Der Handlungsregulationsbogen. Ein sonderpädagogisches Diagnoseverfahren


Hausarbeit, 2013
15 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Der Handlungsregulationsbogen

2 Kurzanamnese des zu untersuchenden Schülers

3 Die Methode der Beobachtung

4 Die Erhebung

5 Auswertung und Interpretation des Beobachtungsergebnisses

6 Fazit

7 Literatur- und Quellenverzeichnis

0 Einleitung

Der Handlungsregulationsbogen ist ein Verfahren für die Ermittlung des Förderbedarfs im Lern- und Arbeitsverhalten beim Lernen, vor allem der Ausführungskompetenzen. Es erfolgt eine Einschätzung der individuellen Fähigkeiten und Besonderheiten in dieser psychischen Handlungsregulation, anhand der Kriterien Sorgfalt, Überwindung, Lagerorientierung, Unsicherheit, Energiedefizit, Anstrengungsverzicht und Abhängigkeit.

Warum ich diese Methode als Übungsnachweis nutze ist dem begründet, dass ich diese Methode als übersichtlich und logisch empfinde. Des Weiteren ist es auch nicht notwendig sich eine Genehmigung über diese Beobachtung einzuholen. Der Handlungsregulationsbogen kann effektiv verwendet werden und es sind schnelle Ergebnisse erkennbar. Gerade in der Schule ist die Zeit knapp und man kann mithilfe des Bogens als Lehrerin eine schnelle und genaue Übersicht über das Lern- und Arbeitsverhalten bekommen. Entscheidend ist hierbei eine genaue Diagnose, denn nur bei einer genauen Diagnose ist auch die Förderplanung nachvollziehbar und wirksam. Mithilfe des Handlungsregulationsbogens werde ich meinen Schüler D. aus der siebten Klasse beobachten und sein Arbeits- und Lernverhalten einschätzen. Ich habe D. ausgewählt, weil sein Arbeits- und Lernverhalten eher negativ in der Klasse auffällt. Da ich an der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen arbeite, bietet der Handlungsregulationsbogen eine gute Möglichkeit eine Einschätzung vorzunehmen.

Im Kapitel 2 findet sich die Vorstellung des Schülers (Vorstellung allgemeiner Angaben) und sein Arbeitsverhalten. In Kapitel 3 findet sich eine Erklärung zur Methode der Beobachtung. In Kapitel 4 erfolgt die detaillierte Auswertung des Schülers mithilfe des Handlungsregulationsbogens. Die Interpretation befindet sich in Kapitel 5.

Im Kapitel 6 findet sich eine Reflexion und ein Fazit der Methode.

1 Der Handlungsregulationsbogen

Der Handlungsregulationsbogen, kurz auch HRB genannt, ist ein schnelles und handhabbares Verfahren für die „ Ermittlung des Förderbedarfs eines Schülers in der psychischen Handlungsregulation beim Lernen, Einschätzung des Entwicklungsstandes selbstregulatorischer Kompetenzen und möglicher Beeinträchtigungen durch Misserfolge und intraindividuelle Vergleiche von Einschätzungen in verschiedenen Lern- und Handlungsbereichen oder zu verschiedenen Zeitpunkten.“[1]

Das Arbeits- und Lernverhalten wird mithilfe der Sorgfalt, der Überwindung, Lagerorientierung, Unsicherheit, Energiedefizit, Anstrengungsverzicht und der Abhängigkeit geprüft. Der Lehrer wird den Schüler beobachten und anhand der Merkmale Einschätzung vornehmen. 28 Eindrucksurteile muss der Lehrer vornehmen. Die dargelegten Merkmale, welche untersucht werden, werden mit „selten oder nie zu“, „manchmal zu“, „häufig zu“ und „fast immer“ oder „immer zu“ beantwortet.

Folgend werden die zu untersuchenden Merkmale näher erläutert.

Sorgfalt

Bei der Sorgfalt geht es um die Einschätzung und Erfassung von Sorgfalt, Ordnung, Arbeitsvorbereitung und Planung. Die Frage ist, ob der Schüler sorgfältig an seinen Aufgaben zu arbeitet und ob er seine Aufgabenbearbeitung plant bzw. vorbereitet. Dazu gehört auch eine Reduzierung der Unterrichtsstörung und das vom Schüler entsprechende Arbeitsmittel bereitgelegt werden.

A) Die Aussage, „Legt großen Wert darauf, die Aufgabe so zu tun, wie es richtig ist“ trifft.
B) Die Aussage, „Versucht, die Aufgabe richtig zu verstehen.“
C) Die Aussage, „Bringt Geduld und Beharrlichkeit auf.“
D) Die Aussage, „Hält seine Sachen in Ordnung und beinhaltet Dinge pfleglich.“

Überwindung

Das Merkmal der Überwindung schätzt die Fähigkeit ein, sich durch Schwierigkeit anspornen zu lassen, und aktiv zu sein. Ein hohes Maß ein Überwindungskompetenz hat zur Folge, das der Schüler in der Lage ist, auch schwierige Aufgaben zu meistern.[2]

A) Aussage „Sagt sich bei schwierigen Aufgaben: „Ich bleibe ruhig, sonst mache ich Fehler.“
B) Aussage, „Wird gerade durch Schwierigkeiten angespornt.“
C) Aussage, „Baut auch in schwierigen Situationen auf seine Fähigkeiten.“
D) Die Aussage, „Lässt sich von einer Sache, die ihm gefällt, nicht abbringen.“

Lagerorientierung

Lagerorientierung versteht die emotionale Beeinträchtigung nach Misserfolg. Hierbei wird geprüft, inwieweit es emotionale und soziale Folgen hat, wenn dieser einen Rückschlag oder Misserfolg hatte. Die Frage ist, ob der Schüler nach einem Misserfolg wenig emotional oder mehr emotional beeinträchtigt ist.[3]

A) Aussage, „Ist lange traurig, wenn etwas nicht gelingt.“
B) Aussage, „Fühlt sich nach einem Rückschlag unglücklich.“
C) Aussage, „Hat an Misserfolgen lange zu knabbern.“
D) Aussage, „Verliert bei einer Enttäuschung die Zuversicht.“

Unsicherheit

Dieses Merkmal trifft zu, wenn der Schüler allgemein verunsichert ist und ständig einen Misserfolg erwartet. Selbst hat der Schüler eine geringe Selbstwirksamkeit und geringes Maß an Selbstkontrolle.[4]

A) Aussage, „Lässt sich durch andere leicht verunsichern.“
B) Aussage, „Verliert bei schweren Aufgaben leicht den Mut.“
C) „Hat nach einem Fehlschlag ,Scheuklappen´ und sieht auch leichte Auswege nicht mehr“
D) Aussage, „Lässt sich durch Fehler entmutigen.“

[...]


[1] http://www.individuelle-lernförderung.de/1-orientierung-über-die-lernausgangslage/lernhandeln-detailgenau-beobachten/handlungsregulationsbogen/ (Letzter Zugriff am 15.12.2013)

[2] Vgl. http://www.individuelle-lernförderung.de/1-orientierung-über-die-lernausgangslage/lernhandeln-detailgenau-beobachten/handlungsregulationsbogen/ (Letzter Zugriff am 15.12.2013)

[3] Vgl. http://www.individuelle-lernförderung.de/1-orientierung-über-die-lernausgangslage/lernhandeln-detailgenau-beobachten/handlungsregulationsbogen/ (Letzter Zugriff am 15.12.2013)

[4] Vgl. http://www.individuelle-lernförderung.de/1-orientierung-über-die-lernausgangslage/lernhandeln-detailgenau-beobachten/handlungsregulationsbogen/ (Letzter Zugriff am 15.12.2013)

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Der Handlungsregulationsbogen. Ein sonderpädagogisches Diagnoseverfahren
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Sonderpädagogik)
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V268489
ISBN (eBook)
9783656595564
ISBN (Buch)
9783656595519
Dateigröße
497 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Diagnose, HRB, HGB, Mathes, Sonderpädagogik
Arbeit zitieren
M. Ed. Julia Steblau (Autor), 2013, Der Handlungsregulationsbogen. Ein sonderpädagogisches Diagnoseverfahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268489

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