Der Handlungsregulationsbogen ist ein Verfahren für die Ermittlung des Förderbedarfs im Lern- und Arbeitsverhalten beim Lernen, vor allem der Ausführungskompetenzen. Es erfolgt eine Einschätzung der individuellen Fähigkeiten und Besonderheiten in dieser psychischen Handlungsregulation, anhand der Kriterien Sorgfalt, Überwindung, Lagerorientierung, Unsicherheit, Energiedefizit, Anstrengungsverzicht und Abhängigkeit.
Warum ich diese Methode als Übungsnachweis nutze ist dem begründet, dass ich diese Methode als übersichtlich und logisch empfinde. Des Weiteren ist es auch nicht notwendig sich eine Genehmigung über diese Beobachtung einzuholen. Der Handlungsregulationsbogen kann effektiv verwendet werden und es sind schnelle Ergebnisse erkennbar. Gerade in der Schule ist die Zeit knapp und man kann mithilfe des Bogens als Lehrerin eine schnelle und genaue Übersicht über das Lern- und Arbeitsverhalten bekommen. Entscheidend ist hierbei eine genaue Diagnose, denn nur bei einer genauen Diagnose ist auch die Förderplanung nachvollziehbar und wirksam. Mithilfe des Handlungsregulationsbogens werde ich meinen Schüler D. aus der siebten Klasse beobachten und sein Arbeits- und Lernverhalten einschätzen. Ich habe D. ausgewählt, weil sein Arbeits- und Lernverhalten eher negativ in der Klasse auffällt. Da ich an der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen arbeite, bietet der Handlungsregulationsbogen eine gute Möglichkeit eine Einschätzung vorzunehmen.
Im Kapitel 2 findet sich die Vorstellung des Schülers (Vorstellung allgemeiner Angaben) und sein Arbeitsverhalten. In Kapitel 3 findet sich eine Erklärung zur Methode der Beobachtung. In Kapitel 4 erfolgt die detaillierte Auswertung des Schülers mithilfe des Handlungsregulationsbogens. Die Interpretation befindet sich in Kapitel 5.
Im Kapitel 6 findet sich eine Reflexion und ein Fazit der Methode........
Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung
1 Der Handlungsregulationsbogen
2 Kurzanamnese des zu untersuchenden Schülers
3 Die Methode der Beobachtung
4 Die Erhebung
5 Auswertung und Interpretation des Beobachtungsergebnisses
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Handlungsregulationsbogen (HRB) als pädagogisches Instrument zur Ermittlung von Förderbedarfen im Bereich des Lern- und Arbeitsverhaltens exemplarisch an einem ausgewählten Schüler der siebten Klasse zu erproben und kritisch zu reflektieren.
- Grundlagen und theoretische Einordnung des Handlungsregulationsbogens
- Methodische Durchführung einer systematischen Beobachtung im Unterrichtskontext
- Detaillierte Analyse und Auswertung der beobachteten Selbstregulationsfähigkeiten
- Entscheidungsfindung bezüglich spezifischer Förderbedarfe
- Kritische Reflexion über die Stärken und Schwächen der Methode
Auszug aus dem Buch
3 Die Methode der Beobachtung
Es gibt viele Definitionen der Beobachtung, allerdings hielt ich diese für passender. „Beobachtung kann nur dann als wissenschaftliche Methode angesehen werden, wenn sie: 1. einem bestimmten Forschungszweck dient, also innerhalb eines theoretischen Bezugssystems vollzogen wird, zweckgerichtet und zusammenhängend durchgeführt wird; 2. systematisch geplant und nicht dem Zufall überlassen wird; 3. wenn sie ebenso systematisch aufgezeichnet und 4. wenn sie grundsätzlich wiederholten Kontrollen hinsichtlich der Gültigkeit und Genauigkeit unterworfen werden kann.“9
Da diese Definition von Atteslander aus dem wissenschaftlichen Bereich der empirischen Sozialforschung stammt, muss erwähnt werden, dass die Definition aus dem Bereich der Psychodiagnostik ähnliche Grundprinzipien entspricht.
Der Handlungsregulationsbogen beruht auf einer Beobachtung und sollte den oben genannten Prinzipien, der systemischen Planung, wiederholten Kontrolle und der Gültigkeit und Genauigkeit entsprechen.
Es muss erwähnt werden, dass im Handlungsregulationsbogen nur die Antworten angekreuzt werden sollten, die der Beobachter sieht. Es ist wichtig, nicht das gewünschte Verhalten anzukreuzen, daher ist eine gewisse Objektivität des Beobachters entscheidend.
Zusammenfassung der Kapitel
0 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Verfahren des Handlungsregulationsbogens ein und erläutert die Beweggründe für dessen Auswahl zur Ermittlung des Förderbedarfs bei einem Schüler mit negativem Arbeitsverhalten.
1 Der Handlungsregulationsbogen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des HRB dargelegt sowie die relevanten Merkmale wie Sorgfalt, Überwindung und Energiedefizit definiert.
2 Kurzanamnese des zu untersuchenden Schülers: Hier werden die biographischen Daten und die schulische Ausgangssituation des Schülers Dustin vorgestellt, um das individuelle Lern- und Arbeitsverhalten einzuordnen.
3 Die Methode der Beobachtung: Dieses Kapitel verankert die Beobachtung als wissenschaftliche Methode und spezifiziert die Anforderungen an den Beobachter im Kontext der Diagnostik.
4 Die Erhebung: Dieser Abschnitt dokumentiert die konkrete Durchführung der Beobachtung während einer Mathematikstunde und listet die erhobenen Ergebnisse in Teilbereichen auf.
5 Auswertung und Interpretation des Beobachtungsergebnisses: Das Kapitel verarbeitet die erhobenen Daten grafisch und textuell, um den spezifischen Förderbedarf des Schülers abzuleiten.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Vor- und Nachteile des Handlungsregulationsbogens und bewertet dessen Eignung für die schulische Praxis.
Schlüsselwörter
Handlungsregulationsbogen, HRB, Förderbedarf, Arbeitsverhalten, Lernverhalten, Beobachtung, Psychodiagnostik, Selbstregulation, Sorgfalt, Überwindung, Energiedefizit, Anstrengungsverzicht, Abhängigkeit, Einzelförderung, Förderschule.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung des Handlungsregulationsbogens (HRB) zur Ermittlung des Förderbedarfs eines Schülers im Bereich der Selbstregulation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die theoretische Definition der Handlungsregulation, die Methodik wissenschaftlicher Beobachtung im Schulalltag sowie die praktische Auswertung von Schülerdaten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erprobung des HRB als Instrument zur schnellen und übersichtlichen Diagnose des Lern- und Arbeitsverhaltens eines auffälligen Schülers.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine systematische, zielgerichtete Beobachtung auf Basis standardisierter Kriterien des Handlungsregulationsbogens angewendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Schülers, die methodische Herleitung der Beobachtung, die Datenerhebung anhand von Indikatoren sowie die anschließende grafische und interpretative Auswertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Handlungsregulationsbogen, Förderbedarf, Selbstregulation, Lernverhalten, Beobachtungsmethode und individuelle Leistungsfähigkeit.
Warum wurde Dustin als Schüler für diese Untersuchung ausgewählt?
Dustin wurde gewählt, da sein Arbeits- und Lernverhalten im Klassenverband negativ auffiel und der Bogen eine gute Möglichkeit bietet, diesen Förderbedarf systematisch zu erfassen.
Welche Schwächen des Handlungsregulationsbogens identifiziert die Autorin?
Die Autorin kritisiert insbesondere die fachabhängige Interpretation der Aussagen und die mangelnde Objektivität, sofern der Diagnostiker nicht ausreichend geschult ist oder den Schüler nicht gut kennt.
- Citation du texte
- M. Ed. Julia Steblau (Auteur), 2013, Der Handlungsregulationsbogen. Ein sonderpädagogisches Diagnoseverfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268489