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Habitusbildung von Lehrerinnen und Lehrern im Feld der multikulturellen Schule

Titre: Habitusbildung von Lehrerinnen und Lehrern im Feld der multikulturellen Schule

Dossier / Travail , 2010 , 29 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Felix Mayer (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie interculturelle
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Wenn es um die Öffnung des Bildungssystems für die Realität gesellschaftlicher Vielfalt geht, muss der Habitus als zentrale Kategorie zur Erklärung pädagogischer Praxis beachtet werden. Das Interesse dieser Arbeit ist, Bourdieus Theorie der Habitusbildung auf das Feld der Schule anzuwenden und dabei den Habitus von Lehrer_innen auf seine Potenziale, sich einer veränderten Realität anzupassen, hin zu untersuchen. Dazu werden im ersten Schritt der Bourdieu'sche Begriff des Habitus auf Lehrer_innen und der des sozialen Feldes auf die Schule angewandt. Im Zweiten Schritt soll dann Bourdieu's Theorie der Habitusbildung näher beleuchtet werden unter der Fragestellung, inwiefern ein einmal ausgebildeter Habitus offen ist für Veränderungen und Anpassung seiner selbst an veränderte Anwendungsbedingungen. Was sind die Bedingungen eines Wandels des Habitus von Lehrer_innen, damit sie ihren Anforderungen einer „Pädagogik der Vielfalt“ (Prengel 1993) gerecht werden können?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Lehrer_innenhabitus

1.1. Der Habitus

a) Was ist der Habitus?

b) Wie entsteht der Habitus?

c) Was leistet der Habitus?

1.2. Der Habitus von Lehrer_innen

a) Kritik des Begriffs 'fachspezifischer Habitus'

b) Soziales Feld und Habitus

c) Der Habitus von Lehrer_innen im sozialen Feld der Schule

2. Lehrer_innen in der multikulturellen Schule

2.1. Die multikulturelle Schule

2.2. Lehrer_innen in der multikulturellen Schule

2.3. Feldwandel und Strategien

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle des Habitus von Lehrkräften im Kontext der multikulturellen Schule, um zu verstehen, wie pädagogische Praxis durch institutionelle Anforderungen und individuelle Dispositionen geformt wird, und entwickelt Strategien für eine gelingende Schulreform.

  • Die Habitus-Theorie nach Pierre Bourdieu als analytische Grundlage
  • Die Spannung zwischen monolingualem Habitus und multikultureller Realität
  • Die Analyse des "sozialen Feldes" der Schule
  • Strategien von Lehrkräften im Umgang mit Diskrepanzen zwischen Habitus und Anforderungen

Auszug aus dem Buch

c) Der Habitus von Lehrer_innen im sozialen Feld der Schule

Für die pädagogische Praxis gilt wie für jede andere auch: Sie besteht wesentlich aus spontanen Akten, die ohne Bedenkzeit und bewusst getroffene Entscheidung vollzogen werden müssen. Wenn im Unterrichtsgespräch eine Schülerin das Wort ergreift, ohne sich zu melden, bleibt der Lehrerin nichts anderes übrig als intuitiv zu handeln, indem sie das Verhalten der Schülerin in der Art und Weise sanktioniert, wie sie es gewöhnlich tut. Im konkreten Vollzug der Unterrichtspraxis bleibt ihr kein Raum, sich für oder gegen eine bestimmte Verhaltensweise zu entscheiden, vielmehr muss sie spontan, aus einem professionellen Bewusstsein für die Angemessenheit bestimmter Verhaltensweisen in bestimmten Situationen handeln. Spontanes Handeln benötigt Grundlagen, Dispositionen, wie die oder der Handelnde sich in Situationen bestimmter Art gewöhnlich verhält.

Jedoch ist die pädagogische Praxis eben auch zu komplex, um in der „Sprache der Regel und des Modells“ gefasst zu werden. Fragte man bei der obigen Pädagogin genauer nach, warum sie denn genau diese Schülerin zurechtgewiesen habe, so könnte man sie durchaus dazu bewegen, ihr Verhalten zu rationalisieren. Sie würde vielleicht auf die Regel „Melden-Drankommen-Reden“ hinweisen, die allen Schüler_innen bekannt sei und an der Schule gewissermaßen zum Grundgesetz gehöre, und angeben, streng auf die Einhaltung dieser Regel zu achten. Sie würde aber sicher auch auf Ausnahmen hinweisen, auf Situationen im Klassengespräch, wo sie auch mal einen Redebeitrag ohne Melden durchgehen lasse, um etwa den spannenden Schlagabtausch zwischen zwei Schüler_innen nicht zu unterbrechen. Aber es fiele ihr schwer, konkrete Variablen anzuführen, die definieren, wann eine Ausnahme zulässig sei. Die kleinen Details, die praktische Entscheidungen anleiten, werden vom praktisch Sachverständigen oft nur unbewusst wahrgenommen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die institutionelle Diskriminierung im Bildungswesen und führt Pierre Bourdieus Habitus-Konzept als theoretischen Rahmen zur Analyse pädagogischer Praxis ein.

1. Lehrer_innenhabitus: Dieses Kapitel expliziert die Grundlagen der Habitus-Theorie und überträgt diese auf die spezifische Berufsgruppe der Lehrerinnen und Lehrer.

2. Lehrer_innen in der multikulturellen Schule: Es wird analysiert, wie der klassische monolinguale Habitus auf die multikulturelle Realität trifft und welche Strategien Lehrkräfte in diesem Spannungsfeld entwickeln.

3. Schluss: Der Schluss resümiert, dass eine erfolgreiche Schulreform die Einbeziehung der Lehrkräfte als Akteure erfordert und pädagogische Praxis nicht nur institutionell, sondern auch habituell reflektiert werden muss.

Schlüsselwörter

Habitus, Lehrer_innen, multikulturelle Schule, soziale Felder, pädagogische Praxis, institutionelle Diskriminierung, Pierre Bourdieu, monolingualer Habitus, Feldwandel, Bildungsreform, Habitusmodifikation, schulisches Handeln, soziale Ungleichheit, Migrationshintergrund, Bildungsinstanzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die Habitus-Theorie von Pierre Bourdieu genutzt werden kann, um das Handeln von Lehrkräften in multikulturellen Schulen besser zu verstehen und Reformprozesse effizienter zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Habitusbildung, die Dynamik des sozialen Feldes der Schule sowie die Wechselwirkung zwischen institutionellen Vorgaben und individuellen Verhaltensmustern der Lehrpersonen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen sich der Habitus von Lehrkräften wandeln kann, um den Anforderungen einer "Pädagogik der Vielfalt" gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis der strukturalistischen Positionen und der Feldtheorie von Pierre Bourdieu angewandt, um pädagogische Praxisphänomene zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Habitus, die Analyse des lehrerspezifischen Habitus sowie die Untersuchung konkreter Strategien von Lehrkräften im schulischen Alltag unter Transformationsdruck.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Habitus, multikulturelle Schule, soziale Felder und pädagogische Praxis charakterisiert.

Warum wird der "monolinguale Habitus" kritisiert?

Der Begriff wird kritisiert, da er zu einer pädagogischen Dysfunktionalität führt, indem er die multikulturelle Realität der Schülerschaft ausblendet oder als defizitär einstuft.

Welche Strategien entwickeln Lehrkräfte bei Diskrepanzen zwischen Habitus und Schulalltag?

Die Arbeit identifiziert vier Strategien: Verweigerung, Schulwechsel, Weiterbildung und Resignation.

Welche Rolle spielt das "soziale Feld" für die Lehrkräfte?

Das soziale Feld definiert die Spielregeln der Institution Schule, an die Lehrkräfte ihre Habitus-Dispositionen entweder anpassen oder versuchen müssen, sie durch Strategien zu beeinflussen.

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Résumé des informations

Titre
Habitusbildung von Lehrerinnen und Lehrern im Feld der multikulturellen Schule
Université
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Cours
Theorien des Multikulturalismus
Note
1,3
Auteur
Felix Mayer (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
29
N° de catalogue
V273109
ISBN (ebook)
9783656654377
ISBN (Livre)
9783656654360
Langue
allemand
mots-clé
habitusbildung lehrerinnen lehrern feld schule
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Felix Mayer (Auteur), 2010, Habitusbildung von Lehrerinnen und Lehrern im Feld der multikulturellen Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273109
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Extrait de  29  pages
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