In dieser Ausarbeitung zum Seminar "Konjunkturtheorie und -politik" wird die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland von 1981 bis heute betrachtet. Dazu werden das Bruttoinlandsprodukt, der Arbeitsmarkt und weitere Konjunkturindikatoren, wie Exporte oder Investitionen näher beleuchtet. In einem zweiten Schritt soll der Einfluss des Staates auf die wirtschaftliche Entwicklung untersucht werden; hier insbesondere die Staatsausgaben und die Staatsverschuldung. Die These lautet, dass sich eine zu hohe Staatsquote negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes auswirkt. Zum Abschluss werden einige empirische Untersuchungen zum Einfluss der Staatsausgaben auf die wirtschaftliche Entwicklung vorgestellt und in einem kurzen Fazit einige Lösungsansätze angeboten sowie Prognosen zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland wiedergegeben.Umfangreiches Tabellen- und Zahlenmaterial finden sich im Anhang.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Wirtschaftliche und politische Eckdaten
a) die Wiederentdeckung der Ordnungspolitik
b) die „Deutsche Einheit“ als Sonderfall im Konjunkturverlauf
III. Konjunturindikatoren
a) Betrachtung des Bruttoinlandsprodukts
b) weitere Konjunkturindikatoren
c) Arbeitsmarkt
IV. Staatsquote und Staatsverschuldung
a) Zur Entwicklung von Staatsausgaben und Staatsschulden
b) Optimale Höhe der Staatsquote
c) Struktur und Finanzierung
d) Probleme bei der Erfassung, Messung und Vergleichbarkeit
e) zur Beziehung zwischen Staatsquote und Wirtschaftswachstum
V. Fazit
a) Schlussbetrachtungen und Lösungsansätze
b) Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland im Zeitraum von 1981 bis zur Gegenwart. Im Zentrum der Analyse steht die zentrale Forschungsfrage, inwieweit eine zu hohe Staatsquote das Wirtschaftswachstum hemmt und wie sich Staatsausgaben sowie die Staatsverschuldung auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken.
- Analyse der gesamtwirtschaftlichen Konjunkturindikatoren (BIP, Arbeitsmarkt, Investitionen)
- Untersuchung des Einflusses der Staatsausgaben und der Staatsquote auf das Wirtschaftswachstum
- Evaluation ordnungspolitischer Rahmenbedingungen und Strukturveränderungen
- Diskussion der Problematik von Staatsverschuldung und Finanzierung
- Vorstellung empirischer Befunde und möglicher Lösungsansätze für die Finanzpolitik
Auszug aus dem Buch
b) Optimale Höhe der Staatsquote
Ein Anstieg der Staatsquote scheint bis zu einem gewissen Maße nötig zu sein, um Wohlfahrt, Wirtschaftswachstum und technischen Fortschritt zu gewährleisten, während beim Übersteigen dieser Grenze die Effekte ins Gegenteil umschlagen und hemmend für die wirtschaftliche Entwicklung wirken. Fraglich ist dabei die Höhe der Staatsquote, bei der die gewünschten positiven Effekte auf das Wirtschaftswachstum maximal sind. So könnte man ein Schaubild ähnlich der Laffer - Kurve entwickeln. (Abb. 13). Bei Staatsausgaben von null, kann eine nur geringe wirtschaftliche Produktion erwartet werden. Es fehlen öffentliche Güter, wie innere und äußere Sicherheit, Rechtssicherheit oder Infrastruktur. Mit steigender Staatsquote erfolgt die Bereitstellung dieser öffentlichen Güter, die private und gesamtwirtschaftliche Produktion wächst. Bei weiterer Erhöhung der Staatsausgaben werden zu viele öffentliche Güter angeboten bzw. sogar private Güter staatlich bereitgestellt, so dass die private Produktion sinkt (Crowding-Out-Effekt).
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die Zielsetzung der Arbeit, die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland unter Berücksichtigung von Konjunkturindikatoren und der Rolle des Staates zu beleuchten.
II. Wirtschaftliche und politische Eckdaten: Hier wird der historische Kontext der wirtschaftspolitischen Wende seit den 1980er Jahren sowie der Sonderfall der deutschen Wiedervereinigung analysiert.
III. Konjunturindikatoren: Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, des Arbeitsmarktes und weiterer Indikatoren wie Investitionen und Exporte im Betrachtungszeitraum.
IV. Staatsquote und Staatsverschuldung: Hier werden die Ursachen für die Ausdehnung der Staatstätigkeit, die Problematik der Staatsverschuldung sowie der empirische Zusammenhang zwischen Staatsquote und Wachstum erörtert.
V. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Lösungsansätze wie das "3-mal-40"-Modell und gibt einen Ausblick auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung.
Schlüsselwörter
Staatsquote, Wirtschaftswachstum, Konjunktur, Staatsausgaben, Staatsverschuldung, Arbeitsmarkt, Bruttoinlandsprodukt, Finanzpolitik, Soziale Marktwirtschaft, Angebotspolitik, Ordnungspolitik, öffentliche Güter, Crowding-Out-Effekt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands von 1981 bis 2004 unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Staates und der Auswirkungen staatlicher Ausgaben auf das Wirtschaftswachstum.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Fokus stehen der Konjunkturverlauf (BIP, Arbeitsmarkt), die Entwicklung der Staatsquote, die Staatsverschuldung sowie die theoretische und empirische Debatte über eine optimale staatliche Beteiligung an der Wirtschaft.
Welches primäre Ziel oder welche Forschungsfrage wird verfolgt?
Das primäre Ziel ist es, den Einfluss des Staates auf die wirtschaftliche Entwicklung zu bewerten, wobei die zentrale These untersucht wird, dass eine überhöhte Staatsquote das Wirtschaftswachstum negativ beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive Analyse volkswirtschaftlicher Daten, den Vergleich von Konjunkturindikatoren sowie die Auswertung aktueller empirischer Studien zur Korrelation zwischen Staatsausgaben und Wirtschaftswachstum.
Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die detaillierte Analyse der Konjunkturindikatoren sowie eine tiefgehende Untersuchung zur Problematik der Staatsfinanzen und Staatsausgaben.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Staatsquote, Wirtschaftswachstum, Konjunktur, Arbeitslosigkeit, Haushaltsdefizit und ordnungspolitische Wende geprägt.
Welche Bedeutung kommt der "Deutschen Einheit" im Konjunkturverlauf zu?
Die deutsche Wiedervereinigung wird als Sonderfall betrachtet, der massive Investitionsbedarfe und Transfers auslöste, jedoch gleichzeitig durch Strukturprobleme und einen erheblichen Anstieg der Staatsausgaben gekennzeichnet war.
Welche Schlussfolgerungen zieht der Autor in Bezug auf die Staatsquote?
Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass eine Rückführung der Staatsquote notwendig ist, um Wachstumsimpulse zu setzen, wobei die Effizienz staatlicher Ausgaben und eine Umschichtung zugunsten investiver Maßnahmen im Vordergrund stehen sollten.
- Quote paper
- Dipl.Volkswirt Stefan Berger (Author), 2004, Wirtschaftliche Entwicklung in der BRD von 1981 bis heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26878