Aspekte des Vergleichs und Vorstellung eines Studienvorhabens

Die Machtunterschiede zwischen US-Präsident und Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf die legislative Gewalt


Studienarbeit, 2014
20 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Aspekte des Vergleichs - Ausgewählte Textzusammenfassungen
2.1. „Was vergleichen?“ von Detlef Jahn
2.2. „Theoretische Grundsätze“ von Detlef Jahn
2.3. „Wie vergleichen?“ von Detlef Jahn
2.4. „Comparing and Miscomparing“ von Giovanni Sartori
2.5. „Regierungssysteme und Demokratietypen“ von Aurel Croissant

3. Exposé: Die Machtunterschiede zwischen US-Präsident und Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf die legislative Gewalt
3.1. Vorhaben der geplanten Studie
3.1.1. Definitionen und Grundlagen
3.1.2. Theoretische und methodische Herangehensweise
3.1.3. Hypothesen
3.1.4. Quellenverwendung
3.2. Gliederung der geplanten Studie

4. Schlussbemerkungen

5. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Die nachfolgende Arbeit ist in zwei Teile untergliedert. Sie besteht zum einen aus einem allgemeinen Teil und beinhaltet zum anderen das Exposé für eine geplante Studie. Zu Beginn der Arbeit werden zunächst wesentliche und generelle, vor allem methodische, Aspekte des politikwissenschaftlichen Feldes „Analyse und Vergleich politischer Systeme“ skizziert, indem fünf ausgewählte Texte von verschiedenen Politikwissenschaftlern zusammengefasst werden. Hierbei handelt es sich um Aufsätze von Detlef Jahn (Abschnitte 2.1.-2.3.), Giovanni Sartori (2.4.) sowie Aurel Croissant (2.5.). Dabei lässt sich sagen, dass sich diese Texte hauptsächlich mit allgemeinen und theoretischen Fragen zum Thema der vergleichenden Politikwissenschaft befassen. Während die Schriften von Jahn sehr sachlich-nüchtern die wichtigsten Instrumentarien darlegen, setzt sich Giovanni Sartori in seinem Aufsatz „Comparing and Miscomparing“ eher kritisch mit der Materie auseinander. Der letzte Text von Aurel Croissant schließlich taucht bereits vergleichsweise tief in die Thematik ein, indem konkrete Regierungssysteme und Demokratietypen vorgestellt werden.

Im zweiten Teil dieser Arbeit wird ein Studienvorhaben in Form eines Exposés präsentiert. Gegenstand dieses Exposés beziehungsweise der geplanten Studie ist der Vergleich der Machtunterschiede zwischen dem US-Präsidenten und dem Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (im Folgenden auch BRD) in Bezug auf die legislative Gewalt. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass es sich dabei nicht um eine individuelle Analyse der aktuellen Amtsträger handelt, sondern um einen generellen systematischen Vergleich der beiden Akteurs-Rollen innerhalb ihrer jeweiligen politischen Systeme.

In Abschnitt 3. wird das Studienvorhaben genau erläutert, wobei zunächst eine Einleitung erfolgt und dann auf Definitionen und Grundlagen eingegangen wird. Hierbei handelt es sich primär um die Definition des für diese Studie konstitutiven Begriffs der „Macht“ sowie um die Unterschiede zwischen präsidentiellem und parlamentarischem Regierungssystem, die für die beiden Fälle USA beziehungsweise Bundesrepublik Deutschland von elementarer Bedeutung sind.

Im nächsten Schritt erfolgt dann ein Überblick über die geplante theoretische und methodische Herangehensweise, um die zentralen Fragestellungen danach, (1) worin genau die Machtunterschiede liegen und (2) welcher der beiden Regierungschefs effektiv über die größere Macht auf die legislative Gewalt verfügt, beantworten zu können. Im weiteren Verlauf des Exposés werden dann schließlich die zentralen Hypothesen vorgestellt, die in der Studie getestet werden sollen. Nachdem das Studienvorhaben vollständig dargelegt wurde, werden die Quellen vorgestellt, die in der Studie Verwendung finden werden. Dies erfolgt durch eine übersichtliche Darstellung in einer Quellenliste, welche die Quellen in die vier Kategorien (1) Bücher, (2) Zeitschriften, (3) Internetquellen sowie (4) Sonstige einteilt. Zum Abschluss des Exposés folgt schließlich in Abschnitt 3.2. eine detaillierte Darstellung der Gliederung für die geplante Studie.

Am Ende dieser Gesamtarbeit finden sich schließlich noch einige Schlussbemerkungen sowie das Quellenverzeichnis.

2. Aspekte des Vergleichs

2.1. Was vergleichen?

Der 2011 erschienene Text „Was vergleichen?“ von Detlef Jahn beschreibt im Wesentlichen verschiedene Aspekte der methodischen Arbeit beim Vergleich politischer Systeme. Dabei erklärt der Autor zunächst, welche Bedingungen existieren müssen, damit ein Vergleich überhaupt sinnvoll ist. Ein erstes Kriterium stellt der „tertium comparationis“ dar. Damit ist gemeint, dass die zu vergleichenden Gegenstände jeweils ein übereinstimmendes Merkmal aufweisen, wodurch sie miteinander vergleichbar werden. Allerdings weist der Autor darauf hin, dass ein „tertium comparationis“ allein in der vergleichenden Politikwissenschaft längst nicht ausreicht, da die Zusammenhänge in der Regel wesentlich komplexer sind.

Ein weiterer wichtiger Begriff ist das „Reisen“ bzw. „travelling“, was bedeutet, dass Begriffe und Konzepte in der Lage sein müssen, in unterschiedlichen Kontexten angewandt werden zu können. Dabei ist es wichtig, dass Begriffe und Konzepte nicht zu stark generalisiert sind (overstretching), damit sie empirisch valide bleiben. Bei einer zu geringen „Reisefähigkeit“ ist ein Vergleich nicht mehr auf heterogene Fälle - beispielsweise verschiedene kulturelle Hintergründe - anwendbar. Hier gilt es, den richtigen Mittelweg zu finden, damit eine effiziente empirische Analyse erfolgen kann.

Im nächsten Schritt beschreibt Jahn verschiedene Vergleichsmechanismen. Hierbei wird insbesondere der Begriff der „Kausalität“ näher beleuchtet. Kausalität beschreibt den Zusammenhang zwischen abhängigen und unabhängigen Variablen. Ein Zusammenhang ist immer dann kausal, wenn eine Variable die Ursache für eine andere ist. Dabei wird auch auf das Problem von Scheinkorrelationen sowie die hohe Komplexität bereits bivariater Modelle hingewiesen. Um diese Komplexität zu verdeutlichen, weist der Autor auf zwei verschiedene Ebenen innerhalb einer kausalen Untersuchung hin: Die (1) theoretisch-analytische (Meta-)Ebene, die nur indirekt untersucht werden kann, indem auf der (2) empirisch-operationalen Ebene zwei Variablen direkt beobachtet werden. In der vergleichenden Politikwissenschaft erreicht die ohnehin bereits hohe Komplexität eine noch höhere Stufe, da hier immer auf jeder der beiden Ebenen, also der theoretisch-analytischen sowie empirisch-operationalen, jeweils zwei (miteinander zu vergleichende) Variablen zu berücksichtigen sind. Auch hier spielt die Reisefähigkeit wieder eine Rolle, da in beiden (zu vergleichenden) Fällen die gleichen Bedingungen vorherrschen müssen, um eine Vergleichbarkeit gewährleisten zu können.

Beim Vergleich politischer Systeme können grundsätzlich vier wichtige Unterscheidungen bezüglich der Untersuchungszeiträume und Effekte bestimmter Zusammenhänge gemacht werden. Für Sozialwissenschaften eher unüblich sind Forschungsdesigns, bei denen es zu einer schnellen Entwicklung und einem schnellen Ergebnis kommt. Häufiger anzutreffen sind kurzfristige Ereignisse, die langfristige Folgen haben. Das prominenteste Beispiel sind hier die Terroranschläge vom 11. September 2001. Weitere Prozesse können sich über einen längeren Zeitraum anbahnen und dann kurzfristige Auswirkungen haben - so beispielsweise ein demographischer Wandel, der dann zu einer Revolution führt. Als letzte Unterscheidung kann beispielsweise die globale Erderwärmung herangezogen werden. Hier handelt es sich um eine langfristige Entwicklung, die ebenso langfristige Auswirkungen zur Folge hat.

Als weiteren wichtigen Faktor innerhalb der vergleichenden Politikwissenschaft führt Jahn Unterscheidungen in der Art einer Ursache an. Hierbei unterscheidet man zwischen Funktion, Diffusion und Übernahme. Dabei ist zu beachten, dass funktionale Zusammenhänge bei ländervergleichenden Studien am häufigsten eine Rolle spielen, wobei die Diffusion in der vergleichenden Politikwissenschaft insgesamt die höchste Frequenz aufweist. Bei der Diffusion kommt es zu einem Austausch politischer Phänomene durch den Kontakt verschiedener Gesellschaften, wobei die Phänomene eine funktionale Grundlage in einer der beiden Gesellschaften haben. Ein Beispiel dafür wäre etwa, dass Land A ein politisches Konzept einführt, nachdem es in Land B erfolgreich war.

Da die Untersuchungseinheiten bei der Diffusion nicht voneinander unabhängig sind, kommt es hierbei zu einem methodischen Problem, dem sogenannten „Galton-Problem“. Um dieses zu vermeiden, wurde das „most different systems design“ eingeführt, das beinhaltet, dass nur möglichst verschiedene Gesellschaften miteinander verglichen werden, sodass sie voneinander unabhängig sind. Das Problem dieses Designs liegt allerdings in der fortschreitenden Globalisierung, die dafür sorgt, dass die Abhängigkeiten zunehmend unklarer werden. Eine Alternative zum most different systems design bietet die Möglichkeit, Diffusionseinflüsse in statistischen Zusammenhangsanalysen zu berücksichtigen, indem weitere Variablen mit einbezogen werden, durch die eine Diffusion erfasst werden kann.

2.2. Theoretische Grundsätze

Der 2006 erschienene Text „Theoretische Fundamente der vergleichenden Politikwissenschaft“ von Detlef Jahn beschreibt die wichtigsten Theorien der vergleichenden Politikwissenschaft, die über deskriptive Vergleiche hinausgehen. Es handelt sich dabei um Theorien bzw. Modelle, mit denen verschiedene Gesellschaftssysteme analytisch miteinander verglichen werden können. Nachfolgend werden die vier bedeutendsten kurz dargestellt. Die Systemtheorie verfügt über ein Abstraktionsniveau, das es ermöglicht, sehr verschiedene Gesellschaftstypen gleichermaßen miteinander zu vergleichen. David Easton, einer der einflussreichsten System-Theoretiker, weist darauf hin, dass ein System durch das Zusammenspiel mit seiner Umwelt betrachtet werden müsse. Dabei macht er mit dem „input“, „throughput“ und „output“ drei wesentliche analytische Kategorien aus. Nach Easton ist ein politischer Prozess innerhalb eines politischen Systems dadurch entscheidend gekennzeichnet, dass ein endloser Austausch zwischen in- und outputs existiert.

Darüber hinaus unterscheidet er zwischen „Forderungen“ und „Unterstützung“, die für die Interaktion zwischen System und Umwelt maßgeblich sind. Die Unterstützung wird wiederum in „spezifische“ und „diffuse“ Unterstützung untergliedert. Während sich die spezifische Unterstützung auf policies und politische Akteure bezieht, geht es bei der diffusen Unterstützung um das politische System als Ganzes sowie dessen Akzeptanz. Eine elementare Erkenntnis der Systemtheorie ist der Umstand, dass outputs über eine Rückkopplungsschleife immer wieder als neue inputs auf das System Einfluss nehmen. Als Weiterentwicklung der Systemtheorie postuliert der strukturelle Funktionalismus, dass alle politischen Systeme bestimmte Funktionen zu erfüllen haben. Dabei spielt es keine Rolle, um welche Art von System es sich handelt und wie die verschiedenen Institutionen im Einzelnen ausgestaltet sind. Auch wenn sich Institutionen in verschiedenen Systemen unterscheiden, sind letztendlich alle Voraussetzungen so angelegt, dass die Funktionen trotzdem überall gleichermaßen erfüllt werden können. Die Funktionen werden dabei in drei Kategorien eingeteilt: (1) Systemfunktionen, (2) Prozessfunktionen und (3) Policyfunktionen. Die Grundidee des strukturellen Funktionalismus geht davon aus, dass diese bestimmten Funktionen allesamt erfüllt werden müssen, wenn ein politisches System fortbestehen will - unabhängig von der Entwicklung der Gesellschaft. Der strukturelle Funktionalismus stellt somit ein Modell dar, das es ermöglicht, verschiedene politische Systeme im Hinblick auf eine effektive und effiziente Umsetzung dieser Funktionen zu analysieren.

Materialistische Theorien befassen sich intensiv mit Wirtschaftssystemen bzw. mit der Interaktion zwischen Politik und Ökonomie. Im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Modellen versuchen materialistische Theorien, politische Vorgänge aus dem Wirtschaftssystem heraus abzuleiten. Sie sehen die Wirtschaft als Fundament einer Gesellschaft an, die im Zusammenspiel mit anderen Faktoren, etwa politischen und juristischen Institutionen, die Problemwahrnehmung in politischen Prozessen verändern können.

Während die drei erstgenannten Theorien allesamt auf der Makroebene operieren, beziehen sich der Behaviorismus und die politische Kulturforschung auf die Mikroebene. Hier wird also über die soziale Einstellungsebene bzw. Individuen versucht, auf das gesamte politische System zu schließen. Dabei ist zu beachten, dass nicht unmittelbar vom Individuum auf das System geschlossen werden kann, sondern immer ein Umweg stattfindet. Diesen Umweg über die Mikroebene ging beispielsweise Weber, indem er für einen repräsentativen Teil von Akteuren einen Wertewandel feststellte, der die Entstehung des Kapitalismus erklären kann. Diese individuellen Motivationsgründe werden auch als „innerweltliche Askese“ bezeichnet. Ein prominentes Beispiel für die Anwendung derartiger Mikroebenentheorien stellt die Wahlforschung dar. Kulturalistische Modelle gehen davon aus, dass Entwicklungen auf der Makroebene zu Veränderungen bei Individuen führen, die das Verhalten auf der Mikroebene beeinflussen können. Die Etablierung der Wahlforschung sorgt dafür, dass beispielsweise auch politische Partizipation oder Proteste vermehrt über ähnliche Variablen auf der Mikroebene analysiert werden können.

2.3. Wie vergleichen?

Im Text „Wie vergleichen?“ von Detlef Jahn werden verschiedene Methoden der vergleichenden Politikwissenschaft skizziert. Zunächst werden vergleichende Forschungsdesigns vorgestellt, im zweiten Schritt werden die Problematik der Fallauswahl und „selection bias“ näher erläutert, während abschließend verschiedene Analysestrategien beschrieben werden.

Bei den vergleichenden Forschungsdesigns nehmen vor allem das „most similar systems design“ sowie das „most different systems design“ eine zentrale Rolle ein. Beide Designs gelten als äußerst effizient, wobei das most different systems design eher selten angewandt wird. Beim most similar systems design geht es einerseits darum, möglichst ähnliche Fälle zu benutzen, sowie andererseits um eine Reduzierung der Zahl von irrelevanten Variablen. Dabei ist zu beachten, dass sich die unabhängigen Variablen innerhalb der Gruppe der homogenen Fälle möglichst stark unterscheiden sollten, um die experimentelle Varianz zu maximieren. Das most different systems design dagegen ist durch eine nomothetische Vorgehensweise charakterisiert. Über gezielte Hypothesen-Bildung wird nach Gesetzmäßigkeiten in verschiedenen Systemen gesucht. Die Hypothesen im most different systems design sollten so angelegt sein, dass sie sich in möglichst vielen verschiedenen Systemen bewähren können. Dadurch kann vermieden werden, einen direkten Ländervergleich vorzunehmen. Erst wenn eine Hypothese scheitert und diese somit keine Gesetzmäßigkeit darstellt, wird die nächst höhere Ebene untersucht.

Weitere vergleichende Forschungsdesigns sind die Aggregatdatenanalyse sowie fallinterne Studien. Die Aggregatdatenanalyse wird in Verbindung mit dem most similar systems design angewandt. Ziel ist es, einen kausalen Zusammenhang zwischen zwei Variablen zu identifizieren. Die Aggregatdatenanalyse ist eine statistische Methode, weshalb die Variablen sehr präzise erfasst werden müssen. Mit dieser Methode können zwar relativ allgemein gültige Aussagen getroffen werden, allerdings ist es schwierig, eine genaue Kausalität aus den Zusammenhängen zu beschreiben. In dieser Hinsicht sind fallinterne Forschungsdesigns besser geeignet. Um prozessbestimmte Kausalitäten auszumachen, werden hier Fälle auf Grundlage von Theorien ausgewählt. Stimmen theoretische Aussagen mit den Ergebnissen der Fallstudie überein, hat sie einen analytischen Nutzen.

Zwei Probleme der vergleichenden Methoden sind Fallauswahl sowie selection bias (Verzerrung bei der Fallauswahl). Bei der Fallauswahl stellt vor allem die Definition der Grundgesamtheit eine Herausforderung dar. In der vergleichenden Politikwissenschaft ist dies besonders problematisch. Wenn als Grundgesamtheit beispielsweise alle demokratischen Staaten definiert werden, muss im nächsten Schritt zunächst ausgemacht werden, welche Staaten überhaupt in diese Kategorie fallen. Da eine genaue Definition der Grundgesamtheit in Bezug auf die Repräsentativität einer Studie allerdings von enormer Wichtigkeit ist, sollte zu Beginn einer jeden Untersuchung ausführlich klargemacht werden, wer oder was zur Grundgesamtheit gehört oder nicht gehört.

Das Problem der selection bias tritt bei der „positiven Fallauswahl“ auf. Positive Fallauswahl bedeutet, dass die Auswahl willkürlich bzw. gezielt stattfindet, was im Gegensatz zur Zufallsauswahl steht. Diese Fallauswahl führt dazu, dass die Ergebnisse einer Untersuchung verzerrt werden. Dies tritt zum Beispiel dann auf, wenn die abhängige Variable eine zu geringe Varianz aufweist. Um dieser selection bias entgegenzuwirken, sollte ein Fall immer auf Grundlage der unabhängigen Variable ausgesucht werden, die nicht unmittelbar mit der abhängigen Variable in Zusammenhang steht. So wird der abhängigen Variable genug Freiraum für die nötige Varianz gewährt.

Hinsichtlich der Analysestrategien lassen sich fallorientierte Analysen bzw. Fallstudien sowie variablenorientierte bzw. statistische Analysen differenzieren. Während erstere mit wenig Fällen arbeiten, kommen bei den statistischen Analysen relativ viele zum Einsatz. Bei einer Fallstudie geht es darum, Variablen zu eliminieren, die als kausale Faktoren ausgeschlossen werden können. Dabei versucht man, Übereinstimmungen (Konkordanzmethode) zwischen zwei Variablen auszumachen. Demgegenüber steht die Differenzmethode, bei welcher es zu Paarvergleichen kommt und Variablen aufgrund von Unterschieden in der Variation unter gleichen Bedingungen ausgeschlossen werden.

Eine variablenorientierte Analyse ist eine statistische Methode, weshalb eine größere Zahl an Fällen benötigt wird. In dieser Analyse ist es schwierig, deterministische Kausalitäten auszumachen. Vielmehr kann man mit dieser Vorgehensweise Aussagen über probabilistische Zusammenhänge innerhalb einer großen Zahl von Fällen treffen.

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Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Aspekte des Vergleichs und Vorstellung eines Studienvorhabens
Untertitel
Die Machtunterschiede zwischen US-Präsident und Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf die legislative Gewalt
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Autor
Jahr
2014
Seiten
20
Katalognummer
V270207
ISBN (eBook)
9783656614906
ISBN (Buch)
9783656614869
Dateigröße
477 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aspekte, vergleichs, vorstellung, studienvorhabens, machtunterschiede, us-präsident, bundeskanzler, bundesrepublik, deutschland, bezug, gewalt
Arbeit zitieren
Florian Heinrich (Autor), 2014, Aspekte des Vergleichs und Vorstellung eines Studienvorhabens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270207

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