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Der europäische Handel mit Emissionszertifikaten

Titre: Der europäische Handel mit Emissionszertifikaten

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 19 Pages

Autor:in: Martin Hiebsch (Auteur)

Russe / Slavistique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Trotz des technischen Fortschritts, zahlloser Studien und jahrzehntelanger Forschung bleibt es schwierig, Umfang und Folgen des Klimawandels präzise vorherzusagen.1 Nichtsdestotrotz gilt es als gesicherte Erkenntnis, dass das menschliche Handeln, insbesondere der fossile Brennstoffverbrauch, dazu beigetragen hat, dass das heutige Niveau der Treibhausgase, speziell der Anteil an Kohlenstoffdioxid (CO),₂ deutlich höher liegt, als das natürliche Niveau der letzten Jahrhunderte.2 Diese Problematik macht den Klimawandel zu einem der drängendsten und am meist diskutierten Themen unserer Zeit und prägt den Diskurs innerhalb der Gesellschaft.3 Da die Ursachen und Folgen des Klimawandels ein globales Problem darstellen, erfordert eine effiziente und wirksame Lösung auch ein internationales und kollektives Handeln.4

Der Umweltschutz hat in der Europäischen Union (EU) innerhalb der letzten Jahrzehnte wesentlich an Bedeutung gewonnen. Seit dem Vertrag von Amsterdam von 1997 existiert die sogenannte „umweltpolitische Querschnittklausel“, welche die Einbeziehung der Erfordernisse des Umweltschutzes bei der Festlegung und Durchführung anderer Gemeinschaftspolitiken vorsieht. Für den Bereich des Energierechts wurde daraus der Leitgedanke des Gleichgewichts von Energiepolitik und Umweltschutz abgeleitet.5

Die vorliegende Arbeit analysiert in diesem Kontext die europäischen Bemühungen zur Eindämmung des Ausstoßes von CO im Rahmen des Emissionshandels. Sie untersucht₂ dabei im Detail, inwiefern der europäische Emissionshandel als Regelungsinstrument im Kampf gegen den Klimawandel eingesetzt wird und ob das Ziel des Umweltschutzes dabei im Widerspruch mit den Wirtschaftsinteressen der EU steht.

Um die Frage zu beantworten, ob oder inwiefern das europäische Emissionshandelssystem (EHS) einen angemessenen Ausgleich zwischen Umweltschutz und Wirtschaftsinteressen erreicht, wird in Kapitel zwei zunächst auf seinen Ursprung in der internationalen Übereinkunft des Kyoto-Protokolls eingegangen. Für das bessere Verständnis der Grundlagen des Handels mit Emissionen werden in Kapitel drei einige zentrale theoretische Vorüberlegungen präsentiert. Der Fokus auf die Funktionsweise des europäischen Handels mit Emissionen folgt im vierten Kapitel dieser Arbeit. Hierfür analysiert der Autor die Grundlagen des EHS und seine Fortentwicklung seit 2005, identifiziert Schwachstellen und geht auf die durchgeführten Reformen der Europäischen Kommission ein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Kyoto-Protokoll

3. Grundlagen zum Handel mit Emissionen

3.1. Luft als Gut

3.2. Der Klimaschutz und das Gefangenendilemma

3.3. Der marktbasierte Ansatz

4. Der europäische Handel mit Emissionszertifikaten

4.1. Grundlagen

4.2. Erste Handelsperiode von 2005 bis 2007

4.3. Zweite Handelsperiode von 2008 bis 2012

4.4. Dritte Handelsperiode seit 2013

4.5. Einfluss des Emissionshandels auf die Wettbewerbsfähigkeit der EU

4.6. Zwischenfazit

5. Aktuelle Entwicklungen

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert die europäischen Bemühungen zur Eindämmung des CO2-Ausstoßes durch das Emissionshandelssystem. Dabei wird untersucht, inwiefern dieses marktwirtschaftliche Instrument als wirksame Maßnahme im Klimaschutz fungiert und ob das Ziel des Umweltschutzes in einem Zielkonflikt mit den wirtschaftlichen Interessen der EU steht.

  • Ursprung des Emissionshandels im Kyoto-Protokoll
  • Theoretische Grundlagen und Funktionsweise des Emissionshandels
  • Entwicklung und Reformen der europäischen Handelsperioden seit 2005
  • Wettbewerbsfähigkeit der EU im Kontext klimapolitischer Maßnahmen
  • Diskussion aktueller Herausforderungen wie "carbon leakage" und "backloading"

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Klimaschutz und das Gefangenendilemma

Die Problematik der Nicht-Ausschließbarkeit im Kontext der Kooperation beim Klimaschutz lässt sich mit Hilfe des Gefangenendilemmas erklären. Dabei ist im einfachsten Fall von zwei Staaten auszugehen, die über die Handlungsalternativen der umweltpolitischen Kooperation und Nichtkooperation verfügen. Der Möglichkeit eines kooperativen Verhaltens, z. B. durch die Durchführung von Maßnahmen zur Emissionsreduktion, stünde die Nichtkooperation in Form der Verweigerung eines entsprechenden Beitrags zum Umweltschutz gegenüber. Entsprechend dem Gefangenendilemma würden beide Staaten den größten Nutzen erzielen, wenn sie den Konsum der Erdatmosphäre durch kooperative Emissionsreduktionen einschränken. Da aber der nicht-kooperative Staat im Falle von Umweltverbesserungen nicht von dem Nutzen „sauberer Luft“ ausgeschlossen werden kann, ist sein Anreiz groß, eine Trittbrettfahrerposition einzunehmen und somit von den Reduktionsmaßnahmen des anderen Staats zu profitieren. Erschwerend kommt hinzu, dass im Falle des globalen Klimaschutzes nicht nur zwei Akteure, sondern viele Staaten beteiligt sind und eine Kooperation zwischen souveränen Staaten nicht erzwungen werden kann. Die Hoffnung, dass das Gefangenendilemma überwunden werden kann, ergibt sich aus der Möglichkeit der Kommunikation und Interaktion der Staaten untereinander. Die Unsicherheit im Sinne des Gefangenendilemmas besteht im Falle von Vereinbarungen zum Klimaschutz eher in der Unwissenheit, ob die Vertragsparteien ihren Verpflichtungen auch wirklich nachkommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Klimawandels als globales Phänomen ein und skizziert die Fragestellung zur Effektivität des europäischen Emissionshandels zwischen Umweltschutz und Wirtschaftsinteressen.

2. Das Kyoto-Protokoll: Dieses Kapitel beschreibt die historischen Ursprünge der internationalen Klimapolitik und die vertraglichen Verpflichtungen der Industrienationen zur Emissionsminderung.

3. Grundlagen zum Handel mit Emissionen: Hier werden theoretische Konzepte wie der Charakter öffentlicher Güter, das Gefangenendilemma und die Vorteile marktwirtschaftlicher Instrumente erläutert.

4. Der europäische Handel mit Emissionszertifikaten: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die drei Handelsperioden, die Funktionsweise des Cap-and-Trade-Systems sowie die Auswirkungen auf die europäische Wettbewerbsfähigkeit.

5. Aktuelle Entwicklungen: Es werden die jüngsten Herausforderungen, insbesondere Preisverfälle bei Zertifikaten und notwendige Reformschritte wie das "backloading", kritisch beleuchtet.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass das EHS bisher keinen angemessenen Ausgleich zwischen Umwelt- und Wirtschaftszielen erreicht hat und existenzielle Reformen für die Zukunft erfordert.

Schlüsselwörter

Emissionshandel, Emissionszertifikate, Kyoto-Protokoll, Klimaschutz, Treibhausgase, CO2, Emissionshandelsrichtlinie, Marktwirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit, Carbon Leakage, Backloading, Europäische Union, Energiepolitik, Umweltschutz, Nachhaltigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit des europäischen Emissionshandelssystems (EHS) und analysiert, wie dieses Instrument den Ausgleich zwischen Klimaschutzzielen und ökonomischen Interessen der EU-Mitgliedstaaten steuert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese durch das Kyoto-Protokoll, der Funktionsweise marktbasierter Klimaschutzinstrumente und der politischen Steuerung des Emissionshandels in Europa.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu evaluieren, ob das EHS ein angemessenes Regelungsinstrument darstellt, das einen wirksamen Klimaschutz ermöglicht, ohne dabei die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie durch übermäßige Belastungen zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der umweltökonomischen Grundlagen sowie eine fallbezogene Untersuchung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und deren Reformprozesse innerhalb der EU.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der bisherigen drei Handelsperioden, den Auswirkungen auf Unternehmen und der Problematik der Kostenweitergabe an Endverbraucher sowie den politischen Reformdebatten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die wichtigsten Begriffe sind das Cap-and-Trade-System, die Emissionshandelsrichtlinie (EHRL), Wettbewerbsfähigkeit, Carbon Leakage und das Kyoto-Protokoll.

Welche Kritik wird an der kostenlosen Zuteilung von Zertifikaten geübt?

Die Arbeit kritisiert, dass eine großzügige kostenlose Zuteilung zu Fehlanreizen führte, Extraprofite bei Stromkonzernen ermöglichte und den notwendigen Druck zur technologischen Innovation minderte.

Warum wird das "backloading" von der Politik diskutiert?

Das "backloading" wird als Notmaßnahme diskutiert, um das massive Überangebot an Zertifikaten zu reduzieren und damit den Preis pro Tonne CO2 so weit zu steigern, dass Anreize für Investitionen in emissionsarme Technologien wieder entstehen.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Endverbrauchers?

Der Autor sieht den Endverbraucher als den eigentlichen Verursacher der Emissionen, da dieser das Produkt Strom nachfragt, und hält die Kostenweitergabe durch die Produzenten daher prinzipiell für gerechtfertigt.

Was fordert der Autor als Fazit für die Zukunft?

Der Autor fordert weitreichende Reformen, insbesondere die vollständige Versteigerung der Zertifikate, eine Ausweitung auf weitere Sektoren und einen effizienten Sanktionsmechanismus, um die selbst gesetzten Klimaschutzziele der EU tatsächlich zu erreichen.

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Résumé des informations

Titre
Der europäische Handel mit Emissionszertifikaten
Auteur
Martin Hiebsch (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
19
N° de catalogue
V269265
ISBN (ebook)
9783656603344
ISBN (Livre)
9783656603283
Langue
allemand
mots-clé
handel emissionszertifikaten EU
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Hiebsch (Auteur), 2013, Der europäische Handel mit Emissionszertifikaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269265
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Extrait de  19  pages
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