Diese Hausarbeit soll die erste Annäherung an die Sozialpsychiatrie um den Aspekt der Selbst- und Mitbestimmung in der gegenwärtigen Praxis der klinischen Psychiatrie erweitern. Im Kern geht es dabei um die Frage, inwiefern der Anspruch, der sich aus ethischen und rechtlichen Normen sowie neueren Ansätzen in der Sozialen Arbeit ergibt, und die Wirklichkeit der psychiatrischen Behandlung im Hinblick auf die Selbst- und Mitbestimmung von Patienten derzeit übereinstimmen. Dazu sollen ausgehend von grundlegenden normativen Bestimmungen und der (Kurz-) Vorstellung des Empowerment-Konzepts auf Basis sozialwissenschaftlicher Fachliteratur in den ersten beiden Kapiteln, über Erfahrungen von dazu befragten Betroffenen im dritten Kapitel, in einem abschließenden Resümee Erkenntnisse im Hinblick auf die Fragestellung dieser Arbeit und künftiger Zielsetzungen psychiatrischer Praxis getroffen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der normative Rahmen von Patientenautonomie
- Ethische Aspekte
- Rechtliche Grundlagen
- Neue Perspektiven: Das Empowerment-Konzept
- Begriff und Definitionen
- Grundgedanken
- Konsequenzen für die Psychiatrie
- Die Sichtweise von Psychiatrie-Erfahrenen
- Resümee: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der Praxis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Selbst- und Mitbestimmung von Patienten in der klinischen Psychiatrie und setzt sich mit der Übereinstimmung von Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Dabei werden die ethischen und rechtlichen Grundlagen sowie das Empowerment-Konzept beleuchtet.
- Normativer Rahmen der Patientenautonomie
- Das Empowerment-Konzept und seine Bedeutung für die psychiatrische Praxis
- Die Erfahrungen von Psychiatrie-Erfahrenen
- Die Spannungsfelder zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der Selbst- und Mitbestimmung von Patienten
- Künftige Zielsetzungen psychiatrischer Praxis
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt den Kontext der Sozialpsychiatrie und die Relevanz der Selbst- und Mitbestimmung von Patienten vor.
- Der normative Rahmen von Patientenautonomie: Dieses Kapitel behandelt die ethischen und rechtlichen Grundlagen der Patientenautonomie, mit Fokus auf die historische Entwicklung und den Wandel vom Paternalismus-Ethos zum Autonomie-Ethos.
- Neue Perspektiven: Das Empowerment-Konzept: Dieses Kapitel führt das Empowerment-Konzept ein, beleuchtet seine Definitionen, Grundgedanken und die Auswirkungen auf die psychiatrische Praxis.
- Die Sichtweise von Psychiatrie-Erfahrenen: Dieser Abschnitt präsentiert Erfahrungen und Perspektiven von Menschen, die mit psychiatrischen Einrichtungen und Behandlungen konfrontiert waren.
Schlüsselwörter
Patientenautonomie, Selbstbestimmung, Mitbestimmung, Empowerment, Psychiatrie, Sozialpsychiatrie, Ethische Leitlinien, Rechtliche Grundlagen, Behandlungsrecht, Erfahrungen von Betroffenen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel dieser Arbeit zur klinischen Psychiatrie?
Die Arbeit untersucht die Übereinstimmung von ethischen und rechtlichen Ansprüchen mit der tatsächlichen Praxis der Selbst- und Mitbestimmung von Patienten in der gegenwärtigen Psychiatrie.
Was versteht man unter dem Empowerment-Konzept in der Psychiatrie?
Empowerment beschreibt Ansätze, die Patienten dazu befähigen, ihre eigenen Interessen selbstbestimmt zu vertreten und aktiv an ihrem Behandlungsprozess mitzuwirken.
Wie hat sich das Ethos in der Patientenbehandlung gewandelt?
Es ist eine historische Entwicklung von einem bevormundenden Paternalismus-Ethos hin zu einem modernen Autonomie-Ethos erkennbar, das die Selbstbestimmung in den Vordergrund stellt.
Welche Rolle spielen Psychiatrie-Erfahrene in dieser Untersuchung?
Die Erfahrungen und Perspektiven von Betroffenen werden herangezogen, um die Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und gelebter Wirklichkeit in psychiatrischen Einrichtungen zu verdeutlichen.
Was sind die rechtlichen Grundlagen der Patientenautonomie?
Die Arbeit beleuchtet die normativen Bestimmungen und das Behandlungsrecht, die den rechtlichen Rahmen für die Mitbestimmung von Patienten bilden.
Welche künftigen Zielsetzungen werden für die psychiatrische Praxis formuliert?
Ziel ist eine stärkere Ausrichtung an den Bedürfnissen der Patienten und eine konsequente Umsetzung von Mitbestimmungsrechten im klinischen Alltag.
- Quote paper
- Denise Krüger (Author), 2013, Selbst- und Mitbestimmung in der klinischen Psychiatrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267249