Die Auswahl von Standorten spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg oder Misserfolg einer Planung. Oftmals ist das Fällen einer Entscheidung jedoch von derart vielen Einflüssen, Faktoren und Unbestimmtheiten geprägt, dass die Auswahl der richtigen Option ein schwieriges Unterfangen darstellt, nicht zuletzt aufgrund der multikriteriellen Natur der allermeisten Standortfindungsprozesse. Besonders die Planung neuer Wohnbebauung, die eines der elementarsten Grundbedürfnisse der Menschen befriedigt, ist von zahlreichen Faktoren abhängig, die über das Gelingen des Vorhabens entscheiden. Ähnliches trifft auf die der Wohnbebauung vor- und nachgelagerten Infrastruktureinrichtungen, die Ver- und Entsorgungssysteme zu. So ist beispielsweise auch die Schaffung einer neuen Deponie zur Handhabung der von
den Bewohnern einer Stadt produzierten Abfälle und Schadstoffe einem langem Entscheidungsprozess unterworfen.
Um den Raumplanern der Gegenwart und Zukunft diesen Prozess zu erleichtern und damit letztendlich auch die für den Menschen bestmöglichen Entscheidungen zu treffen, wurden in den letzten Jahren und Jahrzehnten zahlreiche Modelle, Verfahren und Programme entwickelt, welche transparent und auf wissenschaftlicher Grundlage große Hilfestellungen leisten können; allen voran der Analytic Hierarchy Process und das Compromise Programming, welche im Zuge dieser Arbeit vorgestellt, erläutert und praktisch angewendet werden, um beispielhaft ihren Nutzen für eine nachhaltige Stadtplanung darzustellen.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Einführung in AHP und CP
III. Anwendung des Analytic Hierarchy Process und Compromise Programming für die Standortwahl einer Deponie in Dortmund
IV. Compromise Programming mit GIS-Unterstützung für die Standortwahl neuer Wohnbebauung in Dortmund
V. Diskussion der Ergebnisse von CP und AHP
VI. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Eignung multikriterieller Bewertungsmethoden wie dem Analytic Hierarchy Process (AHP) und Compromise Programming (CP) in Kombination mit Geoinformationssystemen (GIS) für raumplanerische Standortentscheidungen, um eine transparente und wissenschaftlich fundierte Entscheidungsbasis zu schaffen.
- Theoretische Grundlagen und Wirkungsweisen von AHP und CP
- Methodik der Standortwahl für eine Mülldeponie in Dortmund mittels AHP
- GIS-gestützte Anwendung von Compromise Programming für Wohnbebauung
- Kritische Diskussion der methodischen Ansätze und Kompensationsmaße
Auszug aus dem Buch
I. Einleitung
Die Auswahl von Standorten spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg oder Misserfolg einer Planung. Oftmals ist das Fällen einer Entscheidung jedoch von derart vielen Einflüssen, Faktoren und Unbestimmtheiten geprägt, dass die Auswahl der richtigen Option ein schwieriges Unterfangen darstellt, nicht zuletzt aufgrund der multikriteriellen Natur der allermeisten Standortfindungsprozesse. Besonders die Planung neuer Wohnbebauung, die eines der elementarsten Grundbedürfnisse der Menschen befriedigt, ist von zahlreichen Faktoren abhängig, die über das Gelingen des Vorhabens entscheiden. Ähnliches trifft auf die die Wohnbebauung vor- und nachgelagerten Infrastruktureinrichtungen, die Ver- und Entsorgungssysteme zu. So ist beispielsweise auch die Schaffung einer neuen Deponie zur Handhabung der von den Bewohnern einer Stadt produzierten Abfälle und Schadstoffe einem langem Entscheidungsprozess unterworfen.
Um den Raumplanern der Gegenwart und Zukunft diesen Prozess zu erleichtern und damit letztendlich auch für den Menschen bestmöglichen Entscheidungen zu treffen, wurden in den letzten Jahren und Jahrzehnten zahlreiche Modelle, Verfahren und Programme entwickelt, welche transparent und auf wissenschaftlicher Grundlage große Hilfestellungen leisten können; allen voran der Analytic Hierarchy Process und das Compromise Programming, welche im Zuge dieser Arbeit vorgestellt, erläutert und praktisch angewendet werden, um beispielhaft ihren Nutzen für eine nachhaltige Stadtplanung darzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz von Standortentscheidungen in der Raumplanung und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie die zu untersuchenden Methoden vor.
II. Einführung in AHP und CP: Hier werden die theoretischen Hintergründe und mathematischen Vorgehensweisen des Analytic Hierarchy Process sowie des Compromise Programming dargelegt.
III. Anwendung des Analytic Hierarchy Process und Compromise Programming für die Standortwahl einer Deponie in Dortmund: Das Kapitel überträgt die theoretischen Konzepte auf ein praktisches Beispiel zur Deponiestandortwahl unter Verwendung einer Bewertungshierarchie.
IV. Compromise Programming mit GIS-Unterstützung für die Standortwahl neuer Wohnbebauung in Dortmund: Dieses Kapitel führt die GIS-gestützte Anwendung des Compromise Programming für die Identifikation geeigneter Flächen für neue Wohnbebauung durch.
V. Diskussion der Ergebnisse von CP und AHP: Eine kritische Analyse der erzielten Ergebnisse unter Berücksichtigung verschiedener Kompensationsmaße und Klassifizierungsmethoden.
VI. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Anwendbarkeit und des Nutzens der untersuchten Methoden für die zukünftige raumplanerische Praxis.
Schlüsselwörter
Raumplanung, Standortwahl, Analytic Hierarchy Process, AHP, Compromise Programming, CP, Geoinformationssysteme, GIS, Multikriterielle Analyse, Deponie, Wohnbebauung, Standortbewertung, Entscheidungsfindung, Nachhaltige Stadtplanung, Dortmund
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Anwendung multikriterieller Bewertungsmethoden, konkret AHP und CP, zur Unterstützung von Standortentscheidungen in der Raumplanung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Themenfelder umfassen die Standortplanung für Infrastruktur- und Wohnprojekte, mathematische Entscheidungsmodelle sowie die Integration raumbezogener Daten mittels GIS.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu prüfen, inwieweit AHP und CP dazu beitragen können, Standortentscheidungen auf eine transparente und rationale wissenschaftliche Basis zu stellen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es werden der Analytic Hierarchy Process (AHP) zur Priorisierung von Kriterien sowie das Compromise Programming (CP) zur Identifikation von Kompromisslösungen in Kombination mit einer GIS-basierten Raumanalyse verwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung der Methoden, die praktische Anwendung zur Deponiestandortwahl sowie die GIS-gestützte Analyse für Wohnbebauungsflächen in Dortmund.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Raumplanung, Standortwahl, AHP, CP, GIS, multikriterielle Analyse und nachhaltige Stadtentwicklung.
Warum wurde Dortmund als Fallbeispiel gewählt?
Dortmund dient als konkretes Beispielgebiet, um die Anwendbarkeit der Methoden anhand realer städtischer Daten für verschiedene Szenarien (Deponie vs. Wohnraum) aufzuzeigen.
Welchen Einfluss hat die Wahl der Kompensationsmaße in der CP-Analyse?
Die Wahl der Kompensationsmaße beeinflusst die Aussagekraft der Ergebnisse maßgeblich; während bestimmte Klassifizierungen zu ungenauen Ergebnissen führen können, liefern andere differenziertere Einblicke in die Eignung der Standorte.
- Arbeit zitieren
- M.Sc. Thomas Hengsbach (Autor:in), 2012, GIS-basierte Bewertung der Eignung von Standorten mittels Analytic Hierarchy Process und Compromise Programming, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269321