Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Demenz, den Herausforderungen im täglichen Umgang mit Demenzkranken in stationären Pflegeeinrichtungen und untersucht Gründe, die zu Problemen im Alltag führen können.
Ziel ist es Lösungsansätze zu erarbeiten, die Probleme im stationären Alltag mit Demenzkranken im Vorfeld verhindern und beseitigen sollen.
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
1.1 Einleitung
1.2 Methodisches Vorgehen
Kapitel 2
2.1 Was ist Demenz?
2.2 Wer kann erkranken und wie kann ich vorbeugen?
Kapitel 3
3.1 Statistik deutscher Pflegeheime (Stand 2009)
3.2 Demenzkranke in Deutschland
3.3 Herausforderungen und Pflegeprobleme
3.4 Ziele bei der Pflege von Demenzkranken
3.5 Lösungsansätze für die Pflege von Demenzkranken
3.5.1 Ansatz nach Maslow
3.5.2 Ansatz nach Kitwood
3.5.3 Ansatz nach Böhm
3.5.4 Ansatz nach Orem
Kapitel 4
4.1 Reflexion der derzeitigen Situation in Pflegeheimen
Kapitel 5
5.1 Zusammenfassung und Empfehlung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Pflegesituation von demenziell erkrankten Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen. Das primäre Ziel besteht darin, bestehende Herausforderungen zu analysieren und theoretisch fundierte Lösungsansätze zu identifizieren, die den Pflegealltag verbessern und präventiv zur Entlastung von Pflegekräften sowie zur Steigerung der Lebensqualität der Bewohner beitragen können.
- Analyse der aktuellen statistischen Pflegesituation in Deutschland
- Darstellung der Herausforderungen im Umgang mit demenziell erkrankten Bewohnern
- Evaluierung wissenschaftlicher Pflegemodelle (Maslow, Kitwood, Böhm, Orem)
- Reflexion der Qualität und der Bedingungen in der stationären Altenpflege
Auszug aus dem Buch
3.3 Herausforderungen und Pflegeprobleme
Wer mit Demenzkranken Menschen konfrontiert wird, steht vor einigen Herausforderungen in der Pflege und im Umgang, aber auch vor einer großen Verantwortung diesen Menschen gegenüber.
Es gibt in Deutschland vereinzelt spezielle Einrichtungen für Demenzkranke, welche im Aufbau und im täglichen Ablauf darauf ausgerichtet sind, diesen Pflegebedürftigen einen gerechten und vor allem stressfreien Alltag zu ermöglich.
Demenzkranke leiden infolge Ihrer Erkrankung auch an weiteren Begleiterscheinungen.
Es gibt bei der Demenz nicht nur psychische Schädigungen wie der Verlust des Gedächtnisses, der Selbstachtung bis zur Verwahrlosung, Depressionen, Apathie und Wahn sondern auch soziale und körperliche Erscheinungen.
Im sozialen Bereich kann es zum Kommunikationsverlust bis zur Vereinsamung, Verhaltensstörungen z.B. Aggressivität und zur zunehmenden Abhängigkeit kommen. Körperlich können Demenzkranke an Verstopfung oder Inkontinenz, Fallneigung mit Frakturen, Immobilität mit Dekubitus, Thrombose, eingeschränkte Atmung mit Neigung zur Pneumonie, Schluckstörungen mit Gewichtsabnahme und Mangelernährung mit Widerstandslosigkeit und Infektanfälligkeit bei 40% der schwer Demenzerkrankten kommen (vgl. Grond, 2009, S.55).
Wie hier ersichtlich ist, stehen also die Pflegekräfte nicht nur vor der Herausforderung in psychischer Hinsicht sondern auch der körperlichen und sozialen.
Sie müssen dafür Sorge tragen, dass die Demenzerkrankten im Pflegeheim so angenehm und stressfrei leben und sich entfalten können.
Die Pflegekräfte fühlen sich häufig durch diese gestellten Forderungen und der Konfrontation mit verschiedenen Problemen und Krankheitsabläufen überfordert.
Durch die Demenz und damit verbundenen Störungen des Kurz- und Langzeitgedächtnisses hat der demenziell Erkrankte enorme
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Diese Einleitung skizziert die aktuelle Situation in deutschen Pflegeheimen sowie die wachsende Relevanz von Demenzerkrankungen und legt das methodische Vorgehen der Arbeit dar.
Kapitel 2: Hier werden die medizinischen und pflegerischen Grundlagen der Demenz definiert sowie mögliche Vorbeugungsansätze und Risikofaktoren diskutiert.
Kapitel 3: Dieses Kapitel bietet eine statistische Bestandsaufnahme, analysiert die pflegerischen Herausforderungen und stellt verschiedene Pflegemodelle wie die von Maslow, Kitwood, Böhm und Orem als Lösungsansätze vor.
Kapitel 4: Es erfolgt eine kritische Reflexion der derzeitigen Bedingungen in Pflegeheimen, wobei insbesondere auf die Überforderung des Personals und Mängel in der Pflegequalität eingegangen wird.
Kapitel 5: Die abschließende Zusammenfassung empfiehlt eine verstärkte Biografiearbeit und die Anwendung individueller Pflegemodelle zur Steigerung der Lebensqualität der Bewohner.
Schlüsselwörter
Demenz, Altenpflege, stationäre Pflegeeinrichtungen, Pflegemodelle, Abraham Maslow, Tom Kitwood, Erwin Böhm, Dorothea Orem, Biografiearbeit, Pflegequalität, Personalmangel, Lebensqualität, Demenzkranke, Pflegereform, soziale Betreuung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Demenzkranken in stationären Pflegeeinrichtungen und untersucht, wie pflegerische Lösungsansätze den Alltag der Betroffenen und die Arbeitsbedingungen des Personals verbessern können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der aktuellen Pflegestatistik, den vielfältigen Symptomen und Herausforderungen der Demenz sowie der Anwendung theoretischer Pflegemodelle in der Praxis.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Erarbeitung von Lösungsansätzen Probleme im stationären Alltag mit Demenzkranken frühzeitig zu verhindern oder zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, wobei primär aktuelle Internetquellen genutzt werden, um die statistische Aktualität der Daten zur Pflegesituation zu gewährleisten.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse von Pflegemodellen, darunter die Bedürfnispyramide nach Maslow, das Konzept der Liebe nach Kitwood, das psychobiographische Modell nach Böhm und das Selbstpflegemodell nach Orem.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Demenz, stationäre Pflege, Pflegemodelle, Biografiearbeit, Lebensqualität und Pflegequalität.
Wie wichtig ist die Biografiearbeit für demenziell Erkrankte laut dem Autor?
Laut dem Autor ist konsequente und gründliche Biografiearbeit essenziell, um das Verhalten und die Bedürfnisse der demenziell Erkrankten in der Gegenwart verstehen und sie adäquat "abholen" zu können.
Welches Fazit zieht der Verfasser zur "optimalen Pflege"?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es keine universelle, optimale Betreuungsform für alle Demenzkranken gibt; die Pflege muss vielmehr individuell an die Fähigkeiten, Defizite und die innere Realität der Betroffenen angepasst werden.
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- Stefan Schultz (Author), 2012, Lösungsansätze bei der Pflege Demenzkranker in stationären Pflegeeinrichtungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273618