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Kriegerische Auseinandersetzungen in Südasien (Indien). Untersuchung der Reiseberichte von Ludovico de Varthema und Tomé Pires

Título: Kriegerische Auseinandersetzungen in Südasien (Indien). Untersuchung der Reiseberichte von Ludovico de Varthema und Tomé Pires

Trabajo Escrito , 2013 , 21 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: René Feldvoß (Autor)

Historia - Asia
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Reiseberichte zählen sicherlich mit zu den interessantesten, jedoch auch mitunter problematischen, Quellen des Mittelalters. Reisen in weit entfernte Länder oder gar zu anderen Kontinente war lediglich einem kleinen, erlesenen Personenkreis der europäischen Bevölkerung vorbehalten.
Entsprechend großen Anklang fanden die Berichte derjenigen, die von fernen Länder und Kulturen aus eigenen Erfahrungen berichten konnten. Sie waren nicht nur beim einfachen Volk beliebt, das niemals selbst auch nur ähnlich exotisches wie die Küsten Asiens oder Afrikas mit eigenen Augen gesehen hatte, oder jemals sehen würde. Auch in den europäischen Herrscherhäusern waren Fernreisende und ihre Berichte gern gesehene Gäste. Neben der bloßen Unterhaltungsfunktion, die diese Erzählungen erfüllten, spielten jedoch auch wirtschaftliche und später auch kolonial-politische Interessen eine Rolle.
(...)
Zu dieser Gruppe ist sicherlich auch Ludovico de Varthema zu zählen, dessen „Reisen im Orient“ eine der beiden im Folgenden näher zu untersuchenden Reiseberichtsquellen aus dem frühen 16. Jahrhundert darstellt. Wie Folker Reichert in seinem Vorwort der von ihm angefertigten Übersetzung aus dem Jahr 1996 bereits erläutert, gibt es zahlreiche
(...)
Die zweite Quellengrundlage stellt ein Reisebericht des portugiesischen Apothekers Tomé Pires dar, welcher seine Erlebnisse und Eindrücke, die er während seines Aufenthaltes von 1512-1515 entlang der Malabarküste bis hin zu den südostasiatischen Inseln gesammelt hatte, beschreibt.
(...)
Insbesondere die stark wirtschaftlich geprägten Interessen der Portugiesen könnten zu Bündnissen mit den hinduistischen Herrschern geführt haben, die ebenso darauf bedacht gewesen sein dürften, die Vormachtstellung der muslimischen Händler im südasiatischen Raum zu brechen. Doch auch Interessenkonflikte mit den vermeintlichen Bündnispartnern im Hinblick auf koloniale Bestrebungen der portugiesischen Krone dürften im Fokus der Reisenden gestanden haben.
Weiterhin stellt sich die Frage, welche konkreten Kriegshandlungen beide Autoren in ihren Berichten beschreiben und welche Wirkung sie damit bei ihrem Zielpublikum zu erzielen erhofften, bzw. welchem Zweck ihre Beschreibungen dienten.
In diesem Zusammenhang wird auch zu erläutern sein, welche Besonderheiten der Kriegsführung Südasien im beginnenden 16. Jahrhundert bot, bzw. welche Unterschiede zur Kriegsführung in Europa den Autoren auffielen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Politische Akteure und bestehende Konflikte zu Beginn des 16.Jahrhunderts im südasiatischen Raum

Zusammensetzung der Armeen und Besonderheiten der Kriegsführung

in Südasien

Interessenkonflikte der Portugiesen mit regionalen Machthabern in Südasien

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kriegerischen Auseinandersetzungen im südasiatischen Raum zu Beginn des 16. Jahrhunderts anhand der Reiseberichte von Ludovico de Varthema und Tomé Pires. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie diese Autoren die politischen Konflikte, die militärischen Strukturen und die Rolle der portugiesischen Expansion in ihren Werken darstellten und inwieweit diese Berichte als tendenziöse Quellen zur Festigung kolonialer Interessen dienten.

  • Politische Akteure und Konfliktpotenziale im Indien des 16. Jahrhunderts.
  • Militärische Organisation, Bewaffnung und Einsatz von Kriegselefanten.
  • Die Rolle der portugiesischen Handelsinteressen und militärischen Stützpunkte.
  • Technologietransfer und Kriegsrituale in der südasiatischen Kriegsführung.
  • Rezeption und Darstellung der "Mauren" durch europäische Beobachter.

Auszug aus dem Buch

Zusammensetzung der Armeen und Besonderheiten der Kriegsführung in Südasien

Vor allem de Varthema macht in seinem Reisebericht zahlreiche Angaben zur Größe und Zusammensetzung der Armeen südasiatischer Städte, bzw. Reiche. Oftmals erscheinen diese Angaben recht übertrieben. Jedoch gilt es zu bedenken, dass die Heere Südasiens zur damaligen Zeit nicht aus einer relativ kleinen Gruppe an gut ausgebildeten „Berufssoldaten“ bestanden, wie es in vielen Armeen Europas der Fall war. Vielmehr war nahezu die gesamte (männliche) Bevölkerung fähig Waffen zu gebrauchen und auch im Krieg einzusetzen, was den Europäern wie eine wahre Flut an Kriegern vorgekommen sein mochte, die allem was sie kannten und über was sie verfügten zahlenmäßig weit überlegen war.

So berichtet de Varthema beispielsweise über die Krieger in Calicut, sie würden den ganzen Tag mit Schwertern, Schilden und Lanzen üben und 100.000 an der Zahl seien, wenn der König in den Krieg ziehe.

Eine einzelne Stadt, die über eine solch gewaltige Armee verfügte, war für europäische Verhältnisse schier unvorstellbar, wenn man bedenkt, dass die gesamte französische Armee im gleichen Zeitraum (um 1610) über ca. 55.000 Soldaten verfügte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung von Reiseberichten als Quellen des Mittelalters und stellt Ludovico de Varthema und Tomé Pires als zentrale Gewährsleute für die südasiatische Region im 16. Jahrhundert vor.

Politische Akteure und bestehende Konflikte zu Beginn des 16.Jahrhunderts im südasiatischen Raum: Dieses Kapitel skizziert die komplexe politische Lage mit ihren muslimischen und hinduistischen Königreichen, die um wirtschaftliche Handelsknotenpunkte und das Gewürzmonopol konkurrierten.

Zusammensetzung der Armeen und Besonderheiten der Kriegsführung: Hier werden die militärischen Besonderheiten wie der Einsatz von Kriegselefanten, die Rolle von Kampfesregeln und die Herausforderungen durch klimatische Bedingungen analysiert.

in Südasien: Dieser Abschnitt vertieft die Darstellung der militärischen Praktiken und vergleicht die europäischen Sichtweisen auf die indische Kriegsführung mit den realen Gegebenheiten vor Ort.

Interessenkonflikte der Portugiesen mit regionalen Machthabern in Südasien: Das Kapitel behandelt die Bündnispolitik und die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den lokalen Herrschern und den portugiesischen Expansionskräften.

Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die tendenziöse Darstellung der militärischen Verhältnisse in den Berichten, die den Zielen der portugiesischen Krone dienten.

Schlüsselwörter

Ludovico de Varthema, Tomé Pires, Indien, Südasien, Portugiesische Expansion, Kriegselefanten, Handelsmonopol, Militärgeschichte, Reiseberichte, 16. Jahrhundert, Sultanat von Decan, Königreich Narsinga, Kriegsrituale, Kolonialismus, Calicut.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Reiseberichte des 16. Jahrhunderts, um einen Einblick in die militärischen und politischen Konflikte Indiens zur Zeit des beginnenden portugiesischen Kolonialismus zu gewinnen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung konzentriert sich auf politische Machtkonstellationen, militärische Strategien der regionalen Herrscher sowie die Auswirkungen des europäischen Handelsstrebens in Südasien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Beschreibungen der Autoren hinsichtlich ihres Wahrheitsgehalts und ihrer Funktion für das Zielpublikum in Europa zu bewerten, insbesondere vor dem Hintergrund kolonialer Interessen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quellenkritische Analyse der Reiseberichte von Ludovico de Varthema und Tomé Pires, ergänzt durch historische Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Ausgangslage, eine Analyse der militärischen Ressourcen und Taktiken sowie eine Untersuchung der konkreten Interessenkonflikte zwischen den Portugiesen und regionalen Machthabern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind die portugiesische Expansion, indische Königreiche wie Narsinga und Decan, sowie die kulturelle Wahrnehmung durch europäische Reisende.

Wie bewerten die Autoren die militärische Stärke der "Mauren"?

Die Autoren beschreiben muslimische Gegner häufig als "feige" oder unterlegen, was laut der Arbeit als rhetorisches Mittel dienen könnte, um die Legitimität militärischer Interventionen durch die Portugiesen zu stützen.

Welche Rolle spielten Elefanten in der damaligen Kriegsführung?

Kriegselefanten waren zentral für die Machtdarstellung und den Angriff auf Befestigungsanlagen; sie dienten zudem als psychologisches Kriegsmittel gegen Armeen, die mit solchen Tieren nicht vertraut waren.

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Detalles

Título
Kriegerische Auseinandersetzungen in Südasien (Indien). Untersuchung der Reiseberichte von Ludovico de Varthema und Tomé Pires
Universidad
University of Hamburg
Calificación
1,3
Autor
René Feldvoß (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
21
No. de catálogo
V271381
ISBN (Ebook)
9783656626923
ISBN (Libro)
9783656626909
Idioma
Alemán
Etiqueta
Indien Portugal Geschichte Kolonialismus Kriegführung Südasien Reisebericht MIttelalter Seefahrt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
René Feldvoß (Autor), 2013, Kriegerische Auseinandersetzungen in Südasien (Indien). Untersuchung der Reiseberichte von Ludovico de Varthema und Tomé Pires, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271381
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