Die vorliegende Arbeit untersucht wesentliche Erfolgsdeterminanten von Softwareprojekten und zeigt vermeidbare Fehler bei der Planung, Durchführung und Kontrolle von Projekten auf. Es wird ein Einblick in das Riskmanagement von Softwareprojekten gegeben und die Wichtigkeit des Faktors Mensch unterstrichen. Anhand dieses theoretischen Backgrounds wird ein konkretes Software-Projekt des kanadischen Riverview Children’s Hospitals untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 PROBLEMSTELLUNG & MOTIVATION
3 ERFOLGSFAKTOREN FÜR SOFTWARE PROJEKTMANAGEMENT
3.1 Projektplanung
3.2 Projektdurchführung und –kontrolle
3.3 Projektabschluss
3.4 Risikomanagement
3.5 Risikosteuerung
3.6 Faktor Mensch
4 CASE STUDY RIVERVIEW CHILDREN’S HOSPITAL
4.1 Kurzcharakterisierung
4.2 Kauf des neuen Systems
4.3 Systemimplementierung
5 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert kritische Erfolgsfaktoren für Software-Projekte, beleuchtet Risikomanagement sowie den Faktor Mensch und illustriert diese theoretischen Erkenntnisse anhand der gescheiterten Software-Implementierung am Riverview Children’s Hospital.
- Erfolgsdeterminanten und Fehlerquellen in der Software-Projektplanung
- Methoden des Risikomanagements und der Risikosteuerung
- Die zentrale Rolle des Faktors Mensch in Projektteams
- Analyse der Implementierungsphasen am Riverview Children’s Hospital
- Aufzeigen von Teufelskreisen bei mangelnder Projektkontrolle
Auszug aus dem Buch
3.6 Faktor Mensch
Eine nicht zu unterschätzende Determinante für den Projekterfolg stellt die personelle Besetzung dar.
So kommen in einem Software-Projekt Menschen aus höchst unterschiedlichen Bereichen zusammen, die in verschiedenen Fachgebieten qualifiziert sind, über reichlich Know-how, oft aber auch über ganz unterschiedliche Denkmuster verfügen. Sie werden nicht nur mit anspruchsvollen Sachaufgaben betraut, sondern müssen auch zusammenarbeiten. Projektarbeit ist also ohne Teamarbeit kaum möglich. Und Teamarbeit ist nicht nur eine Frage der richtigen Organisation oder Aufgabenverteilung – es muss auch auf der zwischenmenschlichen Ebene funktionieren. Jeder Mitarbeiter sollte in der Lage sein, seine Einzelleistung in das Team einzubringen und seine persönlichen Ziele unterzuordnen.
Eine Schlüsselstellung nimmt in jedem Fall der Projektleiter ein. Seine Stellung reicht von relativer Ohnmacht bis hin zu einem dominierenden Einfluss. Fehlende formale Einflussmöglichkeiten muss der Projektleiter durch seine persönlichen Fähigkeiten kompensieren.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass es unumgänglich ist, sich auch auf die Partizipation der User zu konzentrieren. Das bedeutet, dass spätere User zumindest partiell an der Problemlösung mitarbeiten sollten. Die Hauptvorteile liegen dabei in der Verbesserung der Lösungsqualität und insbesondere –akzeptanz.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung bei Software-Projekten und Einführung in die nachfolgende Fallstudie des Riverview Children’s Hospitals.
2 PROBLEMSTELLUNG & MOTIVATION: Untersuchung von Erfolgsquoten im Software-Bereich unter Verwendung statistischer Daten des Chaos-Reports.
3 ERFOLGSFAKTOREN FÜR SOFTWARE PROJEKTMANAGEMENT: Detaillierte Betrachtung von Planung, Kontrolle, Risikomanagement und dem menschlichen Einflussfaktor.
4 CASE STUDY RIVERVIEW CHILDREN’S HOSPITAL: Konkrete Anwendung der theoretischen Erfolgsfaktoren auf ein reales, problembehaftetes IT-Projekt in Kanada.
5 FAZIT: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und Identifikation der Hauptursachen für das Scheitern des betrachteten Projekts.
Schlüsselwörter
Software-Projektmanagement, Projektplanung, Projektdurchführung, Projektkontrolle, Risikomanagement, Risikosteuerung, Erfolgsfaktor Mensch, Riverview Children’s Hospital, Systemimplementierung, Teufelskreis, Projektkommunikation, Softwarefehler, Anwendertraining, Projektleiter, Prozessmodelle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit den Erfolgsfaktoren für Software-Projekte, analysiert die typischen Fehler bei der Planung und Durchführung und prüft diese anhand einer spezifischen Fallstudie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt Projektplanung, Projektkontrolle, Risikomanagement, den Faktor Mensch sowie die praktische Umsetzung von IT-Systemen im medizinischen Umfeld.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch die Kombination theoretischer Erfolgsfaktoren mit einer Fallstudie aufzuzeigen, warum IT-Projekte scheitern und welche Instrumente zur Risikominderung beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Erfolgsfaktoren, die durch eine detaillierte Fallstudie (Case Study) eines kanadischen Krankenhauses angewendet und validiert wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Managements von Software-Projekten und eine detaillierte Aufarbeitung der Systemimplementierung im Riverview Children’s Hospital.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Software-Projektmanagement, Risikomanagement, Erfolgsfaktor Mensch und Projektkontrolle.
Warum scheiterte die Implementierung im Riverview Children's Hospital laut Autorin?
Das Scheitern ist laut der Arbeit maßgeblich auf mangelndes Commitment des Managements, fehlende Einbindung der Mitarbeiter, mangelhafte Kommunikation und das Fehlen eines detaillierten Projektfahrplans zurückzuführen.
Welche Rolle spielt die externe Beraterin Sharon Picalle im Projektverlauf?
Sharon Picalle wird als eine Schlüsselfigur dargestellt, deren forderndes und kontrollierendes Verhalten sowie die unklare Kostenstruktur maßgeblich zur Frustration der Mitarbeiter und zur Eskalation des Projekts beigetragen haben.
- Quote paper
- Susanne Garscha (Author), 2004, Software-Projektmanagement (am Bespiel einer Casestudy), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27137