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Die Pflege sterbender Menschen im Alten- und Pflegeheim

Eine empirische Untersuchung zur Einstellung des Pflegefachpersonals

Título: Die Pflege sterbender  Menschen im Alten- und  Pflegeheim

Tesis de Máster , 2011 , 125 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Master of Education Maria Röttger (Autor)

Ciencias de la enfermería - Otros
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Hintergrund: Gerade Alten- und Pflegeheimen kommt verstärkt die Aufgabe der Sterbebegleitung von hochaltrigen und schwerstpflegebedürftigen Menschen zu. Eine palliative Ausrichtung der Pflege ist bei den derzeitigen Versorgungsstandards jedoch noch nicht möglich. Dass vor allem den Pflegekräften eine zentrale Bedeutung bei der Begleitung am Lebensende und den damit verbundenen ethischen Entscheidungen zukommt, wurde in bisherigen Meinungsforschungen zumeist noch nicht berücksichtigt.
Methode: Die Datenerhebung (01-03/2011) erfolgte mittels eines standardisierten Fragebogens und richtete sich an Pflegefachkräfte der stationären Altenpflege in der Stadt und im Landkreis Osnabrück. Neben ihrer Beurteilung der palliativen Versorgungssituation wurden die Pflegenden um ihre Einschätzung zu verschiedenen Formen der Sterbehilfe gebeten. Teilweise wurde bei der Konstruktion des Fragebogens auf eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin aus dem klinischen und ambulanten Sektor zurückgegriffen.
Ergebnisse: Die Auswertung der für Stadt und Landkreis Osnabrück repräsentativ angelegten Studie (Rücklaufquote 33,7 %; n=362) zeigte eine große Zufriedenheit der Befragten mit ihrer aktuellen Berufssituation sowie langjährige Berufserfahrung und Arbeitgeberzugehörigkeit. Die palliative Qualität der Altenpflegeeinrichtungen wurde hochwertiger eingestuft als es nach derzeitigem Stand der Forschung hätte prognostiziert werden können. Ärztlich assistierter Suizid, indirekte Sterbehilfe und palliative Sedierung wurden mehrheitlich befürwortet, Tötung auf Verlangen des Bewohners oder auf Bitten der Angehörigen und Therapieabbruch bei infauster Prognose ohne expliziten Wunsch des Betroffenen oder seiner Angehörigen wurden überwiegend abgelehnt. Die Befragten wurden in ihrer Einstellung vorwiegend von pflegerischen und persönlichen Erfahrungen sowie eigenen ethischen Prinzipien geprägt.
Folgerungen: Dass die subjektive Wahrnehmung der Pflegekräfte in Bezug auf die Begleitung von Sterbenden so positiv ausfällt, weist u.a. auf eine mangelnde Kenntnis von palliativen Verbesserungsoptionen hin. Neben weiterem Fortbildungsbedarf in Palliative Care und der Diskussion ethischer Konfliktsituationen in den Pflegeteams bedarf es ferner einer stärkeren Integration der Thematik in die Altenpflegeausbildung.[...]

CD-Anhänge nicht im Lieferumfang enthalten

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN

3. THEORETISCHER HINTERGRUND

3.1 Zur Sterbehilfe aus juristischer und ethischer Perspektive

3.1.1 Die Rechtslage in Deutschland

3.1.2 Die ethische Debatte zum Thema Sterbehilfe

3.2 Strukturelle Rahmenbedingungen der stationären Altenpflege

3.2.1 Heiminfrastruktur in Deutschland

3.2.2 Die Situation der Heimbewohner

3.2.3 Die personelle Situation in den Alten- und Pflegeheimen

3.2.4 Herausforderungen der stationären Altenpflege

3.3 Die Pflege am Lebensende in der stationären Altenpflege

3.3.1 Zur Situation Sterbender im Alten- und Pflegeheim

3.3.2 Pflegekräfte als wichtigste Sterbebegleiter

3.3.3 Die Implementierung von Palliative Care

3.4 Meinungsforschung zum Thema Sterbehilfe/-begleitung

3.4.1 Allgemeine Umfrageergebnisse

3.4.2 Einstellungen von Pflegenden

4. METHODISCHES VORGEHEN

4.1 Forschungsfragen und Zielsetzung

4.2 Forschungsdesign und Instrumente

4.3 Stichprobenkonstruktion

4.4 Datenerhebung und -auswertung

5. ERGEBNISSE

5.1 Stichprobenbeschreibung

5.2 Zur Arbeitssituation der Pflegefachkräfte in der stationären Altenpflege

5.3 Erfahrungen und Einschätzungen zur Palliativersorgung

5.4 Ethische Einstellungen zu verschiedenen Formen der Sterbehilfe

6. DISKUSSION

6.1 Diskussion der Einschätzungen zur Arbeitssituation

6.2 Diskussion der Erfahrungen und Einschätzungen zur Palliativversorgung

6.3 Diskussion der ethischen Einstellungen

7. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND PERSPEKTIVEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die subjektive Einschätzung der Arbeitssituation sowie der palliativen Versorgungssituation durch Pflegefachkräfte in stationären Altenpflegeeinrichtungen in der Stadt und dem Landkreis Osnabrück, um daraus Erkenntnisse über deren ethische Einstellungen zu verschiedenen Formen der Sterbehilfe abzuleiten.

  • Arbeitssituation von Pflegefachkräften in der stationären Altenpflege.
  • Erfahrungen und Belastungen bei der Sterbebegleitung.
  • Kenntnisse und ethische Einstellungen zu verschiedenen Formen der Sterbehilfe.
  • Qualitätskriterien in der stationären Altenpflege aus Sicht der Pflegenden.
  • Implementierung von Palliative Care in Altenpflegeeinrichtungen.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Die ethische Debatte zum Thema Sterbehilfe

Im Umgang mit Sterbenden ergeben sich unzählige moralische Fragestellungen, die u.a. von folgenden ethischen Kontexten bestimmt werden: Menschenwürde, Autonomie, Fürsorge, Tun und Unterlassen, Unverfügbarkeit des menschlichen Lebens, Fremdtötungsverbot, Recht auf Selbstbestimmung, Berufsethos.79

Da eine erschöpfende Darstellung an dieser Stelle nicht möglich ist, soll auf drei Bereiche eingegangen werden, die für die Fragebogenuntersuchung besonders relevant sind:

1) Therapieverzicht bzw. -abbruch ohne den ausdrücklichen Willen des Sterbenden,

2) Palliative Sedierung am Lebensende sowie

3) Ärztlich assistierter Suizid und die Tötung auf Verlangen.

Diese werden vor dem Hintergrund der oben genannten ethischen Themenkreise diskutiert.

Das Unterlassen und das Unterbrechen einer Therapie im finalen Stadium sind zwar grundsätzlich äquivalent zu beurteilen, da sie beide den Sterbeprozess zulassen und eine nicht notwendige Therapie ablehnen, aber in der Praxis sind sie nicht gleich angesehen, weil beim Therapieabbruch meist ein aktives Handeln des Arztes notwendig ist und es darüber hinaus schwieriger ist, mit den Angehörigen darüber zu kommunizieren.80 Ferner kann das Empfinden bestehen, dass manche Therapien einfacher abzusetzen sind als andere. Beispielsweise fällt es oft leichter, eine kurative Behandlung sukzessive zu reduzieren oder nicht mehr zu intensivieren. Belastender für die Beteiligten sind hingegen das Abbrechen einer Antibiotikatherapie, die Einstellung der Ernährung und/oder Flüssigkeitszufuhr, der Dialyse oder der Beatmung.81

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach einem Sterben in vertrauter Umgebung und der Realität in institutionalisierten Pflegeeinrichtungen sowie die Relevanz der Untersuchung des Meinungsbildes von Pflegenden.

2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN: Hier werden zentrale Begriffe der Sterbehilfe, wie Sterbebegleitung, Tötung auf Verlangen und Palliative Sedierung, unter Berücksichtigung aktueller ethischer Debatten definiert.

3. THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen, strukturelle Gegebenheiten in der Altenpflege und den aktuellen Stand der Forschung zur Sterbebegleitung.

4. METHODISCHES VORGEHEN: Der empirische Teil der Arbeit wird beschrieben, inklusive der Forschungsfragen, des Studiendesigns und der Instrumente der Datenerhebung.

5. ERGEBNISSE: Die erhobenen Daten zur Arbeitssituation und zu den Einstellungen der Pflegefachkräfte werden dargestellt und durch statistische Kreuzvergleiche analysiert.

6. DISKUSSION: Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der theoretischen Grundlagen diskutiert, wobei insbesondere der Einfluss von Berufserfahrung, Belastung und Trägerschaft auf die Einstellungen beleuchtet wird.

7. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND PERSPEKTIVEN: Abschließend werden Implikationen für die Altenpflegepraxis und die Ausbildung abgeleitet sowie weiterer Forschungsbedarf formuliert.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Sterbebegleitung, Palliative Care, Altenpflege, stationäre Altenpflege, Pflegeethik, Berufszufriedenheit, Arbeitssituation, Patientenverfügung, medizinisch assistierter Suizid, Euthanasie, Pflegefachkräfte, Palliative Sedierung, Ethik in der Pflege, Bewohnerzufriedenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Meinungsbild von Pflegefachkräften in stationären Altenpflegeeinrichtungen in Osnabrück zu Fragen der Sterbebegleitung und ethischen Entscheidungen am Lebensende.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die Arbeitssituation der Pflegenden, deren Erfahrungen mit Palliative Care und deren ethische Einstellung zu verschiedenen Sterbehilfeformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu klären, wie Pflegefachkräfte die derzeitige Sterbesituation in Heimen einschätzen und von welchen Kenntnissen und Einstellungen sie bei der Arbeit mit sterbenden Bewohnern geleitet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine quantitative Querschnittstudie mit einem theoriegeleiteten, standardisierten Fragebogen, der an Pflegefachkräfte in Stadt und Landkreis Osnabrück gerichtet war.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Hintergrund zu ethischen und rechtlichen Aspekten der Sterbehilfe sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Ergebnisse und deren Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sterbehilfe, Palliative Care, Altenpflege, Pflegeethik und Berufszufriedenheit charakterisieren.

Wie unterscheiden sich die Einstellungen von männlichen und weiblichen Pflegekräften?

Die Studie zeigt Unterschiede im Antwortverhalten bei Aussagen zu Pflegestandards und zur interdisziplinären Zusammenarbeit, wobei Frauen bei sozialen Interaktionen oftmals eine reibungslosere Zusammenarbeit wahrnehmen.

Welchen Einfluss hat die Heimgröße auf die Sterbebegleitung?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass mittelgroße Heime von den Mitarbeitern hinsichtlich der Bedeutung würdevoller Sterbebegleitung und der Arbeitsbedingungen teils positiver bewertet werden als sehr große oder kleine Einrichtungen.

Final del extracto de 125 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Pflege sterbender Menschen im Alten- und Pflegeheim
Subtítulo
Eine empirische Untersuchung zur Einstellung des Pflegefachpersonals
Universidad
University of Osnabrück  (Fachbereich Humanwissenschaften)
Calificación
1,0
Autor
Master of Education Maria Röttger (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
125
No. de catálogo
V267991
ISBN (Ebook)
9783656581505
ISBN (Libro)
9783656580850
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pflegewissenschaft Palliative Care Altenheim Sterbebegleitung Lebensende Altenpflege
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Master of Education Maria Röttger (Autor), 2011, Die Pflege sterbender Menschen im Alten- und Pflegeheim, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267991
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