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Die Kaiserkrönung Karls des Großen und das Zweikaiserproblem

Title: Die Kaiserkrönung Karls des Großen und das Zweikaiserproblem

Seminar Paper , 2013 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christopher Flauaus (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die Arbeit geht der Frage nach, wie es zur Kaiserkrönung Karls des Großen (am Weihnachtsfest des Jahres 800) kam und welchen Herausforderungen sich das byzantinische Reich dadurch gegenüber gestellt sah.
Die Arbeit versucht die Kaiserkrönung und die Entstehung des sogenannten Zweikaiserproblems aus byzantinischer Sicht zu erklären.
Die Kaiserkrönung Karls des Großen ist eines der wichtigsten Ereignisse des Mittelalters und dennoch ist bis heute nicht vollständig geklärt, wie es zur Krönung gekommen ist ...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kaiserkrönung Karls des Großen

2.1 Die Krönung aus byzantinischer Sicht

2.2 Das Heiratsprojekt zwischen Eirene und Karl dem Großen

3. Das Zweikaiserproblem und die Folgen für Byzanz

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe der Kaiserkrönung Karls des Großen aus byzantinischer Perspektive sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für das Byzantinische Reich, insbesondere im Kontext des sogenannten Zweikaiserproblems.

  • Kaiserkrönung Karls des Großen aus byzantinischer Sicht
  • Das Heiratsprojekt zwischen Kaiserin Eirene und Karl dem Großen
  • Die Entstehung und Definition des Zweikaiserproblems
  • Die politische Reaktion Byzanz' und die Anerkennung des westlichen Kaisertums
  • Einfluss der Ereignisse auf die fränkisch-byzantinischen Beziehungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Krönung aus byzantinischer Sicht

Die einzige vorhandene byzantinische Quelle, die über die Kaiserkrönung berichtet, ist die Chronik des Theophanes. Sie gehört zu den byzantinischen Weltchroniken und ist als eine Fortsetzung der bis zum Jahre 284 reichenden Weltchronik von Georgios Synkellos gedacht. Die Kaiserkrönung Karls des Großen wird bei Theophanes nur beiläufig als ein Ereignis der römischen Stadtgeschichte erwähnt. An der westlichen Geschichte hat er wenig Interesse. Lilie geht trotzdem davon aus, dass Theophanes die Darstellung des Papstes zur Kaiserkrönung (Liber Pontificalis) gekannt haben musste, kommentiert sie aber aus der Sichtweise Byzanz`. Es lässt sich heute nicht mehr beweisen, ob Theophanes auch Quellen westlicher Herkunft benutzt hat. Einig ist man sich jedoch über eine propäpstliche Tendenz des Theophanes, wie auch schon bei Lilie erwähnt. Die Verlässlichkeit und Vollständigkeit des Theophanes ist unterschiedlich zu bewerten. Es lässt sich heute nicht mehr klären, ob sich Theophanes bei seiner Darstellung vorwiegend auf schriftliche Vorlagen gestützt oder auch mündliche Überlieferungen verwand hat. Nach Rochow und Lilie scheint es ganz so, als ob er diese Vorlagen einer „ideologischen Korrektur“ in seinem Sinne unterzogen hat. Gleich an mehreren Stellen spiegelt die Chronik seine eigene historische Interpretation wieder. Interessant ist aber auch noch, nach welchem System er die Vorlagen in seiner Darstellung verarbeitet hat: Es scheint so, als ob er die Quellen subjektiv (fast schon parteiisch) auswählte, sie dann stark kürzte und stilistisch bearbeitete.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage bezüglich der byzantinischen Sicht auf die Kaiserkrönung und erläutert die verwendete Quellenlage, insbesondere die Chronik des Theophanes.

2. Die Kaiserkrönung Karls des Großen: Dieses Kapitel analysiert die Ereignisse ab dem Jahr 754, die zur engen Verbindung zwischen Papsttum und Frankenreich führten, sowie die Umstände der Krönung im Jahr 800.

2.1 Die Krönung aus byzantinischer Sicht: Dieser Abschnitt untersucht, wie Theophanes die Krönung als rechtswidrig darstellt und das westliche Kaisertum als illegitim ablehnt.

2.2 Das Heiratsprojekt zwischen Eirene und Karl dem Großen: Hier wird der Heiratsplan zwischen der byzantinischen Kaiserin Eirene und Karl dem Großen als zeitgenössisches Gerücht kritisch beleuchtet.

3. Das Zweikaiserproblem und die Folgen für Byzanz: Die Auswirkungen der Krönung auf die fränkisch-byzantinische Diplomatie und die Anerkennung Karls als Kaiser werden hier thematisiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Kaiserkrönung eine Konkurrenzsituation schuf und der Kaisertitel für Byzanz primär ein Tauschobjekt zur Sicherung eigener Territorien darstellte.

Schlüsselwörter

Kaiserkrönung, Karl der Große, Byzanz, Zweikaiserproblem, Theophanes, Eirene, Papsttum, Frankenreich, Diplomatie, Kaisertitel, Römischer Kaiser, Legitimität, Mittelalter, Außenpolitik, Usurpation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Kaiserkrönung Karls des Großen aus der Perspektive des Byzantinischen Reiches und beleuchtet die diplomatischen und politischen Spannungen, die sich daraus entwickelten.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Rolle der byzantinischen Chronik des Theophanes, das Verhältnis zwischen Papsttum und Frankenreich sowie die Konkurrenz zwischen dem oströmischen und weströmischen Kaisertitel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel zu klären, wie Byzanz auf die Kaiserkrönung reagierte und welche Herausforderungen (das Zweikaiserproblem) für das Reich daraus entstanden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine quellenkritische Analyse, indem sie/er primär die Chronik des Theophanes mit historischer Forschungsliteratur abgleicht und bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung seit 754, die Darstellung der Krönung durch Theophanes, das angebliche Heiratsprojekt zwischen Eirene und Karl sowie die langfristigen Folgen für die fränkisch-byzantinischen Beziehungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kaiserkrönung, Byzanz, Zweikaiserproblem, Legitimität und fränkisch-byzantinische Beziehungen charakterisiert.

Wie bewertet Byzanz laut Theophanes die Salbung Karls des Großen?

Theophanes stellt die Salbung als absurd und rechtswidrig dar, wobei er sie teils ins Lächerliche zieht, da eine Salbung nach byzantinischem Ritus nicht üblich war.

Warum war das Heiratsprojekt zwischen Eirene und Karl dem Großen historisch unglaubwürdig?

Es gibt keine anderen zeitgenössischen Quellen für diesen Plan; zudem erscheint eine Verlagerung der Residenz des sechzigjährigen Karls nach Konstantinopel als unrealistisch.

Welche Rolle spielte die Anerkennung des Kaisertitels in der Diplomatie?

Der Kaisertitel diente Byzanz letztlich als politisches Tauschobjekt für die Sicherung von Territorien wie Venedig und Dalmatien.

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Details

Title
Die Kaiserkrönung Karls des Großen und das Zweikaiserproblem
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Historisches Seminar)
Course
Orthodoxie und Papsttum: das sogenannte "Schisma" von 1054
Grade
1,7
Author
Christopher Flauaus (Author)
Publication Year
2013
Pages
12
Catalog Number
V269388
ISBN (eBook)
9783656605010
ISBN (Book)
9783656605034
Language
German
Tags
kaiserkrönung karls großen zweikaiserproblem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christopher Flauaus (Author), 2013, Die Kaiserkrönung Karls des Großen und das Zweikaiserproblem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269388
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