Zahlreiche Unternehmen heutzutage fusionieren oder akquirieren andere Unternehmen um Synergieeffekte erzielen zu können. Auch dezentral organisierte Unternehmen möchten Synergien schöpfen, jedoch ist den Unternehmern oft nicht klar, welche Methodik bzw. Instrumente sie anwenden sollen und scheitern deshalb an dieser Stelle. In dieser Seminararbeit werden einige quantitative und qualitative Instrumente vorgestellt, die die Nutzung von Synergien, das heißt Synergiemanagement und Synergiecontrolling möglich machen. Aufgrund des beschränkten Umfanges dieser Seminararbeit, werden die jeweiligen Punkte leider nur kurz vorgestellt, da sie sonst den Rahmen sprengen würden.
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung
2. Begriffsklärung
2.1 dezentral organisierte Unternehmen
2.2 Synergie
2.2.1. Definition
2.2.2. Das Synergiekonzept von Ansoff
2.2.3. Synergiemanagement
3. Steuerungsinstrumente
3.1 Bewertung der qualitativen Synergien
3.1.1. Das Scoring-Modell
3.1.2. Das interne Benchmarking
3.1.3. Wissensmanagement
3.2. Bewertung der quantitativen Synergien
3.2.1 DuPont System of Financial Control
3.2.2. Balanced Scorecard
4. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Nutzung von Synergien in dezentral organisierten Unternehmen und identifiziert geeignete Steuerungsinstrumente, um Synergiepotenziale effektiv zu identifizieren, zu bewerten und zu realisieren.
- Grundlagen dezentraler Unternehmensstrukturen und des Synergiebegriffs.
- Differenzierung zwischen qualitativen und quantitativen Synergieeffekten.
- Analyse qualitativer Bewertungsmethoden wie Scoring-Modelle und Benchmarking.
- Untersuchung quantitativer Kennzahlensysteme wie DuPont und Balanced Scorecard.
- Bedeutung strategischen Synergiemanagements für den Unternehmenserfolg.
Auszug aus dem Buch
3.1.1. Das Scoring-Modell
Eine Methode die qualitativen Synergiepotenziale zu bewerten ist das Scoring-Modell von Wissema. Das Modell ist eine Weiterführung der Checklistenmethode und lässt sich in fünf Schritten vollziehen:
1.) Formulierung geeigneter Bewertungskriterien; (z.B. Kundennutzen, Qualität)
2.) Ableitung der Gewichtungsfaktoren für die Kriterien;
3.) Auswahl der möglichen Kriteriumsausprägungen;
Die Ausprägungen sollten sowohl positive als auch negative Werte aufweisen um den Unterschied zwischen Synergien und Dyssynergien aufzuzeigen.
4.) Bewertung der Alternativen durch Experten;
5.) Bestimmung der Nutzwerte und Reihung der Alternativen gemäß ihrer Punktezahl.
Die Scoring-Methode ist sicherlich eine gute Methode Synergiepotenziale eines Unternehmens herauszufiltern, birgt aber auch Nachteile in sich. Selbst bei der Einbeziehung von Experten bzw. Expertengruppen ist das Modell auf die subjektiven Ansichten der Teilnehmer begründet. Zudem sind die (Personal-)Kosten und der Zeitaufwand, der benötigt wird um dieses Modell anzuwenden nicht zu verachten. Ein zusätzlicher Nachteil ist, dass die Ergebnisse des Scorings lediglich den Status quo abbilden und keine Zukunftsperspektiven zulassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problemstellung: Einführung in die Thematik der Synergienutzung bei Fusionen und Übernahmen sowie die Herausforderung, geeignete Steuerungsinstrumente zu wählen.
2. Begriffsklärung: Erläuterung der Strukturen dezentraler Unternehmen, der Definition und Herleitung des Synergiebegriffs sowie des Synergiemanagements.
3. Steuerungsinstrumente: Vorstellung und kritische Analyse verschiedener qualitativer und quantitativer Methoden zur Messung und Bewertung von Synergieeffekten.
4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz einer strategischen Implementierung von Controlling-Instrumenten zur erfolgreichen Synergienutzung.
Schlüsselwörter
Synergie, Synergiemanagement, Synergiecontrolling, dezentrale Organisation, Holding, Scoring-Modell, Benchmarking, Wissensmanagement, DuPont System of Financial Control, Return on Investment, Balanced Scorecard, Strategieumsetzung, Dyssynergien, Unternehmenskultur, Kennzahlensystem.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit behandelt die Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Nutzung von Synergien in dezentral organisierten Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Themenfelder umfassen die Definition von Synergien, das Management dieser Potenziale sowie die Anwendung spezifischer Steuerungs- und Bewertungsinstrumente.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch gezielte Planung und strategische Implementierung von Synergiecontrolling erfolgreich Synergieeffekte nutzen und Dyssynergien vermeiden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse und strukturierte Vorstellung gängiger quantitativer und qualitativer Steuerungsinstrumente aus der Betriebswirtschaftslehre.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen definiert und anschließend Instrumente wie das Scoring-Modell, Benchmarking, Wissensmanagement, das DuPont System sowie die Balanced Scorecard detailliert erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Synergiemanagement, Synergiecontrolling, dezentrale Unternehmen, Kennzahlen und strategische Unternehmensführung.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Synergien und Dyssynergien für das Management wichtig?
Es ist essenziell, da nicht jede Kombination von Unternehmensteilen positive Effekte erzeugt; Dyssynergien können den Gesamtwert eines Konzerns mindern.
Welche Vorteile bietet die Balanced Scorecard gegenüber klassischen Kennzahlensystemen?
Die Balanced Scorecard ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung über vier Perspektiven und verbindet die Unternehmensvision direkt mit operativen Maßnahmen und Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen.
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- Elif Demir (Author), 2008, Synergiemanagement und Synergiecontrolling in dezentral organisierten Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269495