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Techno- und Ravekultur als posttraditionale Vergemeinschaftung von Jugendlichen

Titel: Techno- und Ravekultur als posttraditionale Vergemeinschaftung von Jugendlichen

Bachelorarbeit , 2013 , 70 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nicolai Lemm (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mein persönliches Interesse an der Techno- und Ravekultur, habe ich bereits vor mehr als zehn Jahren entdeckt. Es begann alles damit, dass ein guter Freund von mir sich als DJ und Veranstalter von monatlichen Club-Events ausprobierte. An diesen Freitagabenden wurde vorwiegend „Deep-House“ gespielt, eine verwandte Musikrichtung von Techno. Dieser Musikrichtung bin ich bis heute, mit ein paar wenigen Ausflügen treu geblieben. Diese und weitere Club-Events waren der Einstig in die Techno-Szene und sind meine Verbindung zu ihr bis heute. Sie symbolisierten für mich eine Parallelwelt in der alles und nichts möglich war. Ich konnte mich zur Musik gehen lassen und die Sorgen und Ängste des Alltags spielten in dem Moment der Verdichtung keine zentrale Rolle für mich.

Hauptaugenmerk dieser Arbeit soll es sein, das subkulturelle Phänomen, Techno- und Ravekultur als Form einer posttraditionalen Vergemeinschaftung von Jugendlichen, zu analysieren. Diese Betrachtung werde ich basierend auf der kritischen Auseinandersetzung mit verschiedenen Jugendkulturtheorien durchführen, um schlussfolgernd eine aktuelle Konkretisierung und Charakterisierung des Phänomens Techno- und Ravekultur herbeiführen zu können.

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in drei Oberthemen. Im ersten Teil dieser Arbeit wird eine grundlegende Begriffsbestimmung der Lebensphase Jugend vorgenommen. Hierfür wird im Mittelteil dieses Kapitels auf das Paradigma des Übergangs von Jugend in den Erwachsenenstatus näher eingegangen. Zentraler Fokus sind die Erwartungen an die Jugendlichen sowie die Entstrukturierung der Lebensphase Jugend in der Postmoderne. Fortfahrend wird auf den Wandel der Lebensphase Jugend eingegangen, unter Berücksichtigung der Begriffe Individualisierung und Kommerzialisierung. Der letzte Teil des Kapitels beinhaltet die Auseinandersetzung mit jugendkulturellen Stilen und Szenen im 21. Jahrhundert.

Der zweite Teil dieser Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Techno- und Ravekultur. Zentrale Gesichtspunkte sind hier die Anfänge von elektronischer Musik sowie die Entstehung der Techno- und Ravekultur in Deutschland. Diese Anfänge werden unter Betrachtung der wichtigsten Metropolen, Berlin und Frankfurt, konkretisiert.
Im Mittelteil dieses Kapitels wird näher auf die verschiedenen Subgenres von Techno eingegangen um Differenzierungen innerhalb der Techno- und Ravekultur aufzuzeigen. Die Elemente Rave, Event und Clubkultur haben hier eine zentrale Funktion. Zum Schluss werde ic

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lebensphase Jugend

2.1 Historischer Rückblick

2.2 Begriffsbestimmung Jugend

2.2.1 Psychologische Merkmale der Lebensphase Jugend

2.2.2 Soziologische Merkmale der Lebensphase Jugend

2.3 Differenzierung des Jugendbegriffs

2.3.1 Pubertät und Adoleszenz

2.4 Paradigma des Übergangs in den Erwachsenenstatus

2.4.1 Erwartungen an die Jugendlichen innerhalb der Lebensphase

2.4.2 Entstrukturierung der Lebensphase Jugend

2.5 Wandel der Jugend

2.5.1 Individualisierung

2.5.2 Kommerzialisierung

2.6 Jugendkulturelle Stile und Szenen im 21. Jahrhundert

2.6.1 Die Postmoderne

2.7 Resümee

3. Topographie der Techno- und Ravekultur

3.1 Anfänge elektronischer Musik

3.2 Entwicklung des Genres Techno in Deutschland

3.2.1 Berlin und Frankfurt

3.3 Darstellung der Techno-Stile

3.3.1 House

3.3.2 Trance/Ambient

3.4 Rave-, Event- und Clubkultur

3.4.1 Loveparade

3.5 Die Szene

3.5.1 Protagonisten

3.5.2 Der DJ

3.5.3 Der Raver

3.5.4 Stilisierung des Selbst

4. Jugendkultur Techno

4.1 Die Theorie der Subkultur

4.1.1 Subkultur und ihre Entwicklung

4.2 Techno- und Ravekultur als eine altersspezifische Teilkultur

4.3 Techno- und Ravekultur als Szene für posttraditionale Vergemeinschaftungen

4.3.1 Difference und Unity

4.4 Techno- und Ravekultur als eine Gegenkultur

4.5 Betrachtung der Techno- und Ravekultur als eine ästhetische Kultur

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Techno- und Ravekultur als eine Form der posttraditionalen Vergemeinschaftung von Jugendlichen, um deren Stellenwert und Charakterisierung in der heutigen Gesellschaft unter Berücksichtigung jugendkultureller Theorien zu bestimmen.

  • Wandel der Lebensphase Jugend (Individualisierung, Kommerzialisierung)
  • Entwicklung und Topographie der Techno- und Ravekultur in Deutschland
  • Theoretische Einordnung als Szene statt klassischer Subkultur
  • Identitätsstiftung durch Körperästhetik und Gemeinschaftserlebnisse

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Loveparade

Matthias Roeingh (alias Dr. Motte) rief am 01.Juli 1989 zur ersten Loveparade in Berlin auf. Das Motto war „Friede, Freunde, Eierkuchen“, welches für Friede (Abrüstung), Freunde (bessere Völkerverständigung), Eierkuchen (gerechte Verteilung von Nahrungsmitteln) stand (Meyer 2000, S. 114). In diesem Jahr folgten ca. 150 Raver drei VW-Bussen ausgestattet mit lautstarker Musik über den Berliner Kurfürstendamm (Farin 1998, S. 27). Im Folgejahr stiegen die Teilnehmerzahlen der zweiten Loveparade auf ca. 2.000 Teilnehmer an. Das Motto der zweiten Loveparade lautete „The Future Is Ours“. Dieser Ausspruch löste innerhalb der Techno- und Ravekultur einen Prozess der Partizipation aus (Meyer 2000, S. 114ff). Die Musik und der damit verbundene kollektive Spirit des gemeinsamen Feierns, wurden zu den zentralen Charakteristika der Techno- und Ravekultur (Poschardt 2001, S. 338). Die Szene fing an sich als Teil einer „Family“ oder „Unity“ zu betrachten, der sich vermehrt neue Anhänger anschlossen. Die Loveparade wurde zu einem Katalysator für kollektive Identität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das persönliche Interesse des Autors ein und erläutert die Zielsetzung sowie die Gliederung der Arbeit bezüglich der Analyse der Techno- und Ravekultur.

2. Lebensphase Jugend: Hier erfolgt eine theoretische Begriffsbestimmung der Jugend als Lebensphase unter Berücksichtigung soziologischer und psychologischer Aspekte sowie deren Wandel in der Postmoderne.

3. Topographie der Techno- und Ravekultur: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehung der Techno-Kultur in Deutschland, ihre Genres und die spezifische Bedeutung von Events und Clubs.

4. Jugendkultur Techno: In diesem Teil wird die Techno-Kultur soziologisch reflektiert und kritisch in den Kontext von Subkulturtheorien und posttraditionalen Vergemeinschaftungen eingeordnet.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und charakterisiert die Techno- und Ravekultur abschließend als ästhetische Kultur und posttraditionale Vergemeinschaftung.

Schlüsselwörter

Techno, Ravekultur, Jugend, posttraditionale Vergemeinschaftung, Szene, Identität, Individualisierung, Kommerzialisierung, Gemeinschaft, Subkultur, Körperästhetik, Loveparade, Musik, Jugendsoziologie, Postmoderne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das subkulturelle Phänomen der Techno- und Ravekultur und analysiert diese als eine Form der posttraditionalen Vergemeinschaftung von Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt den soziologischen Wandel der Lebensphase Jugend, die Entstehung der Techno-Szene in Deutschland sowie die theoretische Verortung dieser Szene in der heutigen Gesellschaft.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, eine aktuelle Konkretisierung und Charakterisierung der Techno- und Ravekultur durch eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Jugendkulturtheorien herbeizuführen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und kritischen Auseinandersetzung mit soziologischen und jugendkulturellen Theorien sowie der Auswertung bestehender Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Begriffsbestimmung der Jugendphase, eine detaillierte Topographie der Techno-Kultur und eine theoretische Analyse der Szene als posttraditionale Vergemeinschaftung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Techno, Ravekultur, posttraditionale Vergemeinschaftung, Jugend, Identität und Individualisierung.

Wie definiert der Autor die Bedeutung von "Difference" und "Unity" für die Szene?

Diese Mottos fungieren als symbolischer Zusammenhalt, die einerseits Zugehörigkeit ("Unity") versprechen und andererseits eine bewusste Abgrenzung von der Masse ("Difference") betonen.

Inwiefern hat sich die Rolle der Loveparade für die Techno-Szene verändert?

Die Loveparade entwickelte sich von einer kleinen improvisierten Demonstration zu einem Massenevent und Katalysator für die kollektive Identität der Szene, bevor sie nach ihrem Scheitelpunkt Ende der 90er Jahre schließlich eingestellt wurde.

Ende der Leseprobe aus 70 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Techno- und Ravekultur als posttraditionale Vergemeinschaftung von Jugendlichen
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Note
1,3
Autor
Nicolai Lemm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
70
Katalognummer
V267787
ISBN (eBook)
9783656577614
ISBN (Buch)
9783656577584
Sprache
Deutsch
Schlagworte
techno- ravekultur vergemeinschaftung jugendlichen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicolai Lemm (Autor:in), 2013, Techno- und Ravekultur als posttraditionale Vergemeinschaftung von Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267787
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Leseprobe aus  70  Seiten
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