Berufswahl und Ausbildungsstellensuche - Hilfen für Lehrer und Eltern von Abschlussschülern


Fachbuch, 2004

151 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

VORWORT

1. Fragen über Fragen
Die Ausgangsfragen – Was will ich? Was kann ich? Was erwarten Betriebe?
Was leistet ein Berufswahltest?
Welchen Beruf möchte ich erlernen und welche Betriebe oder Schulen
kommen dafür in Frage?
Welcher Zeitplan ist für die Bewerbung zu beachten?
Welche finanziellen Hilfen bestehen für Auszubildende?
Welche Probleme können bei der Ausbildungsstellensuche auftreten?

2. Bildungswege
Schulabschlüsse – Wie man sie erreicht? Wie man sie nachholt?
Berufsvorbereitung
Betriebliche Ausbildung
Was ist ein anerkannter Ausbildungsberuf?
Neue Ausbildungsberufe
Mit Abitur in die Lehre – Entscheidungshilfen
Zusatzqualifikationen
Betriebliche oder schulische Ausbildung?
Schulische Ausbildung
Öffentlicher Dienst
Beamtenlaufbahnen und Einstellungsvoraussetzungen
Besondere beamtenähnliche Ausbildungen
Sonderausbildungen
Ausbildung an Berufs- und Wirtschaftsakademien
Besondere Ausbildungen in Industrie, Handel und Handwerk
Ausbildung für Jugendliche mit schlechten Startchancen
Weiterbildung
Überbrückungsmöglichkeiten
Au-Pair-Tätigkeit
Freiwillige Dienste

3. Der Berufswahlunterricht in der Schule
Berufswahltheorien
Die Betriebserkundung
Das Betriebspraktikum
Projektunterricht

4. Die Berufsberatung
Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung
Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ)
Beratungsgespräche
Vermittlung von Ausbildungsstellen & Fördermaßnahmen für Auszubildende
Elternarbeit

5. Bewerbung um eine Ausbildungsstelle
Bewerbungsadressen, Informationsquellen & Planungszettel
Bewerbungsverfahren
Bewerbungsunterlagen
Bewerbungsschreiben
Lebenslauf und Bewerbungsfoto
Profil
Zeugnisse und weitere Unterlagen
Online-Bewerbung
Auswahltest
Testvorbereitung
Testbearbeitung
Besonderheit: Assessment-Center für Auszubildende
Vorstellungsgespräch
Vorbereitung und Ablauf eines Vorstellungsgespräches
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Was Personalchefs erwarten
Absagen – warum und was tun?
Vertrag
Befragung von Abschlussklassen zu den Themen
„Berufswahlentscheidung“ und „Bewerbung“
Theoretische Überlegungen
Stichprobe, Methode und Fragestellungen
Der Fragebogen
Ergebnisse und Resümee
Bewerbung in Europa
Perspektiven in Europa
Jobs und Praktika im Ausland
Berufsausbildung im Ausland

6. Der Berufsstart
Was vor dem Start noch zu erledigen ist
Rechte und Pflichten während der Berufsausbildung
Probezeit
Erfolgreich durch gutes Benehmen
Konflikte in der Ausbildung
Ablauf, Prüfungen und Abschluss der Ausbildung

7. Ausblick
Zur Berufsbildungspolitik
Kritische Betrachtung zum Thema Berufsorientierung
Zukünftige Qualifikationsanforderungen

LITERATUR

ANHANG
Wichtige Infoadressen für die Ausbildung
Links im Internet
Berufswahltest für alle Schulabgänger
Auswertung des Berufswahltests

STICHWORTVERZEICHNIS

Autorenporträt

VORWORT

Die Ausbildungsstellensituation hat sich gegenüber den Vorjahren deutlich verschlechtert. Das Gesamtangebot ging im Jahr 2002 um 7,6 Prozent zurück, die Gesamtnachfrage demgegenüber nur um 6,2 Prozent (vgl. Berufsbildungsbericht 2003).

Aufgrund des Bewerberüberhanges gewinnen eine qualifizierte Berufswahlvorbereitung und gezielte Bewerbungsstrategien für Abschlussschüler an Bedeutung.

Dieses Buch soll Hilfen für Klassenlehrer oder Fachlehrer – und auch für Eltern - von Abschlussklassen an allen Schularten zum Themenbereich Berufsorientierung anbieten. Insbesondere werden die Themen „Berufswahl“, „Bewerbungslehre“, „Bildungswege“ und „Vor- und Nachbereitung des Besuchs im Berufsinformationszentrum“ im Fach Arbeitslehre oder ähnlichen Fächern behandelt.

Für Abwechslung in der Darstellung sorgen zahlreiche Literaturtipps, Internetadressen, Übungen, Checklisten, Tabellen und Musterbriefe.

Kapitel 1 beschäftigt sich zunächst mit den wichtigsten Fragen zum Thema Berufsorientierung. Nach den Ausgangsfragen – Was will ich? Was kann ich? Was erwarten Betriebe? – wird die Aussagekraft von Berufswahltests besprochen. Es wird in die am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe eingeführt und ein Zeitplan bzw. „Fahrplan“ für die Bewerbung aufgestellt. Zudem werden finanzielle Hilfen für Auszubildende und mögliche Probleme bei der Ausbildungsstellensuche betrachtet.

In Kapitel 2 stehen die Bildungswege im Vordergrund. Beginnend mit einer Übersicht zu den Schulabschlüssen werden grundsätzliche Informationen zu den Themen Berufsvorbereitung, Betriebliche Ausbildung, Schulische Ausbildung und öffentlicher Dienst geschildert. Es wird zudem auf Sonderausbildungen (z.B. an Berufsakademien), Weiterbildung und Überbrückungsmöglichkeiten (z.B. Freiwilliges Soziales Jahr) eingegangen.

Kapitel 3 stellt den Berufswahlunterricht der Schule in den Mittelpunkt. Betrachtet werden Berufswahltheorien, Betriebserkundungen, das Schülerbetriebspraktikum und verschiedene Varianten des Projektunterrichtes zur Berufswahl.

In Kapitel 4 wird die Berufsberatung der Agentur für Arbeit vorgestellt. Es werden die Vor- und Nachbereitung des Besuchs im Berufsinformationszentrum (BIZ) sowie Informationsangebote des BIZ und Beratungsgespräche beschrieben. Auch wird die Vermittlung von Ausbildungsstellen durch die Berufsberatung und die Förderungsmöglichkeiten von Auszubildenden besprochen.

Kapitel 5 behandelt die Bewerbung um eine Ausbildungsstelle. Neben den Quellen für Bewerbungsadressen werden die Bewerbungsunterlagen (auch das Thema Onlinebewerbung) und die Vorbereitung & Bearbeitung von Einstellungstests sowie das Wichtigste im Vorstellungsgespräch beschrieben. Eine Befragung von Abschlussklassenschülern von Haupt-, Real- und Wirtschaftsschulen zu den Themen „Berufswahlentscheidung“ und „Bewerbung“ runden das Kapitel ab. Zudem wird auf die Bewerbung in Europa eingegangen.

In Kapitel 6 geht es um den Berufsstart als Auszubildender. Bei Ausbildungsabbruch kann es zu einer beruflichen Neuorientierung und erneuter Ausbildungsstellensuche kommen – bedeutsam ist daher ein gelungener Berufsstart. Es werden vor allem Rechte und Pflichten während der Berufsausbildung, Probezeit, mögliche Konflikte (mit Beispielen aus dem Arbeitsrecht) und der Ablauf der Ausbildung betrachtet.

Kapitel 7 konzentriert sich auf einen Ausblick zum Thema Berufsorientierung. Nach der Beschreibung von Programmen & Tendenzen der Berufsbildungspolitik erfolgt eine kritische Betrachtung von Berufswahl und Ausbildungsstellensuche. Zudem werden zukünftige Qualifikationsanforderungen im Rahmen der Früherkennung von Qualifikationsentwicklungen berücksichtigt.

Im Anhang des Buches finden Sie wichtige Adressen für die Berufsausbildung, Links im Internet und einen Berufswahltest mit Auswertung.

Das folgende Schaubild zeigt im Überblick den Aufbau dieses Buches:

Allgemeines zur Berufsorientierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Erfolgreiche Ausbildung

Den Rahmen für die Betrachtung bildet das Thema Berufsorientierung. Es umfasst alle Aktivitäten, die dazu beitragen, die Entscheidungsfähigkeit der Jugendlichen bei der Gestaltung ihrer Arbeits- und Berufsbiographie zu verbessern. Zunächst werden die wichtigsten Fragen zur Berufswahl beantwortet und es wird das Grundwissen zur Berufswahl – die verschiedenen Bildungswege – dargestellt. Der Berufswahlunterricht als Aufgabe der Schule stellt dann u.a. wichtige Institutionen wie die Berufsberatung bzw. das Berufsinformationszentrum (BIZ) vor. Der nächste Schritt besteht in der Bewerbung um eine Ausbildungsstelle und dem folgenden Berufsstart - mit dem Ziel, eine erfolgreiche Ausbildung zu absolvieren.

Ich möchte mich noch ganz herzlich bei allen Schulen und Abschlussklassenschülern, die an meiner Befragung zum Thema „Berufswahlentscheidung“ und „Bewerbung“ teilgenommen haben, bedanken.

1. Fragen über Fragen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„nosce te ipsum“

(Erkenne dich selbst!)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Fragen über Fragen

Das Thema Berufsorientierung ist als eine Bildungsaufgabe eng an die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen gebunden. Sie suchen Antwort auf die Frage, welchen Beruf sie ergreifen und welchen weiteren Bildungsweg sie einschlagen sollen.

Bei diesem Suchprozess werden zentrale Fragen nach der Zukunft von Erwerbsarbeit und Beruf berührt, mit denen sich nicht zuletzt Leitbilder und Lebenspläne der Jugendlichen verbinden. Der Arbeitsmarkt ist durch zunehmende Verlagerung von Erwerbstätigkeiten vom industriellen Produktions- in den Dienstleistungsbereich gekennzeichnet. Dabei entstehen in steigendem Maße Erwerbsformen wie Teilzeitarbeit, Werkvertrags- und Leiharbeit bis hin zur Selbstständigkeit, die im bestehenden System der sozialen Sicherheit nicht abgedeckt sind. Gleichzeitig ist der Arbeitsmarkt auf Grund der modernen Kommunikations- und Transportsysteme von einem hohen internationalen Wettbewerbsdruck und damit einhergehend starken Flexibilisierungstendenzen und erhöhten Leistungsanforderungen geprägt.

Die Ansprüche der Jugendlichen treffen somit auf gravierende Veränderungen des Arbeitsmarktes und des Beschäftigungssystems. Zunächst sollen die Ausgangsfragen zur Berufswahl der Jugendlichen behandelt werden.

Die Ausgangsfragen – Was will ich? Was kann ich? Was erwarten Betriebe?

Von allen Seiten erhalten Schüler Tipps und Ratschläge. Eltern, Verwandte und Bekannte erzählen von ihren Berufen und Freunde erzählen, was sie für Berufsvorstellungen haben. Es gilt für die Schüler nun herauszufinden, in welchen Berufen sie sich wohl fühlen könnten.

Die Ausgangsfrage „Was will ich?“ zielt vor allem auf die eigenen Interessen und die eigene Lebensplanung und lässt sich folgendermaßen untergliedern:

- Welche Interessen habe ich?
- Was würde mir Spaß machen?
- Wo und wie möchte ich arbeiten?
- Worauf kommt es mit beruflich und persönlich im Leben an?

In den nachfolgenden Übungen[1] sollen Schüler Vorlieben aber auch Abneigungen zum Ausdruck bringen können. Sie können in Einzelarbeit oder in Partnerarbeit durchgeführt werden. Die Schüler sollen erfahren, dass in ihrer Welt Interessen eine wichtige Rolle spielen und dass Interessenkonflikte immer wieder durch Entscheidungen gelöst werden müssen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Übung für Schüler: Sensibilisierung für die eigenen Interessen

Arbeitshinweis: Tragen Sie in die linke Spalte ein, was oder wen Sie ganz besonders mögen und in die rechte Spalte was oder wen Sie gar nicht mögen! Überlegen Sie sich jedes mal eine Begründung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Übung für Schüler: Lückentext zu den eigenen Interessen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ich wollte schon immer mal….weil ich .

Ganz besonders begeistert bin ich von…weil….. .

Das…macht mir großen Spaß, obwohl ich.. .

Eigentlich gefällt mir das…..nicht so sehr, aber wer weiß ob ich es später

einmal benötige.

Später einmal werde ich ganz bestimmt…, weil ich heute schon weiß, dass das genau das Richtige ist.

Die drei wichtigsten Dinge, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, sind…

….., ….und.. .

Eine Übung[2] zur Lebensplanung macht bewusst, was den Schülern an einem Beruf wichtig ist und welche Ängste bei der Berufswahl bestehen. Je genauer ein Schüler weiß, was er will bzw. nicht will, desto größer wird die Zufriedenheit in seinem späteren Beruf sein.

Übung für Schüler: Prioritäten in der Lebensplanung

Arbeitshinweis: Kreuzen Sie die drei wichtigsten Gesichtspunkte an, auf die es Ihnen beruflich und persönlich im Leben ankommt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Für den Erfolg im Beruf ist es wichtig, dass die Schüler ihre Fähigkeiten und Kenntnisse nutzen und die Anforderungen des Berufes und des Ausbildungsbetriebes erfüllen können. Die Ausgangsfrage „Was kann ich?“ bezieht sich vor allem auf ein Stärken/Schwächen Profil und untergliedert sich folgendermaßen:

- Wo liegen meine Stärken und Schwächen

(was liegt mir und was kann ich gut oder weniger gut)?

- Welche Anforderungen stellt der gewünschte Beruf

(welche Fähigkeiten und Kenntnisse sind wichtig, aber auch welche Schulleistungen werden

erwartet und welcher Schulabschluss vorausgesetzt)?

In der folgenden Übung[3] soll den Schülern Gelegenheit gegeben werden, berufliche Fähigkeiten zu systematisieren und ihre eigenen Stärken und Schwächen hierzu zu notieren.

Übung für Schüler: Wo liegen eigentlich meine Fähigkeiten?

Arbeitshinweise: Tragen Sie in der linken Spalte die Fähigkeiten (aus der Liste weiter unten) ein, die zu den jeweiligen Bereichen gehören. Überlegen Sie anschließend möglichst für jede Fähigkeit einen Eintrag in den Spalten Stärken oder Schwächen. Begründen Sie Ihre Einträge mit Beispielen.

Liste der Fähigkeiten: Logisches Denken, körperliche Leistungsfähigkeit, Ideenreichtum, rechnerisches Denken, Teamfähigkeit, gesundheitliche Leistungsfähigkeit, Kontaktfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Hand- und Fingergeschick, Sprachbeherrschung, Gewissenhaftigkeit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nach Auffassung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände[4] muss die Berufsorientierung in den Schulen gestärkt werden. Die Unternehmen beklagen seit Jahren mit zunehmender Dringlichkeit die mangelnde Ausbildungsreife vieler Schulabgänger und gravierende Lücken in den Grundfertigkeiten Lesen, Rechnen und Schreiben, aber auch bei den sozialen Kompetenzen. Naturwissenschaftliches und wirtschaftliches Verständnis ist zudem oft schwach ausgeprägt.

Die niedersächsischen Industrie- und Handelskammern haben die Anforderungen der durch sie repräsentierten Unternehmen an die Schulabsolventen in der folgenden Übersicht[5] zusammengefasst.

Übersicht: Was erwarten Betriebe?

Fachliche Kompetenzen

1. Grundlegende Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift
- Klare mündliche und schriftliche Formulierung einfacher Sachverhalte
- Fehlerfreier Umgang mit Rechtschreibung und Grammatik
- Differenzierung zwischen Szene-, Alltags-, Fach- und gehobener Sprache

2. Beherrschung einfacher Rechentechniken
- Beherrschung der vier Grundrechenarten (auch ohne Taschenrechner)
- Rechnen mit Dezimalzahlen und Brüchen
- Umgang mit Maßeinheiten
- Dreisatz
- Prozentrechnen
- Flächen-, Volumen- und Masseberechnungen
- Grundlagen der Geometrie
- Sichere Anwendung wichtiger Formeln
- Lösung einfacher Textaufgaben
- Sicherer Umgang mit dem Taschenrechner

3. Grundlegende naturwissenschaftliche Kenntnisse
- Grundkenntnisse in Physik, Chemie, Biologie und Informatik
- Positive Grundeinstellung zur modernen Technik

4. Grundkenntnisse wirtschaftlicher Zusammenhänge
- Erste Einblicke in die Wirtschafts- und Arbeitswelt (z.B. über Praktika)
- Funktion des marktwirtschaftlichen Systems
- Rolle von Unternehmen, Staat und Tarifparteien

5. Grundkenntnisse in Englisch
- Grundlagen der Verständigung – auch berufsbezogen

6. Kenntnisse über Grundlagen unserer Kultur und deren Verständnis
- Deutsche Geschichte
- Europäische Geschichte
- Politik
- Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
- Religiöse Formen und Inhalte unserer Kultur und deren Akzeptanz als Basis für soziale

Kompetenzen, wie z.B. Kommunikationsfähigkeit und Solidarität gegenüber Mitmenschen und

Minderheiten

Persönliche Kompetenzen

1. Zuverlässigkeit
- Wahrnehmung übertragener Aufgaben auch unter widrigen Umständen und ohne dauernde Überwachung und Kontrolle

2. Lern- und Leistungsbereitschaft
- Gute Ergebnisse und Erfolg als Maßstab
- Betrachtung von Ausbildung und Beruf als positiven Lebensbestandteil
- Neugierde und Lust auf Neues

3. Ausdauer-Durchhaltevermögen-Belastbarkeit
- Durchhaltevermögen trotz widriger Umstände
- Entwicklung von Frustrationstoleranz
- Keine vorzeitige Aufgabe bei anfänglichen Misserfolgen

4. Sorgfalt-Gewissenhaftigkeit
- Genauigkeit
- „Ernstnehmen“ der Sache
- Selbstdisziplin
- Ordnungssinn
- Pünktlichkeit

5. Konzentrationsfähigkeit
- Konzentration auf eine Aufgabe über einen längeren Zeitraum

6. Verantwortungsbereitschaft-Selbstständigkeit
- Bereitschaft, auch für Misslungenes einzustehen
- Unangenehmes selbst übernehmen statt es „abzuschieben“

7. Fähigkeit zur Kritik und Selbstkritik
- Einsicht statt ständiger Diskussion
- Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden
- Bereitschaft zur Einsicht und Korrektur von Fehlern

8. Kreativität und Flexibilität
- Eigene Ideen entwickeln
- Bereitschaft zur Einarbeitung in neue Aufgabenbereiche

Soziale Kompetenzen

1. Kooperationsbereitschaft-Teamfähigkeit
- Teamgeist statt „einsamer Tüftler“
- Bereitschaft zum Austausch von Erfahrungen und Informationen
- Anpassung an kooperationsorientierte Organisationsformen

2. Höflichkeit-Freundlichkeit
- Gepflegte Umgangsformen gegenüber Mitarbeitern und vor allem Kunden

3. Konfliktfähigkeit
- Bereitschaft zur friedlichen und konstruktiven Beilegung von Differenzen
- Sprach- und Argumentationsfähigkeit statt Aggression

4. Toleranz
- Akzeptanz anderer Meinungen
- Eintreten für die Grundwerte der Gesellschaft
- Ablehnung von Intoleranz und Aggressivität

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) in Berlin untersuchte 4.000 Stellenanzeigen mit dem Ergebnis: In 72 Prozent wurde besonderer Wert auf soziale Kompetenzen gelegt.

Folgende Beispiele[6] charakterisieren sozial kompetentes Verhalten:

- Nein-Sagen
- Schwächen eingestehen
- Auf Kontaktangebote reagieren
- Gespräche beginnen
- Gespräche aufrechterhalten
- Gespräche beenden
- Gefühle offen zeigen.

Es werden - neben steigenden Anforderungen an fachliche Kompetenzen in vielen Berufsfelder -zusätzliche Fähigkeiten, vor allem in Bezug auf soziale und kommunikative Kompetenzen, von den bildungspolitischen Akteuren gefordert. Als Konsequenz behält der Beruf zwar eine Leitfunktion für den Übergang von der Schule in das Wirtschaftsleben, er beginnt aber zunehmend in die Zielformel „Berufliche Handlungsfähigkeit“ und hierzu gehörender Einzelkompetenzen wie Fach-, Sozial-, Methoden und Selbstkompetenz überzugehen.

Was leistet ein Berufswahltest?

Der Anteil der Jugendlichen, der nicht weiß, welchen Beruf er ergreifen soll, wächst.[7] Ein Berufswahltest kann eine Möglichkeit zur beruflichen Entscheidungsfindung darstellen. Als generelle theoretische Grundlage für solche computergestützten Verfahren zur beruflichen Entscheidungsfindung werden präskriptive rationale Entscheidungstheorien angesehen. Als Merkmale zur Beschreibung von Personen werden Fähigkeiten/Fertigkeiten, Persönlichkeitsmerkmale im weiteren Sinne sowie berufswahlrelevante Präferenzattribute unterschieden.

Eine Analyse der Interessen und Neigungen der Jugendlichen gilt als Voraussetzung für die Wahl des richtigen Berufes oder der passenden Ausbildung.

Literaturtipp:

Herrmann, D. u.a.: Der große Berufswahltest.

So entscheide ich mich für den richtigen Beruf.

Frankfurt/Main, 2003.

Einen Interessentest bietet die Medienkombination „Mach’s richtig“ der Bundesagentur für Arbeit auf CD-ROM oder im Internet an. Unter www.machs-richtig.de klicken Sie auf „Meine Interessen“. Die Jugendlichen verschaffen sich hierbei Klarheit über ihr individuelles Interessenprofil. Schritt für Schritt und zielgerichtet wird eine Liste mit passenden Berufen angezeigt, die als Grundlage für weitergehende Berufswahlüberlegungen, für die Suche nach Informationen über Berufe sowie als Basis für das Gespräch mit der Berufsberatung dient. Auch kann nach alternativen Berufen gesucht werden, die möglichst viele der eigenen beruflichen Interessen berücksichtigen.

Zudem besteht die Möglichkeit, einen kostenlosen intensiven Berufswahltest bei der Berufsberatung am Computer vorzunehmen (Zeitdauer etwa drei Stunden). Er besteht aus einem Berufsfragebogen und einem Test der Fähigkeiten und wird vom Psychologischen Dienst in der Agentur für Arbeit durchgeführt. Teilnehmen kann jeder, der die Hauptschule, die Realschule, die Klassen 7 bis 10 einer Gesamtschule oder eine vergleichbare Schule besucht. Er sollte keine Beeinträchtigungen oder Behinderungen haben (falls doch, hat die Agentur für Arbeit passendere Testangebote) und die deutsche Sprache sicher beherrschen.

Im Internet existieren eine Reihe von Online-Berufswahltests, die in der folgenden Übersicht zusammengefasst sind:

Tabelle: Online-Berufswahltests

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Anhang dieses Buches finden Sie noch einen Berufswahltest für alle Schulabgänger mit 150 Fragen und einer Auswertung in Form der Zuordnung eines Berufsfeldes.

Welche Möglichkeiten und Grenzen besitzt nun ein Berufswahltest? Es wird die Möglichkeit aufgezeigt, ein Berufsfeld aufgrund der Interessen bzw. eine Liste in Frage kommender Berufe zu bestimmen. Eine bereits getroffene Berufswahlentscheidung kann überprüft werden und es können zum Wunschberuf Alternativberufe gefunden werden.

Eine Grenze stellt die theoretische Analyse anhand von Interessen und Einstellungen ohne praktische Einblicke in die einzelnen Berufe dar. Ein Berufswahltest ist nur eine Entscheidungshilfe – neben Betriebserkundungen, Schülerbetriebspraktika, Beratungsgesprächen bei der Berufsberatung, dem Berufswahlunterricht in der Schule sowie praktischen Erfahrungsberichten von Personen, die in dem gewünschten Beruf tätig sind. Allen Verfahren zur beruflichen Entscheidungsfindung mangelt es vor allem an einer hinreichenden Überprüfung der Gültigkeit bezüglich der abgegebenen Empfehlungen zur weiteren beruflichen Laufbahn.

Literaturtipp:

Holling, H. u.a.: Berufliche Entscheidungsfindung.

Bestandsaufnahme, Evaluation und Neuentwicklung

computergesteuerter Verfahren zur Selbsteinschätzung.

Beiträge zur Arbeitmarkt- und Berufsforschung 236 (2000)

Welchen Beruf möchte ich erlernen und welche Betriebe oder Schulen kommen dafür in Frage?

Derzeit existieren in Deutschland rund 30.000 Berufsbezeichnungen und über 350 Ausbildungsberufe. Eng mit der Frage nach dem passenden Beruf ist die Betrachtung des Systems der Berufsausbildung verbunden. Das deutsche System der Berufsausbildung hat sich bewährt. Es gibt jungen Menschen für den Start ins Berufsleben alle nötigen Qualifikationen. Um den Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt gerecht zu werden, sind Reformen jedoch nötig.

Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, in der demografischen Entwicklung und bei den Qualifikationswegen machen eine Anpassung des Berufsbildungsrechts notwendig. Für schulische Berufsbildungsgänge soll der Zugang zu einer Kammerprüfung erleichtert werden. Somit erhalten sie die Chance, sich zu einem höherwertigen Schulabschluss zu entwickeln. Zudem soll die Kooperation von Betrieben und Berufsschulen gestärkt werden. Ausbildungsabschnitte, die im Ausland verbracht werden, gelten zukünftig direkt als Teil der Ausbildung und eine Modernisierung des Prüfungswesens und eine Verschlankung der Gremienstruktur soll in Angriff genommen werden.

Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) – zuständig für Forschung und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der beruflichen Aus- und Weiterbildung - hält eine umfassende und systematische Vorbereitung auf die Berufswahl für dringlich, damit Übergänge in die Ausbildung möglichst friktionsfrei verlaufen und sich Ausbildungsabbrüche und Fehlqualifikationen minimieren lassen. Trotz aller Bemühungen und stetigen Verbesserungen bestehen bei vielen jungen Menschen diffuse oder falsche Vorstellungen darüber, was sie in der Ausbildung und im gewählten Beruf erwartet.

Vor der konkreten Betrachtung der Berufsfelder für Ausbildungsberufe sollen noch einige Trend am Stellenmarkt aufgezeigt werden. In der Fachzeitschrift „Trends im Stellenmarkt“[8] der DEKRA-Akademie, die Ende 2003 zum vorerst letzten Mal erschien, wurden Stellenangebote und Trends analysiert. Demnach sind vor allem die Logistik- und Verkehrsberufe, das Baugewerbe und die IT-Berufe weiterhin gefragt. Bürokaufleute und Pflegepersonal konnten nicht weiter zulegen, ebenso wenig die Finanzberater.

Im folgenden finden Sie eine Übersicht der Berufsfelder für Ausbildungsberufe mit jeweils einigen Berufsbeispielen:

Tabelle: Berufsfelder für Ausbildungsberufe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nachfolgend werden die zehn am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe[9] im Jahr 2001 von Hauptschul- und Realschulabgängern sowie Abiturienten dargestellt, um eine Orientierung zu geben, welche Ausbildungsberufe „in“ sind. Von den Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag haben etwa ein Drittel einen Hauptschulabschluss, mehr als ein Drittel einen Realschulabschluss und etwa 15 Prozent eine Studienberechtigung.

Tabelle: Die zehn am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe von Schulabgängern mit

Hauptschulabschluss

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle: Die zehn am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe von Schulabgängern mit

Realschulabschluss

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle: Die zehn am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe von Schulabgängern mit Abitur

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nach einer Bestimmung des passenden Berufsfeldes – und zuvor einem Interessen- bzw. Berufswahltest – steht die Information über Einzelberufe im Vordergrund.

Literaturtipp:

In den Broschüren mit dem Titel „Blätter zur

Berufskunde“ finden Sie ausführliche Informationen

zu allen Berufen. Kostenlos einzusehen in den

Berufsinformationszentren.

Bis zu zwei Einzelhefte erhalten Sie gratis mit einer

Bestellkarte der Agentur für Arbeit oder aus dem

Taschenbuch „Beruf aktuell“.

Das kostenlos in den Berufsinformationszentren zu beziehende Taschenbuch „Beruf aktuell“ gibt einen Überblick über alle anerkannten Ausbildungsberufe, d.h. duale Ausbildungsgänge in Betrieben und Verwaltungen, geregelt durch das Berufsbildungsgesetz sowie über Erstausbildungsberufe an beruflichen Schulen, die nach Landes- oder Bundesrecht geregelt sind, aber auch in Ausnahmefällen über Berufe von bundesweitem Interesse mit einer geregelten Ausbildung.

Im Internet unter www.arbeitsagentur.de können Sie sich in der Datenbank „Berufenet“ ebenfalls über Einzelberufe kundig machen. Es werden Berufe von A-Z beschrieben – von Ausbildungsinhalt über Eignung, Verdienst- und Beschäftigungsmöglichkeiten bis zu Perspektiven und Zugangsvoraussetzungen. Zudem werden komplette Berufsbereiche wie IT-Berufe, Metall-Berufe, Berufe im Umweltschutz, Berufe rund ums Fliegen usw. aufgezeigt.

Jetzt stellt sich die Frage, welche konkreten Betriebe oder Schulen für die gewünschte Ausbildung in Frage kommen. Man sollte zunächst prüfen, ob in der Region und zu dem gewünschten Termin Ausbildungsplätze angeboten werden.

Zu beachten ist, dass sich die Einstellungswünsche und Bedingungen der Betriebe häufig von Jahr zu Jahr ändern. Zudem entschließen sich die Ausbildungsbetriebe zu sehr unterschiedlichen Zeiten für ein Ausbildungsangebot. Schulen haben häufig feste Bewerbungstermine, die von Schule zu Schule unterschiedlich sein können.

Informationen über betriebliche Ausbildungsstellen auch in Ihrer Region finden Sie im Internet unter www.arbeitsagentur.de in der Datenbank „ASIS“ (Ausbildungsstellen-Informations-System). Für schulische Ausbildungsstellen bietet die Datenbank „KURS“ auf derselben Internetadresse einen Überblick zu Bildungseinrichtungen, Lerninhalten, Abschlüssen und Terminen. Es sind u.a. Berufsfachschulen und freie Anbieter des Bildungsmarktes vertreten.

Im folgenden soll eine Übung für Schüler zur Suche nach einem Ausbildungsplatz mir ASIS oder KURS vorgestellt werden:

Übung für Schüler: Ich suche einen Ausbildungsplatz mit ASIS oder KURS

Einführung für Lehrkräfte:

Diese Übungseinheit ist schulart- und jahrgangsübergreifend konzipiert. Sie unterstützt BerufswählerInnen, die einen betrieblichen oder schulischen Ausbildungsplatz suchen.

Das Angebot kann sowohl im Klassenverbund als auch in der Selbstinformation eingesetzt werden. Statt der Suche nach einem individuellen Wunschberuf können für Übungszwecke Berufe und Aufgabenstellungen vorgegeben/variiert werden.

Bei entsprechender methodischer Ausstattung sind nur geringe Vorkenntnisse der NutzerInnen in der Berufswahlvorbereitung erforderlich. Man kann durchaus die berufsrelevanten Fragestellungen (z.B. Eignung, Berufsmerkmale, Bewerbung, Ausbildungsmarkt usw.) im Verlauf der Übung „natürlich“ bearbeiten. Wichtig ist, das Prinzip der Verknüpfung umzusetzen: Interesse-Beruf-Ausbildungsplatz.

Besonderer Wert wird bei dieser Übung auf die Technik der Informationsverarbeitung (ein Teilaspekt der Medienkompetenz) gelegt. Die Qualität der Dokumentation und Weiterverarbeitung der Recherche (Vorbereitung der Bewerbung) ist ursächlich mit der Qualität der Bewerbung verknüpft. Dies wird bei der derzeitigen Favorisierung des rein formalen Aspektes bei der Bewerbungserstellung leicht übersehen.

Aufgabe und Arbeitsvorbereitung

Bei der Vorbereitung einer Bewerbung zahlt sich Gründlichkeit und Sorgfalt aus; denn dies sind Schlüsselqualifikationen, die auch schon beim ersten Kontakt mit den Ausbildungsfirmen entscheidend sind.

Die Online-Suche nach einem Ausbildungsplatz sollte deshalb systematisch dokumentiert und ausgewertet werden, damit sie für die Bewerbung effektiv genutzt werden kann; also Profi-Suche statt „schnell-schnell“.

Aufgabe

- Suche und Auswahl von geeigneten Ausbildungsplatzangeboten im Wunschberuf
- Suche und Auswahl eines passenden Alternativ-Berufes
- Suche und Auswahl von geeigneten Ausbildungsplatzangeboten in einem Alternativ-Beruf
- Ergänzung der Suche durch entsprechende Berufsbeschreibungen (Wunsch- und Alternativberuf)

Arbeitsvorbereitung

1. Vor der Online-Suche auf der Festplatte des Rechners einen speziellen Ordner anlegen, in welchem die Suchergebnisse abgelegt werden (über Windows Explorer Datei/Neu – Ordner) z.B. Ordnername: beruf (Eigene Dateien oder C:\beruf); oder eine leere Diskette zur Speicherung verwenden (A:\), mit der auch auf anderen Rechnern weitergearbeitet werden kann.
2. Die gefundenen Informationen und Ausbildungsangebote werden direkt im entsprechenden Ordner (Verzeichnis) gespeichert: Datei/speichern unter. So entsteht ein Bewerbungsordner bzw. eine Bewerbungsdiskette, der/die alle wichtigen Informationen enthält und bis zur Erstellung der kompletten Bewerbung genutzt werden kann.
3. Als allererstes Dokument wird dieses Aufgabenblatt im entsprechenden Ordner abgelegt:

Datei/speichern unter, Dateiname: aufgabe (gleich erledigen!).

In der folgenden Übung[10] für Schüler werden die Grundinformationen zum Wunschberuf geordnet und ein Überblick über wichtige Aspekte des Berufes erstellt. Es wird ein persönliches Berufsbild zusammengefasst, das der Schüler später als Grundlage für die Vorbereitung zum Vorstellungsgespräch verwenden kann.

Übung für Schüler: Mein Wunschberuf

-Wie lautet die genaue Berufsbezeichnung?
-Nenne wichtige Tätigkeiten, die in diesem Beruf ausgeübt werden.
-Mit welchen Materialien (Holz, Metall usw.) und Arbeitsmitteln (Geräte, Werkzeuge, Maschinen
usw.) wird gearbeitet?
-Wo befindet sich der Arbeitsplatz? (z.B. Werkstatt, Labor, Büro)
-Wie lange dauert die Ausbildung?
-Was sind die Einstellungsvoraussetzungen? (Schulabschluss, Mindestalter)
-Welche Fähigkeiten werden in dem Beruf vorausgesetzt?

a) körperlich
schwindelfrei sein □
unempfindliche Haut □
körperliche Belastbarkeit □
gutes Sehvermögen □
Hand- und Fingergeschick □

b) geistig

Sprachgewandtheit □

Gute Rechtschreibkenntnisse □

Mathematisches Verständnis □

Kreativität □

Gestalterische Fähigkeiten □

c) soziales Verhalten

Geduld □

Freundliches Wesen □

Belastbarkeit □

Sicher im Umgang mit Menschen □

Teamarbeit □

-Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?
-Wie hoch ist der mögliche Verdienst nach abgeschlossener Ausbildung?
-Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es in diesem Beruf?
-Welche verwandten Berufe gibt es?
-Warum passt dieser Beruf zu mir?

Welcher Zeitplan ist für die Bewerbung zu beachten?

Für die Berufswahlvorbereitung und für Bewerbungen ist ein bestimmter Zeitplan einzuhalten. Das richtige „Timing“ ist für die erfolgreiche Suche nach einer Ausbildungstelle von Bedeutung. Zu Beginn der vorletzten Jahrgangsstufe sollten Informationsquellen zur Berufswahl erschlossen werden und spätestens gegen Ende der vorletzten Jahrgangsstufe sollten Bewerbungen um eine Ausbildungsstelle in Betrieben und im öffentlichen Dienst verschickt werden.

Vorletzte Jahrgangsstufe

AB AUGUST/SEPTEMBER:

- Informationsquellen erschließen

Es stellt sich die Frage, welche Informationseinrichtungen (z.B. Berufsinformationszentrum) gibt es und welche Printmedien werden angeboten. Welche Berufswahlinformationen findet man im Internet (z.B. www.machs-richtig.de oder www.arbeitsagentur.de) und welche Ansprechpartner (z.B. Berufsberater, Lehrer, Eltern, Bekannte usw) gibt es?

- Überblick über Wege und Alternativen gewinnen Dazu ist es wichtig, die Voraussetzungen für die gewünschte Ausbildung herauszufinden (Schulabschluss, Mindestalter) und sich Alternativen zu überlegen.

- Berufswahltests absolvieren

Man kann nach derartigen Tests im Internet recherchieren, sich schriftliche Testunterlagen

rechtzeitig bestellen oder einen kostenlosen Berufswahltest beim Psychologischen Dienst der

Agentur für Arbeit durchführen lassen.

- Informationsmaterialien sammeln

„Blätter zur Berufskunde“ sollten bestellt werden und man sollte regelmäßig „Was werden“ ,

„Mach’s richtig“ oder „abi-Berufswahlmagazin“ lesen. Zudem kann man Berichte in Zeitungen

und Zeitschriften über den Wunschberuf sammeln und auswerten.

- Ordner zum Thema Berufswahl anlegen

Dieser eignet sich für einen Überblick über wichtige Adressen und Anschriften, für eine

Sammlung von Kopien von Zeugnissen, Praktikumsbescheinigungen und Arbeitszeugnissen und

für das Zusammenstellen von Unterlagen zu Versicherungen, Finanzamt usw.

- Berufsinformationszentrum aufsuchen

Ein Besuch im BIZ lohnt immer, um berufskundliche Fragen zu klären und ggf. Alternativen zu

erkunden.

- Betriebspraktika vereinbaren

Berufe aus der engeren Wahl können im Praktikum kennengelernt werden. Es können

Verbindungen zu Betrieben geknüpft und Bewerbungsmöglichkeiten für eine Ausbildung erfragt

werden.

- Gespräche mit Eltern, Freunden, Berufsberatern, Lehrern usw.

Diese Gespräche können dazu dienen, die vorhandenen Kenntnisse über den Wunschberuf

abzurunden, neue Anregungen zu erhalten und andere Meinungen und Einschätzungen

wahrzunehmen.

- Erste Anfragen/Bewerbungen um Ausbildungen an Berufsfachschulen

Geklärt werden sollte, welche Bewerbungsverfahren durchgeführt werden, ob es Wartelisten gibt

und bis wann man sich bewerben muss.

AB MÄRZ BIS JUNI/JULI:

- Beginn der Bewerbungen um Ausbildungsstellen in Betrieben und im öffentlichen Dienst

Man sollte mit der Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen beginnen, sich bei der Agentur

für Arbeit als Bewerber melden und Bewerbungsfristen einhalten.

Letzte Jahrgangsstufe

AB AUGUST/SEPTEMBER:

- Bewerbung um nützliche oder ggf. notwendige Praktika

Es stellt sich die Frage, welche Betriebe nehmen Praktikanten, kann der Betrieb die

gewünschten/geforderten Inhalte anbieten und ist eine schriftliche Bewerbung erforderlich.

- Auswahlverfahren für betriebliche Ausbildungen und Beamtenlaufbahnen

Empfehlenswert ist die rechtzeitige Teilnahme an Test- und Bewerbungstrainings. Daraufhin kann

eine Teilnahme an schriftlichen Auswahltests stattfinden.

- Vorbereitung von Überbrückungsmöglichkeiten

Dazu zählen die Bewerbungen um ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder Au-Pair und für Jobs

und Praktika im Ausland. Zudem sollte mit dem Kreiswehrersatzamt wegen dem Wehr-

/Zivildienst Kontakt aufgenommen werden.

FEBRUAR:

- Anmeldeschluss für viele Ausbildungen an Berufsfachschulen

Häufig ist Ende Februar als Anmeldeschluss festgelegt. Zu klären ist auch die Finanzierung von

Kosten (Schulgeld).

ENDE JUNI/ANFANG JULI:

- Letzter Schultag und Abschlusszeugnisausgabe

Zeugnisse sollten für weitere Bewerbungszwecke kopiert und ggf. von der Schule beglaubigt

werden. In der Agentur für Arbeit sollte man sich ausbildungs- oder Arbeit suchend melden, wenn

zwischen letzten Schultag und Ausbildungsbeginn keine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt

wird.

1. AUGUST/1. SEPTEMBER/1. OKTOBER:

- Ausbildungsbeginn bei Betrieben/Berufsfachschulen/Behörden

Man sollte sich über Rechte und Pflichten im Ausbildungsverhältnis informieren und Fragen zum

Kranken- und Versicherungsschutz klären. Liegt der Ausbildungsvertrag noch nicht vor, sollte

dieser verlangt und geprüft werden.

Welche finanziellen Hilfen gibt es für Auszubildende?

Vor einer Betrachtung der finanziellen Hilfen soll ein Überblick über die Ausbildungsvergütungen[11] in 20 ausgewählten Berufen im Jahr 2002 gegeben werden, um das zukünftige Einkommen besser einschätzen zu können.

Tabelle: Ausbildungsvergütungen in 20 ausgewählten Berufen

(Durchschnittliche monatliche Beträge in Euro)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine Berufsausbildung ist für Auszubildende mit Kosten verbunden. Das fängt bei Bewerbungsschreiben mit dem Porto an und auch professionell angefertigte Bewerbungsfotos sind nicht gerade billig. In der Ausbildung können weitere finanzielle Belastungen durch die Beschaffung von Arbeitskleidung und Unterrichtsmaterialien, Fahrtkosten oder die Unterhaltung einer eigenen Wohnung entstehen.

Wer für eine betriebliche Ausbildung von zu Hause wegziehen muss oder die Ausbildung an einer Schule machen will, sollte sich rechtzeitig über die anfallenden Kosten und die Finanzierung im Klaren sein. Um Jugendliche für die Dauer ihrer Ausbildung abzusichern und ihnen die Nutzung aller Bildungswege zu ermöglichen, gibt es in Deutschland ein umfassendes System der finanziellen Förderung:

a) Finanzielle Hilfen zur Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung
b) Für eine betriebliche Ausbildung
c) Für eine schulische Ausbildung.

Ausführliche Informationen zu der finanziellen Förderung durch die Agentur für Arbeit findet man im „lis“ (Leistungs-Informations-Service).

a) Finanzielle Hilfen zur Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung

Berufsanwärter/innen, die bei der Agentur für Arbeit für eine betriebliche Ausbildungsstelle gemeldet sind, können unter bestimmten Voraussetzungen folgende Leistungen erhalten:

- Bewerbungskosten
- Reisekosten
- Übergangsbeihilfe
- Arbeitskleidung und Arbeitsgerät (Ausrüstungsbeihilfe)
- Umzugskostenbeihilfe
- Mobilitätshilfen.

Diese Leistungen müssen im Einzelfall beantragt und bewilligt werden. Anträge kann man bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit stellen.

b) Für eine betriebliche Ausbildung

Um eine betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu ermöglichen, zahlt die Agentur für Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB).

Wer bekommt BAB? Auszubildende erhalten BAB, wenn sie während der Ausbildung nicht bei den Eltern wohnen können, weil der Ausbildungsbetrieb vom Elternhaus zu weit entfernt ist. Sind Auszubildende über 18 Jahre oder verheiratet (oder waren verheiratet) oder haben mindestens ein Kind können sie auch BAB erhalten, wenn sie in erreichbarer Nähe des Elternhauses leben.

Wie lange zahlt die Agentur für Arbeit BAB? Die Zahlung erfolgt für die Dauer der Ausbildung. Der Antrag muss rechtzeitig, am besten vor Beginn der Ausbildung, bei der Berufsberatung eingehen.

Literaturtipp:

Das Merkblatt „Berufsausbildungsbeihilfe“

der Berufsberatung enthält Berechnungsbeispiele

zur BAB.

Wofür kann BAB nicht gewährt werden? Beispielsweise ist eine schulische Ausbildung (z.B. Erzieher/in, Physiotherapeut/in) ausgeschlossen und weitere Ausbildungen nach einer erfolgreich abgeschlossenen beruflichen Erstausbildung gleich welcher Art.

c) Für eine schulische Ausbildung

Für den Besuch einer weiterführenden Schule (z.B. einer Fachoberschule) oder für eine schulische Berufsausbildung (z.B. Ausbildung zum/zur Physiotherapeut/in) können Beihilfen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) gewährt werden.

Wie viel BAföG bekommt man? Auf diese Frage gibt es keine einheitliche Antwort, da jeder Förderbetrag individuell errechnet wird. Es ist z.B. zu berücksichtigen, ob man für die Ausbildung auswärts wohnen muss, ob die Kosten für die Miete einer auswärtigen Unterkunft bestimmte Grenzen übersteigen und wie hoch das eigene Einkommen, das der Eltern oder ggf. des Ehepartners ist.

Der Antrag sollte rechtzeitig vor Beginn der Ausbildung bei dem Amt für Ausbildungsförderung der örtlichen Stadt-, Kreis- oder Gemeindeverwaltung gestellt werden. Umfassende Informationen zu allen BAföG-Regelungen findet man im Internet unter www.das-neue-bafoeg.de . Hier kann man sich auch den BAföG-Rechner-PLUS herunterladen, mit dem man die voraussichtliche Höhe des BAföG-Anspruches selbst berechnen und mit Hilfe eines Formularassistenten die Antragsformulare ausfüllen und ausdrucken kann.

Welche Probleme können bei der Ausbildungsstellensuche auftreten?

Bei der Ausbildungsstellensuche und in der Ausbildung kann es zu verschiedenen Schwierigkeiten kommen. Folgende Problemfelder werden behandelt:

- Unentschiedenheit in der Berufswahl
- Keine Ausbildungsstelle gefunden
- Probleme in der Ausbildung mit der Berufsschule
- Möglicher Ausbildungsabbruch.

Welchen Beruf soll ich wählen? Bei der Unsicherheit spielt sicher das fast unüberschaubare Angebot an Bildungsmöglichkeiten eine Rolle. Denn Ausbildungen werden nicht nur in Betrieben oder Verwaltungen angeboten, sondern auch an beruflichen Schulen. Manche Abschlussschüler zweifeln auch an ihren Fähigkeiten oder an der Realisierbarkeit ihrer beruflichen Wünsche. Manchmal fehlt nur etwas Mut zur Entscheidung und das Wissen, dass man sich mit der Berufswahl nicht für das ganze Leben festlegt. Die Wahl des Berufes ist nur der erste Schritt in der Berufsbiographie – viele weitere Schritte werden im Berufsleben folgen.

Bei der Frage, welche Berufe zu welchen Interessen und Vorstellungen passen, bieten die vielfältigen Medien in den Berufsinformationszentren einen Einstieg und das Gespräch mit einem Berufsberater die notwendige Vertiefung und Sicherheit.

Ein weiteres Problemfeld besteht darin, dass man keine Ausbildungsstelle findet. Wenn es nicht auf Anhieb geklappt hat, sollte man nicht resignieren und nicht zu schnell ans Aufgeben denken. Eine Reihe von Ausbildungsstellen werden beispielsweise nicht angetreten, weil der Bewerber etwas „Besseres“ gefunden hat und stehen damit wieder zur Verfügung.

Grundsätzlich sollte man Alternativen überlegen und versuchen, seine Chancen z.B. durch Praktika zu verbessern. Man sollte mit dem Berufsberater darüber sprechen, woran es gelegen haben könnte, dass die Bewerbungen bisher erfolglos geblieben sind und gemeinsam nach möglichen Lösungswegen suchen. Eine Übersicht und Beschreibung der vielfältigen Förderangebote der Agentur für Arbeit für junge Leute unter 25, die den Einstieg in eine Berufsausbildung oder in eine Berufstätigkeit erleichtern können, findet man in der Broschüre „So geht’s weiter zu Job oder Berufsabschluss“, die man bei der Agentur für Arbeit erhält.

Nun soll es um die Problemfelder in einer Ausbildung gehen – beispielsweise Probleme in der Berufsschule. Im Betrieb kommt man meistens ganz gut zurecht, aber in der Berufsschule kann es immer schwieriger werden. Der Unterrichtsstoff wird nur zum Teil verstanden, die Zeugnisnoten werden schlechter und die anstehende Prüfung bereitet ernste Sorgen. Bei diesen Schwierigkeiten kann die Berufsberatung ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) anbieten. Häufig lässt sich der Ausbildungsabschluss dann doch noch retten.

Kommt es zur Schwelle eines möglichen Ausbildungsabbruches, können viele Gründe eine Rolle spielen. Man hat sich z.B. das Tätigkeitsfeld und den Berufsalltag in dem Beruf ganz anders vorgestellt; es gibt Schwierigkeiten mit den Kollegen, Ausbildern, Vorgesetzten oder man kann in der Berufsschule einfach nicht mehr mithalten.

Tabelle: Hauptsächliche Gründe für Vertragsauflösungen[12]

(Mehrfachnennungen möglich)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bevor man die Überlegung, die Ausbildung abzubrechen, in die Tat umsetzt, sollte man über die Probleme mit Fachleuten reden wie z.B. dem Ausbilder im Betrieb, dem Ausbildungsberater der zuständigen Kammer, dem Lehrer in der Berufsschule oder dem Berufsberater bei der Agentur für Arbeit.

Es sollte versucht werden folgende Punkte im Gespräch zu klären:

- Worin liegen die Gründe für einen möglichen Ausbildungsabbruch?
- Unter welchen Bedingungen könnte die Ausbildung erfolgreich fortgeführt werden?
- Welche Veränderungen (auch in der Person des Auszubildenden) sind dafür notwendig?
- Kann die Ausbildung im gleichen Beruf, jedoch in einem anderen Betrieb fortgesetzt werden?
- Könnte eine andere Ausbildung besser geeignet sein?
- Würden ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) eine Unterstützung bedeuten?

2. Bildungswege

Der Begriff „Bildung“ bezeichnet allgemein die Entwicklung des Menschen im Hinblick auf seine geistigen, seelischen und kulturellen Fähigkeiten. In diesem Kapitel werden die wichtigsten Schulabschlüsse und die beruflichen Bildungswege dargestellt – wie z.B. betriebliche Ausbildung, schulische Ausbildung, Öffentlicher Dienst und Sonderausbildungen. Zudem wird auf die Ausbildungsmöglichkeiten von Jugendlichen mit schlechten Startchancen und auf Überbrückungsmöglichkeiten (z.B. Au-Pair-Tätigkeit) eingegangen.

Schulabschlüsse – Wie man sie erreicht? Wie man sie nachholt?

Im folgenden werden die wichtigsten Schulabschlüsse[1] (Hauptschulabschluss, Mittlerer Bildungsabschluss, Allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife) behandelt. Wie kann man sie erreichen? Wie kann man sie nachholen? Auf unterschiedliche Länderregelungen wird nicht in allen Einzelheiten eingegangen. Auskunft erhält man bei den örtlichen Schulbehörden (Schullaufbahnberatung) und bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit.

a) Hauptschulabschluss

Der Hauptschulabschluss wird nach erfolgreichem Besuch der 9. Klasse einer Hauptschule, Sekundarschule, Mittelschule oder Regelschule bzw. der entsprechenden Jahrgangsstufen in Gesamtschulen oder vergleichbarer Klassen in Sonderschulen erreicht. In einigen Bundesländern dauert die allgemeine Schulpflicht 10 Vollzeitschuljahre.

Der Hauptschulabschluss berechtigt zum Besuch beruflicher oder weiterführender allgemeinbildender Schulen, um beispielsweise den mittleren Bildungsabschluss zu erlangen. Der Hauptschulabschluss lässt sich nachholen durch:

- Erfolgreichen Abschluss eines Berufsvorbereitungsjahres (nur in einigen Bundesländern)

- Besuch eines Berufsgrundbildungsjahres oder der Berufsfachschule (nur in einigen
Bundesländern)
- Erfolgreicher Abschluss der Berufsschule (nur in einigen Bundesländern)
- Besuch einer Abendhauptschule (wie in Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen)
- Ablegung der Schulfremdenprüfung nach dem Besuch von Vorbereitungskursen (z.B. in

Volkshochschulen).

b) Mittlerer Bildungsabschluss/Realschulabschluss

Der Realschulabschluss wird nach erfolgreichem Besuch der 10. Klasse einer Realschule, erweiterten Realschule, Sekundarschule, Mittelschule, Regelschule oder eines Gymnasiums bzw. der entsprechenden Jahrgangsstufen an Gesamtschulen erreicht.

Der mittlere Bildungsabschluss ist eine Bezeichnung für verschiedene, dem Realschulabschluss meist gleichzusetzende Schulabschlüsse (z.B. Fachschulreife, Fachoberschulreife). Für den Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen. So kann der Realschulabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss z.B. erreicht werden:

- Mit dem Versetzungszeugnis in die Klasse 11 eines Gymnasiums oder in die entsprechende

Jahrgangsstufe einer Gesamtschule.

- Mit staatlich anerkanntem Abschluss einer 2-, 3- oder 4-jährigen Berufsfachschule.
- Mit Abschluss einer Abendrealschule (ausbildungsbegleitend oder nach abgeschlossener

Berufsausbildung oder beruflicher Tätigkeit).

- Mit Ablegung der Schulfremdenprüfung (externe Prüfung) nach entsprechenden

Vorbereitungskursen.

- In Verbindung mit einer Fachschulausbildung, z.B. zum staatlich geprüften Techniker oder

staatlich geprüften Betriebswirt.

- Durch den Besuch einer Berufsaufbauschule, bestimmter Berufsfachschulen und Fachschulen

(Fachschulreife).

- Mit einem guten Berufsschul- und Schulabschluss (teilweise Zusatzunterricht in einer

Fremdsprache).

c) Allgemeine Hochschulreife/Fachgebundene Hochschulreife/Fachhochschulreife

Die Hochschulreife wird z.B. erworben durch:

- Den Abschluss eines Gymnasiums, der Oberstufe eines beruflichen Gymnasiums, eines
Fachgymnasiums oder einer (integrierten oder kooperativen) Gesamtschule.
- Den Abschluss eines Abendgymnasiums (nach abgeschlossener Berufsausbildung oder beruflicher

Tätigkeit).

- Den erfolgreichen Besuch eines Kollegs (Institut zur Erlangung der allgemeinen Hochschulreife,

in der Regel nach mittlerem Bildungsabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung oder

beruflicher Tätigkeit).

- Die staatliche Abschlussprüfung (Diplomierung) an einer Fachhochschule.
- Ablegung der Schulfremdenprüfung nach entsprechenden Vorbereitungskursen.

Die fachgebundene Hochschulreife kann erreicht werden z.B. durch:

- Abschluss der Berufsoberschule, der Technischen Oberschule oder Wirtschaftsoberschule.
- Ergänzungsprüfung an Fachakademien (Bayern).
- Ablegung der Schulfremdenprüfung nach entsprechenden Vorbereitungskursen.

Die Fachhochschulreife erlangt man beispielsweise durch:

- Den Abschluss einer Fachoberschule.
- Den Abschluss einer dualen Oberschule (Schulversuch Rheinland-Pfalz).
- Den Abschluss einer höheren Handelsschule oder einer zweijährigen Berufsfachschule, die zu

erweiterten beruflichen Kenntnissen führt, mit einer Berufsausbildung oder einem zusätzlichen ½

bis 1-jährigen gelenkten Praktikum (nur in einigen Bundesländern).

- Durch die Abschlussprüfung an einer Fachschule (Niedersachsen).

- Ablegung einer Ergänzungsprüfung in Verbindung mit der staatlichen Abschlussprüfung an einer

Fachschule, an einer Fachakademie (Bayern) oder an einem Berufskolleg.

- Ablegung einer Abschlussprüfung für andere Bewerber an einer öffentlichen Fachoberschule nach

der Jahrgangsstufe 12 eines Gymnasiums (Bayern, Baden-Württemberg) in Verbindung mit einer

einschlägigen Vorpraxis.

- Den erfolgreichen Abschluss des Telekollegs.

- Den Abschluss eines 1-jährigen Berufskollegs nach Abschluss einer Ausbildung (Baden-

Württemberg).

- Ablegung der Schulfremdenprüfung.

- Realschulabschluss sowie Berufsschul- und Berufsabschluss plus Zusatzunterricht und –prüfung

(Niedersachsen).

- Nach der Jahrgangsstufe 11 am Gymnasium, an der Gesamtschule und einer mindestens 2-

jährigen Berufsausbildung mit Berufsabschluss oder nach Jahrgangsstufe 12 und einem 1-jährigen

Praktikum oder einer 2-jährigen Berufsausbildung (Nordrhein-Westfalen).

- Durch eine abgeschlossene Berufsausbildung in Verbindung mit dem vorherigen Besuch einer

einjährigen Berufsfachschule plus Zusatzunterricht und –prüfung (Bremen).

Berufsvorbereitung

Es ist nicht immer leicht, nach der Schule einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden. Manchmal fehlt ein Schulabschluss, manchmal reichen die Zeugnisnoten nicht aus und manchmal ist es einfach so, dass die Anforderungen einer Ausbildung oder einer Arbeitsstelle (noch) nicht erfüllt werden können.

Für Jugendliche, die für ihren Übergang in die Ausbildung oder Berufstätigkeit besondere Unterstützung benötigen, bieten die Berufsschulen spezielle Vorbereitungsjahre an. Diese Angebote nennen sich Berufsvorbereitungsjahr und werden in einigen Bundesländern auch anders bezeichnet.

Neben diesen schulischen Angeboten gibt es auch verschiedene berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen der Berufsberatung, die helfen sollen, den Start in den Beruf zu erleichtern.

Durch die im Jahr 2002 erfolgte Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und die dazu erlassene Rechtsverordnung ist die Berufsvorbereitung für lernbeeinträchtigte oder sozial benachteiligte Jugendliche grundlegend verändert worden. Teilinhalte aus anerkannten Ausbildungsberufen können danach bereits in der Ausbildungsvorbereitung durch Qualifizierungsbausteine – überwacht durch die zuständigen Stellen – vorzugsweise betrieblich und damit praxisnah vermittelt werden. Auf diesem Wege erfolgreich erworbene ausbildungsrelevante Qualifikationen können auf eine anschließende Ausbildung angerechnet werden.

a) Berufsvorbereitungsjahr an der Berufsschule

Jugendliche ohne Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis haben die Möglichkeit, ein Berufsvorbereitungsjahr an einer beruflichen Schule zu besuchen. Die SchülerInnen sollen durch die Vermittlung von allgemeinen und berufsbezogenen Kenntnissen und Fertigkeiten auf die Aufnahme einer Berufsausbildung vorbereitet werden und einen Schulabschluss erreichen, der dem Hauptschulabschluss gleichwertig ist.

Das Berufsvorbereitungsjahr kann im allgemeinen von Jugendlichen besucht werden, die nach 9 oder 10 Schulbesuchsjahren an einer allgemeinbildenden Schule mindestens das Ziel der 8. Klasse (Versetzung in die 9. Klasse) erreicht haben. Es wird (nach den Möglichkeiten der örtlichen Berufsschule) für verschiedene Berufsbereiche angeboten. Im Berufsbezogenen Lernbereich wird zwischen Fachtheorie und Fachpraxis unterschieden. Im Berufsübergreifenden Lernbereich werden Fächer wie Deutsch, Sozialkunde, Religion, Mathematik und Sport unterrichtet.

b) Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen der Berufsberatung

Über die Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme entscheidet die Agentur für Arbeit. Im folgenden werden einige Fördermöglichkeiten dargestellt – daneben gibt es noch Möglichkeiten, die speziell für behinderte Jugendliche geeignet sind:

Tabelle: Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Betriebliche Ausbildung

Über zwei Drittel aller Schulabgänger beabsichtigen im Anschluss an ihre Schulzeit einen Beruf zu erlernen. Meist denken sie an eine „Lehre“ in einem der über 350 staatlich anerkannten Ausbildungsberufe, seltener an eine schulische Ausbildung oder an eine Ausbildung in einem Beamtenverhältnis.

Was ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf?

Mit dem Begriff staatlich anerkannter Ausbildungsberuf werden Ausbildungsgänge bezeichnet, die auf der Grundlage von § 25 Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. § 25 Handwerksordnung (HwO) durch Ausbildungsordnungen bundeseinheitlich geregelt sind. Dabei stellt das Berufsbildungsgesetz auf Berufe ab, die in Gewerbebetrieben oder entsprechenden Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung sowie der freien Berufe ausgeübt werden, also auf Facharbeiter- und Fachangestelltenberufe. Die Ausbildung in diesen Berufen erfolgt „dual“, d.h. an den Lernorten Betrieb und Berufsschule.

Die Ausbildung in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen dient hauptsächlich der Erstausbildung Jugendlicher. Sie hat das Ziel, ihnen dauerhafte Beschäftigungsmöglichkeiten zu eröffnen. Andererseits soll sie den Betrieben langfristig einsetzbare Fachkräfte zur Verfügung stellen. Der Zugang zu dieser Ausbildung ist formal an keinen bestimmten Schulabschluss gebunden.

In den letzten Jahren ist eine neue Generation von Ausbildungsordnungen für die anerkannten Ausbildungsberufe entstanden, die durch die Verbindung von inhaltlichen und strukturellen Innovationen unter Einschluss neuer Prüfungskonzepte gekennzeichnet ist. Die strukturellen Neuerungen zeigen sich insbesondere in der Kodifizierung branchentypischer Konzepte. Sie eröffnen Wahlmöglichkeiten und lassen sowohl betriebsspezifisch als auch individuell geprägte Differenzierungen des Berufsprofils zu. Darüber hinaus tragen sie wirksam zur Verzahnung von Aus- und Weiterbildung bei.

Grundlage für die betriebliche Ausbildung ist das duale System. Welche Kennzeichen[2] besitzt nun eine Ausbildung im dualen System in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf?

- Für die Aufnahme einer betrieblichen Berufsausbildung ist in der Regel mindestens der

Hauptschulabschluss, meistens aber die mittlere Reife notwendig. Bei anspruchsvollen

handwerklich-technischen oder kaufmännischen Ausbildungen wird auch das Abitur besonders

gern gesehen, ist jedoch nicht vorgeschrieben.

- Eine betriebliche Ausbildung dauert in der Regel wenigstens zwei, maximal dreieinhalb Jahre.
- In Berufen mit besonders vielen Abiturienten an einem Ausbildungsort können auch spezielle
Berufsschulklassen für Abiturienten und Fachoberschüler eingerichtet werden. Abiturienten

können die Ausbildung unter bestimmten Voraussetzungen auf zwei bis zweieinhalb Jahre

verkürzen, indem sie direkt in das zweite Ausbildungsjahr einsteigen oder früher zur

Abschlussprüfung zugelassen werden.

- Auch Absolventen von Berufsfachschulen (z.B. dem Berufsgrundbildungsjahr) können die

Ausbildungsdauer verkürzen, beispielsweise durch den Einstieg in das zweite Ausbildungsjahr.

- In der Regel wird im ersten Ausbildungsjahr zweimal wöchentlich die Berufsschule besucht, ab

dem zweiten Ausbildungsjahr einmal die Woche. Es kann dabei zu unterschiedlichen Regelungen

in den einzelnen Bundesländern kommen.

- Während der Ausbildung ist in Theorie und Praxis eine Zwischenprüfung zu absolvieren. Die

Abschlussprüfung beendet die Ausbildung in beiden Teilen.

- Die Ausbildung im Betrieb besteht zum großen Teil aus praktischen Tätigkeiten unter Anleitung

der betrieblichen Ausbilder.

- In der Berufsschule werden die berufsfachliche Theorie, aber auch allgemein bildende Inhalte wie

z.B. Deutsch, Sport oder Religion vermittelt.

- Können am Ausbildungsort für die jeweilige Ausbildung keine Berufsschulklassen eingerichtet

werden, kann auch ein Blockunterricht an zentralen Orten durchgeführt werden (in der Regel

dauert ein Block mehrere Wochen).

- Die Auszubildenden erhalten eine Ausbildungsvergütung, die meist tarifvertraglich festgelegt und

im Ausbildungsvertrag geregelt ist.

- Ausbildungsinhalte sind rechtlich geregelt und bundeseinheitlich festgelegt.

- Die Auszubildenden müssen in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung

versichert sein.

- Einzelne Phasen der Ausbildung können auch im europäischen Ausland absolviert und ggf. dabei

durch EU-Mittel gefördert werden – soweit der Arbeitgeber mit der Abwesenheit des

Auszubildenden einverstanden ist.

- Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem der anerkannten betrieblichen Ausbildungsberufe

berechtigt, in Verbindung mit einer meist zwei- bis dreijährigen Berufspraxis, zu Weiterbildungen

wie der Meisterprüfung in Industrie und Handwerk oder zu Fachkaufleuten und Betriebswirten im

Handel.

- Abiturienten, die sich um einen zulassungsbeschränkten Studienplatz bewerben, können sich die

Dauer einer betrieblichen Berufsausbildung ggf. als notwendige Wartezeit anrechnen lassen.

Neue Ausbildungsberufe

Mit dem Neuordnungsergebnis der letzten Jahre wurde der seit Mitte der 90er Jahre eingeschlagene Weg eines umfassenden Modernisierungsprozesses von Ausbildungsberufen einschließlich der Erarbeitung völlig neuer Berufsbilder verstärkt fortgesetzt.

Die Zahl der seit 1996 neu geordneten Ausbildungsberufe beläuft sich inzwischen auf etwa 198, von denen etwa 32 keinen nach Berufsbildungsgesetz/Handwerksordnung staatlich anerkannten Vorgängerberuf aufzuweisen haben. Von gegenwärtig über 350 Ausbildungsberufen sind mehr als die Hälfte nicht länger als etwa 7 Jahre in Kraft. Dies macht deutlich, wie von Sozialpartnern, Bundesregierung und Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) auf den wirtschaftlichen Strukturwandel sowie auf die neuen Qualifikationsanforderungen reagiert wurde.

Die neuen Berufe berücksichtigen vor allem die rasante Entwicklung im Dienstleistungsbereich, in den Medien und in den Informations- und Telekommunikationstechnologien. Im Jahr 2003 wurde z.B. der Beruf Investmentfondkaufmann/-frau neu eingeführt und die Ausbildung zum/zur Konditor/in mit neuen Inhalten versehen. Zudem wurden auch die Ausbildungsverordnungen für eine Reihe „altvertrauter“ Berufe aufgehoben. Aus dem Beruf Kraftfahrzeugmechaniker/in wurde z.B. der/die Kraftfahrzeugmechatroniker/in.

Folgende Ausbildungsberufe wurden zum 1. August 2003 neu geschaffen oder neugeordnet:

- Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

- Bauten- und Objektbeschichter/in

- Bestatter/in
- Elektroniker/in
- Elektroniker/in für Automatisierungstechnik
- Elektroniker/in für Betriebstechnik
- Elektroniker/in für Gebäude und Infrastruktursysteme
- Elektroniker/in für Geräte und Systeme
- Elektroniker/in für luftfahrttechnische Systeme
- Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik
- Fahrzeuglackierer/in
- Fahrzeuginnenausstatter/in
- Investmentfondkaufmann/-frau
- Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in
- Konditor/in
- Kosmetiker/in
- Kraftfahrzeugmechatroniker/in
- Maler/in und Lackierer/in
- Mechaniker/in für Karosserieinstandhaltungstechnik
- Mechaniker/in für Landmaschinentechnik
- Naturwerksteinmechaniker/in
- Produktgestalter/in Textil.

Folgende neuen oder neugeordneten Ausbildungsberufe traten zum 1. August 2004 in Kraft:

- Aufbereitungsmechaniker/in (Neue Fachrichtung: Braunkohle)
- Ausbildungsberufe im Einzelhandel
- Kaufmann/-frau im Einzelhandel
- Verkäufer/in
- Bäcker/in
- Bauwerksmechaniker/in für Abbruch und Betontrenntechnik
- Eisenbahner/in im Betriebsdienst
- Fachkraft für Lagerwirtschaft
- Fahrradmonteur/in
- Gestalter/in für visuelles Marketing
- Glasveredler/in (neue Fachrichtung: Glasgestaltung)
- Handelsfachpacker/in
- Holzbearbeitungsmechaniker/in

[...]


[1] Vgl. Bundesagentur für Arbeit: Beruf aktuell. Ausgabe 2002/2003. S. 568 ff.

[2] aus: Homberg, J. O.: Rund um den Ausbildungsplatz. Würzburg, 2003. S. 29 ff.

[...]


[1] Vgl. Bundesagentur für Arbeit: Mach’s richtig. Medienkombination für Beruf, Berufswahlvorbereitung und

Bewerbung. Weinheim, 2003.

[2] Vgl. Perspektive Plus. Ein Projekt der ver.di Jugend

[3] vgl. Bundesagentur für Arbeit: Mach’s richtig. Medienkombination zu Beruf, Berufswahlvorbereitung und Bewerbung.

Weinheim, 2003.

[4] Vgl. Internet: www.bda-online.de

Die Homepage der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

[5] Aus: Homberg, J. O.: Rund um den Ausbildungsplatz. Würzburg, 2003. S. 33 ff.

[6] Aus: Dassler, S.: Sozialkompetenz-Training in der betrieblichen Ausbildung. Marburg, 1996.

[7] Vgl. Schmid, R./Barmettler, C.: Wegweiser zur Berufswahl. Bielefeld, 2001.

[8] Vgl. Fachzeitschrift „Trends im Stellenmarkt“ 4/2003. S. 10 ff.

[9] vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung: Berufsbildungsbericht 2003. S. 80 ff.

[10] vgl. Internet: www.perspektive-plus.de

Ein Projekt der ver.di Jugend

[11] Vgl. Homberg, J. O.: Rund um den Ausbildungsplatz. Würzburg, 2003. S. 126

[12] vgl. Homberg, J. O.: Rund um den Ausbildungsplatz. Würzburg, 2003. S. 131

Ende der Leseprobe aus 151 Seiten

Details

Titel
Berufswahl und Ausbildungsstellensuche - Hilfen für Lehrer und Eltern von Abschlussschülern
Autor
Jahr
2004
Seiten
151
Katalognummer
V27124
ISBN (eBook)
9783638292504
Dateigröße
1683 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Stefan Dassler ist Jahrgang 1962 und studierte Wirtschaftspädagogik an der Universität München mit Schwerpunkt Organisationspsychologie. Er ist seit mehreren Jahren als Lehrer an verschiedenen privaten Bildungsträgern in kaufmännischen und allgemeinbildenden Fächern tätig. Einen seiner Arbeitsschwerpunkte stellt der Themenbereich Berufsorientierung/Berufswahl dar, den er als Lehrer in Kursen für Jugendliche und Erwachsene pädagogisch umsetzte. Sein Interesse an der Berufswahl begründet sich in der Persönlichkeitsbildung bei jungen Menschen durch den Beruf in pädagogischer und psychologischer Sicht.
Schlagworte
Berufswahl, Ausbildungsstellensuche, Hilfen, Lehrer, Eltern, Abschlussschülern
Arbeit zitieren
Dipl.-Handelslehrer Stefan Dassler (Autor:in), 2004, Berufswahl und Ausbildungsstellensuche - Hilfen für Lehrer und Eltern von Abschlussschülern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27124

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