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Inklusion ermöglichen – Grenzen überwinden. Schulpädagogik bei Kindern mit Behinderung

Titre: Inklusion ermöglichen – Grenzen überwinden. Schulpädagogik bei Kindern mit Behinderung

Livre Spécialisé , 2013 , 141 Pages

Autor:in: Kristin Kunert (Auteur), Eva Herrmann (Auteur), Sylvia Wilbrink (Auteur)

Originalausgabe

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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Résumé Extrait Résumé des informations

Kindergarten und Schule gehören zu den ersten Orten, an denen Kinder mit Menschen außerhalb ihrer Familie intensiv und dauerhaft konfrontiert werden. Hier lernen sie nicht nur Buchstaben und Formeln, sondern finden auch ihre Rolle in der Gesellschaft. Doch wie sieht es mit körperlich oder geistig beeinträchtigten Schülern aus? Wollen und können wir sie in gleichem Maße zu unserer Gesellschaft zählen wie gesunde Kinder?

Schüler mit Behinderung im Unterricht zu integrieren und ihnen so eine weitgehend normale gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen ist das Hauptanliegen der aktuellen Inklusionsdebatte. Dieser Band beleuchtet die theoretischen Ansätze der inklusiven Pädagogik und liefert gleichzeitig einen Beitrag zur schulischen Praxis, indem er zeigt, wie man Lernprozesse inklusiv gestalten kann.

Aus dem Inhalt

Von der Integration zur Inklusion
Die UN-Behindertenrechtskonvention und der Inklusionsgedanke
Die Montessori-Pädagogik – ein Modell für die Inklusion?
Inklusive Schulkultur: Lernen durch ästhetische Erfahrung

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Kristin Kunert (2009): Unterschiede der Ziele und Forderungen von Integration und Inklusion

Einleitung

Integration und Inklusion nach Hinz

Integration nach Feuser

Integration nach Hinz und Feuser im Vergleich

Schlussbemerkung

Eva Herrmann (2012): Das inklusive Konzept der Montessori-Pädagogik und das Menschenrecht auf Bildung für Behinderte. Ein mögliches Vorbild für ein deutsches inklusives Bildungssystem

Einleitung

Begriffsklärung von Integration und Inklusion

Der rechtlich verankerte Anspruch auf Inklusion im deutschen Bildungssystem als Menschenrecht

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Schulische Inklusion in der Montessori-Pädagogik

Erweiterter Schlussteil

Sylvia Wilbrink (2010): Ästhetische Erfahrungsbildung als Chance im Inklusionsprozess an Grundschulen

Einleitung

Inklusive Bildung

Bildungsstandards und Schlüsselkompetenzen

Lernprozesse ästhetisch und inklusiv gestalten

Didaktische und methodische Vorschläge für inklusiven Unterricht

Zusammenfassung – Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen und praktischen Unterschiede zwischen Integrations- und Inklusionspädagogik sowie deren Umsetzung im deutschen Schulwesen. Ziel ist es, ein Verständnis für inklusive Bildungsprozesse zu schaffen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese durch Konzepte wie die Montessori-Pädagogik oder ästhetische Erfahrungsbildung in der Regelschule realisiert werden können.

  • Vergleich der Begriffsdefinitionen von Integration und Inklusion
  • Rechtliche Grundlagen der inklusiven Bildung (UN-Behindertenrechtskonvention)
  • Integration und Inklusion in der Montessori-Praxis
  • Ästhetische Bildung als Basis für inklusive Lernprozesse
  • Didaktische Konzepte für zieldifferenzierten Unterricht

Auszug aus dem Buch

Integration nach Feuser

Integration soll subjektorientiert sein und allen Kindern und Jugendlichen die gleichen Chancen bezüglich Erziehung, Bildung und Unterricht gewähren. Diesem Anspruch gerecht zu werden, bedarf es einerseits einem veränderten Verständnis von Kultur und sozialer Gemeinschaft und andererseits einem revidierten Menschenbild. (Feuser, G. 1987b, S. 57 / 1995, S. 133)

Das folgende Kapitel zeigt zunächst auf, was Georg Feuser allgemein unter Integration versteht. Ausführlich werden danach Merkmale und Rahmenbedingungen integrativer Pädagogik erörtert, bevor im Anschluss bedeutende Kritikpunkte an der gegenwärtigen Realisierung der Integration vorgestellt werden.

Der Begriff der Integration

Eine „Schule für alle“ (Feuser, G. 1995, S. 135) und eine damit einhergehende Vollintegration zu realisieren stellt für Feuser das oberste Ziel der gegenwärtigen und auch zukünftigen Integrationsbewegung dar. Das Fundament hierfür bildet „die untrennbare Einheit von sozialer Gemeinschaft und einer subjektorientierten Erziehung und Bildung aller ihrer Mitglieder“ (Feuser, G. 1995, S. 137). Damit wird sichergestellt, dass sich jedes Kind und jeder Jugendliche unabhängig seiner physischen und psychischen Verfassung bei Bedarf alle für ihn relevanten Kenntnisse, Fähig- und Fertigkeiten aneignen kann. (Feuser, G. 1987b, S. 54) In diesem Sinne kann daher nicht von einer Integrationspädagogik gesprochen werden, sondern von einer allgemeinen Pädagogik, deren Aufgabe es ist unter Ausschluss von Selektion jedem Schüler Erziehung, Bildung und Unterricht in der Institution Schule zu ermöglichen, um so dessen Entwicklung zu fördern. Da sich diese allgemeine integrative Pädagogik nach Maßgabe der Entwicklung des jeweiligen Schülers anpasst, bedarf sie generell keiner bestimmten Schulform oder -stufe. (Feuser, G. 1995, S. 213) Um der hier geforderten Vollintegration zu entsprechen, muss zunächst die Didaktik betrachtet werden, denn Gegenstand der Integrationspädagogik ist nicht das Kind oder der Jugendliche, sondern der Aufbau des für ihn notwendigen Erziehungs- und Bildungsprozesses. (Feuser, G. 1984, S. 29 / 1995, S. 133-135)

Zusammenfassung der Kapitel

Kristin Kunert (2009): Unterschiede der Ziele und Forderungen von Integration und Inklusion: Diese Arbeit vergleicht die Ansätze von Hinz und Feuser, um aufzuzeigen, wie unterschiedlich Integration und Inklusion theoretisch und praktisch begründet werden.

Eva Herrmann (2012): Das inklusive Konzept der Montessori-Pädagogik und das Menschenrecht auf Bildung für Behinderte. Ein mögliches Vorbild für ein deutsches inklusives Bildungssystem: Die Autorin analysiert, wie die Montessori-Pädagogik inklusive Ansätze bereits erfolgreich umsetzt und ob sie als Modell für das deutsche Bildungssystem dienen kann.

Sylvia Wilbrink (2010): Ästhetische Erfahrungsbildung als Chance im Inklusionsprozess an Grundschulen: Die Arbeit beleuchtet die Rolle der ästhetischen Erfahrungsbildung für gelingende Inklusion und entwickelt didaktische Vorschläge für einen zieldifferenten Unterricht.

Schlüsselwörter

Inklusion, Integration, Montessori-Pädagogik, Sonderpädagogik, Gemeinsamer Unterricht, ästhetische Erfahrungsbildung, Bildungsstandards, Schlüsselkompetenzen, UN-Behindertenrechtskonvention, zieldifferenter Unterricht, Schulentwicklung, Förderdiagnostik, Kind-Umfeld-Analyse, Kompetenzzentren, Inklusive Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesen Arbeiten?

Die Publikationen befassen sich mit den pädagogischen Konzepten der Integration und Inklusion, insbesondere in Bezug auf die schulische Bildung von Kindern mit Behinderungen in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Definition und Abgrenzung von Begriffen, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Inklusion, die Montessori-Pädagogik, sowie Methoden zur ästhetischen Erfahrungsbildung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Hintergründe inklusiver Pädagogik zu beleuchten und aufzuzeigen, wie Schulen zieldifferenten und inklusiven Unterricht in der Praxis gestalten können.

Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?

Es werden verschiedene pädagogische Theorien (u.a. von Feuser, Hinz, Montessori, Mollenhauer und Schäfer) analysiert und mit aktuellen bildungspolitischen Anforderungen in NRW sowie internationalen Standards verknüpft.

Was behandelt der Hauptteil dieser Publikationen?

Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Integrationsverständnisse, die rechtliche Situation nach der UN-Konvention sowie konkrete didaktische Methoden wie die altersgemischte Klassenstruktur und die ästhetische Bildung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Inklusion, Integration, Inklusive Pädagogik, Sonderpädagogik, Montessori-Pädagogik und ästhetische Erfahrungsbildung.

Welchen Stellenwert nimmt die Montessori-Pädagogik ein?

Die Montessori-Pädagogik wird als langjähriges, praktisches Modell untersucht, das viele Anforderungen der Inklusion (individuelles Lernen, heterogene Gruppen) bereits erfüllt und somit als Vorbild dienen kann.

Welche Rolle spielt die ästhetische Bildung?

Sie fungiert als grundlegende Methode für Lernprozesse, die über kognitive Instruktion hinausgeht, um allen Schülern – unabhängig von Beeinträchtigungen – einen Zugang zur Welt und zu Identitätsbildung zu ermöglichen.

Was wird hinsichtlich des deutschen Schulsystems kritisiert?

Die Autorinnen kritisieren vor allem das mehrgliedrige, selektive Schulsystem sowie die mangelnde Umsetzung des Menschenrechts auf inklusive Bildung in der Fläche.

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Résumé des informations

Titre
Inklusion ermöglichen – Grenzen überwinden. Schulpädagogik bei Kindern mit Behinderung
Auteurs
Kristin Kunert (Auteur), Eva Herrmann (Auteur), Sylvia Wilbrink (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
141
N° de catalogue
V268684
ISBN (ebook)
9783656588887
ISBN (Livre)
9783956871238
Langue
allemand
mots-clé
inklusion grenzen schulpädagogik kindern behinderung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kristin Kunert (Auteur), Eva Herrmann (Auteur), Sylvia Wilbrink (Auteur), 2013, Inklusion ermöglichen – Grenzen überwinden. Schulpädagogik bei Kindern mit Behinderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268684
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Extrait de  141  pages
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