Adapting is a bit like redecorating.
Mit der Globalisierung der Märkte materieller Wirtschaftsgüter geht auch die Globalisierung von kreativen Ideen einher. So kommt es, dass in den vergangenen Jahren eine stetig ansteigende Anzahl an Medienformaten, wie TV-Serien, Spielfilme und Ideen für Spiel- und Unterhaltungsshows, in andere Länder verkauft wurde. Aus einem Projekt an der Universität des Saarlandes entstand die Idee sich genauer mit den Unterschieden zwischen der französischen und der deutschen Adaptation des britischen Originals der TV-Serie The Office zu beschäftigen, da diese sich sowohl voneinander als auch vom Original unter-scheiden. Die vorliegende Betrachtung ist einerseits eine medienwissenschaftliche Betrachtung dreier TV-Serien, andererseits ein Vergleich der kulturellen Differenzen bei der Adaptation eines Medienformats.
Nach einer Einführung in den Untersuchungsgegenstand The Office und die französische Adaptation Le Bureau bzw. die deutsche Adaptation Stromberg sollen Grundbegriffe, auf denen die Analyse im empirischen zweiten Teil aufbaut, erläutert und ein Analyseraster erstellt werden.
Der empirische Teil der Untersuchung wird sich daraufhin mit der detaillierten Struktur der Adaptation befassen. Handlungsbeschreibungen der ersten Staffel der drei Serien sollen als Grundlage für die Figurenbeschreibung und der Erstellung einer Persönlichkeitsprofils der Figur des Chefs dienen. Der Vergleich wird sich in dieser Betrachtung primär der Interaktion und Kommunikation zwischen dem Vorgesetzten David Brent / Gilles Triquet / Bernd Stromberg und den Mitarbeitern, sowie dessen Umgang mit Diversity im Unternehmen widmen. Hierbei sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet werden, die in einem weiteren Schritt als Gründe für den Erfolg beziehungsweise Misserfolg der adaptierten Serie stehen könnten. Zur Analyse der Rezeption werden verschiedene Modelle der Kulturtheorien herangezogen, um Rückschlüsse auf die Wahrnehmung der Serie in der jeweiligen Kultur zu ziehen. Zur Beurteilung der Rezeption sollen u.a. Kritikerstimmen und Presseberichte als Hilfestellung dienen.
In einem abschließenden Kapitel wird das globale Medienformat der TV-Serie im Allgemeinen und der TV-Serie The Office im Speziellen in einen globalen Kontext gesetzt und ein Ausblick auf eine mögliche weitere Entwicklung gegeben. Interessant wird hierbei auch die Wechselwirkung zwischen dem Kulturtransfer und dessen Auswirkung auf die Zielkultur.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Untersuchungsgegenstand The Office /Le Bureau /Stromberg als transkulturelle TV-Serie
3. Methodischer Teil
3.1. Erläuterung der zentralen Begrifflichkeiten
3.1.1. Medienformatadaptation
3.1.2. Kulturtransfer
3.1.3. Rezeptionsanalyse
3.1.4. Diversity
4. Empirischer Teil
4.1. Fragestellung und Analyseraster
4.2. Handlungsbeschreibung mit Fokus auf der deutschen und der französischen Sendung
4.3. Figurenkonstellation und Figurenbeschreibung
4.3.1. Figuren in The Office
4.3.2. Figuren in Le Bureau
4.3.3. Figuren in Stromberg
4.4. Sequenzanalysen
4.4.1. Persönlichkeitsprofil des Chefs
4.4.2. Darstellung von und Umgang mit Diversity
5. Schlussbetrachtung
10. Anhang
A) Übersicht über die Figuren
B) Sequenzen zu Diversity
C) Sequenzprotokolle
D) Gegenüberstellung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht vergleichend die medienwissenschaftlichen Aspekte und kulturellen Differenzen bei der Adaptation des britischen TV-Serien-Originals "The Office" in die deutsche ("Stromberg") und französische ("Le Bureau") Version. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Analyse der Kommunikationsstile der Vorgesetzten sowie deren Umgang mit Diversität im Arbeitsumfeld.
- Adaptationstheorie und kulturelle Transferprozesse
- Vergleichende Analyse der Figurenkonstellationen
- Persönlichkeitsprofile der jeweiligen "Chefs" (David Brent, Gilles Triquet, Bernd Stromberg)
- Umgang mit Diversität (Diversity) in den Serien
- Rezeptionsanalyse im interkulturellen Kontext
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Mit der Globalisierung der Märkte materieller Wirtschaftsgüter geht auch die Globalisierung von kreativen Ideen einher. So kommt es, dass in den vergangenen Jahren eine stetig ansteigende Anzahl an Medienformaten, wie TV-Serien, Spielfilme und Ideen für Spiel und Unterhaltungsshows, in andere Länder verkauft wurde. Aus einem Projekt an der Universität des Saarlandes entstand die Idee sich genauer mit den Unterschieden zwischen der französischen und der deutschen Adaptation des britischen Originals der TV-Serie The Office zu beschäftigen, da diese sich sowohl voneinander als auch vom Original unterscheiden. Die vorliegende Betrachtung ist einerseits eine medienwissenschaftliche Betrachtung dreier TV-Serien, andererseits ein Vergleich der kulturellen Differenzen bei der Adaptation eines Medienformats. Nach einer Einführung in den Untersuchungsgegenstand The Office und die französische Adaptation Le Bureau bzw. die deutsche Adaptation Stromberg sollen Grundbegriffe, auf denen die Analyse im empirischen zweiten Teil aufbaut, erläutert und ein Analyseraster erstellt werden.
Der empirische Teil der Untersuchung wird sich daraufhin mit der detaillierten Struktur der Adaptation befassen. Handlungsbeschreibungen der ersten Staffel der drei Serien sollen als Grundlage für die Figurenbeschreibung und der Erstellung einer Persönlichkeitsprofils der Figur des Chefs dienen. Der Vergleich wird sich in dieser Betrachtung primär der Interaktion und Kommunikation zwischen dem Vorgesetzten David Brent / Gilles Triquet / Bernd Stromberg und den Mitarbeitern, sowie dessen Umgang mit Diversity im Unternehmen widmen. Hierbei sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet werden, die in einem weiteren Schritt als Gründe für den Erfolg beziehungsweise Misserfolg der adaptierten Serie stehen könnten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der medienübergreifenden Adaptation ein und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen bei der Analyse der drei Serien.
2. Untersuchungsgegenstand The Office /Le Bureau /Stromberg als transkulturelle TV-Serie: Dieses Kapitel klärt die Relevanz der Serien als Analysegegenstand und diskutiert die Bedeutung von Wiedererkennbarkeit und Identifikation beim Zuschauer.
3. Methodischer Teil: Es werden die zentralen theoretischen Begriffe wie Medienformatadaptation, Kulturtransfer, Rezeptionsanalyse und Diversity definiert und für die empirische Analyse operationalisiert.
4. Empirischer Teil: Der Hauptteil beinhaltet die konkrete Analyse der Serien anhand von Sequenzprotokollen, Figurenbeschreibungen und dem Vergleich von Kommunikationsverhalten und Diversity-Aspekten.
5. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und zieht Bilanz über die unterschiedlichen Erfolge der Adaptationen unter Berücksichtigung kultureller Rezeptionsfaktoren.
Schlüsselwörter
Adaptation, Medienformat, Kulturtransfer, TV-Serie, Mockumentary, Rezeptionsanalyse, Diversity, interkulturelle Kommunikation, Stromberg, The Office, Le Bureau, Figurenanalyse, Satire, Medienwissenschaft, Adaptationsforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der vergleichenden medienwissenschaftlichen Untersuchung der TV-Serie "The Office" und deren französischer ("Le Bureau") sowie deutscher ("Stromberg") Adaptation.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind der Prozess der Adaptation von Medienformaten, kulturelle Unterschiede im Humorverständnis sowie die Kommunikation innerhalb von Büroumgebungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Adaptationen herauszuarbeiten und zu prüfen, inwiefern diese für den jeweiligen nationalen Erfolg oder Misserfolg der Serien verantwortlich sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet eine qualitative Filmanalyse nach Knut Hickethier, ergänzt durch ein selbst erstelltes Analyseraster für Sequenzprotokolle, um das Kommunikationsverhalten und die Handlungsstruktur zu vergleichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil erfolgen detaillierte Figurenbeschreibungen, ein Persönlichkeitsprofil der Vorgesetzten sowie eine Analyse des Umgangs mit Diversity (Behinderung, Ethnie, Sexualität) in den Serien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie "Medienformatadaptation", "Kulturtransfer", "Mockumentary" und "interkulturelle Kommunikation" beschreiben.
Warum wird gerade der "Büroalltag" als Analysegegenstand gewählt?
Der Büroalltag dient als universell wiedererkennbares Setting, das eine starke Identifikation des Zielpublikums ermöglicht und somit als idealer Nährboden für die satirische Darstellung dient.
Wie unterscheidet sich die Rolle von Bernd Stromberg von den anderen Chefs?
Im Gegensatz zu David Brent und Gilles Triquet, die trotz Egozentrik noch ein gewisses Gruppengefühl aufrechterhalten, agiert Stromberg als Einzelgänger, dessen eigenes Schicksal und Selbstinszenierung im Mittelpunkt steht.
- Citar trabajo
- Laura Breuer (Autor), 2013, Transkulturelle Medienformatadaptation. Das Beispiel der 1. Staffel der TV-Serie „The Office“ und ihrer deutschen und französischen Adaptation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271054