Nach der nuklearen Katastrophe von Fukushima 2011 wurde nichts heißer diskutiert, als die Abschaffung der Atomkraft und der Wechsel zu Erneuerbaren Energien. In Zukunft sollen Wasser, Wind und Sonne alle Haushalte in Deutschland mit dem nötigen Strom versorgen. Das Risiko, die Stromversorgung damit nicht sichern zu können, steht dabei dem Wunsch nach Sicherheit und Umweltverträglichkeit gegenüber.
Fakt ist, dass Deutschland in Punkto Energiewende eine Vorreiterrolle in der Welt einnimmt. Der Markt für die entsprechende Technik floriert, und doch bleibt die Frage: Kann die Energiewende gelingen?
Aus dem Inhalt: Die politische Entscheidungsfindung, Konventionelle Energien vs. Erneuerbare Energien, Akzeptanzprobleme, Netzmonopole, Das CO2-Problem, Die Energiewende in Deutschland
Inhaltsverzeichnis
Energiewende. zwischen Politik und Sachverstand
Zusammenfassung/Abstract
Allgemeines zur politischen Entscheidungsfindung
Nutzung der Wissenschaft für die Politik?
Begrenzt verfügbare Rohstoffe und der mögliche „Ersatz“ von Energie-Trägern.
Die Energiewende und die Ambivalenz von Fakten.
Die Energiewende: überregionale und nationale Gesichtspunkte für den Ingenieur.
Was ist der wahre politische Wille und von wem wird er beachtet?
Entwicklung der Vollversorgung mit nichtfossilen Energieträgern.
Schlussfolgerungen.
Die Energiewende in Deutschland aus wirtschaftstheoretischer Sicht
Einleitung
Zielkonflikte und Handlungsfelder einer zukunftsfähigen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Netzmonopole als „Flaschenhals“ für eine erfolgreiche Energiepolitik
Das CO2-Problem: Inakzeptable Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft durch fossile Energieträger
„Auslaufmodell Kohlekraftwerk“ oder die Reduzierung der brisanten Importabhängigkeit von knappen Ressourcen
Begünstigung der Erneuerbaren – ein Fass ohne Boden?
Fazit
Erneuerbare Energien
Einleitung
Konventionelle Energien
Erneuerbare Energien
Zukunftsprojekte
Speichertechnologien
Fazit
Chancen und Risiken der Energiewende für die Industrie
Einleitung
Energiewende.
Gründe für die Energiewende.
Umsetzungskonzept.
Negative Folgen.
Logistik.
Steigende Transportkosten
Implikation auf Logistikprozesse
Produktion.
Steigende Energiekosten.
Implikation auf Produktionsprozesse.
Lösungsansätze
Logistik.
Energieeffizienz im Güterverkehr.
Energieeffizienz in der Schifffahrt.
Optimierter Umschlag.
Produktion.
Unterbrechungsfreie Stromversorgung
Energiemanagementsoftware
Kraft-Wärme-Kopplung.
Fazit.
Zielsetzung & Themen
Die Publikation analysiert die Energiewende aus verschiedenen Perspektiven – politisch, wirtschaftstheoretisch und industriell-praktisch – mit dem Ziel, die Herausforderungen, Risiken und ökonomischen Implikationen dieser Transformation auf die deutsche Energieinfrastruktur und -wirtschaft zu beleuchten.
- Politische Entscheidungsfindungsprozesse und die Rolle des Sachverstands
- Wirtschaftstheoretische Analyse von Marktversagen und externen Kosten
- Technische und ökonomische Herausforderungen der Wind- und Solarenergie
- Implikationen der Energiewende für Logistik und industrielle Produktion
- Diskussion über Versorgungssicherheit und Speicherkonzepte
Auszug aus dem Buch
Die Energiewende und die Ambivalenz von Fakten.
Jede Energieerzeugung, jedes technische Verfahren birgt Gefahren und Betriebsrisiken, die von Ingenieuren nach dem Stand von Technik und Wissenschaft minimiert werden, bei Kernkraftwerken sogar mit hohem Einsatz einer Kommission. Seit der Industrialisierung besteht gegenüber der Technik eine gewisse Aversion, obwohl man die als positiv empfundenen Errungenschaften gern annimmt. Risiken bestehen auch im Energiebereich, die in nicht minderer Größenordnung als eine Gefahr auf menschliches Leben und Gesundheit vorhanden sind, wenn man das Versagen der Versorgung ebenso als hochkritisch ansieht.
Von manchen wird die Wende auf „alternative“ Energien“ fast ausschließlich als mit Vorteilen gegenüber bisherigen Verfahren gepriesen, ja der Energiewende wird eine Demokratisierung der Energiegewinnung unterstellt, weg von Großkraftwerken und das sogar mit einer Erhöhung der Versorgungssicherheit durch Dezentralität, Verminderung der wirtschaftlichen Risiken einer Energieknappheit bzw. einer Energiekrise, schnelle Anpassung an den Bedarf bei kleineren Kraftwerken herausgestellt. Möglicherweise ist diese Auffassung eine Folge ungenügenden Durchblicks durch die Materie oder man wartet einfach optimistisch ab, was denn da noch kommt. Das ist jedoch nicht die Art einer Vorsorge oder einer Verantwortung von Ingenieuren.
Zusammenfassung der Kapitel
Energiewende. zwischen Politik und Sachverstand: Untersucht die politischen Entscheidungsprozesse hinter der Energiewende und kritisiert das Fehlen technischer Sachkompetenz bei ad-hoc-Entscheidungen.
Die Energiewende in Deutschland aus wirtschaftstheoretischer Sicht: Analysiert die Energiepolitik unter dem Aspekt des Marktversagens, der Netzmonopole und der Internalisierung externer Kosten.
Erneuerbare Energien: Bietet einen Überblick über die technologischen Aspekte, Chancen und Risiken erneuerbarer Energien, insbesondere der Windkraft.
Chancen und Risiken der Energiewende für die Industrie: Beleuchtet die wirtschaftlichen Folgen für die Industrie, insbesondere in Bezug auf Logistik, Produktionskosten und notwendige Effizienzsteigerungen.
Schlüsselwörter
Energiewende, Stromerzeugung, Netzstabilität, Erneuerbare Energien, Windkraft, Wirtschaftlichkeit, Industriepolitik, Versorgungssicherheit, Externer Effekt, Marktversagen, Netzausbau, Energiepolitik, Ingenieurwesen, Nachhaltigkeit, Klimawandel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Publikation grundsätzlich?
Die Publikation bietet eine umfassende Analyse der deutschen Energiewende aus politischer, wirtschaftlicher und technischer Perspektive, wobei besonderes Augenmerk auf die Herausforderungen und Risiken gelegt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt unter anderem die Rolle der Politikberatung, wirtschaftstheoretische Grundlagen der Energieversorgung, die Herausforderungen bei der Integration erneuerbarer Energien sowie die Auswirkungen auf Industrie und Logistik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, eine fundierte Einschätzung zu geben, ob der Umbau des Energiesystems auf erneuerbare Quellen unter den gegebenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ökonomisch sinnvoll und gesamtgesellschaftlich lohnend ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine interdisziplinäre Analyse unter Einbeziehung von volkswirtschaftlichen Nachbardisziplinen wie Preis- und Markttheorie, Netzwerkökonomie sowie Umwelt- und Ressourcenökonomie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Sektoren: Von einer politisch-kritischen Betrachtung über die wirtschaftstheoretische Einordnung bis hin zur Analyse spezifischer Auswirkungen auf Windenergie, Industrie, Logistik und Energieeffizienztechnologien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Energiewende, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Netzmonopole, externe Kosten und technologische Transformation.
Welche Rolle spielt die Netzleittechnik für die Energiewende?
Sie ist ein unerlässliches Instrument zur Steuerung eines zunehmend dezentralen und fluktuierenden Energiesystems, wobei deren Komplexität und die Notwendigkeit von Hochleistungsprozessrechnern hervorgehoben werden.
Warum wird das Thema „Desertec“ im Buch spezifisch diskutiert?
Es dient als Fallbeispiel für eine große, visionäre Idee zur Energieerzeugung in Wüstenregionen und verdeutlicht die damit verbundenen komplexen technischen, politischen und sicherheitstechnischen Probleme bei der Anbindung an europäische Netze.
- Citation du texte
- Dr. A. Rabich (Auteur), B. Fischer (Auteur), M. Gallée (Auteur), M. Sundermann (Auteur), 2013, Die Kraft der Sonne. Wie die Energiewende in Deutschland gelingen kann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266384