte aus Bildung, Lehre, Forschung. Weiterhin aus Handel, Gewerbe, Industrie (inkl. Verbände) 54, selbständige Tätigkeit (inkl. Verbände) aus Handwerk, Handel, Gewerbe, Industrie 31 und aus technischen und naturwissenschaftlichen Berufen 4, weiterhin unter freien Berufen mit rechts-, wirtschafts- und steuerberatendem Hintergrund 100. Eine weitergehende Aufschlüsselung auf die Fachausschüsse war nicht möglich. Eine Repräsentativität aus dem Volk scheint in diesem Punkt nicht vorhanden zu sein und es wird verständlich, wenn man sich auf andere Weise Kenntnis über die jeweiligen Sachverhalte zu verschaffen sucht, aber selbst das ist womöglich parteilich motiviert. Ein Wechsel von der Wirtschaft – vielleicht sogar aus leitenden Funktionen? – in die Politik ist ohnehin selten.[6] Es scheint sogar: dass in unserem System an die Spitze eines Ministeriums solche kommen, die sich durch Loyalität zur Partei auszeichnen.[7] So ist der Umweltminister von 2009 bis 2012 ein Jurist[8], der vorher von 2005 bis 2009 1. parlamentarischer Geschäftsführer war, von 2012 an ein Jurist, der von 1990-1994 in der Europäischen Kommission arbeitete, ab 2009 1. parlamentarischer GF der CDU/CSU-Bundestags-Fraktion. Der Bundesfinanzminister ist ein Jurist, arbeitete beim LG Offenburg, ehe er 1984 in die Bundesregierung ging. Es liegt auf der Hand, dass diese sich der Fachreferenten im Hause wie auch der fremder Fachleute bedienen, deren Unabhängigkeit jedoch nicht gesichert ist, denn sonst gäbe es nicht zahlreiche wissenschaftlicher Kritiker an den Entscheidungen des Ministeriums. Allerdings offenbart sich hier immer wieder die Kunstfertigkeit, öffentlich zu Sachthemen Stellung zu beziehen, woraus der Zuschauer im Fernsehen oder der Leser in den Medien aber keine absolute Transparenz und konkretes Wissen ableiten kann. Deutlich wird eine solche Kluft z.B. wenn der Bundesumweltminister erklärt, die Energiewende sei nicht das Ergebnis einer langen Planung[9] , also eine politische ad-hoc-Entscheidung .

Zuweilen dienen einige (von Politikern berufene) Sachverständigenräte (mehr) einer Legitimitätsbeschaffung für eine Entscheidung, die den Widerstand dagegen in der eigenen Partei brechen oder dem „Volk“ eine politische Entscheidung „besser erklären“ soll, wozu die spezielle Gruppen-Ansicht „wissenschaftlich“ Verbrämung wird.[10] So wird unsere deutsche Politik nicht selten von Interessen der Partei-Programmatiker bestimmt, d.h. durch Einflussnahme[11] registrierter Parteien[12]. Das führt manchmal zu der Frage der Bürger eines Staates , ob man „gute“ Politik daran erkennen kann, ob dessen Management danach zu beurteilen ist, ob etwas bei einer bestimmten Politik für ihn selbst[13] dabei herauskommt, also für einen des von dessen Entscheidungen Betroffenen. Tatsächlich übt da das Gefühl Einfluss aus, induziert z.B. von einem durch Medien erzeugten und verstärkten Eindruck oder durch einen Blick in das eigene Portemonnaie. So können entsprechende Nachrichten über den „Klima-Wandel“ und das Ende von förderbarem Erdöl[14] die menschliche Unsicherheit fördern, emotionsgeladene Ängste erwecken und somit den Blick auf die Sachverhalte trüben, besonders wenn steigende Preise und Wetterkatastrophen den Eindruck zu bestätigen scheinen. Wer sagt da dem Bürger die ungeschminkte „Wahrheit“?[15]

Die Fachkompetenz als reale Entscheidungsbasis.

Sachverständige wirken an der Sachverhaltsermittlung mit, indem sie auf Grund ihres besonderen Fachwissens Schlüsse auf das Vorliegen oder Nichtvorliegens von Umständen ziehen, die ihrerseits der Behörde eine Schlussfolgerung auf die entscheidungsrelevanten Tatsachen ermöglichen oder erleichtern.[16] Was heißt das bei einem Politiker, wenn gefordert wird: Mehr Sachverstand und ein solides Monitoring sind erforderlich, wenn das Mammutprojekt Energiewende gelingen soll.[17] Darf man den nackten Sachverhalt für eigene Zwecke missbrauchen? Die Geschichte lehrt: Viele Fehler der Vergangenheit sind darauf zurückzuführen, dass Politiker laienhaft gehandelt haben[18] , d.h. ohne Fachkompetenz.

Sollte der Politiker nicht ein Mindestmaß an Objektivität und Sachwissen haben, um nicht nur seine (laienhafte) Meinung kundzutun, sondern eine fundierte Beurteilung eines Sachverhaltes zu vollziehen, die auch nötig ist, wenn ihm ein fremder Sachverhalt vorgetragen wird? Angesichts der steigenden Informationsflut sind Abgeordnete des Bundestages auf wissenschaftlichen Sachverstand angewiesen, der ihnen auf Basis verlässlicher Informationen eine effiziente Mandatsausübung und Gesetzgebungstätigkeit ermöglicht. Den Mitgliedern des DBT stehen, durch ihre persönlichen Mitarbeiter und Fraktionsreferenten, die häufig ebenfalls über einen universitären Abschluss verfügen, weiterer wissenschaftlicher Sachverstand zur Verfügung. Auch die Ressorts der Bundesregierung, öffentliche Institutionen, Stiftungen, Verbände etc. stellen bei Bedarf und Zuständigkeit Informationen für den DBT zur Verfügung.[19] Ob und wie der Politiker davon Gebrauch macht, ist unklar, da Recherchen Zeit kosten.

Wichtige Entscheidungen der Bundesregierung über die Lenkung von Geldflüssen/ Fördermitteln und die funktionelle Verteilung von Macht fallen dem Bürger insofern auf, wenn er das Warum nicht versteht. Wenn Politikberatung ein Teil des politischen Spiels wird, dann sind Wissenschaftlichkeit und Unabhängigkeit verloren[20] , dann ist sie nur eines der Feigenblätter um den Sieg im Kampf um die Parteimacht. Diese Erkenntnis ist keineswegs neu: Politik ist die Summe der Mittel, die nötig sind, um zur Macht zu kommen und sich an der Macht zu halten und um von der Macht den nützlichsten Gebrauch zu machen.[21] So muss man manchmal an dem Willen der Politiker, sich allein zum Wohle des Volkes einzusetzen zweifeln. Werden nun wenigstens in zugehörigen institutionellen Verfahren die Konflikte und Probleme sachrichtig gelöst? Was ist, wenn nicht einmal ein Konsens mit den Beteiligten bzw. Betroffenen erreicht oder sogar abgelehnt wird. Es sollte doch wohl immer eine vertret- bzw. rechtfertigbare gesamtgesellschaftlich verbindliche Entscheidung angestrebt werden[22].

Damit gewinnt der Sachverstand eine große und bedeutende Dimension und man muss sich da kritisch fragen, welche rationale „Vernunft“ ist da gefragt und durch welche Kriterien wird eine solche erkennbar? Ist allein die Bestellung von Sachverständigen oder von Gutachten schon ein Beweis dafür? Die Anforderungen und Erwartungen an die Politik im 21. Jahrhundert setzen ein hohes Maß an Kenntnissen in allen Erscheinungsformen modernen Lebens voraus. Kenntnisse sind im Sinne eines auf Vorsorge und Sicherheit gerichteten staatlichen Gemeinwesens von elementarer Bedeutung.[23]

Die Forschungsergebnisse „richtig“ zu deuten und die Fremdeinflüsse[24] in Gutachten zu erkennen und auszumerzen, ist jedoch abhängig vom (einzelnen) Sachverstand und der inneren Abwehr-Einstellung gegenüber solchen nicht dem Leitziel zum Wohle des Volkes ausgerichteter Sachverhalts-Darstellungen, der Verfälschung objektiver Erkenntnisse.

Erfahrungsgemäß ist die Qualitäts- und Objektivitätsbewertung eines Gutachters schwierig, angefangen beim Kriterium des Begriffs der Unabhängigkeit von fachfremden Einflüssen. In der Praxis ist da eine Begriffs-Dehnbarkeit festzustellen[25], weil der Fachgutachter fast unvermeidlich in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Auftraggeber gerät, denn die Erarbeitung eines Gutachtens verursacht oft nicht unbeträchtliche Kosten, so dass eine Aussage, die Mitarbeit im IPCC sei in der Regel ehrenamtlich, nahezu keiner der Autoren im Bericht werde für seine Arbeit bezahlt, wenig glaubwürdig ist. Die Erfahrungen mit solchen Vorhaben widersprechen eindeutig dieser Ansicht, wobei keineswegs der Maßstab derjenige ist, dass Kostenübernahmen immer unmittelbar zugeordnet werden können.[26] Letztlich kann auch ein wissenschaftlicher Forscher nicht ohne Einkommen leben

Aber es gibt auch einschränkende Sach-Grenzen des Wissens und der Erfahrung, z.B. wenn der Gutachter nur eine enge Spezial-Sicht auf das Arbeitsgebiet hat oder nicht umfassend und zugleich in Nachbargebieten erkenntniserprobt ist. Das aber ist gerade in manchen politischen Entscheidungen wie z.B. über das sich entwickelnde globale „Klima“ unabdingbar. Früher war es üblich, dass relevante Kommentare z.B. in den Verfahrenstechnischen Berichten der IG-Farbenindustrie[27] durch Praxis-Kenntnisse exzellent fundiert sein mussten; um als Rezensent besonders wertvoll angesehen zu werden unter der Nebenbedingung, dass gegenteilige oder abweichende Auffassungen beachtet oder Argumentations-Schwachstellen angesprochen wurden. Heute sollte das auch möglich sein, zumal mancher Leser „lernen“ und nachvollziehen will.[28]

Die Komplexität moderner Gesellschaften und der Erfüllung relevanter Erforderlichkeiten für die Gesellschaft erhöhen die Notwendigkeit überragender und objektiver Fachkompetenz.

Der mangelnde Kompetenzzuschnitt bzw. die Zuständigkeitszersplitterung schränken den Handlungsspielraum z.B. des BMU ein und sind einer erfolgreicheren Umweltpolitik (Energiepolitik) hinderlich. Da im Bereich der Umweltpolitik zahlreiche Zielkonflikte zu anderen Politikfeldern bestehen, gehören die Koordinierung der verschiedenen Aktivitäten und die Regelung von Konflikten zu den vordringlichen Aufgaben der Regierungsarbeit.[29]

Mancher mag der Auffassung sein, dass es gar nicht so wichtig ist, ob die Politiker selbst fachkompetent sind, da es ja zahlreiche Experten gibt, die für eine Politikberatung in Anspruch genommen werden können. Allerdings sehen einige Berater verzerrte Anreize, wenn die Politiker a priori bestimmte Ergebnisse wünschen.[30] Andere wiederum fühlen sich als eine Art „Hof“-Berater (früherer Zeiten); sie glauben, dass sie auf Grund ihrer jeweils zur politischen Meinung „passenden“ Stellungnahmen immer wieder herangezogen werden müssten. Manche Berichte werden in der Absicht, die funktionellen Staats-Organe „richtig“ zu unterrichten, abgefasst, manchmal gerade so, dass eine Diskussion der nicht gesicherten Daten notwendig ist, aber unterbleibt[31] oder in den Medien unrichtig wiedergegeben wird. Das erscheint ein unheilvolles Geschwür in unserer gegenwärtigen Gesellschaft zu sein, weshalb hier einige Ereignisse im Zusammenhang des Menschen mit der Nutzung von irdischer Energie nach folgend beleuchtet werden sollen, insbesondere zur Windenergie.

Die Bürgerbeteiligung[32] .

Obwohl die Parteien nach dem Grundgesetz bei der Willensbildung des Volkes lediglich mitwirken[33], stellen sie über die Wahlen zum Parlament die faktisch handelnden Kräfte dar.

In bestimmten Entscheidungsfällen fühlen sich manche Bürger übergangen, wenn sie lediglich durch Einwendungen in Genehmigungsverfahren, bei Planungen oder durch außerparlamentarische Kundgebungen Einfluss nehmen können. Allerdings hat der Wille des Volkes, der weder eine feste Größe noch unmittelbar erkennbar ist, keine institutionelle Funktion, er kann aber gelegentlich in Initiativen, Begehren und in einem Volksentscheid sichtbar werden.[34] Meist sind dem „Volk“ auch nicht alle Vorhaben des Staates bekannt oder so hinreichend bekannt, dass eine sachbezogene Überlegung einsetzen kann. Für seine Vorhaben braucht der Staat in jedem Fall eine konzeptionell-instrumentelle Planung und hat dafür einen hoheitlichen Rechtsrahmen geschaffen, in dem ein Abwägungsgebot verankert ist. Im Planungsprozess soll dabei zwischen den verschiedenen Interessen vermittelt werden, die dem Grunde nach argumentativ in Diskursen vertreten werden sollen.[35]

Im Volk gibt es für die verschiedensten Gebiete kompetente Kenner der in Frage stehenden Probleme, deren sich der Staat bedienen könnte, aber er trifft hier eine Auswahl, wodurch gewöhnlich diese Potenz oder Kreativität nicht eingebunden wird, die sich dann teilweise in Leserbriefen, in Foren im Internet usw. in Erscheinung tritt oder in Protesten – hier jedoch teilweise organisiert – auf die Straße geht. Die Motive dafür sind individuell oder koordiniert geprägt und zeigen das heutige Bild aufgeklärter Bürger – gelegentlich sogar mit vertieftem Spezialwissen. Über ein breiteres und sachübergreifendes Wissen verfügen nur wenige, ein Dilemma, was in vielen heutigen Problemen zutage tritt; der Versuch, durch mehr Beteiligte alle erforderlichen geeigneten Denker hier positiv einzubringen ist erfahrungsgemäß untauglich, weil ihr Engagement unsicher ist.

Das Projekt der Modernisierung des Bahnhofes in Stuttgart ist ein Lehrstück darüber, wie alle irgendwie sich beeinträchtigt sehende Bürger zu einer Protestbewegung eines Bahnprojektes zusammengefasst werden, wobei auch Sachthemen wie die Leistungsfähigkeit des Bahnknotens zum Vergleich dienen sollen, wobei von der Bahn die ersten Konzeptstudien für einen Durchgangsbahnhof S 21 in die Zeit vor 1988 zurückreichen und die Planfeststellung über die Zeit von 1996 bis 2010 ging, in der 2006 vom Verwaltungsgerichtshof das Alternativkonzept Kopfbahnhof-Beibehaltung K 21 verworfen wurde. Es ist verständlich, dass die voraussichtlichen Kosten bei einem Konzept vage sind und dass in einem Kopfbahnhof die Gleisverflechtungen im Vorfeld Beschleunigungs-Hindernisse darstellen, die aus der Historie des Anfangs des Eisenbahnbaues herrühren. Der führende Verfechter des Alternativkonzepts opponierte vehement, seit seiner Lehramts-Studienzeit Mitglied in der Partei der Grünen.[36] Aus den zahlreichen Gesprächen und Dokumenten ist schwer herauszufinden, auf welcher Seite die kompetenteren Fachleute vertreten waren, aber die Verunglimpfungen des Schweizer Gutachterbüros SMA als Gefälligkeitsgehilfen gehören wahrlich nicht zu einer Sach-Auseinandersetzung[37]. Deutlich hob sich das Gutachten vom renommierten neutralen Schweizer Fach-Büro SMA ab, es sollte in Computer-Simulationen – selbstverständlich unter Annahmen und nach einem eigens geschaffenen Prüfverfahrens (Audit[38] ) – herausarbeiten, welche Leistung das Bahnprojekt habe. Als Ergebnis wurde das laufende Bahnprojekt akzeptiert. Durch die Protest-Unterbrechung mit einem Schlichtungsprozess um ein Jahr entstanden Mehrkosten von etwa 50 Mill. €.[39]

Für ein sachkonzentrierte Mitwirken von Bürgern bei Großprojekten können und dürfen nicht Emotionen der Auslöser sein, sondern das Bemühen um das Herausfinden der besten Lösung. Das aber setzt erhebliche Fachkompetenz voraus und laufendes Beobachten des Standes der Technik, also um Mitschreiten der technisch-ökonomischen Entwicklung. Langfristige Projekte erleiden dabei das Schicksal, dass die anfänglichen Annahme-Variablen sich im Laufe der Zeit ändern, z.B. der Nutzen-Kosten-Koeffizient. Vergleiche mit ungleichen Basen und nicht angepassten Wirtschaftsprognosen werden verzerrt[40], sodass auch die Prioritäten innerhalb von Projekten eines Bahnnetzes verschoben werden müssten. Aber das verstößt gänzlich gegen die Regeln einer zügigen Projekt-Realisierung. Das können die Bürger nicht überschauen und ihr Eingreifen ist damit beschränkt auf dasjenige, was ihn unmittelbar tangiert, z.B. der Blick ins Portemonnaie.

Lehren aus dem Projekt Stuttgart-Bahnhof[41]:

- Die Geldfrage ist bei der Bankenrettung sehr abstrakt und nicht mit starken Bildern belegt, Baumfällungen, Bagger und Bahnhofsgebäude bieten eine konkrete Projektionsfläche, doch wer hat schon ein konkretes Bild des Rettungsschirms im Kopf?
- Beim Projekt Stuttgart 21 bestand seit den Planfeststellungsverfahren im Jahr 2001 keine Kommunikation mit den Bürgern. Erst durch das Schlichtungsverfahren stieg der Informationsstand.
- Projekte wie Stuttgart 21 haben eine Dimension von Komplexität erreicht, dass einzelne nicht mehr alle Argumente überblicken und im Vergleich beurteilen können. Man muss hier frühzeitig Akzeptanzforschung betreiben, Bürger von Anfang an in die Überlegungen einbeziehen. Man muss Verfahren finden, bei dem Alternativen diskutiert werden, bevor das Planfeststellungsverfahren losgeht. Man muss sich jedoch klar sein: Selbst bei optimaler Kommunikation wird immer eine Gruppe übrig bleiben, die dagegen ist.[42]
- Die Konkretisierung der Vorstellungen muss argumentativ (exzellent) sachgerecht – wenn möglich kritikfest – formuliert sein, es kommt darauf an, die Kommunikation (Gespräch mit den Bürgern) auf den Erfolg auszurichten und die Kernpunkte (allgemein)verständlich und klar herauszuarbeiten.

Nutzung der Wissenschaft für die Politik?

Diese Frage wirft sofort weitere geschichtliche Fragen auf: ab wann gibt es verwertbare „wissenschaftliche“ Ergebnisse und ab wann kümmert sich die Politik um Wissenschaft im Interesse der von ihnen abhängigen Menschen? Dabei muss man gleichzeitig bedenken, dass die jeweils maßgebenden (regionalen) Regierungen (von Staaten) nicht frei von eigenen (persönlich geprägten) Interessen waren und sind, sie sogar die religiösen Vorstellungen bei den Menschen zu ihrem Vorteil zu beeinflussen suchten. Eine der wichtigsten Altertumswissenschaften war wohl die Astronomie, denn sie führte auf Zusammenhänge mit dem Ertrag aus der Landwirtschaft – und sie ließ erahnen, wo die Grenzen der Machbarkeit durch Menschen und der Herrscher liegen könnten. So entspringt die Mythologie mit Göttern dem Wunsch, sich das Geschehen in der Natur nicht nur verständlich zu machen, sondern womöglich sie zu ihren Gunsten zu stimmen. Der Untergang der Götterwelt dauerte daher lange und wahrscheinlich hat die Wissenschaft hierbei wenig aufklärend gewirkt. Ein langdauerhaftes Beispiel für einen Mythos ist die Sintflut[43], die religiös mit menschlichen Verfehlungen in Verbindung gebracht wird und heute durch einen ungeheuren Wassereinbruch in einen See gedeutet wird, aber als Relikt dennoch in der Meinung von heutigen Menschen weiter herumgeistert.

Durch die ganze Menschheitsgeschichte ziehen sich fast unablässig Weltuntergangs-Mythen, sie auszurotten scheint schwierig. da in diesem instinktbedingten Angstkomplex[44] Vernunftgründe beiseitegelassen werden, weshalb sich Thesen mit Katastrophen-Charakter der uns Menschen umgebenden Umwelt hier einordnen lassen. Ob damit dann unmittelbar Politik „gemacht“ wird, sei dahin gestellt, aber bis in das 18. Jahrhundert hinein wurden schwere Naturkatastrophen als gottgewollte Schicksalsschläge hingenommen.[45] Erst als sich im Zuge der Aufklärung die Vorstellung durchsetzte, die Natur sei kausalgesetzlich erklärbar und technisch beherrschbar, konnten weitreichende Schutzmaßnahmen getroffen werden. Dies führte jedoch auch zu einer Illusion von Sicherheit, die jedoch von Sachkundigen – insbesondere Ingenieuren – nicht geteilt wurde.

Es folgen einige Beispiele von Dramatisierungen bzw. Verschärfungen von manchen bedrohlich erscheinenden Situationen, die aus der Perspektive der Politik geeignet schienen, den Willen der Volksangehörigen bzw. von Steuerzahlern zu lenken. Es ist fast nicht voraussehbar, wie diese Aktionen enden, es ist möglich, dass der Aufwand für diese Aktion niemals offengelegt wird. Eine historische Aufarbeitung von begangenen Sackgassen z.B. in den geförderten technologischen Disziplinen fehlt bislang. So wäre wünschenswert, wenn man erfahren würde, welche von dem Staat geförderten „Forschungsarbeiten“ in welcher Weise gewirkt haben und genutzt wurden.

Das Waldsterben.

Die frühen Menschen hatten ein lebensnahes und gefühlsmäßiges Verhältnis zu Bäumen und dem Wald, was sich in Mythen und religiösen Vorstellungen gerade bei den Germanen in ihrem dichten Waldbestand wiederfinden lässt. Durch die Christianisierung[46] und Okkupation durch die Franken wird der Wald dann jedoch unter königliches Regal und adliges Herrschaftssystem gestellt; der Bauer darf nur in sehr beschränktem Maße jagen und Bäume fällen, er muss sich im Mittelalter zum Holz- und Laubsammeln eine Genehmigung der zuständigen Stelle einholen. Erst im Zuge der Aufklärung erwacht dann verstärkt eine Art Wald-Romantik und die Volksseele wird lebendig, weshalb ein Waldsterben auch heute noch elementar den Nerv der Menschen trifft, obwohl die Mehrheit des heutigen Waldes keine Ähnlichkeit mit dem einstigen Wald hat – und trotzdem: das darf einfach nicht sein!

Ein Beispiel für eine Dramatisierung des Begriffes Waldsterben ist Anfang der 80iger Jahre des 20. Jahrhunderts das Verhalten der Presse- und Fernseh-Medien, die dieses Thema zur Öffentlichkeits-Diskussion Nr. 1 hochstilisieren. Rückblickend ist das Waldsterben heute weniger als Sachdebatte zu begreifen, sondern als Speerspitze eines themenübergreifenden Diskurses zur Implementierung von Umweltschutzmaßnahmen[47] oder zur Mobilisierung von Massen. In der Industrialisierungsphase Deutschlands standen sich die Problematiken der Schaffung von Arbeitsplätzen und die der Folgen der Rauchgase aus der Verbrennung von Kohle gegenüber, man nahm die Verschwefelung noch hin. Zur Mitte des 20. Jahrhunderts begann dann eine Debatte über den sauren Regen, als Schädiger der Bäume gerieten ins Visier die großen Kohlekraftwerke mit ihren schwefelhaltigen Abgasen, die als Säure auf Gebäude und eben den Wald herunterregneten. Im 1. Umweltprogramm der Bundesregierung von 1971 wurde diese Situation umzingelt, die Stockholmer UN-Umweltkonferenz von 1972 und das Genfer Übereinkommen von 1979 führten dann zu relevanten internationalen Maßnahmen. Die Ingenieure sind an diesem Kampf beteiligt, eine Kommission zur Reinhaltung der Luft[48] wurde gegründet und Richtlinien zur Umsetzung (Technische Anleitung Luft) herausgegeben.

1979 meinte der Forstwissenschaftler der Universität Göttingen Bernhard Ulrich, dass nach seinen Beobachtungen die Luftverschmutzungen wahrscheinlich die Ursache von Waldschäden.[49] seien. 1981 prognostizierte er dann den Beginn des Waldsterbens innerhalb der nächsten 5 Jahre. Trotz der möglichen Ursachen-Alternative Pilzerkrankungen u.a. schlug sich der Münchner Forstbotaniker Schütt auf die Seite von Ulrich. Jetzt stellt sich die Presse hinter diese Alarm-Nachricht und titelt: Über allen Wipfeln ist Gift, Saurer Regen über Deutschland, der Wald stirbt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium startet ein Sofortprogramm Rettet den Wald und das Bundesforschungsministerium ein Programm Waldschadensforschung. Wie steht es denn um die Deutschen Wälder wirklich? Eine Generaldiagnose evtl. mit Schadstufen-Bilanzierung muss her, Geldmittel werden für die Forschung bereitgestellt. Die erste Schadenserhebung löst dann 1984 in der Öffentlichkeit die zu erwartende emotionale Katastrophe aus. Dabei war diese Registrierung nur eine provisorische (fragwürdige) nach der Blatt-Nadel-Verlust-Methode.

Ein ungeheures Medienecho ruft1984 die These einer Verbindung von Waldsterben und Atomkraftwerken hervor, der Forschungsbeirat des BMFT weist jedoch Fehler zuhauf nach, aber die Presse negiert das. 1990 lanciert die Partei der Grünen im Bundestag die kleine Anfrage: Zu den Problemen von Waldsterben durch Einwirken von Richtfunk- und Radarwellen. Von den Waldschäden infolge von Witterungsstress durch Trockenheit oder Frost ist in der Tagespresse keine Rede. Kritische Wissenschaftler mit ihren Äußerungen finden kein Gehör.[50] 1988 erscheint dann in der (wissenschaftlichen) Zeitschrift „Nature“ ein Artikel, der mit der Vorstellung vom Waldsterben aufräumt. Weitere vernichtende Wissenschaftsberichte erscheinen nun. 1992 veröffentlicht die“ Zeit“ einen kritischen Text über die fragwürdige Baumkronenbegutachtung als Maß der Gesundheit. Der Spiegel hält dagegen: Der Wald stirbt weiter. 1993 kommt ein Forschungsbericht zu einem vernichtenden Urteil: das Absterben ganzer Wälder sei nicht zu befürchten. 1996 fasst man das Ergebnis zusammen: Abschaffen des Verfahrens der Waldzustandserfassung wegen Unbrauchbarkeit. Jetzt tauchen weitere Stimmen in der Presse auf, die sich vom allgemeinen Getöse distanzieren. Die politischen Parteien wie CDU/CSU und SPD verkünden lauthals dennoch im Mai 2000: es gibt keinen Grund zur Entwarnung. Jedoch beendet im Sommer 1995 die grüne Bundesministerin Renate Künast das Gerede vom Waldsterben. Für die relevante Forschung waren von 1982-1998 schon > ½ Mrd. DM ausgegeben, wofür? Der Maßstab eines „gesunden Waldes“ selbst war doch falsch; diese Vorstellung war eine idealistische.

Es ist natürlich, dass man im Zuge eines Blickes in die Zukunft zunächst historisch rückwärts gerichtet Ursachen für Klima-Veränderungen sucht, weil das Klima faktisch den durchschnittlichen Zustand der Erdatmosphäre an einer Stelle der Erdoberfläche in Bezug auf Auswirkungen auf biologisches Leben, besonders des Menschen beschreibt und zwar über die Wetterkenngrößen Temperatur, Luftfeuchtigkeit usw. Aber es bleiben Ungewissheiten über die Tatsächlichkeit, die Zeiten und das Ausmaß, sodass es weiterer Untersuchungen darüber bedarf, in welchem Maße Menschen, insbesondere durch Abrodung großer und dichter Waldbestände in früheren Epochen zur Veränderung lokaler Klimate beigetragen und dadurch Folgefolgen beeinflusst haben.[51] Aber an eine wissenschaftliche Analyse werden heute im Gegensatz zu früheren Zeiten erhebliche Anforderungen gestellt, denn im Prozess sind die unterschiedlichsten Elemente und Aktionen wirksam und man muss sogar mit Rückkopplungen rechnen.

Der Waldbesitz soll gleichzeitig den Nutzer dazu verpflichten, mehr als nur den Wald als Rohstoff-Wirtschaftsgut zu sehen oder das Abschießen des darin befindlichen Wildes durch Jäger zu erlauben, sondern als unentbehrliches Gemütsfeld des Naturschutzes usw., aber Appelle in den Medien führen derzeit eher nur zu einer gruppenbezogenen Gemütswallung als zur realen Umstellung jetziger Nutzungsmethoden, zumal eine Optimierung der sich widerstreitender menschlicher Zielsetzungen kaum in Sicht ist. So ist es in der Geschichtszeit oft mit Kompromissen, jeder sucht sein Optimum und nicht das des Ganzen.

Das Welt-Klima und das Kohlendioxid.

In der Zeit der Wanderung der Menschen in Richtung auf Europa konnte man immer weniger der dort herrschenden kalten Jahreszeit entfliehen; die Beobachtung des Wetters wurde überlebensnotwendig. Die Philosophen des antiken Griechenlandes bemühten sich, sich die Naturphänomene zu erklären, z.B. verfasste dazu Aristoteles eine Abhandlung „Meteorologica“. Aber eine wissenschaftliche Deutung oder Wettervoraussage war nicht möglich, denn erst im 16. Jahrhundert wurde das Thermometer, das Barometer und das Hygrometer geschaffen, 1714 stellten Newton und Boyle ein Quecksilberthermometer vor, 1614 das Barometer und 1645 stellte Blaise Pascal fest, dass mit der Höhe vom Erdboden der Luftdruck mit zunehmender Höhe abnimmt. 1784 maß der Meteorologe John Jeffries in einer Ballonfahrt Temperatur, Feuchtigkeit und Luftdruck bis zu einer Höhe von 3 000 m, 1804 Gay-Lussac bis 7000 m und 1866 James Glaisher bis 9000 m Höhe. Aber bis zu einer systematischen, regelmäßigen und flächendeckenden Vermessung der Atmosphäre dauerte es noch lange. Für die entsprechende Entwicklung erwarb sich der Leiter des Fachbereichs am Preußischen Meteorologischen Institut[52] in Berlin Aßmann (1845-1918) besondere Verdienste, der auch die Registrierballontechnik organisierte.[53] Den Herren aus diesem Institut ist es zu verdanken, dass sie sich z.B. skeptisch mit der „Richtigkeit“ der Messungen

auf dem Observation Hohenpeißenberg, die am 1.1.1781 begannen, beschäftigten und die Errichtung von 39 Messstationen über der Erde verteilt begrüßten. Der Mannheimer Physiker Jakob Hemmer sorgte für dieses Messnetz „Societas Meteorologica Palatina“ 1781-1795 die Standardisierung der Messinstrumente und die von einheitlichen Beobachtungsterminen 7, 14 und 21 Uhr durch.[54] Albin Schwaiger meinte bereits damals, dass ein zehnjähriger Beobachtungszeitraum lange nicht hinreichend sei, das Klima eines Ortes richtig zu beschreiben.

Wetterereignisse des Mittelalters werden verschiedentlich schriftlich besonders dann festgehalten, wenn sie ungewöhnlich sind wie Hochwasser, Kälteeinbrüche, Niederschlagen des Getreides usw., sie bieten so Anlass, den Eindruck auf die damaligen Menschen aus den Archivalien zu rekonstruieren und sie zu ordnen.[55] Von einer wissenschaftlichen Interpretation oder gar eines Begriffes Klima im Sinne statistisch durch Mittelwerte bestimmter meteorologischer Größen[56] ist man weit entfernt, vielmehr bringt man z.B. Hexen als Unheil-Verursacher vor Gericht. Ein beliebtes Beispiel für Diskussionen von Frühneuzeit-Historikern ist die Krise des 17. Jahrhunderts, die als kältestes Jahrhundert des vergangenen Jahrtausends bezeichnet wird[57] und von daher zu Überlegungen über eine objektive Klimageschichte herausfordert.

Svante Arrhenius veröffentlicht 1896 die Vermutung, durch Kohlendioxid in der Atmosphäre könne eine Beeinflussung der bekannten Klimaschwankungen verursacht sein, wobei er auf die Untersuchungen von Tyndall aus dem Jahr 1861 zurückgreift, der eine Absorption von Wärmestrahlen bei Wasserdampf und Kohlensäure nachwies.[58] Es bleibt nun unaufgeklärt, warum man nicht bereits da weiter forschte, aber es ist wohl nicht abwegig, anzunehmen, dass man einfach nicht wusste, wie man mit dem Strahlungssystem Erde-Sonne rechnerisch umgehen sollte oder, man ahnte die Komplexität einer Strahlungsbilanz und die Schwierigkeiten[59]. Die ersten Atmosphärenmodellrechner bemerkten die politische Schubkraft des C02-Treibhauseffektes, den man als von Menschen erzeugten propagieren könnte.[60] Aber die für die Berechnung und den Nachweis nötigen Berechnungen fußen nicht unwesentlich auf Annahmen und auf zweifelhafte Mittelwert-Bildungen oder auf einer kleineren Zahl von nicht repräsentativen Messwerten, z.B. über den CO2-Gehalt in der Atmosphäre.

Bislang waren die Streuungen der Kohlendioxid-Werte aus Gasproben aus der Atmosphäre so erheblich, dass man daraus auf die globale Verteilung nicht ableiten konnte. In einem größeren Projekt errichtete 1958 Charles Keeling 4 Messstationen[61] jeweils in einer Gegend, wo man lokal möglichst störungsfrei Proben sammeln konnte, darunter eine auf dem Vulkan Mauna Loa/Hawai, eine in Kalifornien und eine in der Antarktis und er verwendete statt nasschemischer Verfahren nicht dispersive Infrarotsensoren. Im Laufe der Jahre zeigte sich, dass die Messwerte „kontinuierlich“ ansteigen[62] und man so die erwünschten anthropogen versuchter Erwärmung infolge des Treibhauseffektes (TE) stützen konnte[63], falls die Probenahme nachweislich repräsentativ[64] ist und der Transport der Erzeugung real nachweisbar ist. Aber hier ist man auf Hochrechnungen aus Produktions-Emissions-Daten angewiesen.

Es gibt eine große Zahl von Artikeln, die sich mit dem TE beschäftigen, aber nur wenige, die sich wissenschaftlich distanziert dazu äußern, viele folgen einem allgemeinen Trend[65].

Das Wissen um die globale Strahlungsbilanz und die tatsächliche qualitative und quantitative Bedeutung der verschiedenen „Treibhausgase“ ist offensichtlich nur sehr unvollständig bekannt. Nach augenblicklichem Wissensstand scheint es vermessen, eine hoch signifikante Kausalität vom anthropogen bedingtem CO2-Anstieg und Temperaturerhöhung behaupten.[66]

Ende der 1970er Jahre werden die Wirkungen von Klimaänderungen auf die Wirtschaft neu durch Klimafolgenmodelle belebt, so 1975 durch die Dissertation von Christian Pfister über die Zeit von 1755 bis 1797 in verminderter Agrarkonjunktur infolge des Witterungsverlaufes[67] und 1977 durch eine Studie von John Dexter Post über die Rezession zwischen 1816 bis 1819, mit der Fragestellung, durch was könnte die vorindustrielle Hungerkatastrophe ausgelöst sein? Klimatologen bemühen sich um Datenreihen, es werden Klimarekonstruktionen bis 1659 zurück versucht[68]. In der Öffentlichkeit werden durch die von Journalisten fabrizierten Artikel Debatten um die Klimafolgen geführt und dadurch auch Förderprogramme zum Erforschen aufgelegt, die sich ausweiten und schließlich initiieren 1988 das WMO und das Umweltprogramm UNEP die Gründung des IPCC[69]. Jetzt handelt es sich um eine Klimakatastrophe. Den Wissenschaftlern war von Anfang an klar, dass die Vorstellung einer riesigen Katastrophe von apokalyptischem Ausmaß eine Hollywoodphantasie war.[70] Die zusammengefassten „Katastrophen“–Daten von 1900 bis 2005[71] zeigen tatsächlich eine steigende Zunahme, aber unklar war lange Zeit, welcher Zusammenhang zwischen langfristigen Klimawandel und kurzfristigen Extremen nachweisbar sein könnte.“[72] Allgemein akzeptierbare Darstellungen gibt es jedoch auch heute noch nicht.

Eine auf Dynamik ausgerichtete Klimatologie erfasst nicht nur die Mittelwerte der Klimaelemente, sondern auch Parameter, die das Klima als Prozess charakterisieren (Streumaße, Extremwerte, Verteilungsfunktionen usw.). Das aber auch nachvollziehbar global dazustellen, kann bis jetzt nur als Aufgabe betrachtet werden. Die Neuausrichtung auf Klimaanomalien, ihre Amplitude und die Frequenz ihres Auftretens kann als Ansatzpunkt der Klimawirkungsforschung[73] angesehen werden, aber die Erfolgsaussichten scheinen da nicht sehr vielversprechend. Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich erheblich über relativ einfache Klima-Modelle mit den eingebauten Instabilitäten und Rückkopplungen und laufend kommen neue Erkenntnisse dazu. Man folgert derzeit nur: Katastrophen und Katastrophenstudien haben korrelierende Geschichten, in deren Verlauf sich das Verständnis von Katastrophen und ihr wissenschaftliche Analyse deutlich gewandelt haben.[74]

Eine Hauptaufgabe des der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) beigeordneten Ausschusses ist es, Risiken der globalen Erwärmung zu beurteilen und Vermeidungsstrategien zusammen zu tragen.[75] Im ersten Assessment Report des IPCC von 1990 war eine Abbildung enthalten, in der die mittelalterliche Warmzeit (nach LAMB) enthalten war, im zweiten von 1995 wird eine andere gezeigt, die nicht die letzten 1000 Jahre darstellt, sondern erst im 15. Jahrhundert beginnt. 2007 ist die Hockeystick-Kurve durch eine Spaghettikurve ersetzt. Bei solchem Wechsel der Dokumentations-Grundlagen wird das Vertrauen des Betrachters gestört. Was nun die Vertreter auf den jeweiligen Mammut-Konferenzen angeht, so kann die Vielzahl der Referenten unmöglich in kurzer Zeit jeden einzelnen Vortragsinhalt „prüfen“ und in den Stellungnahmen dazu auch noch ein durchgängiger Konsens erzielt wird. Das haben solche Konferenzen an sich, dass in die Öffentlichkeit das von den Journalisten akzeptierte gelangt oder entsprechend dem Publikum, an das man seine Ausführungen richtet, aufbereitet ist. So soll der ständig von den Medien propagierten These der globalen Erdoberflächen-Erwärmung nur von 5 Wissenschaftlern zugestimmt worden sein.[76] Hinzu kommt, dass z.B. die 2008 International Conference on Climate Change [ICCC] in New York mit seinen kritischen Ausführungen einfach negiert wurde.[77] Andererseits wird von einer Seite behauptet, die Klimaskeptiker[78] seien überproportional in den Medien vertreten[79]., von dessen Unrichtigkeit sich jeder selbst überzeugen kann.

Gerade die Forschung und Entwicklung lebt von Auseinandersetzungen und Erörterungen der verschiedenen Standpunkte, es sei denn, eine Seite will die Zweifel oder Streitpunkte gar nicht ans Licht kommen lassen. Ein Beispiel dafür liefert eine Darstellung über den Gedankenaustausch von Vertretern von EIKE[80] im April 2011 im Hause des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), in denen Direktor Joachim Schellnhuber den Ansichten von EIKE widerspricht und nur dies zitiert wird, aber kein Hinweis auf die relevante Darstellung von EIKE enthalten ist. Man kann grundsätzlich davon ausgehen, dass Wissenschaft und wissenschaftliche Forschung dadurch ausgezeichnet sind, dass Theorien oder Hypothesen aus Grundwissen abgeleitet werden, die überprüf- und widerlegbar sind[81]. Dem entspricht die allgemein anerkannte Methodik einer Beweisführung. Die fortwährende Kritik stellt sicher, dass schlechte Theorien „ausgesiebt“ werden. Außerdem müssen diese Kritiken als unberechtigt nachgewiesen werden. Den Glorien-Schein eines Peer-Review-System s, auf das man sich als Qualitätsmerkmal berufen kann, kommt ihm nicht zu, denn es ist weder einheitlich noch ist sicher, dass der Referee-Pool neutral, überproportional qualifiziert und nicht immer der gleiche ist, wie sich in manchen online-Foren zeigt.[82] Es muss auf jeden Fall die Bereitschaft vorhanden sein, neue Erkenntnisse aufzunehmen. Gerade wenn ein Anlass besteht, die unerlässliche und wissenschaftlich gebotene Sorgfalt und Unabhängigkeit anzuzweifeln, zerstört das Vertrauen in die notwendige Objektivität, die bereits durch eine finanzielle Förderung und die Abhängigkeit davon gefährdet sein kann.[83]

Das Vertrauen des weniger gebildeten Lesers wird hart auf die Probe gestellt, wenn er sieht, dass er zur Minderheit gehört, ist sein Denken vielleicht falsch? Dies gilt für Umfragen-Ergebnisse, nach denen eine Anzahl die Klima-Thesen teilt oder mindestens nur für übertrieben hält. Aber Umfragen haben den Makel, aus der Fragestellung, aus dem Frage-Umfeld oder Abhängigkeiten nicht das eigentliche Sinndenken wiederzugeben. Damit fällt diese Stütze des Vertrauens aus. Des Weiteren kann man sich auch nicht auf das Siegel „ Konsens “ unter Wissenschaftlern verlassen, denn man weiß nicht, wie der zustande kam. Was besagt ein Konsens bei IPCC und der bei ICCC[84] ? Der einzelne Mensch kann weder etwas auf Wahrheit und Richtigkeit noch auf einen Grad der Übereinstimmung prüfen, denn es gibt hier für die jeweilige Feststellung keine Regeln oder Verfahrensfestlegungen– anders als in einem Normverfahren (z.B. DIN/ISO). In einem Kommentar vom 22.11.2009[85] heißt es:

„In der Klimaforschung und –modellierung sollten wir begreifen, dass wir es mit einem gekoppelten nichtlinearen chaotischen System zu tun haben und daher die langfristige Vorhersage zukünftiger Klima-Zustände nicht möglich ist.“[86]

Sollten sich da alle Experten einig sein? Echter Konsens existiert (eher) nicht, er steht nur auf dem Papier bzw. wird so in der Presse kommuniziert. Da wissenschaftlich nachvollziehbare und verifizierte Beweise noch immer ausbleiben, ist das Thema CO2 keinesfalls vom Tisch – ganz im Gegenteil.[87]

Der Beweis für die Richtigkeit eines theoretischen Modells oder einer Theorie eines atmosphärischen Prozesses des anthropogen verursachten Klimawandels kann faktisch nur über Messwerte und eine sorgsam durchgeführte Analyse nach dem Stand von Wissenschaft und Technik geführt werden, d.h. z.B. über gezielte Probenahmen aus der Luftmasse, was aber wegen der für die erforderliche Güte notwendigen Anzahl über die erdumspannende Atmosphäre in korrekten Zeit- und Raum-Abständen aufwändig und schwierig ist, denn es handelt sich hier um eine heterogene und instabile Stoff-Masse. Man begnügt sich daher aus wirtschaftlichen Gründen mit einer beschränkten Zahl und folgert aus den Ergebnissen weitergehend, allerdings mit Unsicherheiten, auf einen Zusammenhang zwischen dem (zur Emission gebrachten) Kohlenstoff und der durch Verbrennung entstandenen emittierten CO2-Menge, wobei sich aus der Verbrennung einer gebundenen Kohlenstoffeinheit die 3,6fache Menge an CO2 ergibt.[88]

Von Bedeutung sind die für eine Klimaänderung möglicherweise und oft behaupteten verantwortlichen Akteure Kohlendioxid und Wasserdampf, deren Verteilung in der Atmosphäre ungleichmäßig und je nach Messmethode und Zeitpunkt in den Werten unterschiedlich ist.[89] Hier scheinen eine lückenlose und kontinuierliche Mess-Dokumentation und eine Fortsetzung der Messreihen wichtig. Die bisher gesammelten Daten und auch Erkenntnisse über den Kohlenstoffkreislauf reichen nicht aus, um die verschiedenen Modelle beurteilen und exakt vergleichen zu können. Interessanterweise sind nach Erhebungen nicht nur die industriellen Konzentrations-Punkte Emissionsquellen, sondern auch landwirtschaftliche Flächen Quellen, so dass die Transportvorgänge und die scheinbaren Verweildauern von CO2 einer kritischen Betrachtung unterzogen werden müssen.[90] Die mesoskaligen Transportmodelle werden der Komplexität der Ausbreitungsverhältnisse in der bodennahen Mischungsschicht nicht gerecht.[91] Die CO2-Emissionsstatistiken, die aus den Verkaufszahlen der fossilen Energieträger berechnete werden, sind noch am genauesten mit einem Fehler von 10 % bekannt.

Wenn sich die Politik allein auf die Kurzfassungen von geäußerten Ansichten auf Großkonferenzen verlässt ohne eigenständige Prüfung, dann sollten diese aber auch den Beifall von Kritikern gefunden haben. Hierfür sollte das Verfahren aber genormt sein.

Die Geldwirtschaft als noch unaufgeklärtes Wissenschaftsgebiet.

Geld ist so etwas wie ein neuralgischer Punkt in der Einschätzung der Menschen, die für das Leben Geld in ihren vielfachen Funktionen[92] benötigen, z.B. zum Einkaufen von Waren oder zum Bezahlen von Handwerker-Rechnungen. Geld ist heute für das „Funktionieren“ einer Volkswirtschaft unerlässlich; in der Geldwirtschaft kann man alle Forderungen, die an die Volkswirtschaft stellbar sind, als Geld schlechthin bezeichnen, so bedeutet Besitz von Bargeld zugleich eine Einlösbarkeit eines Gegenwertes über die Garantenstellung der Volkswirtschaft oder des Staates, was folgerichtig durch die Produktion von Gütern/Dienstleistungen von Menschen gegenständlich erfolgt, d.h. z.B. Staatsschulden sind Forderungen, die beseitigt werden können durch Erbringen von Arbeitsleistungen, ggf. in Abhängigkeiten. Dabei sei dahingestellt, dass Stabilität des Wertes oder eine Preises nicht aus sich heraus gegeben ist und dass sowohl Geld als auch das Geltendmachen von Forderungen gestapelt werden können. Für das Verwalten von Forderungen werden ins Blickfeld immer die Banken gerückt, sie sind eine Prozessstelle in den Geldströmen, in der neues Geld geschöpft und Geld abgeschöpft werden kann.[93] Statistisch werden die Geldmengen nur dort über Berichtspflichten und zwar in verschiedenen hierarchisch gestuften Größen erfasst.[94] In Erweiterung der Durchsicht gewähren die Banken-Bilanzen einen gewissen Einblick in das Geschehen des Geldverkehrs und in deren Steuerbarkeit bzw. der Geldschöpfung.[95] Die Zentralbank soll unabhängig von politischen Weisungen arbeiten, aber sie kann es nicht.

Die Modell-Struktur-Vorstellung von Geld als Motor von Wirtschaftswachstum basiert darauf, dass Geld ein notwendiges Mittel zum Schaffen von Produktionsmitteln und Arbeitsplätzen ist und sich alles irgendwie im wirtschaftlichen Gleichgewicht befindet oder befinden muss, obwohl die „wahren“ Funktionsbeziehungen der Volkswirtschaft – auch der Notenbank – unbekannt sind..[96] Die Vorhersehbarkeit von Entwicklungen und die Wirkungen von Maßnahmen sind deshalb schlecht, insbesondere, weil auch Datenunsicherheiten bestehen, die benötigten Daten nicht nur real unsicher sind, sondern sie geraten oft nur unvollständig und zeitverzögert in den Datenprozess.[97] Das Geschehen auf den Finanzmärkten und die Werffunktionen sind nur indirekt erfasst, es bleibt ein Dunkelbereich.

Modelle sind oft vereinfachtes Wissen um als erkannt qualifizierte Fakten. So stellt ein aus

Rohstoffen erzeugtes Produkt – multipliziert mit seinem Preis – die Grundlage einer Geldmenge[98] dar, aber die Nachfragen wie die Verfügbarkeiten von Geld stellen in Wahrheit heterogene Gemenge dar, die aus verschiedenen Gründen sich (laufend) ändern. Die Rohstoffvorräte in der Erdrinde sind weitgehend ermittelt, deshalb hat eine Regierung oder ein Staat geopolitisch die Herrschaft über diese und isst damit eine preisbestimmende Macht, obwohl diese Vorräte als Schätze der Natur der Menschheit zuständen. Aber darin – und in ihrer Ausnutzung – liegt gerade auch die wirtschaftliche Machtverteilung und damit wiederum eine Schöpfquelle von Geld, das durch den Teil des gespaltenen Geldmarktes sogar vermehrt wird, in dem die Geldmenge durch Liegenlassen infolge der Zinsen laufend wächst oder durch Spekulationen auf höhere Renditen von anderen Geldbesitzern zum Wachsen gebracht wird.[99] Gänzlich unaufgeklärt sind im Geschehen die wirklich waltenden Akteure – und insbesondere diejenigen, die die Geldmengen verwalten und ihren Fluss lenken, und letztlich die Vorteilsnehmer, dass eben nicht bekannt wird, wer die Super-Reichen und wie sie es geworden sind.[100]

Über das Geld bzw. die Geldwirtschaft gibt es keine exakte und eindeutige wissenschaftliche und nachvollziehbare Lehre . Trotzdem werden von Politikern zuweilen Verheißungen verkündet mit dem Brustton sachlicher Richtigkeit, der man aber eher glauben muss als ihr vertrauen kann.[101] Die Richtigkeit einer eingeleiteten Maßnahme (der Politik) stellt sich erst dann heraus, wenn das Ergebnis womöglich eine Misere ist. Das ist zwar unerwünscht; aber der einzelne ist scheinbar machtlos, auch wenn er bestimmte Vorstellungen von Sachverstand und ihrer Anwendung hat, die seiner Meinung nach unbedingt gerade bei Zukunftszielen erfüllt sein oder werden sollten. Wie soll er glauben, dass es nur günstige Ergebnisse geben wird, wenn Geldmengen neu geschöpft oder in den Markt gebracht werden, hinter denen kein Gegenwert steht. Kann man überhaupt die Geldströme und die Besitzer größerer Geldmengen orten? Dafür gibt es kein umfassendes Informations-Management-System[102] und schon gar nicht für Stellen, an denen sich eine gewisse Machtkonzentration (in der Art von Geldmengen o.ä.) entwickelt. Die Banken selbst wissen nur, wem sie z.B. Geld geliehen haben und was sie dafür an Gebühren verlangen können.

Aufgrund der unterentwickelten Koordinierung der internationalen Aufsichten bieten sich Möglichkeiten der Regulierungsarbitrage, wenn Institute sich der nationalen Aufsicht ganz oder teilweise durch Ausweichen in ein Drittland entziehen können.[103] Ganz entschieden muss klargestellt werden, dass die Banken selbst am Risikoprofil beteiligt sind, ja die Neuausrichtung der Finanzaufsicht ab Mitte der neunziger Jahre maßgeblich auf den Einfluss der großen, international tätigen Bankinstitutionen und ihrer Interessenverbände zurückgeht. Dass die Bankenaufsicht kein eigenes Modell hat, wird als Schwachstelle angesehen – wie überhaupt in diesem Geschäft die Objektivität – aus der Sicht Dritter Unabhängiger – zu wünschen übrig lässt. Die Vernachlässigung der Systemzusammenhänge ist eine eklatante Schwachstelle der Bankenaufsicht, die Risiken sollten besser herausgearbeitet werden – und nicht nur bankenintern, sondern auch in der Zusammenarbeit mit Kunden usw., so bei der Errichtung von Zäunen aus neuen Geldmengen.[104] Die Rettung des „Euro“ ist ein Beispiel für Zusammenhänge, die keiner – trotz vieler Erläuterungen – richtig versteht. Das zeugt von einer sträflichen Vernachlässigung von Transparenz, von Maßnahmen, deren Zustandekommen im Einzelnen niemand gewahr wird.

Begrenzt verfügbare Rohstoffe und der mögliche „Ersatz“ von Energie-Trägern.

Geschichtliches Wissen und Erzeugen von Energie.

Schon die frühen Menschen konnten die Wirkung von Kräften in der Natur beobachten und sie haben sicher versucht, diese für ihre Zwecke zu nutzen. Dabei lernten sie bei der Anwendung menschlicher Kraft den vorteilhaften Einsatz von Hebeln kennen und dies als Wissen zu speichern. Das Mahlen von Getreide ist bereits seit Jahrtausenden mit Hilfe der Wasser- oder Windkraft verwirklicht worden, allerdings setzte das eine Mahlsteintechnik und die Umsetzung der Kräfte über geeignete Antriebe wie Wasser-[105] oder Windräder[106] voraus.

Ohne die Gesetzmäßigkeiten der Kräfte und Bewegungen bleibt diese Anwendung allerdings auf der Handwerker-Ebene und ist keine Basis einer wissenschaftlichen Lehre der Kinetik (Mechanik), deren Grundlagen faktisch erst Galileo Galilei (1564-1642) und Isaac Newton (1643-1727) legten. Kein Wunder, dass noch Mitte des 19. Jahrhunderts man die kinetische Energie als lebendige Kraft und die potentielle Energie als Fall- oder Spannkraft bezeichnete, spricht man doch noch heute von Kraftwerk und Kraftstoff.

Für einen wissenschaftlichen Fortschritt sorgten tieferes Eindringen in die Naturgesetze und systematisches Experimentieren. Robert Mayer (1818-1889) schlussfolgerte daraus dann mit dem Satz: Fallkraft, Bewegung, Wärme, Licht, Elektrizität…sind ein- und dasselbe Objekt in verschiedenen Erscheinungsformen[107] und Hermann Helmholtz (1821-1894) formulierte den fundamentalen Energie erhaltungs-Satz: Energie kann weder vernichtet noch erzeugt werden[108] . Was heute jeder in der Schule lernt, musste bis in die neuere Zeit erst real in das Bewusstsein der Menschen dringen; für den modernen Menschen ist es selbstverständlich, dass er elektrische Leistung durch das Einstecken einer elektrischen Leitung in Form elektrischer Energie pro Zeiteinheit bezieht. Einst kostete der geistige Übergang von der Kraft auf den Begriff Arbeit als Kraft x Weg und Energie (Leistung) als Kraft x Geschwindigkeit (Weg/Zeiteinheit) und der Äquivalenz der Erscheinungsformen ein intensives Lernen. Ähnliches Bemühen ist bei dem Begriff elektrische Leistung als Produkt von elektrischer Spannung und Stromstärke und dem elektrischen Strom als Bewegung von elektrischen Ladungsträgern (Elektronen) festzustellen, der erst Ende des 19. Jahrhunderts fernübertragen werden konnte. Erzeugen konnte diesen Strom erst 1866 Werner von Siemens mit seinem Generator, dessen von außen angetriebener Rotor in einem Gehäuse mit Magneten ein magnetisches Feld und in Leitern eine elektrische Spannung induziert.[109]

Derzeit wird der einzelne Mensch von der Politik mit einer grandiosen Fülle von einzelnen Definitionen der Energie usw., mit den Möglichkeiten ihrer Wandlung, den Verlusten bei Erzeugung und Fortleitung, mit Vergleichen aller Art und dem Begriff Energie-Wende konfrontiert. Seltsam ist der Versuch gewisser politischer Gruppierungen, die nach ihrer Ansicht verschiedenen Merkmale als Vorteile darzustellen und Kritiken an diesen Publikationen abzuwehren, obwohl gerade hier eigentlich wissenschaftliche Objektivität am Platze sein sollte. Denn dann würden Ausdrücke wie Leistung gerade bei Windenergie nicht ohne näheren und terminologischen Bezug verwendet.

Die verschiedenen Energieträger einst und jetzt.

Das Verhalten der Menschen wird in erster Linie von ihrer Existenz-Sicherung bestimmt, zu denen sich persönliche Wünsche gesellen. Vor allem will der Mensch immer richtig beraten sein z.B. über seine Zukunft, was sich Propheten und Prognose-Ersteller zunutze machen. In unserer heutigen aufgeklärten wissenschaftlichen Zeit gibt es recht früh Ansätze in der Wirtschaft, sich mit dem zu befassen, was kommt, was man tun sollte und was machbar ist. Der Aufbau einer fundamentalen Chemie-Industrie ist für deutsche Ingenieur-Pionierarbeit charakteristisch, als Rohstoff für ihre Produkte verwendet sie Kohlenstoff (Kohle). Daher war es von jeher ein großes Anliegen der Chemie wie des Verbandes der Kunststoff erzeugenden Industrie (VKE), das unsinnige Verfeuern von Roh- wie Gebraucht-Stoffen einzustellen. Danach seien Altkunststoffe dem Grunde nach viel zu teuer, um nicht recycelt zu werden.

Jahrtausende lang war für den Menschen Holz der ideale und universale Bau- und Brennstoff, er schätzte das Feuer mit seinen verschiedenen Wirkungen. Feuer war selbst bei Philosophen der Antike ein Urstoff. Holz war Bestandteil von Wäldern, weshalb diese folglich dem Raubbau des Menschen zum Opfer fielen Aber die Besitzer von Wald wurden dann doch auf das Versagen der Wirtschaftsquelle aufmerksam, weshalb die Adligen bereits Anfang des 18. Jahrhunderts mit ihren z.T. unermesslichen Waldbeständen auf ein Gleichgewicht mit dem Nachwachsen der Bäume und dem Schlagen wegen der Gefährdung ihrer Wirtschaft achteten; es wurde der Umschlag reduziert.[110]

Kohle und Petroleum aus der Erdrinde sind in hunderte von Millionen Jahren entstandene natürliche Energieträger, die als nächstes nach dem Holz ausgebeutet wurden. Das Land, das solche Rohstoffe besaß, diktierte die „Wirtschaftlichkeit“ der Energie-Verwendung.[111]

Mitte des 19. Jahrhundert wurde Erdöl ein „idealer“ energetischer Wunder-Rohstoff, denn seine Derivate verhalfen z.B. den Kraftwagen zu einem weltweiten Einsatz. Nicht jedes Land verfügte über diesen Rohstoff, so Deutschland nur in geringem Maße. Beim Ziel einer Rohstoff-Autarkie[112] in Deutschland mussten die Chemiker also auf „Ersatz“ durch Kohleverflüssigung[113] sinnen, wozu sich das Verfahren zur Herstellung von flüssigen organischen Verbindungen (z.B. Kraftstoffen) aus Steinkohle von Friedrich Bergius 1913 anbot. Nach dem ersten Weltkrieg wurde es in den Leunawerken zur großtechnischen Reife gebracht[114].

Zwischen 1936 und 1943 wurden 11 weitere Hydrierwerke (für Braun- und Steinkohle) für synthetisches Benzin gebaut. Hier wurden auch Treibstoffe für Düsenflugzeuge und Raketen hergestellt. Die erste Ölkrise erzwang 1977 bis 1980 in der BRD in Anlehnung an die Vorgeschichte die Errichtung von 7 Pilotanlagen zur Kohleveredelung. Südafrika produziert seit 1955 ebenfalls aus Kohle. 2004 wurde die letzte kleinere deutsche Hydrier-Anlage nach China verkauft. Bei hohen Preisen ist die Wirtschaftlichkeit gegenüber Erdölprodukten gegeben. Allerdings gibt es heute keine deutschen Technologie-Experten nicht mehr.

Fast alle kohlenstoffhaltigen Rohstoffe haben hohe Bedeutung für die Produkte der Kohle-Chemie, z.B. für die Kunststoff erzeugende Industrie (VKE), denn diese weisen eine hohe Ressourceneffizienz auf. Herausragend ist für lange Zeit das handelbare Standardprodukt Igelit (PVC), das neben dem Synthesekautschuk seit 1938 im Bunawerk[115] in Schkopau produziert wurde. Es wurde ungeheuer vielfältig und besonders im Ostblock verwendet. In den Jahrzehnten nach 1930 brachte die Polymerforschung enorm viele Produkte in die Produktion. So wurde 1954 in Höchst nach dem Niederdruckverfahren (Ziegler) erstmalig Polyethylen erzeugt, ein geradezu fantastisches Verpackungsmaterial. In der Wirtschaft setzte man zunächst nach Kohle auf die Petro-Chemie, dann auf andere Rohstoffe wie Erdgas. Grundsätzlich gilt: Die Energie-Rohstoffe sollten nicht zu CO2 verbrannt werden![116]

Die jetzt dominanten (fossilen) Energie-Rohstoffe sollten als Stoff-Reservoir zur Verfügung gehalten werden, ggf. über Mehrfachverwendung.[117]. Das wurde in der Öffentlichkeit bereits früh reklamiert.[118]

Heute sind nicht die Interessen einzelner Herrscher oder Privatleute in der Vermarktung von Holz zu wahren, sondern die aller Menschen in einem Staat, der Nation. Wenn wir alles vermeiden wollen, was zu Kohlendioxid (als Gas) werden kann, dann haben wir ein Problem, denn es gibt eine über ein Jahrhundert entwickelte Energieerzeugung[119] und –verteilung in Deutschland, die nun technisch-wirtschaftlich plan-diktatorisch verändert bzw. gewendet werden müsste, weshalb dieser Vorgang „ Energiewende “ genannt und ihr der Charakter einer nationalen Aufgabe verliehen wird. Alle im Lande werden aufgerufen, gemeinsam und stärker als bisher die Umsetzung der Energiewende zu unterstützen.[120] Die Energiewende sei ein tiefgreifender Transformationsprozess, der weit über das Energiesystem hinausgeht. Sie ist eine gigantische Aufgabe, es geht um den Eintritt in ein neues Zeitalter der Energieversorgung.

Der Umbruch: weg von Atomkraft und fossilen Brennstoffen.

Politisch Ziele zu setzen, ist nicht nur notwendig, sondern muss mit der zeitgerechten Realisierbarkeit einhergehen. Am 06.07.2011 wird ein Programm zur Energiewende mit einzelnen Maßnahmen verkündet, in dem aufgeführt werden[121]:

- moderne konventionelle Kraftwerke (Brückentechnologie) zum Erzeugen von Strom, wenn Strom aus EE-Erzeugern nicht zur Verfügung steht
- Ausgleich der Ungleichheiten von Nachfrage und Angebot über Energiespeicher
- Netzausbau so, dass Versorgungssicherheit gewährleistet ist
- Verwaltungsansporn für zügige Planungen und Genehmigungen.
Das Energiekonzept der Bundesregierung bis 2020 wurde pauschal formuliert:
- Senkung der CO2-Emission um 40 % als Schrankenbedingung für Produktion
- Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energieträger auf 18 % bei einem
- Investitions-Rahmen von 250 Mrd. €.
Für das Energieverteilungsnetz sieht die strategische Zielplanung bis 2050 vor[122], darunter:
- Netzanbindung für Offshore-Parks (Nord- und Ostsee)
- neue „Stromautobahn“ von Norden nach Süden
- Integration des deutsches Stromnetzes in den europäischen Verbund.
- Es wird eine Bundesfachplanung für Übertragungsnetze mit verbindlicher, deutschlandweiter Trassenplanung eingerichtet, da für grenzüberschreitende Infrastruktur Rechtssicherheit gegeben sein muss.

Bisher ist das Ausmaß des Verkündungszieles „Energiewende“ noch nicht konkret und im Einzelnen näher übersehbar[123], es scheint nicht nur gewaltig, sondern der historisch gewachsene Strommarkt – bisher in vier Regelzonen unterteilt, für die jeweils einer verantwortlich war, muss neuen Anfangsbedingungen angepasst werden. Wirtschaftlich herrschte zwar bei der Stromerzeugung Wettbewerb, aber hinter den Schnittstellen zum Strom-Transport-Netz keiner. Infolge (befohlener) Einspeisung von stochastisch stark schwankenden Strommengen aus wetterabhängigen Erzeugerquellen in das (bestehende) Verbundsystem wird nun jedoch eine Regelung der Energie insgesamt erforderlich., die nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich sein und das System dazu beherrscht werden muss.

Bei einer Entflechtung des Netzverbundes und der Umstellung der Wirtschaftlichkeit auf Einnahmen aus Netznutzungsentgelten ist offensichtlich eine – womöglich staatlich eingesetzte Behörde – für die relevante reibungslose „Regulierung“ notwendig. Die Folgen sind damit nicht nur administrativ neue Verfahren zur Ausgestaltung, wirtschaftlichen Abrechnung, sondern auch Tätigungen in technischen Umstellungen und von Investitionen größeren Umfanges. Infolge der dafür notwendigen Finanzierung steigt die spezifische Schuldenlast erheblich und von da auch die zu tragende Last durch den einzelnen Bürger.

Es leuchtet ein, dass die mannigfaltigsten Koordinationen mit den Beteiligten gesteuert werden müssen.

Für entsprechende Investitionen werden in Deutschland bis zum Jahr 2020 etwa 200 Mrd. € benötigt[124], allein eine Windkraftanlage „kostet“ (im Durchschnitt[125] ) ca. 1 Mill. €/MW ohne die anteiligen Kosten für das Leitungsnetz, die erforderlichen Speichervolumina und die Steuerung und Regelung von Reserveleistungen usw.[126]. Und das bei einer Auslastung von nur ca. 17 %, d.h. die Angaben von installierten Leistungen sind ist nur die eines Potenzials, effektiv weht der Wind eben standortgemäß nicht immer günstig, manchmal sogar unerwünscht hoch. Die Häufigkeiten und Schwankungsgrößen lassen sich nicht mitteln.

Investiert wurden in diese Technologie schon 25 Mrd. € und es kommen weitere 25 Mrd. € aus den EEG-Vergütungen (Subventionen) hinzu. Wenn man den Gesamtaufwand für die Umstellung auf „erneuerbare“ Energien betrachtet, sind in den Jahren 2000 bis 2010 bereits 56 Mrd. € solche „Subventionen“ gezahlt worden. Und es ist mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen, zumal die „neuen“ Anlagen noch nicht ausentwickelt sind. Es muss hier unterbleiben, den weiteren Investitionsaufwand zu schätzen. Bedauerlich ist jedoch, dass die im Öko-Bereich „geschaffenen“ neuen 370 Tsd. Arbeitsplätze nur einen marginalen Umsatz von 0,1 Mill. € pro Jahr erwirtschaften, andererseits die Umstellung aber etwa 750 Tsd. Arbeitskräfte freisetzte[127].

Aus all dem erscheint es geradezu zwingend, hier mit Sachverstand[128] an die ernste Lage mit einem effizienten Vorgehen heranzugehen, unbeeinflusst von unklaren Zielvorstellungen und Einsichten. Es darf nicht sein, dass in dem Beispiel Energiewende[129] von „The Great German Energy Experiment“[130] gesprochen wird, wo ansonsten die Arbeitsweise die einer Nation mit hochqualifizierten Fachleuten und hervorragenden technischen Pionierleistungen vorliegt.

Die existierenden Probleme müssen offengelegt, konkret angegangen und zur Lösung muss ein exzellentes Projekt-Management installiert werden.

Die Energiewende und die Ambivalenz von Fakten.

Jede Energieerzeugung, jedes technische Verfahren birgt Gefahren und Betriebsrisiken, die von Ingenieuren nach dem Stand von Technik und Wissenschaft minimiert werden, bei Kernkraftwerken sogar mit hohem Einsatz einer Kommission. Seit der Industrialisierung besteht gegenüber der Technik eine gewisse Aversion, obwohl man die als positiv empfundenen Errungenschaften gern annimmt. Risiken bestehen auch im Energiebereich, die in nicht minderer Größenordnung als eine Gefahr auf menschliches Leben und Gesundheit vorhanden sind, wenn man das Versagen der Versorgung ebenso als hochkritisch ansieht. Keiner will, dass man keinen Strom mehr zur Verfügung hat und in die Steinzeit zurückversetzt wird. D ie Imponderabilien der Energiewende in der Sicherheit sind derzeit aber noch unbestimmt.

Von manchen wird die Wende auf „alternative“ Energien“ fast ausschließlich als mit Vorteilen gegenüber bisherigen Verfahren gepriesen, ja der Energiewende wird eine Demokratisierung der Energiegewinnung unterstellt, weg von Großkraftwerken[131] und das sogar mit einer Erhöhung der Versorgungssicherheit durch Dezentralität , Verminderung der wirtschaftlichen Risiken einer Energieknappheit bzw. einer Energiekrise, schnelle Anpassung an den Bedarf bei kleineren Kraftwerken herausgestellt. Möglicherweise ist diese Auffassung eine Folge ungenügenden Durchblicks durch die Materie oder man wartet einfach optimistisch ab, was denn da noch kommt. Das ist jedoch nicht die Art einer Vorsorge oder einer Verantwortung von Ingenieuren.

Tatsächlich gibt es nicht nur häusliche Stromkunden, sondern eine Industrie mit Großabnehmern in der Größenordnung von GW, die eine Netzstabilität brauchen. Deshalb entspricht dieses positiv gemalte Bild weder einer gesamtwirtschaftlichen Sicht noch der historischen Entwicklung der Elektrizitätswirtschaft[132] und den jeweils herrschenden Intentionen und Anstrengungen der Ingenieure. Ende des 19. Jahrhunderts begann alles mit kleinen Inselnetzen, dann gründete man bei den kommunalen Verwaltungen Elektrizitäts- oder Stadtwerke, um 1910 Überlandwerke, die lokale Netze zum Austausch von Energie verbanden. Nach dem ersten Weltkrieg kam die Zeit des landesweiten Hochspannungsverbundes mit entsprechenden Gesellschaften; die Regionalversorger entarteten zu „Zwischenverteilern“, oft mit eigener Abrechnung des Wirtschaftens. 1935 wurde diese gewachsene Struktur sogar staatlich durch das EWG abgesichert.

Der Betriebsmittel-Bestand in deutschen Stromnetzen betrug dann 1998[133]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Fernleitungen haben auch Anschlüsse an die benachbarten europäischen Netze, für die eine europäische Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) und des Stromhandels (ENTSO) durch Verordnungen 2009 geschaffen wurde. Außerdem wird ein transeuropäisches Netz ins Visier genommen. Richtlinien schreiben die Fixierung von Leistungszielen z.B. für Qualität und Netzsicherheit in einer Richtlinie 2005/89/EG vor. Damit ist jedoch weder etwas über die Realität der Umsetzung in den Netzausbau, Grenzüberschreitungen, die Investitionsvorhaben noch über die Funktion bei Netzstörungen gesagt.[134]

Die monopolistischen Verbundunternehmen im Binnenmarkt (Erzeugung und Verteilung von Strom-Energie) wurden 1998 gemäß der EWG-Verordnung Nr. 17/62 in den Wettbewerb eingegliedert[135], wobei die Versorgungssicherheit durch Verträge mit Durchleitungs- und Übertragungsrechten hergestellt wurde. 2009 schließlich wurde eine neue Struktur[136] angeordnet. Die (bisherigen) Netzbetreiber trennen gesellschaftlich und buchhalterisch Erzeugung und Netzbetrieb. Unternehmerisch sollen sie unabhängig voneinander sein.

Die Prozesse zum Energiedatenaustausch und der Bilanzkreisabrechnung zwischen den Marktpartnern und Bilanzkreisverantwortlichen werden nun weitgehend standardisiert und automatisiert[137], es wird ein System eines sich im Verhalten im Wesentlichen gleichbleibendes Betriebes unterstellt. Insgesamt wird das Ablaufsystem nicht nur komplex, sondern auch hochanfällig gegenüber finanziellen Risiken oder Störungen. Bisher galt so etwas wie die Methode der Kostenumlage, jetzt ist durch das Management eine Rendite zu erwirtschaften. Das betriebswirtschaftliche muss eine Kostentransparenz auf die einzelnen Kostenträger herstellen und Kosten sparen. Weil jedoch die Gefahren und Risiken in kürzester Zeit auftreten und wirken können, wird ein vorsorgende Risiko-Management (für das Netz) wird besonders wichtig, denn die Daten folgenden Änderungen nicht simultan.

Die eingesetzte (deutsche) Bundesnetzagentur (BNA) hat u.a. (im Bereich Elektrizitätsversorgung) die Aufgabe, für das Einhalten des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und ihrer Verordnungen zu sorgen, wodurch die Liberalisierung und Deregulierung der Märkte gewährleistet werden soll, insbesondere die des wirksamen und unverfälschten Wettbewerbs und einer Netzanpassung über effiziente Genehmigungsverfahren[138]. Sie soll eine möglichst sichere Versorgung der Allgemeinheit gewährleisten, wirkt nicht in Richtung auf eine Optimierung der vorhandenen Netz-Struktur oder gar für eine Minimierung des Verwaltungsaufwandes. Derzeit müssen die Netzgesellschaften bei Leitungspannen und Verzögerungen den Einnahmeausfall der Windparkbetreiber auffangen, obwohl die Verantwortlichkeit des Verursachers hierfür nicht immer klar ist. Ein Service-Betrieb und eine geeignete Organisation, die ein Verschulden vermeidet, sind jetzt elementar. Die Systematik der Entgeltregulierung[139] zwingt die Netzbetreiber zur sorgfältigen und optimalen Vorbereitung, um nicht in eine vertiefte Kostenprüfung zu geraten.

Der nunmehrige Netzbetrieb ähnelt überhaupt nicht mehr der ursprünglichen Konzeption der Verteilung von Strom von Großkraftwerken über Hoch- und Mittelspannungsnetze und der Endverteilernetze zu den Abnehmern von Strom. Das Netz muss mit Rückkopplungen aus vielen dezentralen Einspeisestellen klarkommen.[140] Ein unerlässliches Hilfsmittel für schwankende und sich ständig ändernde Bedingungen von Einspeisungen sowie unerwartet auftretenden Störungen ist eine sichere, wirtschaftliche und zuverlässige Netzleittechnik[141], in der auch die vielen Schalt- und Regelelemente sowie die Software integriert sind. Das ist (für einen Außenstehenden) faktisch nicht mehr beurteilbar. Nach der Vorstellung der Schöpfer der neuen System-Struktur wird das reale Geschehen der Strommengen-Verteilung über eine Datenermittlung und –Verarbeitung rechnerisch „abgebildet“; da muss der einzelne Stromverbraucher einfach dieser Methode und der Handels-Strombörse vertrauen. So sollen z.B. die Daten aus der Differenzzeitreihe (DBA) Aussagen über die Güte der eingesetzten Standardlast- und Einspeisprofile (nach statistischen Gesetzmäßigkeiten)[142] ermöglichen, aber die hier angesetzte Statistik fordert gleichzeitig, dass hier Unvorhergesehenes und Ausreißer nicht vorkommen. Die Erfahrung wird das richtige lehren.

Eigens für das Konglomerat aus den einzelnen Strommengen wurde ein Abrechnungsverfahren[143] geschaffen, was nicht nur eine sichere automatisierte Daten-Kommunikation der einzelnen beteiligten Partner voraussetzt, sondern Datensicherheit schlechthin und ein voll haftendes Management. Dies ist derzeit aber unbestimmt.[144] Die Integration der wachsenden Anzahl von erneuerbaren Energien ins Stromnetz sowie die damit verbundenen betrieblichen Probleme stellen eine große Herausforderung für die Ingenieure dar – von Frequenz- und Spannungsstabilität bis hin zum Sicherstellen von Stromreserven.[145] Dabei haben automatisierte Anlagen sehr hohe Ansprüche an die Zuverlässigkeit und Funktion aller Elemente.

Faktisch ist wegen einer fehlenden Prüfungs-Instanz des Standes der Wissenschaft und Technik in den Ministerien nur eine Übernahme einer politischen Vorgabe der Energiewende möglich, besonders dann, wenn gegen Abweichler von einer (offiziellen) Mehrheitsmeinung abwertend gewettert wird und in einer Art Hau-Ruck-Methode vorgegangen wird; es scheint, dass man keinen Raum und keine Zeit für eine sorgfältige und zuverlässige Vorbereitung und Planung lässt. Üblicherweise würde das ist in der Entwicklung von industriellen Großprojekten als ein Wagnis angesehen. Daher ist das derzeitige Vorgehen für einen außen Stehenden zumindest merkwürdig, weil doch irgendwer für Fehlentwicklungen, Verzögerungen usw. gerade stehen muss, was in folgender Äußerung eines Industriellen ein vorsichtiges Misstrauen offenbart:

Die Industrie respektiert die politisch gewollte Energiewende, zumal sie gesellschaftlicher Konsens zu sein scheint. Wir werden genau hinsehen, ob die Regelungen der Energiewende neben der Umweltverträglichkeit auch die Wirtschaftlichkeit und die Versorgungssicherheit in Deutschland dauerhaft gewährleisten. Ein zu starrer Fahrplan der Energiewende stellt ein erhebliches Risiko für das Gelingen der Energiewende dar.

Für den Weg müssen wir Meilensteine definieren und in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob wir die jeweils definierten Teilziele auch erreicht haben.[146]

Was positiv zählt: ein erfolgreiche Ergebnis ohne unnötige Kosten.

Die Energiewende: überregionale und nationale Gesichtspunkte für den Ingenieur.

Die Aussage über die Anforderungen (an die Durchführung der Energiewende[148] ) muss im Hinblick auf die Äußerung der Bundeskanzlerin gesehen werden, in der es heißt:[147]

Die Energiewende ist eine große Aufgabe, der wir uns gemeinsam verpflichtet fühlen. Die richtige Grundeinstellung ist: wir wollen den Erfolg und zwar alle, jeder in seiner Verantwortung. Wir haben uns mit der Agenda und den Zeitplan der Energiewende beschäftigt. wir wollen Fortschritte und nicht erledigte Aufgaben identifizieren – und zwar auf der Chefebene. Das heutige Treffen ist schon einmal als Meilenstein bezeichenbar.[149]

Schon viele Aufgaben sind als nationale deklariert worden, so ist die Militärstrategie eine solche, in der selbst in Demokratien der einzelne Bürger nichts zu sagen hat. Als besonderes Beispiel können die gewaltigen raketentechnischen Anstrengungen zum Mondflug genannt werden. So ist es nicht abwegig, die Realisierung der Energiewende auch als eine solche zu bezeichnen. Mancher mag daraus auch ableiten, dass Deutschland Europa zum energie- und ressourceneffizientesten Standort der Welt zu macht.[150]

In einem Antrag an den VDI (Verein Deutscher Ingenieure) in Düsseldorf[151] wird in ähnlicher Weise Stellung bezogen und eine gemeinsame Anstrengung aller befähigten und verantwortungsbewussten Ingenieure[152] angeregt, hier exzellente Planarbeit in Gang zu setzen. Als historisches Beispiel kann die ungeheuer schnelle Steigerung der Wirtschaft mit Ingenieuren gelten, die wohl als Ergebnis einer entsprechenden Organisationsstruktur anzusehen ist.[153] Man muss erkennen, dass ein kritikloser Befehlsempfänger, ein unpolitischer Techniker nur Handlanger einer Meinungsdiktatur sein kann.[154] Am 12.Mai 1950 gibt der VDI aus Erfahrung daher ein Bekenntnis (des Ingenieurs) heraus, worin es heißt:

Der Ingenieur beuge sich nicht denen, die das Recht eines Menschen gering achten und das Wesen der Technik missbrauchen, der Ingenieur sei immer bestrebt, an sinnvoller Entwicklung der Technik zu arbeiten, er trachte danach, dass sein Beruf in allen Kreisen des Volkes die Achtung und Anerkennung finde, die ihm zukommt.

Dieses Bekenntnis wird 2002 abgelöst durch „ Ethische Grundsätze des Ingenieurberufs “, in dessen Präambel ausgeführt wird:

In der Erkenntnis, dass Naturwissenschaft und Technik wesentliche Gestaltungsfaktoren des modernen Lebens und der Gesellschaft darstellen, sind sich Ingenieurinnen und Ingenieure ihrer besonderen Verantwortung bewusst. Der VDI ergreift Maßnahmen zur Aufklärung, Beratung, Vermittlung, Förderung und zum Schutz der Beteiligten in allen Fragen der Technikverantwortung. Weiter wird betont, dass der Ingenieur mitverantwortlich für die Folgen seiner beruflichen Arbeit – oder ihrer Unterlassung ist.

Die Ingenieure wirken aus ihrer fachlichen Kompetenz heraus beratend und kritisch am Zustandekommen und der Fortschreibung politischer Vorgaben mit.

Die Ingenieure bekennen sich ihrer Bringpflicht für sinnvolle technische Erfindungen und Lösungen, sie zeigen Lösungsalternativen auf und berücksichtigen die Möglichkeiten von Fehlentwicklungen.

Widerstreitende Wertvorstellungen müssen in fach- und kulturübergreifenden Diskussionen erörtert und abgewogen werden.

Aus einem Vortrag des VDI-Direktors Fuchs[155] zitiere ich drei Punkte:

- die wirklichen Lösungen folgen den politischen Entscheidungen
- es sind Anstrengungen und Aktivitäten zu bündeln
- es sollte die Führungsrolle der Ingenieure bei der Gestaltung der künftigen Wissensgesellschaft verdeutlicht werden.

In der ablehnenden Antwort auf meine Anregung[156] wird darauf abgehoben, dass der politische Wille auch die Arbeit im VDI bestimme[157], zumal ein Streit unter Technikern über grundsätzliche Ansichten und Kritiken offensichtlich inopportun sei. Im Dritten Reich galt der Außenseiter weitgehend als Gegner des Regimes, man sollte heute darüber nachdenken, wie weit wir wohl darüber hinaus sind. Die gleichsinnige „konstruktive“ Arbeit kann m.E. nicht in einer bloßen Begleitung der Vorhaben bestehen, denn wo soll die den Politikern übergeordnete Lösung kommen als von spezifisch erfahrenen Ingenieuren?

Deshalb werden im Anhang zur obigen Anregung konkrete von einer Gruppe von Ingenieuren zu erarbeitende Aufgaben genannt:

- Einführung einer (nationalen) Netzplan- und Prozessleittechnik Energie, da unterschiedliche Reifegrade technischer Einzellösungen vorliegen
- Ermittlung der Versorgungssicherheit durch dezentrale kleine Stromerzeuger im Vergleich zu modernen Großkraftwerken verschiedenster Art
- Bewertung einzelner Einflüsse und Erzeuger-Anlagen auf ihre Eignung und Kostenwirksamkeit als Belastung für den Bürger.

Beispielhaft sei zu dem Unterschied von Hinweisen auf die Thematik in Positionspapieren (für die Gesellschaft und Politik) und einer Beteiligung oder konkreten Arbeit an einem nationalen Projek t an einigen Punkten eines Positionspapiers des VDI beleuchtet[158]:

Oft können unterschiedliche Optionen zur Nutzung regenerativer Energien ökonomisch und ökologisch optimiert werden. Dies erfordert ein besseres Miteinander der verschiedenen Optionen.

Beim Aus- und Umbau des deutschen und europäischen Stromnetzes müssen technische Entwicklungen gefördert und bei Bedarf Anreize zur Marktdurchdringung geschaffen werden.

Damit eine stetige Entwicklung sichergestellt ist, muss die regelmäßig zu realisierende Anpassung des energiewirtschaftlichen Rahmen (u.a. EEG) so gestaltet werden, dass eine Verunsicherung der Investoren und Marktteilnehmer vermieden wird.

Ein starker heimischer Markt On- wie Offshore ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere technische Entwicklung und den industriepolitischen Erfolg der Windenergie-Branche in Deutschland. Deshalb sollten im EEG die netztechnischen Anforderungen und Anreize weiter entwickelt, soweit möglich in die Vergütung integriert werden.

Die Erhöhung der Windenergieleistung ist im Umfang noch überschaubar, aber genehmigungsrechtlich nicht einfach umzusetzen.

Biomasse hat das Potenzial, substanziell zur Deckung der Energienachfrage im Verkehrssektor beizutragen. Um mittelfristig einen energiewirtschaftlich relevanten Anteil zu erreichen, muss ein adäquater Entwicklungspfad gefunden werden.

Ähnlich allgemein formulierte „Anforderungen“ weist auch eine andere Veröffentlichung aus dem ‚Bereich Klimaschutz und Energiepolitik“ auf.[159]

Der VDI empfiehlt, ambitionierte Ziele für die Klimagasreduktion[160] und die Senkung des Energieverbrauchs vorzugeben, aber keinen bestimmten Technologiemix festzuschreiben. Die Erreichung der Ziele muss technikoffen sein, denn niemand kann die technischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen über Jahrzehnte verlässlich vorhersagen.

In der Herausforderung, die zukünftige Energiewelt neu zu gestalten, sieht der VDI ein faszinierendes und anspruchsvolles Arbeitsfeld für die kommende Generation.

Der VDI geht davon aus, dass es heute nicht möglich und sinnvoll ist, eine detaillierte, technikscharfe Energieversorgungsstruktur für einen Jahrzehnte in der Zukunft liegenden Zeitpunkt vorzugeben. Der VDI empfiehlt grundlegende strategische Ziele als Orientierung für eine Energiepolitik in Deutschland.

Der VDI sieht Handlungsbedarf in einigen Feldern, die unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Szenariorechnungen aus der fachlichen Bewertung einzelner Techniken und ihrer Entwicklungsmöglichkeiten sowie dem technischen Innovationspotenzial abgeleitet sind.

Die Darlegung des VDI zu den einzelnen Punkten ist im Wesentlichen offen formuliert, z.B. zur Zukunft erneuerbarer Energien und ist auch bereits anderswo dokumentiert[161]:

Der VDI sieht in der praktischen Verwirklichung innerhalb weniger Dekaden als unrealistisch an, da sie mit hohen Kosten und erheblichen Vorleistungen beim Verbrauch verbunden ist.

Bei all diesen Hinweisen bleibt die Frage, helfen diese zu einer Konkretisierung der zielgerichteten Vorgehensweise und wer macht dann was?

Was ist der wahre politische Wille und von wem wird er beachtet?

Die Meinungsbildung des einzelnen Menschen und von menschlichen Gruppen ist ein Prozess im Vorfeld einer Willensbildung in Parlament und der Regierung; er wird stark durch die an die einzelnen Träger gelangten Informationen beeinflusst, etwas, was heute gängig in den Medien praktiziert wird. Oft hat der einzelne zu wenig spezifisches Wissen und zu wenig Zeit zum Studium der relevanten Papiere. Im Gegensatz dazu meint man beim Ingenieur, dass dieser zumindest in einigen Denk-Gebieten durch eine gewisse Sachkenntnis geprägt ist – und durch das ihm eigene Verantwortung sgefühl gegenüber dem Gemeinwohl der Gesellschaft bzw. den Betroffenen technologischen Handelns.[162] Sein Experten-Wissen befähigt ihn dazu, staatliche Regulierungen zu problematisieren. Er muss die Anwendbarkeit kritisch hinterfragen und ist daher zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung aufgefordert. Der Ingenieur muss seine Kompetenz einsetzen, um auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. In Kooperation mit Unternehmen ist der VDI so in der Lage, Initiativen anzuregen.

In einer Schrift über Technik und Kommunikation wird gefordert: Warum sagen uns die Techniker nicht einfach, was wir tun müssten, wenn wir eine andere, eine bessere Technik wollten?[163] Kommunikation ist dabei mehr als nur eine Informations-Übertragung, es muss verstanden werden, was man will. Wer sich heraushält, kann nicht ernst genommen werden, denn es geht nicht nur ihn, sondern die Menschen an sich an. Diese Beziehung kann z.B. beim Terminus „Restrisiko“ oder „Versorgungssicherheit“missverstanden werden, wenn ein Eindruck von „Sachlichkeit“ nur vorgetäuscht, in Wirklichkeit jedoch Emotionen dahinter stecken. Klar kann das z.B. an der Schadensbewertung (Barwert-Abdiskontierung) demonstriert werden, z.B. bei dem Klimawandel durch Monetarisierung trotz großer Datenunsicherheiten.[164] Wo fängt Tendenz an, wo beginnt eine „sachliche“ Quantifizierung? Weltweiter umweltverträglicher Wohlstand ist nur erreichbar, wenn er auf der Basis ganzheitlicher Wertmaßstäbe etabliert wird.[165] Diese existieren jedoch nicht.

Eigentlich lässt sich der politisch (praktizierte) Wille historisch konkret nur an der Herrschaftsform einer Despotie festmachen, denn hier herrscht definitionsgemäß ein Herrscher unumschränkt, ungeachtet der Art des Regierungssystems. In der attischen Demokratie gab es bereits Einschränkungen durch anteilige Willensäußerungen von bestimmten Bürgern. Auch die Despotie nach der Antike ist durch keine reine Machthaberschaft eines einzelnen geprägt, weil z.B. Abhängige und Günstlinge hier mitwirken. Faktisch gab es in der Geschichte die verschiedenste Realitäten von Willensbildung und –durchsetzung gegenüber dem „Volk“. Ein sogenannter „demokratischer“Prozess der Willensbildung sowie die anschließende Zielvorgabe ist ein Vorgang, in dem Mehrheiten eine beschleunigte Verwirklichung behindern[166] oder u.U. erst eine nicht völlig sachgerechte ermöglichen. Wenn ein Kind in den Brunnen gefallen ist, ist es oft zu spät.

Der heutige politische Wille hat seine Wurzeln in der von politischen Parteien und einem entsprechendes Wahlsystem und er wird durch die Bundesregierung mit den Ministerien, die durch geeignete Personalpolitik sachlich-politisch geformt wird[167] , umgesetzt. Vorgesetzter aller Beamten im jeweiligen Ministerium ist dabei der beamtete Staatssekretär. Da die anstehenden Probleme oft die Sachkenntnis der Beamten überschreiten, werden nicht selten externe Fach-Gutachter oder „wissenschaftliche Beiräte“ herangezogen, die somit bei Entscheidungen oder Gesetzes-Vorlagen mitregieren“[168]. Wesentlich ist, dass eine Transparenz und Publizität des Verfahrensablaufes sowie der Argumentationen nicht zwangsläufig in vollem Umfang gegeben sind. Auch der Abstimmungsprozess zwischen dem Bund und den Ländern ist nicht immer objektiv und kooperativ auf einen effektiven Zielerfolg ausgerichtet. Das substantielle Mitwirken des Bürgers ist sogar mit erheblichen Hindernissen versehen, das Einwirken interessierter Kreise[169] nicht normiert. Dass der zustande gekommene politische „Wille“ also tatsächlich repräsentativ[170] ist, ist durch keinen Mechanismus gewährleistet, so dass als Informationsquellen einzelne Gruppen außen vor bleiben, auch solche mit anderen Schlussfolgerungen, aber fachlich fundierter Kompetenz. Die faktische Autorität und der wichtigste Akteur ist die Exekutive im Gesetzgebungsverfahren.[171] Die Demokratie kann so als eine der Herrschaftsformen eingeordnet werden, und dabei ist sie in ständiger Fortentwicklung befindlich. Welche Kräfte hier und wie ansetzen, ist unbestimmt, zumal das digitale Zeitalter erst beginnt und seine Effizienz erst erweisen muss.

Bekanntlich hat jedes menschliche Individuum eine eigene geistige Entscheidungsbasis und demgemäß auch eine Vorstellungen über Freiheit, Wohlfahrt, Sicherheit. Auf diese Weise postulierte politische Zielsetzungen können arg diffus sein, mancher wünscht sich vielleicht mehr als ein anderer. Auch der Erfahrungshorizont ist unterschiedlich und insbesondere schöpft der Mensch aus den geschichtlichen Lehren? Wohl eher nein, w eil es das Los der Menschen und der Völker ist, nicht hören zu wollen, sondern fühlen zu müssen. weil sie dazu verdammt sind, in dem ewigen Zirkel von Täuschung und Enttäuschung, Hoffnung und Entmutigung, Verschuldung und Büßung sich herumzubewegen.[172] Jedermann reagiert also anders, macht sich Gedanken über sein Wohl und Wehe in der Zukunft, ja der einzelne vertraut vielleicht manchem Propheten und mancher Verkündung, mancher flüchtet in die Hoffnung, es werde auch für die Nachkommenschaft noch „gut“ gehen, bislang kam die Menschheit durch die widrigsten Weltereignisse – und so manches Mal ohne sein eigenes Einwirken.

Manche zukünftige Bedrohung der Menschheit auf Verschlechterung seiner Lebensbedingungen meinen wir aus unseren Datensammlungen, z.B. über das Geschehen in der Atmosphäre oder auf der Erdoberfläche, errechnen zu können, so dass wir uns rechtzeitig und folgerichtig auf kommende Sachzwänge einstellen können, aber es bleibt das ungute Gefühl des Fehlens eines vollen Vertrauens dazu, vielleicht sogar begründeter Weise,

wozu das aufgestellte Klima-Modell als Zeugnis dienen kann[173], denn hier ist die Wissens-Basis unsicher und die Realisier-Zeiten für das Erreichen eines gesteckten Zieles z.B. der globalen Temperatursenkung durch Minderung der menschlichen Emission von Kohlendioxid sind nicht nur unsicher, sondern die wirtschaftlichen Aufwendungen dazu erscheinen immens und es ist unklar, ob eine vertretbare Verhältnismäßigkeit überhaupt hergestellt werden kann. Als Beweis für die Vorläufigkeit einer Modellvorstellung können nicht nur die laufenden Korrekturen oder Anpassungen[174], sondern auch die jüngste Überarbeitung des Review-Prozesses durch das ipcc benutzt werden[175]:

With the completion of the review[176] , the IPCC can now focus fully on is mandate to assess in a comprehensive, objective, open and transparent basis the scientific, technical and socio-economic information relevant to understanding the scientific basis or the risks of climate change, its potential impacts, and options for adaptation and mitigation.

Auf der Welt denkt man verschieden über das Eindämmen von Umweltschädigern und eine Vorsorge vor einem möglichen Energiemangel, so investiert und installiert China ungeheuer in Kohlekraftwerke für Strom, in den USA in Windenergie-Anlagen, wobei die Verhältnisse gewaltig auseinander driften. Der Ersatz alter Kraftwerke dauert technologisch und ökonomisch lange! Das Wenden des auf fossilen Treibstoffen basierenden Energiesystems der Welt ist eine wahrhaft herkulische Aufgabe.[177] Und die Aktion spielt sich in unterschiedlichem Tempo, unkoordiniert und nicht fehlerfrei ab. Die Folgen sind absehbar.

Entwicklung der Vollversorgung mit nichtfossilen Energieträgern.

Start und Ziel eines beispielhaften neuen Marktes (Windenergie).

Die Verwirklichung einer Substitution der im 20. Jahrhundert geschaffenen Energie-Erzeuger Situation kommt dem Aufbau eines neuen Herstellermarktes gleich, der von den bestehenden Bedingungen und Gegebenheiten sowie von den herrschenden politischen Einflüssen abhängt. Derzeit ist der Weltmarkt und besonders der in Deutschland initiiert von staatlichen Lenkungs- und Förderungsmaßnahmen eines Teilmarktes mit „Subventionen“[178]. An sich werden Kraftwerke nur gebaut, wenn der Markt bei einem Betrieb über hinreichend viele Stunden eine angemessene Rendite erwarten lässt[179]. Ein „freier“ und fairer Wettbewerb existiert mit den erneuerbaren Energien nicht, im Gegenteil, die Einspeisung von erneuerbaren Energien drückt sogar die Vollaststunden der bestehenden Kraftwerke und damit deren Rendite. Darüber hinaus ist der Abnehmer-Markt verzerrt, eine Reihe von Ausnahmeregelungen z.B. für Strom-Höchstverbraucher begünstigen diese, ihre Entlastung müssen die anderen Stromverbraucher ausgleichen[180]. Es kann deshalb nicht wie sonst in der Investitionsgüter-Marktforschung[181] von einem üblichen „Markt“ gesprochen werden, in dem sich das beste Gut und die beste Unternehmer-Strategie der am Markt Beteiligten durchsetzen.

Allerdings müssen gewisse Voraussetzungen für einen reellen Vorstoß in einen neuen Markt (immer) vorhanden sein:

- eine technisch-wirtschaftlich optimale und dauerhafte Lösung in einem Mindest-Reifegrad[182] bzw. in erprobter und bewährter Art
- eine Abnehmer-Akzeptanz und/oder eine „Begeisterung“ für den Einsatz von Wind-„Turbinen“, deren Wirtschaftlichkeit durch (staatliche) indirekte Subventionen aufgebessert bzw. verfälscht wird..

Mancher unserer heutigen lebenden Menschen meint, Wind- und Wasserkraft seien in unendlicher Menge vorhanden, wenn auch nur bedingt nutzbar, aber gerade die durch Wind erzeugte elektrische Energie muss unabhängig von den Wetter- und örtlichen Verhältnissen den vielen industriellen – und auch Großkunden wie die von anderen konstant geregelten Erzeugern in bestimmter Qualität und ausreichend zur Verfügung stehen. Dies sicherzustellen ist Aufgabe der Technik und Organisation, eine wahrlich großer Aufgabenkomplex. Nach der Festlegung in der Elektrizitätswirtschaft ist die installierte Leistung[183] begrifflich die maximale elektrische Leistung der in einem Kraftwerk installierten Generatoren oder bei Windenergie-Anlagen (WEA) die elektrische Wirkleistung, die die Anlage bei bestimmungsgemäßen Betriebe ohne zeitliche Einschränkungen unbeschadet kurzfristiger geringfügiger Abweichungen technisch erbringen kann.[184] Die Betriebsleistung ist die zum jeweiligen Zeitpunkt tatsächlich erzeugte Leistung und diese schwankt extrem an den verschiedenen Standorten unterschiedlich

Der Quotient aus der tatsächlich erzeugten Energie und der aus der installierten Leistung wird als Nutzungsgrad bezeichnet, er wird auch in der Form von Vollaststunden angegeben. Er ist eine Kennziffer für die Wirtschaftlichkeit[185] oder die Sinnhaftigkeit einer Investition. Die vorliegenden Daten ermöglichen keine allgemeine Aussage, da die Stromgestehungskosten in Konfrontation zur gesetzlichen garantierten Einspeisevergütung stehen. Aber der Nutzungsgrad gibt einen Hinweis auf die anomale Situation der Stromerzeugungsanlage: eine WEA mit einer Nennleistung von 2 MW kann beispielsweise 8 Tausend Stunden betrieben werden, tatsächlich erreicht sie aber laut Stromzähler nur 3,7 GWh statt 17,52 GWh, also hat sie nur 1850 Vollaststunden[186], eine vergleichsweise mit üblichen Großkraftwerken geringe Zahl. 2011 betrug der Anteil der Windenergie am Endenergieverbrauch in Deutschland nur 1,9 %[187].

Obwohl die Nutzung der Strömungsenergie aus der Atmosphäre an sich schon sehr alt ist, so ist die Technologie der jetzt abzulösende herkömmlicher (Groß)Kraftwerke für die Stromerzeugung zwar erst ein halbes Jahrhundert alt, aber intensiv durchforscht und in den

einzelnen Anlagen-Komponenten technisch-wirtschaftlich ausentwickelt. Das Gegenteil scheint bei den WEA der Fall zu sein. Hinzu kommt die nicht immer vorhandenen Akzeptanz für die Standorte der Strom-Erzeugung durch Wind; das politisch gewollte Vorhaben kann daher wohl eher als ein derzeit nicht optimal zielgerichtetes angesehen werden; wodurch Einführungs-Sonderkosten entstehen, die z.T. durch einen Beschleunigungsdruck erhöht werden.

Wissenschaftlich erforscht wurde die Windanlagen-Technik Ende des 19. Jahrhundert in Dänemark, Versuche an den Windrotor-Flügeln im Windkanal folgten, aus denen die sogenannten Schnellläufer hervorgingen. Albert Betz[188] trieb nach 1920 dies in der Aerodynamischen Versuchsanstalt Göttingen weiter: das physikalische Maximum der Ausbeute der kinetischen Energie ist bei 60 % zu erwarten. Die Großwindanlage Growian mit 3 MW Nennleistung wurde 1983 in Betrieb genommen und war Besuchsziel mancher Ingenieurgruppe. Den faktischen Beginn der Windenergie nutzung in Deutschland weist die Statistik erst nach 1985 aus.[189] Nach 1991 forcierte das Stromeinspeisegesetz die Investitionsbereitschaft. Da die Vergütung sich nach der erzeugten Strommenge richtete, achteten nunmehr die Hersteller auf Eignung für höhere Windgeschwindigkeiten und auf geringe Ausfallzeiten. 2001 half das Erneuerbare-Energie-Gesetz dieser Anlagen-Investition. Die Maschinenbauer senkten den Blindstrom[190], die Schallemission und entkoppelten Erzeuger vom Netz über einen Gleichstromzwischenkreis. Neue härtere Anforderungen sind für die noch größeren Anlagen in der rauen Wetterzone der Nordsee zu erfüllen.

2008 verkündet der VDMA-Geschäftsführer Herdan euphorisch, dass die deutschen Hersteller und Zulieferer an dem weltweiten Zubau in hohem Maße partizipieren.[191] Das bleibt jedoch dann nicht, wenn andere (auch) einen solchen Zukunftsmarkt wittern, denn dann wollen und sie dies forcieren oder wenn die Wirtschaftlichkeit sich real als nicht ausreichend herausstellt, was z.B. für einen Kapital-Anleger (z.B. in Windfonds) heißt, dass er mit schlechter „Rendite“ rechnen muss.[192] Um 2003/2004 standen die Investitionen in WEA pro Jahr bei 6,4 Mrd. €, ab 2009 bei 37 Mrd. €, aber man vermutet jetzt einen abnehmenden Trend, besonders, wenn die Bestellungen nach China und USA zurückgehen.[193] Genau kann das niemand voraussagen.

Für die Installation von WEA treten Sonderprobleme auf: rechtliche der Aufstellung von Trägermasten z.B. auf fremden Grund über Pachtverträge[194], wirtschaftliche der Finanzierung und solche der Nutzung von Zeiten jenseits programmierter Lebensdauer von 20 Jahren[195], solche mit Sondervergütungen z.B. für Windparks[196] für eine Einspeisung in das Stromnetz.

Die Aktivitäten zur Aufstellung von Windenergieanlagen sind nicht genau bekannt, z.B. zeigt die Statistik der Eigentüme r (im Bestand 2010), dass 40 % der Gesamtheit Privatpersonen und nur 11 % Fonds/Banken sind, im Zubau bzw. Installationen für 2010 weist die Statistik Privatpersonen mit 38,2 % und Fonds/Banken mit 23.7 % auf.[197] In der Projektion werden weitere +Verschiebungen gemeldet, jedoch gibt es darüber keine genauen Kenntnisse, z.B. über genossenschaftliche Vorhaben. Auch ist unbekannt, wieweit hier Förderungen oder Zuschüsse wirken und wie die Verträge aussehen.

Wenn die Wirtschaftlichkeit einer Anlage normalerweise durch die Anschaffung und durch die erreichte Erlössituation bestimmt werden, so ist das im WEA-Bereich jedoch kompliziert, da man – staatlich und politisch vorgegeben – zwischen einer vergütungssicheren geplanten Betreiberzeit und einer Restlaufzeit (bis zum tatsächlichen Abriss) zu unterscheiden[198] hat und die standortbezogenen Kosten z.B. für die Investition der Netzanbindung und die Betriebskosten bzw. Energieerzeugungskosten variieren.[199] In Deutschland ist zwar noch ein Absatz von Tausenden von WEA entsprechend der politischen Gesamtleistungs-Forderung notwendig, aber die Standorte der Aufstellung sind windmäßig nicht überall günstig und die Kalkulationsgrundlagen für Wartung und Reparaturen unsicher. Derzeit werden die nördlichen Seegebiete ökonomisch und ertragsgemäß für Parks mit Gruppen von WEA als geeignet betrachtet, aber die Umwelt- und Aufstell- und Standortbedingungen sind technisch anspruchsvoll und gerade hier kostenintensiv.[200]

Es wird sich zeigen, wieweit der Wettbewerb von den heimischen Kräften erfolgreich gemeistert werden kann und wird, da zur Gesamtanlage (Wind) in erheblichem Maße noch andere Kosten wie die des Stromtransportes und der Leistungssteuerung und –zentralisierung gehören. Mit technischen Neuentwicklungen, optimierten Serviceprozessen und neuen Dienstleistungskonzepten tragen die markenübergreifenden Serviceanbieter zur Rentabilität der Onshore-Windenergie bei.[201]

Ingenieurmäßig konkurrieren die verschiedensten technischen Stromerzeuger-Lösungen jeweils nach Hersteller als „ Best-Lösungen “, eindeutig ist dies jedoch für den Anwender nicht. Aus den historisch-technologischen Daten ist zu entnehmen, dass man zunächst von den üblichen maschinentechnischen Komponenten wie Generatoren und Zahnradgetrieben abstimmungserforderlich ausging. Da die Rotoren mit Flügeln (Windmühle) sich gewöhnlich mit relativ langsamer Drehzahl laufen und die handelsüblichen Generatoren Schnell-Läufer sind, mussten die Drehzahlen über ein Getriebe, meist ein Zahnrad-Getriebe, dafür erhöht werden.[202] Durch den unregelmäßigem Antrieb und die erheblichen Stoßbelastungen offenbarten sich im Dauerbetrieb dann frühe Schäden am Triebstrang einer WEA, weshalb einige Ingenieure der Firma Enercon darauf sannen, den Typus eines an sich bekannten Langsamläufer-Generators 1992 als getriebelose Lösung[203] zu konstruieren, wenn auch hier bei der Erstausführung schon 84 Pole notwendig waren und sich dadurch ein großes Gehäuse (in der Höhe am Flügelmittelpunkt) und Gewicht (Turmkopfmasse) ergaben. Heute kann man die Drehzahl der jeweiligen Windstärke anpassen, man muss dazu dann mit einem Stromrichter Frequenz, Phasenzahl und Spannung umwandeln.[204]

[...]


[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Staat_und_Gesellschaft.

[2] Thiel, Reinold E. Gelenkte Privatwirtschaft. www3.giz.de/E+Z/content/archiv-ger/05-2005/schwer_art1.html

[3] stefan-schleicher.wifo.ac.at/down/mi1/ScrMi1_6.pdf ebookbrowes.com Märkte und Entscheidungen.

www.studentshelp.de/p/referate/02/5145.htm. Oberwinkler, Petra. Wirtschaftssysteme. 1999

[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Politiker.

[5] www.bundestqag.de/bundestag/abgeordnete17/mdb_zahlen/Berufe Juni 2011 620 Abgeordnete

[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Wechsel_zwischen_Politik_und_Wirtschaft in Deutschland

[7] Miegel, Meinhard.. Interview Johannes Christ. 16.11.2005. www.n-tv.de/politik/dossier/Der Politik-fehlt-Sachverstand- article163870.html Viele Fehler der Vergangenheit sind darauf zurückzuführen, dass Politiker laienhaft gehandelt haben. Viele Abgeordnete fühlen sich eher ihrer Politik statt ihrem Gewissen verpflichtet.

[8] Dr. jur, 2001

[9] www.bmu.de/presse/reden/peter-altmaier/doc/print/48876.php? 05.05.2012 Berlin.

[10] www.cicero.de/blog/stiftung-neue-verantwortung/2012-04-10/von-fug-und-unfug-oeffentlicher-politikberatung

[11] http://de.wikipedia.org/wiki/Politik mit Bezug auf das Politiklexikon, Schubert-Klein, Bonn: Dietz.2006

[12] www.juraforum.de/lexikon/partei-politische § 2 PartG + Art.21 GG, § 18 BWG

[13] gilt auch für das Beschaffen von Dritt- oder Fördermitteln für eine Forschung.

[14] Zittel, Werner. Peak oil now, Einstieg in den Ausstieg fossiler Energienutzung. ASPO Deutschland, Tagung Basel , 126.10.2010 Ludwig-Bölkow-Systemtechnik, Ottobrunn.. Hier instruktive Abbildungen.

[15] Rabich, Adalbert. Hat der Politiker die Tugend Ehrlichkeit? GRIN-Verlag. 2007 books.google.de

[16] http://de.wikipedia.org/wiki/Sachverständiger Hier Zitat 1 in Definition.

[17] Stratman, Korrespondent, 21.01.2012 www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-bitte-mehr-Sachverstand.

[18] Miegel, Meinhard. 16.11.2005 www.n-tv.de/politik/dossier/Der-Politik_fehlt_Sachverstand-article163876.html

[19] Bomhoff. Aufgaben, Organisation und Ausstattung der Unterabteilungen Wissenschaftliche Dienste DBT. 2006. WD 1-134/06. – Krippendorf, Eckkehart. Die Kultur des Politischen. Kadmos. 2008.

[20] Egle, Christoph. www.cicero.de/blog/stiftung-neue-verantwortung/2012-043-10/vom-fug-und-unfug-oeffentlicher-politikberatung

[21] Machiavelli, um 1515.

[22] Schmid, Josef. www.politikon.org/lehrangebote/politische-syssteme-im-vergleich Es gibt keinen Zwang, geeignete Sachverständige heranzuziehen und deren „Gutachten“ auf Sachrichtigkeit prüfen zu lassen.

[23] www.bmbf.de/en/7416.php Zehn Leitlinien der Bundesregierung für eine moderne Ressortforschung. 26.01.2007

[24] z.B. unaufgeforderte Stellungnahmen, Gutachten etc. Wirkung unklar. siehe Lobbyliste, Juni 2011 mit 2094 registrierten Institutionen. www.bundestag.de/dokumente/lobbylist5e/index.html

[25] Rabich, Adalbert. Der Wirtschaftsprüfer und seine Datenbasis. 2006. München: GRIN-Verlag.

[26] Neu, Urs. Fakt ist: Der IPCC dient zwar der Politik, aber seine Arbeit ist streng wissenschaftlich. www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-der-ipcc-ist-eine-politiische-organisation von den Kritikern des IPCC wird oft suggeriert, es ginge um Dramatisierung von Forschungsergebnissen, es geht darum, explizite Aussagen zum Klimawandel zu dämpfen. - Die tatsächlich zugehörigen Sach-Kritiken werden hier nicht zitiert.

[27] War auch bei den Applied Mechanics Reviews so. Ein Peer Review anderer Art hat auch andere Maßstäbe.

[28] http://de.wikipedia.org/wiki/Peer-Review

[29] Günther, E. (Hrsg.) – M. Krebs. Aufgaben- und Organisationsstruktur der Umweltpolitik in der BRD. Universität Dresden. DI-Arbeit. 2000/2003. S. 42/43 Weitere Vorschläge, s. dort S. 46. www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/1040/1056110143031-5348.pdf.

[30] Kruse, Jörn ]Professor für Volkswirtschaftslehre]. Fachkompetenz bei politischen Entscheidungen. www.hsu-hh.de/kruse/index_81h#Qom6ALjS77BYG.html

[31] Rabich, Adalbert. Politik von durch Wissenschaft ermittelten Daten. München: GRIN. 2008 Auch in books.google.de lesbar. Hier demonstriert an dem Problem Historisches Klima. – Weiteres in Kruse, z.B.:

Die Politiker müssen sich wegen ihres Legitimationsmonopols/ auch nicht ernsthaft einer inhaltlichen ‚Diskussion der Ergebnisse stellen. Auch die Ausgangsbasen und die Zeithorizonte können verschieden sein.

[32] hier nicht kapitalmäßige mit Risiko wie z.B. über eine Genossenschaft an einer Windenergieanlage. www.wip.tu-berlin.de/typo3/fileadmin/documents/kim/konferenz_2012/vortraege/kneuper_bürgerbeteiligung-derrechtsrahmen.pdf Auf Folie 16 das Schrankentrias bei kommunaler EE-Erzeugung mit Bürgerbeteiligung, sie muss lokalen Bedarf decken und den kommunalen Aufgaben dienen., auf Folie 17 Wesentlichkeitskriterium

[33] GG Artikel 21, Absatz 1, Satz 1.

[34] www.b-b-e.de/uploads/media/nt23_eomueller_schily.df Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie.

[35] Knoch, Peter. Vom Leitbild zum Argument. https://eldorado.tu-dortmund.de/handle/2003/2858

[36] www.spingerlink.com/content/g55422752u852341/fulltext.pdf

[37] Rossberg, Ralf Roman. www.vdi-nachrichten.com/artikel/Trotz-Stresstest-per-Computersimulation 29.07.2011 - www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2010/32159951_kw 45_pa_stuttgart21/index.html

[38] www.kontext/wochenzeitung.de/fileadmin/user-upload/20117/7/sma-audit-Juli2011.pdf

[39] www.vdi-nachrichten.com/artikel/Wutbuerger-unterliegen-bei-Entscheid-um-den-Bau-von-S21

[40] Kopper, Christopher. Lehren aus Stuttgart 21: welche Zukunft hat der Neubau von Schienenstrecken? Wirtschaftsdienst 2011/1 S. 49 – 52.www.wirtschaftsdienst.eu/archiv/jahr/2011/1/2494%3FPHPSESSID=a

[41] www.railway-technology.com/projects/stuttgart21/

[42] www.uni-hohenheim.de/uploads/media/Ausfuerhliche-Zusammenfassung-der-Poduimsdisskussion.pdf

[43] http://de.wikipedia.org/wiki/Sintflut

[44] Angst als evolutionsgeschichtliches Phänomen. http://de.wikipedia.org/wiki/Angst

[45] Jakubowski, Manfred in: Masius, Patrik – Ole Sparenberg – Jana Sprenger (Hg.). Umweltgeschichte und Umweltzukunft, zur gesellschaftlichen Relevanz einer jungen Disziplin. Göttingen: Universitätsverlag. 2009, S.9. Es sei hier auch nicht weiter erörtert, ob man mit religiösen Ritualen dem beizukommen suchte.

[46] Dem germanischen Gott Thor waren Eichen geweiht, so soll Bonifatius 723 im Zuge der Missionierung unter dem Schutz der Franken die Eiche in Geismar als Kultobjekt gefällt haben, sozusagen triumphiert nun der neue Gott, die neue Religion. Siehe auch: Rabich, Adalbert. Das adlige Geschlecht derer v. Herda. GRIN-Verlag. 2006. Kapitel Waldwirtschaft 2006 – Die Regionalgeschichte von Herda, Geschichte vom Dorf und den Menschen. GRIN-Verlag. 2008 – Die Geschichte des Gerstunger Beckens. GRIN-Verlag. 2010. Darin Kap. 8.4.1.4.5 Forst- und Jagdwirtschaft sowie Quellen-Nachweise.

[47] Metzger – Birgit – Roland Schäfer, in: Umweltgeschichte. 2009, S.9.

[48] Vorläufer: Fachgruppe Staubtechnik im Verein Deutscher Ingenieure, 1957 gegründet, später mit DIN.

[49] Ulrich, B. – R. Mayer – P.K. Khanna. Deposition von Luftverunreinigungen und ihre Auswirkungen in Waldökosystemen im Solling. Frankfurt/Main: Sauerländer. 1979. Kapitel 5

[50] www.zeit.de/2004/51/N-Waldsterben Dr.-Ing. Günter Keil, früher BMFT. Auf Seite 3 die Verleumdung von Professor Spiecker, Europäisches Forschungsinstitut, Freiburg, als Kritiker = Auftragsbearbeiter. Blume, Michael. Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben? 05.07.2011 www.scilogs.de/chrono/blog/natur-de-glaubens/netzkulturen/ - Ellenberg, Heinz. Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen in ökologischer, dynamischer und historischer Sicht. Stuttgart: Ulmer. 2. Aufl. 1982, 5. 1996. 6. 2010

[51] Mauelshagen, Franz, in: Nachhaltige Geschichte. Festschrift für Christian Pfister, Hrsg. Kirchhofer, A.- C. Pfister. Zürich, Chronos, 2009, S. 169-193. hier S. 187 http://kulturwissenschaften.academia.edu/Papers/1058995/Keine_Geschichte_ohne_Menschen._Die_Erneuerung_der_historischen-Klimawirkungsforschung_aus_der_Klimakatastrophe

[52] Den Preußisch Meteorologischen Dienst gab es seit 1849, er gehörte zum Statistischen Büro.

[53] www.munmente-online.de/11/02/sonderthema/Meteorolotgiesches_Observatorium_Lindenberg_php.

[54] Wege, K. Zur Historie des MO Hohenpeißenberg. www.met.fu-berlin.de/~dmg/promet/25_4/25_4_1.pdf

[55] vgl. hierzu: Glaser, Rüdiger, Klimageschichte Mitteleuropas. 1200 Jahre Wetter, Klima, Katastrophen. Darmstadt: Primus. 2008. – Rabich, Adalbert in Regionalgeschichten, GRIN-Verlag.

[56] Mauelshagen, 2009, S. 171 Fußnote 6.

[57] Mauelshagen, 2009, S. 173 Fußnote 13. und 14.

[58] Zitat in: www.ib-rauch.de/datenbank/vortrag-leipzig.html Arbeiten von 1896 in Philosophical Magazine and Journal of Science, April 1896 und 1906 zur Berechnung. [Gerrich, Vortrag November 1995 in Leipzig]

[59] z.B. Niedrige Wolken sind oft dicht und reflektieren viel Sonnelicht zurück in den Weltraum, ihre Tendenz ist, die Erde zu kühlen. Es ist zu erwarten, dass sich Phasen der Erwärmung und Kühlung abwechseln.

[60] Schneider, Stephen H. On the Carbon Dioxide-Climate Confusion. J. of Atmospheric Sciences 32(1975) S.2060

[61] um die sogenannte Hintergrundbelastung zu ermitteln. Die Gaskonzentrationen wurden manometrisch und mit dem C13/C12-Verhältnis, am gereinigten Gas und im Massen_Spektrometer bestimmt. Keeling, Charles D. Variations in concentration and isotopic abundances of atmospheric carbon dioxide. Scripps-Institute. Proceedings of the conference on recent research in climatocology 1957, La Jolla, California. S. 43-49, hier 44. http://scrippsco2.ucsd.edu/program_hisstory/keelintg_c8uve_lessons.html

[62] Datensammlung, auch als Keeling-Kurve bekannt. http://lvl-twk.oekosys.tu-berlin.de/project/lv-twk/002-treibhauseffekt.htm PD H. Kehl, Institut für Ökologie.

[63] http://de.wikipedia.org/wiki/Keeling-Kurve Frühe Ergebnisse.

[64] ist bisher nicht erfolgt [siehe hierzu: Handbuch der Probenahme. Freiberg. IQS].,. die Zahl der Probenahmen scheint global dafür nicht hinreichend zu sein,

[65] siehe hierzu auch: Rabich, Adalbert. Politik aufgrund von durch Wissenschaft ermittelten Daten, Beispiel Klima. GRIN-Verlag 2008. darin auch das Problem der Daten aus Eiskernbohrungen. – Ansichten zur Klimavoraussage. GRIN-Verlag. 2009, darin Mittelwert-Bildung. – Das Klimaproblem. GRIN-Verlag. 2009. siehe jeweils auch books.google.de

[66] Kehl, Institut für Ökologie TU’ Berlin [siehe Quelle weiter oben], zahlreiche wörtliche Zitate. 19.11.2011 siehe auch: www.eike-klima-energie.eu/news-cache/treibhauseffekt/ Resumée.

[67] Mauelshaugen, 2009, S. 174, Fn.17 und 18.

[68] Mauelshagen, 2009, S. 178, ‚Fn. 29

[69] Intergovermental Panel on Climate Change. Workgroup 1: Wissenschaftliche Aspekte zum Klimasystem und zum Klimawandel. Jeweils Sachstandsberichte, letzter war der vierte (2007).

[70] Mauelshagenk, 2009, S. 178.

[71] Mauelshagen, 2009, S. 179, Abb.1 hier die in EMDAT/CRED niedergelegten Daten.

[72] Mauelshagen, 2009, S. 180

[73] Mauelshagen, 2009, S. 181. vgl. hierzu: . www.eike-klima-energie.eu/news-cache /extremwetter-ist-integraler-Bestandteil des Erdklimas 17.07.2012 .

[74] Mauelshagen, 2009, S. 185

[75] http://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/09/18/der-hockeyastick Wie die mittelalterliche Warmzeit vom IPCC aus der Geschichte getilgt wurde. Hier auch verschiedene Zitate und Hinweise auf andere Lit.-Stellen.

[76] www.scribd.com/doc/40355179/7/Die-Treibhausluege. Beck, Ernst-Georg. 12/2007 S. 44 [Klimaskeptiker]

[77] www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/die-diskussion-um-den-klimawandel-geht-weiter. Edwar Ring, EcoWorld 15.03.2008 s. hierzu: Bericht “Business and Media Institute” Studie Global Warming Censored ≡ Medienecho.

[78] die den Einfluss des Menschen auf die Klimaerwärmung leugnen, was bedeutet, sie widersprechen einem Fakt. http://de.wikipedia.org/wiki/Kontroverse_um_die_globale_Erwärmung

[79] Tatsächlich sind es im Verhältnis wenige – und die gelangen nicht in die Fernseh-Shows. Beispiel: Maxeiner, Dirk. www.pm-magazin.de/a/klimawandel-alles-nur-panikmache. Was die Forscher wirklich wissen.

[80] http://de.wikipedia.org/wiki/Europäisches_Institut_für_Klima_und_Energie 05.06.2012 Lit.St. 43

[81] Fröhlich, Gerhard, Universität Linz. Nach Philosoph Karl Popper. http://sciencev1.orf.at/science/news/59405

[82] Fröhlich, Anonyme Kritik. medizin-bibliothek-information 3(2003)2 S. 33ff. www.agmb.de/mbi/2003_2/froehlich33-39.pdf

[83] Wiki, Kontroverse. 2012. hier einige Abschnitte, in denen ausdrücklich die Neutralität als umstritten gilt.

[84] z.B. der Resolution „Manhattan Deklaration“.

[85] www.nexus-magazin.de/

[86] IPCC-Bericht 2001, engl. Ausgabe, Kapitel 14.2.2. Seite 774.

[87] es fehlen z.B. global die Messwerte über die CO2-Verteilung etc. als Funktion von statischen Emissionen.

[88] 1 kWh Energie aus Braunkohle verursacht eine fast doppelt so große Menge CO2 wie die aus Erdgas.

www.cesifo-group.de/portal/pls/portal/docs/1/1193866.PDF hier Abb. Kohlensstoffgehalt der Energiereserven 2008. ifo-Schnelldienst 6/2010, 63. Jahrgang.

[89] Vey, Sibylle. Bestimmung Analyse des atmosphärischen Wasserdampfgehaltes aus globalen GPS-Beobachtungen einer Dekade mit besonderem Blick auf die Antarktis. Dissertation Dresden.2007. www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/786/1199897148238-9404.pdf

[90] Wittenberg. Untersuchung des globalen Kohlenstoffkreislaufes. Dissertation 1998. http://bibd.uni-giessen.de/gdoc/1999/uni/d990005.pdf

[91] Schmidt, Martina. Messung und Bilanzierung anthropogener Treibhausgase in Deutschland. Dissertation Universität Heidelberg. 1999. http://ub.uni-eidelbertg.de/volltextserve/volltext/2000/1072/pdf/kompakt2001.pdf

[92] Transaktionsmittel, Wertaufbewahrung, Rechen-Vergleichseinheit.

[93] http://gerdzeitler.wordpress.com/geldschoepfung-und-geldvernichtung/ .

[94] Realwirtschaftlich beginnt man mit der niedrigsten Geldmenge, z.B. mit Bargeld und Sichteinlagen. http://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge. - Denning, Ulrike. Probleme bei der Ermittelung einer Euro-Geldmenge. Wirtschaftsdienst 1998/X S. 619ff. Hier ist bereits das Abdriften der Südländer vermerkt, was Aktionen der Geldmarktstrategie herausbeschwört.

[95] Die Geldmengen sind über Rechen-Formulierungen voneinander abhängig. Die Europäische Zentralbank kann in einer Art Offenmarktpolitik seine Instrumente einsetzen, z.B. Wertpapier-Kauf/Verkauf, durch Festsetzen von Refinanzierungssätzen und Mindestreserven sowie Kauf/Verkauf von Devisen.

[96] Spahn, Heinz-Peter. Geldpolitik bei Unsicherheit. https://wipol.uni-hohenheim.de/fileadmin/einrichtungen/wipol/Publikationen_Spahn/UNSICHER-pdf. S.18 (Zusammenfassung)

[97] Remsperger, Hermann. Geldpolitik unter Unsicherheit. www.bundesbank.de/Redaktion/’DE/’Diownloads/Presse/’Reden/2004/2004_0

[98] über Rechnung entstanden, deshalb wie bei anderen Größen keine real-gefühlte Größe.

[99] Rabich, Adalbert. Das Geld- und Wertproblem. GRIN-Verlag. 2009. siehe auch books.google.de

[100] www.taxjustice.net/cms/upload/pdf/The_Price_of_Offshore_Revisited_Presser_120722.pdf Studie von James Henry. 19.07.2012 www.taxjustice.net/cms/front_content_php?idcat=148 Übernommen von vielen Tageszeitungen, z.B. www.wiwo.de/finanzen/steuern_recht/neue-studie-reiche-hinterziehen-steuern-in-milliardenhoehe/6906634.html Verschiedene Einzelergebnisse, z.B. Ende 2010 50 top private Banken managten > 12m1 Trillionen $, Zuwachs von 2005 um 16 %. Daten und Tabellen im Original-Bericht.

[101] Rabich, Adalbert. Suchen nach der richtigen Antwort. GRIN-Verlag. 2012, Kap. 12. books.google.de

[102] Luth, Sandra. Mindestanforderungen an das Risikomanagement, eine Herausforderung für Kreditinstitute und Bankenaufsicht. Dissertation Universität Oldenburg. d-nb.info/999464612/04

[103] Hüther, Michael – Manfred Jäger-Abrozewicz. Arbeitsweise der Bankenaufsicht vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise. Institut der deutschen Wirtschaft Köln. www.iwkoeln.de/en/studien/gutachten/beitrag/63718 S.9 Forschungsvorhaben fe 22/08.

[104] Sidki, Marcus. Risikoteilung zwischen Banken und Kapitalmarkt. http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2007/7257

[105] http://rs.saarburg.bildung-rp.de/MN/Wasserkraft/gesch.htm

[106] http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Windenergienutzung

[107] www.leifiphysik.lde/web-ph08_g8/geschichte/01energiebegriff-geschichte

[108] www.bine.info/hauptnavigation/publikationen/publikation/was-ist-energie = 1. Hauptsatz Thermodynamik Der Begriff Entropie beschreibt das Maß der Unordnung, auf den sich ein geschlossenes System zubewegt, im Universum auf den des „Wärmetodes des Weltalls“ (noch im 20. Jahrhundert als das Ende aufgefasst).

[109] http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrischer_Generator Erster Wechselstromgenerator durch Hippolyte 1832 mit zwei Spulen, unter denen ein Hufeisenmagnet kreist. 1849 erster in der Industrie eingesetzter Generator. Ende des Jahrhunderts dann Großkraftwerke (Wasser, Dampf).

[110] heute als Konzept mit dem Begriff Nachhaltigkeit belegt. Grund war forstwirtschaftlicher Zwang.

[111] Albrecht, Jutta – Jana Lippelt. Kurz zum Klima: Sackgasse fossile Energie. www.cesifo-grooup.de/portal/page/portal/’DocBase_content/ZS/ZS-ifo_Schnelldienst/zs-sd-2010/zsl-sd-2020-13/ifosd_29020_13.6.pdf Derzeit 80 % der Energienachfrage sind fossile Energieträger.

[112] im Dritten Reich forciert durch den Vierjahresplan.

[113] http://de.wikipedia.org/wiki/Kohleverflüssigung Dort Abschnitt Geschichte.

[114] Rabich, Adalbert. Ein Ingenieur in den Leuna-Werken 1927 bis 1964. GRIN-Ve3rlag. 2006. Technisches Chemiemuseum in Merseburg. [Ammoniakwerk Merseburg als Sitz und Teil der IG Farbenindustrie] . Um 1950 stellte die DDR um auf Petro-Chemie. Damit wird der spezielle Hochdruck-Apparatebau überflüssig.

[115] Autarkiebetrieb, Tochter des Ammoniakwerkes Merseburg (Leunawerke).

[116] Energienutzung aus Abfall und Reststoffen. Verlautbarung Verein Deutscher Ingenieure, VDI-GET. 1985. Rabich, Adalbert. Anhörung BT-Ausschuß-‚Drucksache 10/98 v. 26.06.1985 [Stellungnahme]

[117] Müller-Wondorf, R. Kunststoffverwerter fordern praxisgerechte EU-Abfallkriterien. vdi-nachrichten, Bad Neuenahr, 06.07.2012. S. 16. Hierzu: E. Rehbock, bvse. (Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung.)

[118] Zischka, Anton. Der Kampf um die Weltmacht Öl. Leipzig: Goldmann. 1934, sodann weitere Werke. Siehe auch: Die alles treibende Kraft, Weltgeschichte der Energie- Heidelberg: Energieverlag. 1988.

[119] über Wärme in Dampf-Strömungsenergie und dann über Generatoren in elektrischen Strom.

[120] http://idew-online.de/pages/de/news483839 Maria Klasen, Kommunikation Stiftung Mercator ^18.06.2012

[121] www.bundesregierung.de/Content/lDE/Artikel/2011/06/2011-06-06l-energiewende-kabinett-weitere-informationen.htm Dort auch: Ziele und Umsetzung im Blick behalten.

[122] www.bmu.de/energiewende/beschluesse_und_massnahmen/doc/print/46512.php

[123] Beispiel: es wird die Festlegung von Qualitätskriterien geprüft, was immer das heißen mag. Die Netzplantechnik verlangt technisch Zielvorgaben und Angabe der Durchführenden.

[124] Schätzung BMU, zitiert in Langeheine, Jürgen. Energiepolitik in Deutschland, das Geschäft mit der Angst. Athene Media. 2012. – Keil, Günter. [Dr.-Ing.] Die Energiewende ist schon gescheitert. Mediaverlag. 2012. Dort Angaben und Beispiele für die Problematiken und Fehlinvestitionen. www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die-energetiewende-ist-bereits-gescheitert – Teil 2.

[125] hier sind offensichtlich noch nicht die teueren WEA oberhalb 4 MW in See eingerechnet.

[126] Waver, Tim. Effiziente Ausgestaltung von Regelenergieauktionen zur Verringerung der Netznutzungsentgelte. www.wiwi.uni-muenster.de/vwt/organisation/veroeffentlichungen/Waver (2005) - Ausgestaltung... Förderungen erneuerbarer Energien im liberalisierten deutschen Strommarkt. 2007/ http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-3603/diss_waver.pdf

[127] unübersichtlich, sie kommen z.T. aus dem Kernkraftwerks-Bereich.

[128] Rabich, Adalbert. Verantwortung des Sachverständigen. In: Handbuch Probenahme und Qualitätssicherung. Kap.2.7, IQS Freiberg. 2003.

[129] es gibt auch kritische Stimmen hierzu: Merkels Energiewende: extrem teuer, direkt in die Sackgasse. Keil, Günter. 27.06.2012. www.eike-klima-energie-eu/news-cache/merkels-energiewende- Siehe auch: http://ökowatch.org/index.php/de/component/content/article/1/444-guenter-keil-kritisieert-energiewende-planen .

[130] Talbot, David. 2012. MIT www.technologyreview.com/featured-story/428^145/ Dort viele Kommentare.

[131] http://de.wikipedia.org/wiki/Energiewende, unter Begriff. – Paulitz, Henrik. Dezentrale Energiegewinnung. Eine Revolutionierung der gesellschaftlichen Verhältnisse. www.ippnw.de/atomenergie/energiewende/artikel/b93f91816b/dezentrale-energiegewinnung-eine-r.html

[132] http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrizitätswirtschaft.

[133] VDEW-Statistik, nach: Stürmer, Johannes. Instandhaltungs- und Erneuerungsstrategien in Verteilungsnetzen. Aachen: Shaker Verlag. 2002, S. 24, nach König, Siegfried. 20.12.2004, Folie 7

[134] Teusch, Jens – Balazs Mellar 03/2011. www.europarl.europa.eu/ftu/pdf/de/’FTU_4.13.2pdf

[135] entflochten, unbundling

[136] EU Dritte Binnenmarktpaket/ Richtlinien 2003. http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Energiewirtschaft. :

[137] über EDIFACT, Verfasser war bei DIN im Normausschuß. Siehe auch: Rabich, Adalbert, Entwicklungsstand und –notwendigkeiten für die Anwendung automatischer Identifikations-Systeme und den Einsatz von Nachrichtentypen EDIFACT im Bereich des Transportes schutzwürdiger Güter und von Sonderabfällen. 30.09.1990 (für Normung, zu gleich für eine größere Firma). – Rabich, Adalbert6. Begleitscheinverfahren mit EDIFACT. Bericht für DIN-NTK und das BMUNR. 08.01.1990. – Einsatz im Strommarkt, hier verantwortlich: MaBiS. www.cronosnet.de/Themen/Umsetzung_MaBiS Bilanzkreisabrechnung Strom. BNAgentur.

[138] www.bundesnetzagentur.de/DE/DieBundesnetzagentur/UeberDieBundesnetzagentur Aufgaben

[139] es ist zu beachten, dass Sonderregulierungen, z.B. für die Netzanbindung von Offshore-Windparks z.B. sich in den Netzanbindungskosten und Entgelten niederschlagen [eigentlich streckengebunde Entgelte erforderlich].

[140] Steinlein, Christina. Das Risiko für Netzausfülle steigt. Focus 25.05.2012 www.focus.de/wissen/technik/tid-25927/die-groessten-herausforderungen-der-Energiewende. Karl-Friedrich Ziegahn, KIT Karlsruhe.

[141] www.etechnik.hs-mannheim.de/dit/Scripten_LV/NLT_skript.pdf und www.ias.uni-stuttgart.de/lehre/vorlesungen/at2/vorlesung/umdruck/at2_ws1112_kapitel_05.pdf

[142] Sie wird viertelstündlich in Strommengen-Einheiten reallastgemäß ermittelt, die statistisch mittleren Werte (Mediane) der monatlichen Summen DBI (ein) und DBE (ausgang) soll gering sein. BMAgentur MaBiS BK6-07-002, Kapitel 1.2.3 und 1.24. Wenn Verteilnetzbetreiber < 100 Tsd. Kunden haben, dann eigener Bilanzkreis. Neidert, Andy – Andreas Kolo. [BTU EVU UB] Studie zur Umsetzung der MaBiS bei Verteilnetzbetreibern. 2011. www.zfk.de/zfkGips/ZFK/zfk.de/Infothek/Smart_Metering/Smart_Metering_/MaBiS-Studie.pdf .

[143] http://de.wikipedial-org/wiki/Marktregeln_für_die_Durchführung_der_Bilanzikreisabrechnung-Strom

[144] www.bmwi.de/Dateien/Energiepolitik/PDF/optionen-zukuenftige-struktur-stromübertragungsnetz-abschlussbericht-kurzfassung.

[145] Blackaby, Nickel, Konferenzdirektor der Messe Power-Gen Europe. Pasche, Eckart. vdi-nachrichten v. 22.6.2012. swe S. 13

[146] Vorsitzender Grünewald des BDI-Ausschusses Energie- und Klimapolitik. www.bdi.eu/Pressemitteilungen_Energiekonzept22772718,htm 24.05,2012 - www.investitionsagende.de/node/166/127 Politik muss Versorgungssicherheit garantieren.

[147] eine die Gesamtheit der Nation (BRD) betreffend, d.h. z.B. in der Stromerzeugung.

[148] Erzeugungs-Alternative mit Energien aus der Natur, die unerschöpflich scheinen. Begriff siehe: Krause-Bossel-Müller: Energiewende. Frankfurt/Main. Fischer. 1980 IS’BN’’ 3-10-007705-9 [Öko-Institut], Folgen: Umbruch in der Erzeuger-Struktur, damit Erfordernis einheitlicher Qualitäts- und Betriebsnormen.

[149] www.bundesregierung.de/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenz 23. Mai 2012

[150] www.breslau.diplo.de/vertretung/breslau/de/05/05_Klima_Energie-Umwelt/Klima_Energie_Umwelt Siehe auch: http://energiewende.kfw.de/was_ist_energiewende.html Energiewende ist eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ziele für die kommenden Jahrzehnte. Jeder einzelne ist gefordert.

[151] Antrag des Verfassers als VDI-Mitglied und aktiver Akteur im VDI vom 25.05.2012 mit einem Anhang „Grundüberlegungen zur Bestätigung von Annahmen im Klima-Modell“. Bezug zum Aufstellen eines Modells im Buch: Rabich, Adalbert. Suchen nach der richtigen Antwort. ISBN 978 656 17898. 2012. books.google.de

[152] Der Vorsitzende des VDI hat bereits Ende 1917 diesen Willen proklamiert, zitiert nach Ludwig, Karl-Heinz. Technik und Ingenieure im Dritten Reich. Düsseldorf 1974/79, S. 50 zitiert nach: Orland, Barbara. Der Zwiespalt zwischen Politik und Technik. www.tg.cthz.ch/document/pdf_files/OrlandSPERR.ppdf S.6 Fn. 23

[153] so Albert Speer, Erinnerungen, 1969, S. 223, zitiert von Orland, S. 10, Fn. 49

[154] Orland, S. 13, Rede A. Speer als Angeklagter am 31.08.1946 im Nürnberger Prozess. In Fn. 62: Internationaler Militär-Gerichtshof (Hrsg.). Bd. 16, 1948, S. 630 Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher.

[155] 06.09.2011 www.unesco.de/5956.html The global responsibility of Engineers in the 21st Century.

[156] oben als Antrag vom 25.05.2012 bezeichnet, Antwort vom 06.06.2012 Direktionsassistenz Dr.-Ing. W. Fuchs

[157] ausschließlich die Frage, was ist politisch gewollt und realistischer Weise umsetzbar. Die Gremien haben beschlossen, keine öffentliche Grundsatzdiskussion zu führen. Es besteht ein gesellschaftlicher Konsens, die Energiewende zu realisieren. Deshalb werden wir als VDI die Vernetzung der Energiewende im Hinblick auf die Versorgungssicherheit kritisch begleiten. Wir haben zu den konkreten Gesetzvorhaben Stellung genommen und teilweise an den zugehörigen Anhörungen aktiv mitgewirkt.

[158] VDI, Januar 2011. Wanduch, ‚Volker – Dirk Manske. Klimaschutz und Energiepolitik: Regenerative Energien in Deutschland, Stand der Entwicklung und Schlussfolgerungen. VDI-Gesellschaften GEU, Statusreport. www.vdi.de/geu Zitate auszugsweise, z.T. gekürzt. S. 1, 2, 4 und 10.

[159] Wanduch – Manske, Positionspapier, März 2010. S. 3, 4, 6 und 8 sowie 9.

[160] Siehe hierzu: www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Treibhauseffekt_Lue_Li.pdf. 2010 [Treibhausgas]

[161] siehe hierzu: http.//klauseberhardwagner.wordpress.com/2012/05/24/wird-die-energiewende-zur energiefalle?

[162] Ethische Ingenieurverantwortung, Universität Stuttgart, Institut für Philosophie. Abschlußbericht. Juni 2000. http://elib.uni-stuttgart.de/opus/volltexte/2007/3171/ S.27/28 und 31 sowie 64. Siehe auch: Hubig, Christoph. Ethische Ingenieurverantwortung. Edition Sigma, April 2003. ISBN-13: 978-3894049553 - Maring, Matthias. Verantwortung in Technik und Ökonomie.2009. http://uvka.ubka.uni-karlsruhe.de/shop/download/100009464.

Darin: Decker, Michael. Zukünftige Technologien umfassend bewerten. S. 120ff.

[163] Decker, M. S. 121

[164] Walz, Rainer: In: Maring, 2009, S. 198.

[165] in VDI-Jahrbuch 2009. Baumgärtner u.a. Klimawandel – Ingenieure in der Erantwortung. www.architekten24.de/media/alb/news/11108/klimaschutz.pdf

[166] Bundesumweltminister Röttgen am 11.02.2010 in Berlin: Was bedeutet Fortschritt heute? www.bmu.de/presse/reden/peter_altmaier/doc/print/45714.php? 7. Absatz: Weil (die Regierung) auf Mehrheiten angewiesen ist, ist sie in ihrer Fähigkeit, diesen Prozess zu steuern und die Welt zu führen, behindert.

[167] Gabriel-Holtmann. Handbuch, Politisches System der BRD. München: Oldenbourg. 2005, S. 242/3/5

[168] Viciska, Kristina. Politikberater als Mitregenten. Hamburg: Diplomica. 2012. ISBN 978 38428 6553-4

[169] Christensen, Eva. Der Einfluss von Interessensverbänden auf den politischen Willensbildungsprozess. Universität Freiburg. 2002. www.grin.com/de/e-book/22644/der-einfluss-von-interessensverbaenden-

[170] http://kulturkritik.net/begriffe/begr_txt.php?lex=repraesentativedemokratie

[171] Zitat Nr5. 9 bei Christensen.

[172] Johannes Scherr, (1817-1886, Zürich) in : Ein Memento. Menschliche Tragikomödie. 11. Buch. Leipzig: Otto Wigand. 1883, S. 86

[173] Rabich, Adalbert. Das Suchen nach der richtigen Antwort. GRIN-Verlag. 2012 und www.eike-klim-energie.eu/grundueberlegungen-zur-bestaetigung-oder-widerlegung-von-annahmen-im-klimamodell 2012

[174] McKitrick, R. Ross – und Lise Tole. Evaluating explanatory models of the spatial pattern of surface climate trends using model selection a Bayesian averaging methods. Climate Dynamics, 2012, DOI:10.1007/so00382-012-1418-9 In 20 von 22 Fllen finden wir, dass Klimamodelle entweder nicht besser oder sogar schlechter sind als Zufallszahlen: Quelle: www.eike-klima-energie.eul/eID=assistme_base_print&elem.. –Steirou, E. – D. Koutsoyiannis. Investigation of methods for hydroclimiate date homogenization. European Geosciences Union General Assembly, 2012, Geophysical Research Abstracts, 14(2012) 956-1. 181 Temperatur-Meßstationen während der letzten 100 Jahre wurden auf Inhomogenitäten untersucht, Korrekturmethoden.

[175] Intergovernmental Panel on Climate Change, Genf, 27.06.2012 IPCC Press Release. Gemäß recommendations issued in August 2010 by the InterAcademy Council (IAC).

[176] http://en.wikipedia.org/wiki/Review bzw. http://de.wikipedia.org/wiki/Review (hier nur Hinweis)

[177] Vaclav Smil. http://spectrum.ieee.org/energy/renewables/a-skeptic-looks-at-alternative-energy/0

[178] Beispiel hierfür Deutschland und China. Ohlhorst, Dörte. Windenergie in Deutschland; Konstellationen, Dynamiken und Regulierungspotenziale im Innovationsprozess. Wiesbaden: Verlag f. Sozialwissenschaften.2009 - Enzmann, Alexander. Abschätzung zukünftiger Welthndelsanteile Deutschlands im Bereich der Windenergie anhand eines systemdynamischen Lead Markt Ansatzes. Diplomarbeit Universität Karlsruhe, IWW. 2008.

[179] Pasche, Eckart. Energiewende dämpft Kraftwerksgeschäft. vdi-nachrichten, Köln, 22.06.2012 S.13

[180] Höchstverbraucher = solche, die innerhalb eines Jahres in 7 Std. Betriebsstunden mehr als 10 GWh Strom verbrauchen; sie brauchen keine Netzentgelte zu zahlen. Schroeter, Stefan. Größte Stromverbraucher immer mehr entlastet. vdi-nachrichten, Leipzig, 29.06.2012 Nr. 26.

[181] Rabich, Adalbert. Der Hydraulikbagger und die konkurrierenden Erdbau-Geräte, die Marktaussichten einer 50 PS Raupe. Bericht Batellle-Institut für Vorstand Orenstein-Koppel, Dortmund. 1962 + . hier weitere Berichte.

[182] ablesbar an Stand der Regelwerke [IEC 61400 ff., z.B. T.3 in See befestigte oder schwimmende WEA] und der daten-registrierten Ausfälle, Reparaturnotwendigkeiten und technischen Verfügbarkeiten. Faust, M. Wind Kraft Journal 6/2011, S.16 n. Fraunhofer Institut für Windenergie IWES, Windenergie Report Deutschland 2010, hier besonders Ausfälle der Regelungseinheit und Elektrik. Ohne Netz-Steuerung.

[183] lässt keine Rückschlüsse auf die Güte der Anlage, Dauerbetrieb und Leistungsabgabe etc. zu. Leistungsbegriffe der Energiewirtschaft siehe www.juramagazin.de/energiewirtschaft-leistung

[184] Definition nach Clearingstelle EEG, www.clear4ingstelle-eeg.de/file/StellungnahmeCSEEGRefE.pdf ≡ Brutto-Engpassleistung = höchste Dauerleistung, …die die Lebensdauer der Anlage nicht beeinträchtigt. Sie ist durch den leistungsschwächsten Anlagenteil (Engpaß) begrenzt. Begriffe der Versorgungswirtschaft VDEW.

[185] diese schwer durchschaubar, weil Zusatzkosten entstehen für Leistungsabsicherung, kurzfristige Ausregelung der schwer prognostizierbaren Windeinspeisungen, Abtransport der Windleistung ins Netz usw. Siehe: Wagner – Brückl, Energiewirtschaftliche Tagesfragen 2002, Heft 3. TU München.

[186] nach BMU-Daten 2010 betrug sie bei Wind über alle Anlagen hinweg 1379 h/a. DEWI + BWE. BMU/Br.Hiss

[187] BMU – KI III 1 1022, März 2012. Folie 2. Nach Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik. Nach Folie 8 sind dagegen 7,6 % (Endenergieverbrauch) angegeben. - Die installierte Leistung der 22 297 WEA in Deutschland betrug 29.075 GW. BMU 2011, Folie 18; die Umsätze 1,4 Mrd.€, Folie 42.

[188] Betz, Albert. Windenergie und ihre Ausnutzung durch Windmühlen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. 1926. Nachdruck 1994. http://de.wikipedia.org./wiki/Geschichte_der_Windenergienutzung

[189] Durchschnittlich installierte Leitung pro WEA (Windenergieanlage) auf, die erst 2000 die 1 MW/WEA über schreitet und 2009 die 2 MW/WEA. Nach Angaben von DEWI GmbH. www.dewi.de

[190] http://de.wikipedia.org./wiki/Blindleistungskompensation

[191] www.dgs-solar.ortg/164.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=1558&cHash=28f429fc32

[192] www.haus-und-finanzen.de/windfonds-windenergiefonds.php WEA nicht überall effizient und gewinnbringend nutzbar, sehr abhängig von den Wetterverhältnissen. Außerdem variieren die Methoden der Kapitalgeber je nach gesetzlichen Regelungen noch über steuerliche Verlustzuweisungen u.a.

[193] VDMA/Bundesverband Windenergie. www.vdma.org/wps/wcm/connect/Home/de/Verband/ 13.06.2012 Als Maschinenanlage ist der Rotor mit Antrieb kostenintensiv, bautechnisch der Turm mit seiner Gründung.

[194] Eigentum der WEA als Sonderrecht unabhängig vom Grundstückeigentümer. Sicherung von Grundstücksrechten für Windparkprojekte. www.goerg.de/Legal-Updates.18.0?&no_cache=1&tx_kbgoe

[195] EEG § 21-

[196] DNA 2012 www.thema-energie.de/energie-erzeugen/erneuerbare-energien/windenergie/grundlagen/offshore

[197] www.kni.de/media/pdf/Marktakteuire_Eerneueerbare_Energien_Anlagen_in_der_Stromversorgung. 2011 Veröffentlichung trend:research. Einzelne Diagramme geben die Verhältnisse wieder. Herkunft der Daten?

[198] Wilhelm, Daniela. Untersuchung von Alternativen des Betriebes einer WEA nach Ablauf der planmäßigen Nutzungsdauer aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive. www.tu-harburg.de/sdb/Diplomarbeiten/Studienarbeiten/Studienarbeit_Wilhelm.pdf

[199] In Windparks stellt jede WEA mit Transformator und die zugehörige Verkabelung ein eigenständiges Wirtschaftsgut dar, die Abschreibung durch den Eigentümer kann mit dem Eigenbesitz erfolgen. BFH Urteil vom 01.02.2012 IR 57/10, veröffentlicht l25.04.2012. www.sis-verlag.de/archiv/5239-bfh-abschreibungsbeginn

[200] www.forwind.de/forwind/index.php?article_id=113&clang=0 Typische Schäden an Rotorblättern/Sensormeßtechnik. Siehe Hottinger Baldwin Messtechnik.

[201] Albers, Hermann. Präsident des Bundesverbandes für Energie e.V. www.availon.eu/uploads/pics/availlon_onservice_09-2011_de_04.pdf S.6

[202] Rabich, Adalbert. Vergleich von hoch übersetzenden Getrieben mit i = 100. TH Braunschweig, Dipl.Arbeit.

[203] Im BMU-Jahresbericht 2011 S. 30 sagt der Geschäftsführer der DEWI GmbH.: Mancher Hersteller flieht vor der Getriebeproblematik und geht in die getriebelosen Anlagen, nur um dann mit anderen Problemen konfrontiert zu werden. Beide Typen müssen technisch gut durchdacht sein.

[204] www.udo-leuschner.de/basiswissen/SB109-4.htm Siehe auch: www.physik.fh-mannheim.de/homepages/kni/lehre/e/ren/vortraege/lss2005/generatortypen.pdf Verschiedene Generatortypen.

Ende der Leseprobe aus 264 Seiten

Details

Titel
Die Kraft der Sonne. Wie die Energiewende in Deutschland gelingen kann
Autoren
Jahr
2013
Seiten
264
Katalognummer
V266384
ISBN (eBook)
9783656560593
ISBN (Buch)
9783956871054
Dateigröße
7589 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kraft, sonne, energiewende, deutschland
Arbeit zitieren
Dr. A. Rabich (Autor)B. Fischer (Autor)M. Gallée (Autor)M. Sundermann (Autor), 2013, Die Kraft der Sonne. Wie die Energiewende in Deutschland gelingen kann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266384

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Kraft der Sonne. Wie die Energiewende in Deutschland gelingen kann


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden