Veränderungen im Bildungswesen durch den Wandel der Rahmenbedingungen in der Gesellschaft?


Studienarbeit, 2009
16 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsfrage
2.1 Hypothesen

3 Quantitative Methode
3.1 Deskriptives Untersuchung

4 Operationalisierung
4.1 Zweidimensionale Häufigkeitsverteilung

5 Datenanalyse

6 Zusammenfassende Bewertung und Ausblick

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die Rahmenbedingungen in Deutschland verändern sich. Einerseits schrumpft und altert die Gesellschaft. Diese Art der Veränderung wird auch als demographischer Wandel etikettiert.

So gibt es laut Bildungsbericht 2006 des Bundesministerium für Bildung und Forschung (kurz: BB 2006) seit 1997 mehr ältere, d.h 60-jährig und älter, als jüngere, d.h. unter 20-Jährige, Einwohner in Deutschland (ebd.: S. 6). Diese rückgängige Veränderung ist auch in der Bildungsbevölkerung und der Zahl der Berufsanfänger zu verzeichnen. Andererseits stehen auch andere Rahmenbedingungen in einem Veränderungsprozess:

In Deutschland ist seit langem eine anhaltende Wachstumsschwäche zu erkennen. So ging die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts zwischen den Jahren 1981 und 1991, in denen sie bei 2,6 % lag, in den Jahren zwischen 1992 und 2003 auf 1,7 % zurück (ebd.: S. 8).

Dem gegenüber stehen anhaltende Internationalisierungs- und Globalisierungstrends, die den Markt mehr und mehr öffnen und eine damit verbundene Veränderung im Bildungswesen fordern, wie z.B. der Adaption von internationalen Bildungsabschlüssen und der Erweiterung des Spektrums von Qualifizierungen und Qualifikationen.

In der hier vorliegenden Hausarbeit werde ich versuchen eine Forschungsfrage samt Hypothese aufzustellen, die bereits erwähnten Veränderungen einzugrenzen und Teile des Bildungsberichts 2006 des Bundesministerium für Bildung und Forschung zu operationalisieren. Um Forschungsfrage und Hypothesen nachzugehen, werde ich Daten auswählen und interpretieren. Für die Beschreibung und Interpretation werde ich vorher eine Forschungsmethode auswählen und kurz darlegen. Die Hausarbeit schließt mit einer inhaltlichen Auswertung und der Darstellung der Ergebnisse.

Ich möchte kurz anmerken, dass ich aufgrund der besseren Lesbarkeit in dieser Arbeit auf eine geschlechterneutralisierende Formulierung verzichten werde. Die Textdarstellung erfolgt in männlicher Form, was jedoch keine persönliche Wertung des Autors wiederspiegelt.

2 Forschungsfrage

Nach dem Durcharbeiten des Bildungsberichts – und der bereits in der Einleitung genannten Daten – lag es mir besonders bei einer Frage nahe, dieser in meiner Arbeit nachzugehen. Die von mir gewählte Forschungsfrage soll lauten: Ziehen die sich verändernden Rahmen-bedingungen in der Gesellschaft Veränderungen im Bildungswesen nach sich?

Unter Rahmenbedingungen sind der demographische Wandel durch Geburtenrückgänge und der Anstieg an alten Menschen in der Gesellschaft sowie der Wirtschaftswachstum zu verstehen.

Um die Forschungsfrage beantworten zu können, werde ich nun Hypothesen aufstellen und diese überprüfen.

2.1 Hypothesen

Da Aussagen über Zusammenhänge zwischen den Merkmals-ausprägungen zweier oder mehrerer Variablen in Tabellen und Grafiken des Bildungsberichts 2006 gemacht werden, sind die zu erstellenden Hypothesen Zusammenhangshypothesen (vgl. Schöneck & Voß, 2005: S. 140). Diese unterliegen Merkmalen von Hypothesen (vgl. Bortz & Döring, 2002: S.7) und liegen einem Konditionalsatz zu Grunde und sind falsifizierbar, d.h. ihnen kann potentiell widersprochen werden.

Die Forschungsfrage repräsentiert die Absicht meiner Untersuchung und stellt somit die Alternativhypothese H1 dar:

Die sich verändernden Rahmenbedingungen in der Gesellschaft ziehen Veränderungen im Bildungswesen nach sich.

Davon ausgehend, lässt sich die Nullhypothese H0 ableiten, die eine logische Negation zur Alternativhypothese H1 darstellt und zur Bestätigung dieser nötig ist. Somit lautet die Nullhypothese:

Veränderungen im Bildungswesen stehen in keinem Zusammenhang mit den Veränderungen der Rahmenbedingungen.

Da der Bildungsbericht 2006 zu umfangreich ist, um alle darin in Frage kommenden Daten (Tabellen und Grafiken) auszuwerten, werde ich mich auf einen Teil dieser Daten begrenzen, um der Forschungsfrage nachzugehen.

Diese Begrenzung auf nur einige Daten führt zu weiteren, konkreteren Hypothesenpaare:

Alternativhypothese H1: Die Entwicklung der studienrelevanten Bevölkerung zwischen 20 und 30 Jahren im Westen/Osten Deutsch-lands nimmt ab.

Nullhypothese H0: Die Entwicklung der studienrelevanten Bevölkerung im Westen/Osten Deutschlands nimmt zu.

Alternativhypothese H1: Das Wirtschaftswachstum nimmt ab.

Nullhypothese H0: Das Wirtschaftswachstum nimmt zu.

Alternativhypothese H1: Die Bildungsausgaben sinken.

Nullhypothese H0: Die Bildungsausgaben steigen.

Alternativhypothese H1: Die Marktoffenheit Deutschlands steigt an.

Nullhypothese H0: Die Marktoffenheit sinkt.

Alternativhypothese H1: Die Neuzugänge im Bildungssystem sinken.

Nullhypothese H0: Die Neuzugänge im Bildungssystem steigen an.

3 Quantitative Methode

Zur Prüfung meiner Hypothesen führe ich hypothesenprüfende Untersuchungen durch, mit denen ich „Annahmen über Zusammenhänge, Unterschiede und Veränderungen ausgewählter Merkmale bestimmter Gruppen“ (Bortz & Döring, 2002: S. 459) testen kann. Um meiner Forschungsfrage nachzugehen, werde ich bereits vorhandene Daten – d.h. Primärdaten - aus dem Bildungsberichts 2006 nach quantitativem Verfahren sekundär untersuchen.

Diese quantitative Methode unterscheidet sich von der qualitativen in dem Ziel, dass die quantitative Methode überprüfen und die qualitative Methode entdecken will. Aus diesem Hauptunterschied ergeben sich alle weiteren Unterschiede beider Methoden. So arbeitet die quantitative Methode mit eher großen Datenmengen und ist allgemein ausgerichtet, im Unterschied zur qualitativen Methode, die sich mit kleinen Datensätzen begnügt und spezifisch ist. In der quantitativen Methode werden Hypothesen mit Hilfe von Variablen überprüft. Dazu wird die zweidimensionale Häufigkeitsverteilung zum Einsatz kommen, um der Forschungsfrage quantitativ methodisch nachzugehen. Damit werden die aufgestellten Hypothesen überprüft.

3.1 Deskriptives Untersuchungsverfahren

Die gewählte quantitative Forschungsmethode wird eine deskriptive Form sein, da der Untersuchungsgegenstand bereits vorliegt und Daten nicht erst primär gewonnen werden müssen, sondern sekundär ausgewertet und überprüft werden. Diese Arbeit ist also Teil der beschreibenden Statistik. Da es über den Untersuchungsgegenstand kaum theoretische Grundlagen gibt, wird es u.a. das Ziel sein, anhand des deskriptiven Untersuchungsverfahrens Zusammenhänge ohne theoretischen Anspruch zu beschreiben. Die in den Datensätzen enthaltenen Informationen sollen möglichst übersichtlich dargestellt werden; es handelt sich somit um eine Informationsreduktion, bei der die Redundanz verringert wird und nicht relevante Teile der ursprünglichen Informationen ausgefiltert werden: in diesem Falle also die Datensätze des Bildungsberichts 2006.

4 Operationalisierung

Nach Ludwig-Mayerhofer (1999) versteht man unter Operatio-nalisierung „die (möglichst genaue) Angabe der Vorgehensweise (eben der Operationen), mit der ein Merkmal erhoben werden soll“. Also kann unter Operationalisierung auch die Frage verstanden werden, wie ich überhaupt messen kann, was mich interessiert.

Diese Operationalisierung kann, nach Esser (1984, II: S. 9), in vier Teilschritte gegliedert werden, die ich an meinem Untersuchungs-gegenstand des Bildungsberichts 2006 anwende:

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Veränderungen im Bildungswesen durch den Wandel der Rahmenbedingungen in der Gesellschaft?
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V271339
ISBN (eBook)
9783656631545
ISBN (Buch)
9783656631446
Dateigröße
620 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
veränderungen, bildungswesen, wandel, rahmenbedingungen, gesellschaft
Arbeit zitieren
Norman Franz (Autor), 2009, Veränderungen im Bildungswesen durch den Wandel der Rahmenbedingungen in der Gesellschaft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271339

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