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Die Genese und Entwicklung des Parteiensystems in Ostdeutschland 1989-2009

Titre: Die Genese und Entwicklung des Parteiensystems  in Ostdeutschland 1989-2009

Exposé (Elaboration) , 2009 , 14 Pages , Note: 1,3

Autor:in: B.A. Erik Weihmann (Auteur)

Politique - Système politique de l'Allemagne
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Der Zusammenbruch der staatssozialistischen Systeme um die Jahre 1989/90 in der Sowjetunion und Osteuropas machte im selben Atemzug die oberflächliche Simplizität bei gleichzeitiger innerer Komplexität von Einparteienherrschaften, beziehungsweise das Primat einer marxistisch-leninistischen Partei mit der Duldung und institutionellen Inkorporierung von Blockparteien, obsolet. Die Konsequenz des anschließenden Demokratisierungsprozess war nicht mehr oder minder die Transformation der jeweiligen nationalen Parteiensysteme von der Monopol-, respektive Dominanzstellung der bis dahin regierenden kommunistischen Parteien hin zur Pluralisierung, Neugründung, und organisatorischen Neuformierung an sich, in einem neuen konstitutionellen Arrangement.
Die vorliegende Verschriftlichung des Referats Die Genese und Entwicklung des Parteiensystems in Ostdeutschland 1989 bis 2009 wird sich dem Transformationsprozess der äußersten Peripherie des ehemaligen sowjetkommunistischen Machtbereichs widmen – der DDR. Zunächst wird ein Blick auf die Gründung und Entwicklung ostdeutscher Parteien nach Kriegsende bis zum Reformjahr 1989 gelegt, bevor nachfolgend dieses und das darauffolgende Jahr – die Kernjahre der Systemtransformation – analysiert werden sollen. Es schließt sich dann die Darstellung des weiteren Entwicklungswegs der Parteien in der Nachwendezeit nunmehr in den so genannten Neuen Bundesländern an, wobei die Rückkoppelungen ostdeutscher Spezifika auf das gesamtdeutsche Parteiensystem (Bundestagswahlen) mit berücksichtigt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Das Parteien- und Verbändesystem der DDR bis 1989

III. Transformation des DDR-Parteisystems bis zur Wiedervereinigung

IV. Die Evolution des ostdeutschen Parteiensystems bis 2009

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Transformationsprozess des Parteiensystems in Ostdeutschland von der Endphase der DDR bis zum Jahr 2009, wobei der Fokus auf der Entwicklung von einem Einparteienstaat hin zu einem pluralistischen Parteiensystem sowie der anschließenden Konsolidierung in den neuen Bundesländern liegt.

  • Historische Genese der Parteien in der DDR bis 1989
  • Systemtransformation und freie Volkskammerwahlen 1990
  • Die Rolle der PDS im gesamtdeutschen Parteiensystem
  • Herausforderungen der Regierungsbildung in ostdeutschen Ländern
  • Entwicklungstendenzen des Parteiensystems bis zum Jahr 2009

Auszug aus dem Buch

II. Das Parteien- und Verbändesystem der DDR bis 1989

Der Chemnitzer Politikwissenschaftler Eckhard Jesse umschreibt „die Geschichte der Parteien in der DDR [als] die Geschichte der SED“1. Die geschichtliche Entwicklung in der sowjetischen Besatzungszone bis zum Jahre 1989 gibt ihm diesbezüglich Recht. Zwar war die SMAD2 schneller in der Sache Neu- und Widergründungen von Parteien zuzulassen als ihre Westalliierten Verbündeten in den anderen Besatzungszonen Deutschlands. Jedoch folgte diesem Befehl No. 2 der SMAD vom 10. Juni 1945 sukzessive die Ausrufung einer Einheitsfront antifaschistisch-demokratischer Parteien am 14. Juli für die Gründungen von SPD, KPD, CDU und LDP, welche den wie es sich zeigte nicht allzu langen Schatten vorauswarf auf das spätere System der Blockparteien und der Suprematie der marxistisch-leninistischen Partei in der DDR.

Der Weg dorthin wurde über den Zusammenschluss von SPD und KPD zur SED im April 1946, der Gründung von DBD und NDPD als Satelliten der SED 1948, sowie der Massenorganisationen FDGB, KB, VdgB, DFB, FDJ, die sich ebenfalls programmtisch an die SED angliederten oder sich ihr unterordneten. Während es der SED gelang auf lokaler Ebene in den Kommunalwahlen große Erfolge zu verbuchen, war sie in den gleichzeitig 1946 stattfindenden Landtagswahlen an ihrem Ziel in jedem Land die absolute Mehrheit zu erreichen gescheitert und ließ fortan keine Wahlen mehr zu, in denen das (für die SED positive) Ergebnis nicht schon bereits feststand. Dies erreichte das kommunistische Regime über die Erstellung einer Liste der Nationalen Front, über welche der proportionale Anteil der Parteien und Verbände im Vorfeld determiniert wurde und zu der der Wählende nur seine Zustimmung geben oder verweigern konnte. Letzteres geschah wegen des sozialen Drucks, Repressionsangst und vor allem geschuldet dem unfreien und nicht geheimen Charakter der Wahl eher selten, was in der Regel Wahlbeteiligungen und Zustimmungsraten von annähernd 100% zur Folge hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Dieser Abschnitt erläutert den Zusammenbruch der staatssozialistischen Systeme und umreißt das Ziel der Arbeit, den Transformationsprozess des Parteiensystems in Ostdeutschland zwischen 1989 und 2009 zu analysieren.

II. Das Parteien- und Verbändesystem der DDR bis 1989: Das Kapitel beschreibt die Etablierung des SED-geführten Einparteiensystems sowie die Rolle der Blockparteien und Massenorganisationen innerhalb der Machtstruktur der DDR.

III. Transformation des DDR-Parteisystems bis zur Wiedervereinigung: Hier werden die Phasen des Regimewandels vom Herbst 1989 bis zum Beitritt im Oktober 1990 sowie die Bedeutung der ersten freien Volkskammerwahl für die Neukonfiguration der Parteienlandschaft untersucht.

IV. Die Evolution des ostdeutschen Parteiensystems bis 2009: Dieser Teil befasst sich mit der Etablierung des Parteiensystems nach der Wiedervereinigung, dem Wandel zum Drei- bzw. Fünfparteiensystem sowie der Rolle der PDS und dem Aufkommen rechtsextremer Parteien.

Schlüsselwörter

Ostdeutschland, Parteiensystem, SED, Transformation, DDR, Wiedervereinigung, PDS, Volkskammerwahl, Regierungsbildung, Pluralisierung, Parteien, Demokratisierung, Systemwandel, Landtagswahlen, Parteienlandschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Genese und Entwicklung des Parteiensystems in Ostdeutschland im Zeitraum von 1989 bis 2009, ausgehend vom Zusammenbruch der DDR bis zur politischen Konsolidierung in den neuen Bundesländern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören der Transformationsprozess der DDR-Parteien, die Rolle der SED und der Blockparteien, die Auswirkungen der ersten freien Volkskammerwahlen sowie die langfristige Entwicklung der Parteienlandschaft im wiedervereinigten Deutschland.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Wandel von einem nicht-kompetitiven Hegemonialsystem hin zu einem demokratisch-pluralistischen Parteiensystem in Ostdeutschland nachzuvollziehen und die spezifischen Entwicklungsdynamiken zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Analyse der historischen Ereignisse und Wahlergebnisse sowie auf die Auswertung einschlägiger Fachliteratur und politikwissenschaftlicher Modelle zur Systemtransformation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Parteiensystems der DDR bis 1989, die Transformationsphase bis 1990 und die anschließende Evolution und Konsolidierung des Parteiensystems bis zum Jahr 2009.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ostdeutschland, Parteiensystem, Transformation, SED, PDS, Wiedervereinigung und Regierungsbildung charakterisiert.

Was ist das sogenannte "Magdeburger Modell"?

Das Magdeburger Modell bezeichnet eine rot-rote Minderheitsregierung unter Duldung der PDS in Sachsen-Anhalt ab 1994, die einen Paradigmenwechsel in der politischen Zusammenarbeit im Osten markierte.

Welche Bedeutung hatten die Volkskammerwahlen am 18. März 1990?

Diese Wahlen waren die ersten freien Wahlen in der DDR und fungierten als Richtungsentscheidung für die Form und Geschwindigkeit der deutschen Einheit sowie als Startpunkt für die Etablierung kompetitiver Parteistrukturen.

Warum spielt die PDS eine besondere Rolle im Osten?

Die PDS fungierte nach der Wende als beständige Kraft in der ostdeutschen Parteilandschaft, entwickelte sich trotz anfänglicher Krisen zur ernsthaften politischen Alternative und integrierte Protestwähler, was sie zu einem zentralen Akteur in vielen Landesparlamenten machte.

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Résumé des informations

Titre
Die Genese und Entwicklung des Parteiensystems in Ostdeutschland 1989-2009
Université
University of Erfurt  (Staatswissenschaftliche Fakultät - Fachrichtung Sozialwissenschaften)
Cours
Soziale Strukturen und Prozesse - Transformation und politische Parteien in Ostdeutschland
Note
1,3
Auteur
B.A. Erik Weihmann (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
14
N° de catalogue
V269478
ISBN (ebook)
9783656605737
ISBN (Livre)
9783656605713
Langue
allemand
mots-clé
DDR Ost-SPD PDS Ost-CDU Neue Länder
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Citation du texte
B.A. Erik Weihmann (Auteur), 2009, Die Genese und Entwicklung des Parteiensystems in Ostdeutschland 1989-2009, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269478
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Extrait de  14  pages
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