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Erziehung als Beziehung oder soziales Handeln?

Eine Gegenüberstellung von Nohls beziehungstheoretischem und Brezinkas handlungstheoretischem Verständnis von Erziehung

Título: Erziehung als Beziehung oder soziales Handeln?

Trabajo Escrito , 2014 , 12 Páginas

Autor:in: Susanne Siegl (Autor)

Pedagogía - Teoría de la sciencia, Antropología
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Was tun "Erzieherinnen und Erzieher" überhaupt?
Ohne das wohl immer noch volkstümliche Vorurteil gegenüber der pädagogischen Berufsgruppe in Frage zu stellen, wird in dieser Arbeit genau diese Frage bearbeitet.
Erziehung - was steckt hinter diesem Begriff?
Dies haben sicher Menschen schon seit jeher unabsichtlich und unbewusst beantwortet und sich einer Definition einem Bild von Erziehung angenähert. Offen dargelegt haben es wiederum weniger. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass die Begriffsklärung von Erziehung äußerst komplex und problematisch ist. Schon bei der Zweckbestimmung, der Begründung von Erziehung ist keine allgemeingültige Antwort sofort zu finden. Geschichte, Kultur, Gesellschaft, Persönlichkeit des Erziehers lassen die Definition von einem „allgemeingültigen Erziehungsbegriff“ (Nohl 1935/2002, S. 137) unmöglich erscheinen. Auch Brezinka schreibt 1978 von dieser Schwierigkeit, da die Begriffserklärungsversuche „Gedankengebilde“ seien und keine Gegenstände in der Wirklichkeit (vgl. Brezinka 1978, S. 46)(...)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erziehung als soziales Handeln oder als Beziehung?

2.1 Handlungstheoretischer Begriff von Erziehung nach Brezinka

2.2 Beziehungstheoretischer Begriff von Erziehung nach Nohl

3. Gegenüberstellung des handlungs- und beziehungstheoretischen Begriffes von “Erziehung”

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit setzt sich zum Ziel, das Verständnis von Erziehung als pädagogischer Bezug nach Hermann Nohl dem Verständnis von Erziehung als soziales Handeln nach Wolfgang Brezinka gegenüberzustellen. Hierbei werden die theoretischen Grundlagen beider Positionen analysiert, Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten herausgearbeitet und eine kritische Reflexion der Stärken und Schwächen der jeweiligen Denkformen vorgenommen.

  • Vergleich pädagogischer Fachbegriffe
  • Handlungstheorie vs. Beziehungstheorie
  • Die Rolle der Interaktion in der Erziehung
  • Ziele und Voraussetzungen erzieherischen Handelns
  • Autorität, Bindung und Selbstständigkeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Handlungstheoretischer Begriff von Erziehung nach Brezinka

Nach Wolfgang Brezinka sei der Begriff “Erziehung“ soziales Handeln (vgl. Brezinka 1990, S.70). “Handlungen” definiert er als ein sinnhaftes und selbstbewusstes Verhalten mit einem “Handlungsentwurf (…) [und einer] Handlungsrealisierung” (Brezinka 1990, S. 71). “Soziale” Handlungen deshalb, weil die Handlungen “auf Mitmenschen bezogen” (ebd., S. 75) sind. Soziale Handlungen sei ein Überbegriff verschiedener sozialer Handlungen, eine davon seien die erzieherischen Handlungen. Bei der Bestimmung dieser Untergruppe von Handlungen klammert Brezinka Begriffe wie “Selbsterziehung”, “soziale Interaktion”, “Einwirkung” wegen Ungenauigkeit aus (vgl. ebd., S. 76ff). Es gehe bei den erzieherischen Handlungen darum, die Persönlichkeit des Kindes zu ändern, zwangsläufig “zu fördern” (vgl. Brezinka 1990, S. 79-90). Mit “Persönlichkeit” oder “psychischem Zustand” meint er “das Gefüge relativ dauerhafter psychischer Bereitschaften” (ebd., S. 80).

Das Ziel von Erziehung nach Brezinka ist, die Persönlichkeit des Kindes zu ändern. Er ergänzt, dass das Ändern auch Verstärken, Erhalten, Abschwächen und Verhüten bestimmter psychischer Dispositionen beinhaltet. Die Art und Weise wie sich dann die angestrebte Veränderung in jener Persönlichkeit auswirkt, ist der eigentliche Erziehungsprozess, der innerlich von statten geht. “Es [, die Veränderung von psychischen Dispositionen] kann einzig und allein durch die eigene psychische Aktivität jener konkreten Persönlichkeit geschehen” (ebd., S.85, Hervorhebung: Brezinka, Hinzufügung: S.S.). Erziehung geschieht also “indirekt” (ebd., S. 85) “über die Bereitstellung von Aufgaben und Lerngelegenheiten” (ebd., S. 85) und über die Anregung der Motivierung des Kindes, sich diesen zu stellen (vgl. ebd., S. 85).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Komplexität und Problematik des Erziehungsbegriffs und führt in die Fragestellung der Arbeit ein.

2. Erziehung als soziales Handeln oder als Beziehung?: Dieses Kapitel analysiert die theoretischen Positionen von Wolfgang Brezinka und Hermann Nohl als zwei grundlegend unterschiedliche Sichtweisen auf Erziehung.

2.1 Handlungstheoretischer Begriff von Erziehung nach Brezinka: Hier wird der handlungstheoretische Ansatz dargestellt, der Erziehung als zielgerichtete soziale Handlung zur Veränderung psychischer Dispositionen definiert.

2.2 Beziehungstheoretischer Begriff von Erziehung nach Nohl: Dieses Kapitel erläutert den beziehungstheoretischen Ansatz, der Erziehung als ein pädagogisches Verhältnis und eine Form der Lebensgemeinschaft betrachtet.

3. Gegenüberstellung des handlungs- und beziehungstheoretischen Begriffes von “Erziehung”: In diesem Kapitel werden die beiden Ansätze kontrastiert, um Gemeinsamkeiten und Gegensätzlichkeiten in Zielsetzung, Interaktion und Anspruch zu verdeutlichen.

4. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Bedeutung von emotionaler Bindung und sozialem Handeln im Kontext einer ganzheitlichen Erziehung.

Schlüsselwörter

Erziehung, Erziehungsbegriff, Soziales Handeln, Pädagogischer Bezug, Wolfgang Brezinka, Hermann Nohl, Bildungsprozess, Persönlichkeitsentwicklung, Interaktion, Erzieher-Kind-Beziehung, pädagogisches Verhältnis, Förderungsabsicht, Mündigkeit, Bindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht und kontrastiert zwei wesentliche theoretische Perspektiven auf den Erziehungsbegriff: den handlungstheoretischen Ansatz von Wolfgang Brezinka und den beziehungstheoretischen Ansatz von Hermann Nohl.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Erziehung, die Rolle der Interaktion zwischen Erzieher und Kind, die Bedeutung von Förderungsabsichten sowie die Frage nach der notwendigen emotionalen Bindung im Erziehungsprozess.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Brezinkas und Nohls Erziehungsauffassungen differenziert herauszuarbeiten und die Vor- und Nachteile beider Denkformen kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturtheoretische Analyse, bei der zentrale Werke und Begriffe der Erziehungswissenschaft (insbesondere von Brezinka, Nohl und Klafki) herangezogen werden, um einen Vergleich der erziehungstheoretischen Konzepte zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der beiden Theorien und eine anschließende strukturierte Gegenüberstellung, in der Aspekte wie Zielsetzungen, die Rolle der Interaktion und die zeitliche Dauer des erzieherischen Einflusses verglichen werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Erziehung, Soziales Handeln, Pädagogischer Bezug, Persönlichkeitsentwicklung, Interaktion und Beziehung charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich die Auffassung von Erziehung als „soziales Handeln“ von der „Beziehung“?

Während der handlungstheoretische Ansatz Erziehung als punktuelle, zielgerichtete Einwirkung (Förderungsabsicht) zur Veränderung von Persönlichkeitseigenschaften sieht, betont der beziehungstheoretische Ansatz das erzieherische Verhältnis als eine „lebensgemeinschaftliche“, liebende Interaktion, die das Leben des Kindes trägt und steigert.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Liebe in der Erziehung?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass eine emotionale, liebende Beziehung eine wichtige Grundlage für eine gesunde Entwicklung, Bildungsbereitschaft und somit für eine erfolgreiche Erziehung darstellt, auch wenn Brezinkas Modell dies nicht explizit als Bedingung voraussetzt.

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Detalles

Título
Erziehung als Beziehung oder soziales Handeln?
Subtítulo
Eine Gegenüberstellung von Nohls beziehungstheoretischem und Brezinkas handlungstheoretischem Verständnis von Erziehung
Universidad
University of Education Ludwigsburg
Curso
M1 B1 Geschichte und Theorie von Bildung und Erziehung
Autor
Susanne Siegl (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
12
No. de catálogo
V271403
ISBN (Ebook)
9783656626916
ISBN (Libro)
9783656626855
Idioma
Alemán
Etiqueta
erziehung beziehung handeln eine gegenüberstellung nohls verständnis brezinkas
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Susanne Siegl (Autor), 2014, Erziehung als Beziehung oder soziales Handeln?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271403
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