Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Théologie - Théologie biblique

Der Johannesprolog

Titre: Der Johannesprolog

Dossier / Travail , 2010 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Jennifer Stockum (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Das Johannesevangelium, welches aufgrund seiner besonderen Theologie auch als „geistliches Evangelium“ bezeichnet wird, unterscheidet sich in mehreren Aspekten von den synoptischen Evangelien des Neuen Testaments. Gerade im Hinblick auf diese ist sein Beginn äußerst interessant, da Johannes als einziger Evangelist seinem eigentlichen Hauptteil einen Prolog voranstellt, in dem mehrere diskussionswürdige Aspekte, wie beispielsweise die Wesensfrage Gottes bzw. das Verhältnis zwischen Gott Vater und dem Sohn, gestreift werden. In dieser Arbeit wird zunächst kurz das gesamte Evangelium mit seinen Entstehungshintergründen und der inhaltlichen Gliederung vorgestellt, bevor dann präzise auf den Prolog eingegangen wird. Seine wichtigsten Aussagen sollen zusammengetragen und weitestgehend interpretiert werden, wobei bei Schlüsselbegriffen auf die Bedeutungsnuancen, die sich bei der Übersetzung ergeben, eingegangen wird. Zu diesem Zweck wird daher nicht nur die deutsche Einheitsübersetzung sondern auch stellenweise das griechische Original zitiert. Besonderes Augenmerkt liegt auf der Kosmogonie, Heilsökonomie und der Inkarnation des λόγος.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Johannesevangelium

1.1 Zeit, Ort und Verfasser des Johannesevangeliums

1.2 Der Aufbau des Johannesevangeliums

2. Der Johannesprolog

2.1 Der Text

2.2 Gliederung des Prologs und inhaltliche Analyse

2.2.1 Kosmogonie und Ursprung

2.2.2 Ankündigung durch den Täufer und Inkarnation des λόγος

2.2.3 Rückblick und Heilsökonomie

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prolog des Johannesevangeliums (Joh 1, 1-18) mit dem Ziel, dessen zentrale theologische Aussagen herauszuarbeiten, zu interpretieren und die Bedeutung der verwendeten Schlüsselbegriffe unter Berücksichtigung der griechischen Originalsprache und zeitgenössischer philosophischer Kontexte zu beleuchten.

  • Entstehungshintergründe und inhaltliche Gliederung des Johannesevangeliums
  • Strukturanalyse des Prologs als Kombination aus hymnischem Grundbestand und Kommentar
  • Theologische Bedeutung des λόγος (Logos) im Kontext von Kosmogonie und Schöpfung
  • Die Rolle von Johannes dem Täufer als Zeuge für das Licht
  • Die Inkarnation des göttlichen Wortes und die Heilsökonomie

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Kosmogonie und Ursprung

Der Einleitungsvers „Ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ λόγος, καὶ ὁ λόγος ἦν πρὸς τὸν θεόν, καὶ θεὸς ἦν ὁ λόγος“ spielen bewusst auf Gen 1 an „Εν ἀρχῇ ἐποίησεν ὁ θεὸς τὸν οὐρανὸν καὶ τὴν γῆν“, dessen Wortlaut den Hörern des Evangeliums wohl bekannt gewesen ist. Wie in der alttestamentarischen Schrift berichtet auch Johannes vom Anfang der Geschichte, wobei er den Ursprung noch weiter zurück verlegt. Während in Genesis der Schöpfungsakt Gottes den Ursprung markiert und Gottes Präexistens vor dieser Handlung stillschweigend vorausgesetzt wird, weist der vierte Evangelist explizit auf das vorzeitige Sein des λόγος, der eins mit Gott ist, hin. Er beantwortet die Frage, wer dieser λόγος ist, mit dem Gott alles Seiende geschaffen hat.

Von besonderer theologischer Bedeutung ist dabei der Satz „καὶ θεὸς ἦν ὁ λόγος“. Der λόγος wird durch das Substantiv Gott determiniert und nicht durch ein Adjektiv wie göttlich, wodurch feststeht, dass zwei göttliche Wesen existieren und nicht, dass der λόγος lediglich von gleicher Art wie Gott ist. Für die Trinitätslehre sind diese ersten Verse hoch interessant. Johannes versucht hier zu klären, warum die Gleichheit und zugleich Verschiedenheit in Gott bezüglich des Lehrsatztes „Ein Wesen-drei Personen“ nicht absurd ist. Allerdings wird im Prolog noch nicht vom Heiligen Geist gesprochen, der an späteren Stellen des Evangeliums unter der Bezeichnung Paraklet auftritt, was im Übrigen einer der Hinweise dafür ist, dass der Prolog gesondert vom übrigen Evangelium entstanden ist.

Der λόγος ist somit ein präexistentes „eigenes Selbst“, das schon vor dem Schöpfungsakt bei Gott war und somit nicht zu seinen erschaffenen Geschöpfen zählt. Er hat sein Sein also aus sich selbst. von jeher war er bei Gott in ungetrennter Unmittelbarkeit. Er war von jeher Gott und existierte nie zeitlich oder örtlich getrennt von ihm, sondern immer als Einheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Johannesevangelium: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Entstehungskontext, Autorschaft und den narrativen Aufbau des Evangeliums.

2. Der Johannesprolog: Hier wird der Prolog textlich und inhaltlich analysiert, wobei die Schöpfungsgeschichte, die Rolle des Logos und die Inkarnation im Fokus stehen.

Schlüsselwörter

Johannesevangelium, Prolog, Logos, λόγος, Schöpfung, Inkarnation, Trinität, Johannes der Täufer, Licht, Finsternis, Heilsökonomie, Gnosis, Exegese, Christologie, Glaube.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Prolog des Johannesevangeliums und dessen theologischer Tiefe hinsichtlich des Verhältnisses von Gott Vater und dem Sohn.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Präexistenz des Logos, die Schöpfung durch diesen, die Zeugenschaft des Täufers und das Mysterium der Menschwerdung Gottes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die präzise Interpretation der Verse Joh 1, 1-18 unter Einbeziehung des griechischen Originals und philologischer sowie historischer Hintergründe.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine hermeneutisch-exegetische Vorgehensweise, die sowohl den historischen Entstehungskontext als auch die sprachliche Analyse (Griechisch) einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung des Evangeliums sowie eine detaillierte, blockweise Exegese des Prologs, von der Kosmogonie bis zur Heilsökonomie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Logos, Inkarnation, Licht/Finsternis-Dualismus, Trinität und Zeugnis.

Welche Bedeutung hat der „Logos“ im Johannesevangelium laut der Analyse?

Der Logos wird als präexistentes, schöpferisches Wesen definiert, das in ungetrennter Einheit mit Gott Vater steht und durch die Menschwerdung Gott offenbart.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von „Erkennen“ zur Entstehungszeit des Evangeliums?

Die Analyse differenziert zwischen dem griechischen rationalen Erkennen, dem semitischen persönlichen Verstehen/Lieben und dem gnostischen Erleben des Göttlichen.

Fin de l'extrait de 14 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Der Johannesprolog
Université
Saarland University  (katholische Theologie)
Note
1,0
Auteur
Jennifer Stockum (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
14
N° de catalogue
V272298
ISBN (ebook)
9783656638483
ISBN (Livre)
9783656638452
Langue
allemand
mots-clé
Johannesevangelium Prolog Logos λόγος Johannesprolog Gnosis Inkarnation des Logos Evangelien Johannes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jennifer Stockum (Auteur), 2010, Der Johannesprolog, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272298
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint