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Jerusalem. Zentraler Erinnerungsort dreier monotheistischer Religionen

Título: Jerusalem. Zentraler Erinnerungsort dreier monotheistischer Religionen

Trabajo de Seminario , 2012 , 29 Páginas , Calificación: 5.5

Autor:in: Master of Arts UZH Roman Weber (Autor)

Historia - Otros
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Schon die unzähligen Namen, die für diese Stadt in arabischen wie hebräischen Quellen und Zeugnissen Verwendung finden, erinnern an eine Stadt, die dem kosmopolitischen Betrachter eine Welt jenseits irdischer Vorstellungen offenbart. Die hebräische Sprache kennt in Bezug auf Jerusalem über siebzig Bezeichnungen für diesen Ort, dessen Wichtigkeit innerhalb der jüdischen Kultur gerade durch die sprachliche Vielfalt zelebriert wie zementiert wird. Der Terminus Jerusalems als „Stadt des Friedens“ nährt beim unvoreingenommenen Besucher des Nahen Ostens zunächst die Utopie einer von Kriegen sowie Krisen und Umbrüchen verschonten respektive unbehelligt gebliebenen Stadt. In Anbetracht ihrer historisch gewachsenen gleichsam theologischen Bedeutung kann diesbezüglich jedoch vorausgeschickt werden, dass der monotheistische Enthusiasmus dieser religiösen Triade auf engstem Raum in dieser von Träumen und Verlangen geschwängerten Jerusalemer Luft für blutige und verlustreiche Auseinandersetzungen verantwortlich gezeichnet hat und uns gegenwärtig in der äusserst gewalthaltigen nahostkonfliktiven Form entgegentritt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Jerusalem in der Tradition dreier Religionen

2. Hauptteil

2.1. Bedeutung Jerusalems für das Christentum

2.1.1. Himmlisches und irdisches Jerusalem

2.2. Bedeutung Jerusalems für den Islam

2.2.1. Jerusalem in der Tradition der Ula l-qiblatain

2.2.2. Himmelfahrt Mohammeds

2.3. Bedeutung Jerusalems für das Judentum

2.3.1. Verflechtung von Religion, Volk und Staat

2.3.2. Jerusalem in der Bedeutung Zions

3. Schlussteil

3.1. Jerusalem – Gedächtnisort dreier monotheistischer Religionen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung Jerusalems als religiösen Erinnerungsort für das Christentum, das Judentum und den Islam. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie die unterschiedlichen theologischen Konzepte und Traditionen der drei Religionen zur sakralen Aufladung der Stadt beitragen und inwieweit diese historischen Ansprüche heute noch ein erhebliches Konfliktpotential bergen.

  • Theologische Verortung Jerusalems in den drei Weltreligionen
  • Die Spannung zwischen irdischer Stadt und himmlischer Vision
  • Historische Entwicklung der sakralen Bedeutung und Pilgertraditionen
  • Die Rolle Jerusalems als Nabel der Welt und Zentrum national-religiöser Identität
  • Analyse des Einflusses religiöser Narrativen auf aktuelle politische Konflikte

Auszug aus dem Buch

2.1. Bedeutung Jerusalems für das Christentum

Zuvörderst sind heilsgeschichtliche Aspekte des Christentums von Relevanz, weil insbesondere Überlegungen zum himmlischen wie irdischen Jerusalem für die Signifikanz Jerusalems im Christentum von einer für die Schlussbetrachtungen unerheblichen Wichtigkeit sein können, wenn gleichsam am Ursprungshorizont der sakralen Bedeutsamkeit dieses nahöstlichen Ortes geforscht werden soll.

Die Annahme, Jerusalem und die Stätten in Palästina, an denen sich nach biblischen Überlieferungen die Vita Jesu abgespielt haben soll, würden seit jeher als heilige Stätten angesehen und dementsprechend einer verehrungswürdigen Tradition zugeführt, verdanken wir wohl jenen christlichen Eiferern, die sich im Zuge einer verschärften Kreuzzugsrhetorik im Spätmittelalter gleichsam selbst verwirklichen. In den christlichen Traditionen der ersten nachchristlichen Jahrhunderte sind zumindest die Verehrungswürdigkeit von Artefakten und die Bereitschaft, Pilgerreisen der Adoration wegen auf sich zu nehmen, Bestandteil gewaltloser, aber konfliktiver theologischer Debatten und Diskurse. Diesbezüglich ist also hervorzuheben, dass offenbar die Verehrung in Form der Pilgerreise nach Jerusalem alles andere als unbestritten gewesen ist.

Dass Pilgerfahrten nicht umstritten kultiviert und als heilige Taten vor Gott gerechtfertigt wurden, zeigte allein der Umstand, dass sich offenbar seit dem vierten Jahrhundert Muster herauszubilden begannen, welche die Heiligkeit Jerusalemer Stätten für jene Christen in Erfahrung bringen wollten, denen die Möglichkeit zur Pilgerreise verwehrt war. Ousterhout bezeichnet denn eine solche Transformation richtigerweise auch als „transportable topography“, im Wissen darum, dass die Voraussetzung gegeben sein muss, Orte erst durch blosse imaginär wahrgenommene Gültigkeit Jesu kanonisieren zu wollen. Dass kritische Stimmen nahezu gänzlich verebbt sein müssen, ist wohl dem Bibelinhalt zuzuschreiben, der weder heilige Städte noch heilige Länder explizit als solche ausweist. Diese fehlende Komponente zeigt, dass dem Christentum schon jeher heilige Stätten im weltlichen Sinne offenbar fernstehend erschienen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die komplexe symbolische und theologische Bedeutung Jerusalems als „Stadt des Friedens“ und erste Darlegung der Forschungsabsicht.

2. Hauptteil: Detaillierte Untersuchung der spezifischen theologischen Ansprüche und religiösen Traditionen des Christentums, des Islams und des Judentums in Bezug auf Jerusalem.

3. Schlussteil: Reflexion über die Bedeutung Jerusalems als konfliktgeladener „Gedächtnisort“ und die Fortdauer religiös motivierter Spannungen in der Gegenwart.

Schlüsselwörter

Jerusalem, Monotheismus, Christentum, Judentum, Islam, Religionsgeschichte, Pilgerreise, heilige Stätten, Theologie, Eschatologie, Nahostkonflikt, Identität, sakrale Bedeutung, Tempelberg, Berg Zion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die religiöse und historische Bedeutung Jerusalems als zentralen Erinnerungsort für das Christentum, den Islam und das Judentum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die theologischen Begründungen der Heiligkeit der Stadt, die Bedeutung von Pilgertraditionen sowie die Verknüpfung der Stadt mit nationaler und religiöser Identität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verständnis für die unterschiedlichen Ansprüche der drei Weltreligionen an Jerusalem zu vertiefen und deren historisch gewachsene Konfliktpotentiale zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-theologische Analyse, die auf der Auswertung primärer religiöser Texte sowie wissenschaftlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die spezifischen Sichtweisen und Traditionen der drei Religionen detailliert aufbereitet, darunter Konzepte wie das himmlische Jerusalem im Christentum, die Bedeutung der Gebetsrichtung im Islam und die Verflechtung von Volk, Staat und Religion im Judentum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jerusalem, Monotheismus, heilige Stätten, Eschatologie und religiöse Identität.

Welche Bedeutung hat das „himmlische Jerusalem“ für Christen?

Das himmlische Jerusalem dient als transzendente Vision, die oft als spiritueller Gegenentwurf oder Ziel des Glaubens fungiert und die physische Stadt als Pilgerort ergänzt oder überlagert.

Wie erklärt die Arbeit den Wandel der Gebetsrichtung im frühen Islam?

Der Wandel der Qibla von Jerusalem in Richtung Mekka wird als Prozess der Emanzipation der muslimischen Gemeinde von jüdischen Einflüssen und als Rückbesinnung auf mekkanische Wurzeln interpretiert.

Warum wird Jerusalem für das Judentum als „Gedächtnisort“ bezeichnet?

Jerusalem ist für das Judentum untrennbar mit der biblischen Geschichte, dem Tempel und dem Anspruch auf das verheißene Land verbunden, was die Stadt zum zentralen Ankerpunkt nationaler und religiöser Identität macht.

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Detalles

Título
Jerusalem. Zentraler Erinnerungsort dreier monotheistischer Religionen
Universidad
University of Zurich  (Institut für Jüdische Studien)
Curso
"Kein Recht, aber Anspruch" - Eine Geschichte des Nahostkonflikts
Calificación
5.5
Autor
Master of Arts UZH Roman Weber (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
29
No. de catálogo
V273627
ISBN (Ebook)
9783656658306
ISBN (Libro)
9783656658290
Idioma
Alemán
Etiqueta
Jerusalem Islam Christentum Geschichte Israel Nahostkonflikt Judentum Monotheismus Polytheismus Kultur Antike Mittelalter Neuzeit Religion
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Master of Arts UZH Roman Weber (Autor), 2012, Jerusalem. Zentraler Erinnerungsort dreier monotheistischer Religionen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273627
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