Praktikumsbericht zum IEP (3. Klasse Grundschule)

Integriertes Eingangspraktikum Primarstufe


Hausarbeit, 2013
32 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Schule
2.1 Profil der Schule
2.2 Ausstattung
2.3 Einzugsgebiet

3 Auswertung der Beobachtungsschwerpunkte
3.1 Lern- und Sozialverhalten in der Grundschulklasse allgemein
3.2 Charakterisierung des beobachteten Kindes
3.2.1 Lernverhalten des Beobachtungskindes
3.2.1.1 Kombinierte Schulleistungsstörung – ein theoretischer Ansatz
3.2.1.2 Kombinierte Schulleistungsstörung – mögliche Maßnahmen
3.2.2 Sozialverhalten des Beobachtungskindes
3.2.3 Mögliche Ursachen für das Lern- und Sozialverhalten
3.3 Das Unterrichtsgeschehen und die Interaktion im Klassenzimmer

4 Persönliche Schlussfolgerung

5 Literaturverzeichnis

6 Anhang

1 Einleitung

Das Integrierte Eingangssemester Primarstufe (IEP) ist ein Bestandteil des erziehungswissenschaftlichen Studiums und ermöglicht den Studierenden einen ersten Einblick in die Arbeit eines Lehrers. Es umfasst die Hospitation im Unterricht und ein begleitendes Seminar. Ich habe das IEP in meinem dritten Semester an der Schule in einer dritten Klasse absolviert.

Zu Beginn meines IEP-Berichts werde ich meine Hospitationsschule vorstellen. Meine Beobachtungsschwerpunkte werde ich dann im ersten Teil auf die mögliche kombinierte Lernschwäche (Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens bzw. der Rechtschreibung und der Grundrechenarten) meines Beobachtungskindes legen. Es soll herausgefunden werden, ob das Lernverhalten von M. als Lernschwäche definiert werden kann, wie stark diese ausgeprägt ist und ob es mögliche Ursachen für ihr Lernverhalten gibt. Im zweiten Teil werde ich dann auf das Sozial- und Lernverhalten meiner Beobachtungsklasse, insbesondere auf den Frontalunterricht, eingehen.

Am Ende des Berichts widme ich mich meinen persönlichen Schlussfolgerungen und den Konsequenzen für mein weiteres Studium.

2 Schule

2.1 Profil der Schule

Die Leitgedanken der Schule sind „Wissen, was vor uns geschah“, „Ergründen, was heute geschieht“ und „Orientierung für die Zukunft gewinnen“ (Schulprogramm der Schule). Entsprechend ihrer Leitgedanken, die zusammen mit Schülern, Lehrern und Eltern entwickelt wurden, ist sich die Schule über die Bedeutung der Bildung für die Entwicklung eines jeden Menschen bewusst. Die Wichtigkeit der Bildung spiegelt sich auch im Ruf der Schule nach außen hin wieder. Das Leistungsniveau der Schule ist sehr hoch, wobei das Leistungsprinzip überwiegend auf Wunsch der Eltern erfolgt. Der prozentuale Anteil der Schüler, die später ein Gymnasium besuchen, liegt bei momentan 98 Prozent. (vgl. Fragen an die stellvertretende Direktorin)

„Seit dem 21. September 2001 ist die Schule eine staatlich anerkannte Europa-Schule. Damit wurde ihr Engagement und ihr schulisches Profil gewürdigt und gefestigt, den europäischen Gedanken in Schule und Unterricht besonders zu fördern.“ (vgl. Schul-ABC, S. 5) Englisch wird somit ab Klasse 1 zunächst als Begegnungssprache unterrichtet, wobei der Schwerpunkt hier auf dem Sprechen und dem Hörverständnis liegt. Ab Klasse 3 wird Englisch dann als reguläres Fach unterrichtet. Unter dem Gesichtspunkt der „Europa-Schule“, bekommen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Schulen Europas zu besuchen und kennenzulernen. Aber auch im normalen Schulalltag spielt „Europa“ eine große Rolle. So ist das „Kennenlernen der Lebensweise der Menschen in anderen Ländern“ und die „Entwicklung der Fremdsprachenkompetenz“ die pädagogische Grundorientierung der Schule im Unterricht. Die Schule möchte dabei einen „Beitrag zur Erziehung zur Toleranz und Akzeptanz anderer Kulturen“ leisten, sowie das „Knüpfen persönlicher Kontakte zu Schülern anderer Länder“ unterstützen (Schulprogramm der Schule).

Zurzeit werden rund 473 Schüler, verteilt auf 20 Klassen, durch 26 Stammlehrkräfte unterrichtet.

2.2 Ausstattung

Die Schule verfügt über 26 Unterrichtsräume, zwei Fachräume für den sprachlich-künstlerischen Bereich und zwei Fachräume für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Die Unterrichtsräume sind alle mit einem PC und Internetzugang ausgestattet. Darüber hinaus besitzt die Schule eine große Mensa, eine neue Drei-Felder-Turnhalle, ein eigenes PC-Kabinett und eine Schulbibliothek (vgl. Fragen an die stellvertretende Direktorin).

Unterrichtsbeginn ist täglich um 8.00 Uhr. Von 11:40 Uhr bis 12:10 Uhr findet die Mittagspause statt. Der Anbieter S. kümmert sich hierbei um die Bereitstellung des Mittagessens in der Mensa. Nach Unterrichtsende haben die SchülerInnen die Möglichkeit, den auf dem Gelände befindlichen Hort zu besuchen oder sich verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, wie Basketball, Fußball, Griechisch, Polnisch, Orchester, Tanz oder auch Töpfern uvm. anzuschließen. (vgl. Schul-ABC)

2.3 Einzugsgebiet

Die Grundschule liegt in einer ruhigen Wohngegend mit vielen Einfamilienhäusern nahe der Stadtgrenze zu X. Y ist aufgrund vieler Zuzüge aus den alten Bundesländern in den vergangenen Jahren zu einer wohlhabenden Gemeinde avanciert. Dies macht sich auch in der Schule bemerkbar. Der überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler kommt aus einem stabilen Familienumfeld und aus bildungsnahen Elternhäusern. Die Konzentration der Familien liegt auf dem Lernerfolg der Kinder. Damit liegt das Niveau der Schule sehr hoch. (vgl. Fragen an die stellvertretende Direktorin)

3 Auswertung der Beobachtungsschwerpunkte

3.1 Lern- und Sozialverhalten in der Grundschulklasse allgemein

Die Hospitationsklasse 3a wird von Frau L. bereits seit der ersten Klasse unterrichtet. Beim Wechsel in die nächste Klassenstufe bekommen die Schülerinnen und Schüler eine neue Klassenlehrerin, bzw. einen neuen Klassenlehrer. Der neue Klassenleiter führt die Schülerinnen und Schüler bis zum Übergang an eine weiterführende Schule.

Die Klasse besteht aus insgesamt 25 SchülerInnen, davon sind acht Mädchen und 17 Jungen. Der Anteil der Jungen in dieser Klasse ist somit verhältnismäßig hoch. Trotz dessen herrscht eine ruhige und angenehme Atmosphäre in der Klasse. Die Lern- und Leistungsbereitschaft der Klasse ist stets sehr hoch. Bei Fragen der Lehrerin gehen umgehend die Arme in die Höhe und mit Ausnahme von wenigen Schülern möchte jeder sein Wissen vortragen. Dementsprechend ist die Mitarbeit in der Klasse verhältnismäßig hoch. Die SchülerInnen sind sehr wissbegierig und stets (mit einigen Ausnahmen) aufmerksam. (Gedächtnisprotokoll) Der Klassenraum verfügt über eine parlamentarische Sitzordnung, also alle Tische sind zur Tafel hin gerichtet. Damit kann gewährleistet werden, dass die Blicke der SchülerInnen stets auf die Lehrerin gerichtet sind und sie sich so voll und ganz auf das Unterrichtsgeschehen konzentrieren können.

Durch die hohe Anzahl der Jungen in der Klasse ist der Umgang der SchülerInnen untereinander manchmal etwas schroff. Aggressivitäten und Streitereien gehören aber nur sehr selten zum Schulalltag. Wenn es doch zu Streitigkeiten kommt, werden diese durch die Lehrerin unterbunden und zusammen mit der Klasse besprochen, um ähnliche Situationen in der Zukunft vermeiden zu können. So wie auch bei einer Rangelei am 14.11. in der Pause auf dem Schulhof (vgl. Protokoll 14.11.). Der genaue Hergang des Streites wird durch die Schüler dargelegt. Jede Partei hat somit die Möglichkeit, sich zu dem Vorfall zu äußern. Die Lehrerin hört sich aufmerksam die Gespräche an, fällt dabei aber kein Urteil für oder gegen eine Partei. Sie weist die einzelnen Schüler auf ihr entsprechendes Fehlverhalten hin und darauf, sich nochmals Gedanken darüber zu machen. Aber sich putscht die Situation nicht weiter auf und belässt es im Weiteren dabei, indem sie mit dem regulären Unterricht fortfährt.

In meiner Hospitationszeit habe ich die Klasse als eine sehr aufmerksame, disziplinierte Klasse mit viel Respekt gegenüber ihrer Lehrerin kennengelernt. Dabei agiert Frau L. aber nicht ausschließlich als Lehrerin und Respektperson, sondern auch als Ansprechpartnerin und Vertraute der SchülerInnen.

Allgemeine Verhaltensregeln, wie z.B. „Wir streiten nicht und sind hilfsbereit“, „Wir ärgern niemanden und tun niemanden weh“ und „Wir hören gut zu und lassen den anderen ausreden“, hängen für jeden Schüler offensichtlich im Raum aus, so dass sie jeder lesen und einhalten kann. Direkt daneben befinden sich noch gesondert die Gesprächsregeln. Hier sind Regeln wie „Ich melde mich, wenn ich etwas sagen möchte.“, „Ich spreche laut und deutlich.“ und „Ich lasse die anderen ausreden“ vermerkt.

Des Weiteren hat jeder Schüler seine Aufgabe in der Klasse. Diese Aufgaben beziehen sich auf die Reinigung der Tafel, die Ordnung im Klassenraum, das Gießen der Blumen und das Lüften des Klassenzimmers. Hierzu werden einmal wöchentlich vier SchülerInnen ausgewählt und entsprechend der Aufgaben eingeteilt.

Die SchülerInnen weisen sich auch des Öfteren gegenseitig auf die Ordnung oder ihr Fehlverhalten hin, so dass die Lehrerin nicht in jedem Fall eingreifen muss (Gedächtnisprotokoll).

Während meiner Hospitationszeit gab es einige kleine Höhepunkte für die SchülerInnen. In der Vorweihnachtszeit war es das tägliche morgendliche Ritual der Klassenlehrerin, dass Anzünden einer Kerze auf dem Adventskranz und das Vorlesen einer Geschichte (vgl. Protokolle 05.12., 12.12. und 19.12.). Die SchülerInnen genossen dieses Ritual sichtlich, sie saßen entspannt an ihren Plätzen und hörten ihrer Lehrerin beim Lesen zu.

An meinem letzten Hospitationstag war der Besuch der Polizei in der zweiten Unterrichtsstunde ein weiterer Höhepunkt für die Klasse. Für ein „Distanz-zu-Fremden-Training“ kam die Polizei direkt in die Klasse. Die Polizistin erzählte etwas aus dem Berufsalltag der Polizei, reichte Handschellen durch die Klasse und durchlief mit den Kindern zusammen einige Rollenspiele, mit denen sie den Kindern falsches und richtiges Verhalten gegenüber Fremden aufzeigen wollte. Die gesamte Klasse schien mehr als interessiert und hatte viele Fragen über den Beruf der Polizei. Leider konnte diese aus Zeitgründen nicht alle beantwortet werden. (vgl. Protokoll vom 30.01.)

3.2 Charakterisierung des beobachteten Kindes

M. ist acht Jahre alt und besucht die dritte Klasse der Schule. Bisher ist sie in zerrütteten Familienverhältnissen aufgewachsen. Ihre Eltern haben sich bereits vor ihrer Einschulung scheiden lassen. M. und ihr Bruder, der die vierte Klasse der gleichen Schule besucht, leben im ständigen Wechsel zwischen ihren Eltern. So ist es für M. schwer eine Kontinuität im häuslichen Umfeld und in der Erziehung zu erleben (vgl. Interview mit Frau L.). M. Vater hat vor ca. einem Jahr neu geheiratet und lebt nun mit seiner neuen Frau und deren zwei Kindern zusammen. Für M. ist dies eine schwierige Situation, da sie keinen Zugang zu ihren neuen Geschwistern findet. Laut Frau L. ist aber auch die Beziehung zwischen ihren Eltern keine einfache. M. leibliche Eltern sind sich in Sachen Erziehung sehr uneinig, wodurch es zu ständigen Streitereien zwischen den beiden kommt. Für Frau L. stellt die Familiensituation von M. eine besondere dar. Sie hat keinen konkreten Ansprechpartner und weiß auch eigentlich nie, bei welchem Elternteil sich M. gerade aufhält. In ihrer kindlichen Naivität findet es M. aber sehr gut, dass sich ihre Eltern getrennt haben, denn für sie gibt es jetzt mehr Geschenke. (vgl. Charakteristik-M.)

Frau L. charakterisiert M. als sehr verschlossen und nicht zugänglich für andere. Hat sie aber einmal Vertrauen zu jemandem gewonnen, dann ist sie dem gegenüber sehr offen und erzählt von ihren Problemen (vgl. Interview mit Frau L.).

Zu ihren Lieblingsfächern gehören Sport, Kunst und Musik. Sie singt sehr gerne (vgl. Charakteristik-M.), was man auch immer wieder während des Unterrichts feststellen kann. M. bewegt ständig ihre Lippen und singt leise vor sich hin (vgl. Protokoll 28.11.). Das zeigen auch ihre Noten im Musikunterricht, die fast durchgehend aus Einsen bestehen.

3.2.1 Lernverhalten des Beobachtungskindes

„Die meisten Kinder und Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten haben (auch) Leseschwierigkeiten. Wer aber nicht gut liest, wird in allen Sachfächern und auch in der Mathematik in seiner Kompetenzentwicklung nachhaltig beeinträchtigt sein.“ (vgl. Gold 2011, S. 101) Dieser Satz trifft insbesondere auf M.s Lernverhalten zu, da sie während meiner Hospitationszeit vor allem in den Fächern Deutsch und Mathematik die größten kognitiven Schwierigkeiten zeigte. Ihr Lernverhalten spiegelt sich auch in ihren Noten wieder. Laut Frau L. gehört M. zu den Schülern mit guten bis befriedigenden Leistungen, in Mathematik auch teilweise nur genügend (vgl. Interview mit Frau L.).

M. wirkt während des Unterrichts stets abwesend und verträumt. Sie beteiligt sich sehr selten am Unterrichtsgeschehen, auf direkte Fragen weiß sie nur selten eine Antwort und auch allgemein zeigt sie ein eher geringes Interesse am Unterrichtsstoff (vgl. Protokoll 21.11.). Laut Frau L. ist M.s Interesse am Unterricht sehr abhängig von ihrer Tagesform und vom Unterrichtsfach (vgl. Interview mit Frau L.).

Beim Lösen von Aufgaben und Arbeitsaufträgen, sowohl im Deutsch- als auch im Mathematikunterricht, benötigt M. viel Zeit. Während ihre MitschülerInnen bereits mit dem Lösen der Aufgaben angefangen haben, legt M. ihren Kopf auf den Tisch, blättert im Buch, legt den Kopf in die Hände, kippelt, gähnt und knabbert an ihren Fingern (vgl. Protokoll 12.12.).

Schriftliche Aufgabenstellungen kann M. nur selten erkennen und übernehmen. Sie benötigt hierbei oft die Hilfe durch Frau L. oder ihre MitschülerInnen. Das Lesenlernen fällt ihr schwer. Sie liest stockend und unsicher, was auch daran liegen kann, dass sie laut Aussage von Frau L. zu Haus nur sehr wenig liest (vgl. Interview Frau L.). Auf Nachfrage an M. bestätigt sie, dass sie Lesen nicht mag und zu Hause lieber Fernsehen guckt (vgl. Charakteristik-M.). Auch M.s Grammatik und Rechtschreibung beurteilt Frau L. eher verhalten. Es handelt sich hier um ein Lernfach und M. hat selbst nach intensiven Übungsphasen enorme Probleme beim Anwenden des Erlernten (vgl. Interview mit Frau L.).

Am 23.01. sollen sich die SchülerInnen eine Bildergeschichte anschauen und dazu eine kurze Geschichte schreiben. M. erfasst inhaltlich, worum es in der Bildergeschichte geht und schreibt auch relativ zügig ihre Geschichte fertig. Aber im Gegensatz zu Ihren MitschülerInnen weist M.s Geschichte eine extrem hohe Anzahl an Rechtschreibfehlern auf. Aber nicht nur Rechtschreibfehler zeigt die Geschichte auf, sondern auch optische. M. fällt es schwer, die Linien in ihrem Heft einzuhalten und im Verhältnis zu ihnen schreibt sie auch viel zu groß. Probleme hat sie auch, sich für eine Schreibart zu entscheiden. Da sie bereits die dritte Klasse besucht, sollte sie ihre Geschichten in Schreibschrift schreiben. M. schreibt ihre Geschichte aber sowohl in Schreib- als auch in Druckschrift nieder. Als M. ihre Geschichte fertig geschrieben hat, zeigte sie sie mir. Ich weise sie auf ihre Fehler hin und bitte sie, diese zu berichtigen. Während M.s MitschülerInnen mit der Korrektur ihrer eigenen Fehler beschäftigt sind, verweigert M. die Arbeit nun vollständig. (vgl. Protokoll 23.01.)

Defizite weist M. auch im mathematischen Bereich auf. Laut Frau L. hat M. Schwierigkeiten mit dem Erlernen von Grundrechenarten (vgl. Interview mit Frau L.). Das Einmaleins beherrschte M. erst weit nach ihren MitschülerInnen, nach einer intensiven Lernphase zu Hause. Auf Nachfragen im Mathematikunterricht kann sie nur antworten, wenn sie sich mit dem Stoff vorher intensiv auseinander gesetzt hat (Gedächtnisprotokoll). Bei neuen Themen ist sie auf Nachfragen zum Stoff nur sehr zögerlich und sich ihrer Antwort sehr unsicher. Auf die Frage von Frau L. „Wie viel mm hat ein cm?“ zögert M. bei der Antwort sehr lange. Ihre Antwort „10 mm“ kommt nur fragend und verunsichert (vgl. Protokoll 05.12.). Beim Schätzen von Längen im Mathebuch fehlen M. jegliche Relationen. So werden aus einigen Zentimetern schnell einige Meter (vgl. Protokoll 05.12.).

Als Frau L. am 05.12. zum Ende der zweiten Mathematikstunde ein Arbeitsblatt, differenziert nach drei unterschiedlichen Niveaustufen, verteilt bekommt M. Niveaustufe eins zugewiesen. Sie ist einige von wenigen Schülern, die diese Niveaustufe bekommen. Bereits bei Aufgabe eins hat M. enorme Schwierigkeiten, diese zu lösen. M. steht während der Arbeitszeit ständig auf, geht zu Frau L. und bittet sie um Hilfe. Am Ende der Stunde hat M. Aufgabe eins abgeschlossen, während ihre MitschülerInnen mit den höheren Niveaustufen ihre Arbeitsblätter bereits beendet haben. (vgl. Protokoll 05.12.)

M.s Noten sind laut Frau L. teilweise sehr positiv bewertet. So schafft sie zum Halbjahreszeugnis in Mathematik, trotz Noten wie Dreien und Vieren, noch eine Zwei. In Rechtschreibung hingegen bekommt sie eine Drei auf dem Zeugnis. Grund dafür ist unter anderem ihr letztes Diktat, indem sie aufgrund gravierender Rechtschreibfehler eine Fünf bekommen hat (vgl. Protokoll 28.11.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Praktikumsbericht zum IEP (3. Klasse Grundschule)
Untertitel
Integriertes Eingangspraktikum Primarstufe
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
32
Katalognummer
V269033
ISBN (eBook)
9783656602026
ISBN (Buch)
9783656602002
Dateigröße
469 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
praktikumsbericht, klasse, grundschule, integriertes, eingangspraktikum, primarstufe
Arbeit zitieren
Christin Kuschka (Autor), 2013, Praktikumsbericht zum IEP (3. Klasse Grundschule), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269033

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