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Die Greifbarkeit des Unsichtbaren

Über die menschlichen Befunde der Seele

Titel: Die Greifbarkeit des Unsichtbaren

Essay , 2013 , 6 Seiten , Note: /

Autor:in: Johannes Preusker (Autor:in)

Philosophie - Epochenübergreifende Abhandlungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Essay behandelt die Frage nach der Seele diesseits metaphysischer Überhöhung und esoterischer Unterbestimmung. Am Leitfaden ganzheitlich-menschlichen Erlebens werden der Begriffsgeschichte drei Seelenbefunde entnommen: Der Atemstillstand im Tod, das Vergessen von Träumen im Leben und das Unterlaufen von Raum und Zeit im Umschlagen von Extremen. Schließlich erfolgt ein Ausblick auf die genetische Phänomenologie, welche das Körper-Seele-Problem unter der Vorbedingung bestimmter Leibpraxen betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Atemstillstand im Tod

3. Das Vergessen von Träumen im Leben

4. Das Unterlaufen von Raum und Zeit im Umschlagen von Extremen

5. Ausblick auf die genetische Phänomenologie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Seelenbegriff jenseits metaphysischer oder esoterischer Spekulationen, indem sie ihn durch spezifisch menschliche Erfahrungen neu verortet und als wissenschaftlich greifbar präsentiert.

  • Begriffsgeschichte der Seele
  • Phänomenologie des Atemstillstands
  • Die ephemere Natur des Traums
  • Seelische Manifestationen in Grenzerfahrungen
  • Körper-Seele-Problem aus leibphilosophischer Perspektive

Auszug aus dem Buch

Die Greifbarkeit des Unsichtbaren. Über die menschlichen Befunde der Seele

Die Seele ist einer der ältesten Begriffe der Philosophiegeschichte. Begriffe scheinen manchmal ein Eigenleben zu führen, besonders dann, wenn sie kurz vor ihrem Absterben beobachtet werden. Die Bedeutsamkeit der letzten Worte eines Menschen verweist auf die Latenz seines Todes, die Farbenpracht des Herbstwaldes auf die Nähe des Winters. So füllte der Seelenbegriff als Weltseele, ja als unkörperliche Materie, den gesamten pneumatischen Horizont der Renaissancephilosophie aus, bevor der neuzeitliche Empirismus mit diesem brach.

Schon in der Schule erfuhr ich den angelsächsischen Einfluss auf die Wissenschaftsgeschichte. In den Klassenräumen der Biologie und Chemie zu Beginn des 21. Jahrhunderts geisterte die Renaissance nur noch als „Lernstoff“, mit dem es sich zu „befassen“ galt, über das mit empirischen Messungen beschriebene Papier. Die Physik zumindest lehrt zuerst: Kräfte sind für uns unsichtbar. Man kann sie nur an ihren Wirkungen erkennen.

Mit diesem Essay liegt gleichsam ein Plädoyer für den weitestgehend abgedrängten Seelenbegriff vor. Es soll gezeigt werden, dass ihm weder der Verweis auf die metaphysisch-theologische Spekulation noch esoterisch-vage Zuschreibungen gerecht werden, sondern nur ein Abgleich mit spezifisch menschlichen Erfahrungen. Denn es sind letztlich immer Menschen, welche ihrer Verwunderung in Form von Beobachtungen und Beschreibungen Ausdruck verleihen. Hinsichtlich des besagten Bruchs kann das Folgende also auch als Wiederannäherung zwischen Seele und Wissenschaft gelesen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Notwendigkeit, den Seelenbegriff durch eine Rückbesinnung auf menschliche Grunderfahrungen für die Wissenschaft zurückzugewinnen.

2. Der Atemstillstand im Tod: Dieses Kapitel erläutert den Atem als Lebenswind, dessen Ausbleiben im Moment des Todes den ersten empirischen Befund für das Wirken der Seele darstellt.

3. Das Vergessen von Träumen im Leben: Hier wird das traumhafte Vergessen als Ausdruck einer flüchtigen, pneumatischen Seelenmanifestation gedeutet, die sich im Alltag der bewussten Wahrnehmung entzieht.

4. Das Unterlaufen von Raum und Zeit im Umschlagen von Extremen: Das Kapitel analysiert Grenzerfahrungen wie Erotik und plötzliche Einsichten als Momente, in denen die Begrenztheit von Raum und Zeit durchbrochen wird.

5. Ausblick auf die genetische Phänomenologie: Abschließend wird auf Basis der Leibphilosophie von Gernot Böhme der Dualismus von Körper und Seele als Phänomen einer leiblichen Zerrissenheit diskutiert.

Schlüsselwörter

Seele, Phänomenologie, Atemstillstand, Lebenswind, Traum, Körper-Seele-Problem, Metamorphose, Grenzsituationen, Leibphilosophie, Renaissance, Empirismus, Dämon Eros, Weltseele, Existenz, Grenzerfahrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophische Relevanz des Seelenbegriffs und versucht, diesen aus dem Bereich der Esoterik in den Kontext menschlicher Erlebensweisen zurückzuholen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Begriffsgeschichte der Seele, die Phänomenologie von Todes- und Traumerfahrungen sowie die Untersuchung von Grenzzuständen wie dem Umschlagen von Extremen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein Abgleich des Seelenbegriffs mit spezifisch menschlichen Erfahrungen, um eine Brücke zwischen der historischen Seelenbetrachtung und einer modernen wissenschaftlichen Perspektive zu schlagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen phänomenologischen Ansatz, ergänzt durch begriffsgeschichtliche Analysen und die leibphilosophische Perspektive von Gernot Böhme.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei zentrale Befunde: Den Atemstillstand im Tod, das Vergessen von Träumen und das Aufheben von Raum-Zeit-Grenzen in extremen menschlichen Erfahrungsmomenten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Phänomenologie, Leibphilosophie, Pneumatik, Grenzerfahrung und das Körper-Seele-Problem.

Wie deutet der Autor das Vergessen von Träumen?

Der Autor interpretiert das Vergessen von Träumen als eine „ephemere Signatur“, die den luftig-flüchtigen Charakter der Seele widerspiegelt und sie somit als reale Manifestation erfahrbar macht.

Warum wird in der Arbeit der griechische Begriff „Hades“ erwähnt?

Hades wird als der „unsichtbar machende Unsichtbare“ eingeführt, um zu verdeutlichen, wie die griechische Antike ihre optische Weltorientierung durch das Verständnis des Todes als Verlust des sichtbaren Lebensatems konstituierte.

Welche Rolle spielt die „genetische Phänomenologie“ am Ende?

Sie dient als methodischer Ausblick, um das Körper-Seele-Problem nicht als bloße Abstraktion, sondern als Phänomen einer konkret gelebten Leibpraxis zu verstehen.

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Details

Titel
Die Greifbarkeit des Unsichtbaren
Untertitel
Über die menschlichen Befunde der Seele
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
/
Autor
Johannes Preusker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
6
Katalognummer
V271393
ISBN (eBook)
9783656627197
ISBN (Buch)
9783656627180
Sprache
Deutsch
Schlagworte
greifbarkeit unsichtbaren über befunde seele
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Preusker (Autor:in), 2013, Die Greifbarkeit des Unsichtbaren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271393
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Leseprobe aus  6  Seiten
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