Die Arbeit widmet sich der Untersuchung des Images von China in Deutschland. China-Images sind dabei als subjektiv geprägte Vorstellungen und Ideen zu verstehen, die mit China in Verbindung gebracht werden. Es stellt sich daher die Frage, aus welchen Gründen welche China-Images am häufigsten geteilt werden. Deshalb sollen hier mittels psychologischer und soziologischer Image-Theorien häufig geteilte China-Images im Kunstprojekt Chinabrenner in Leipzig untersucht werden.
Dazu soll zunächst untersucht werden, wie Images entstehen, wie sie strukturiert sind und welche Wirkung sie haben. Es werden Theorien und Konzepte herangezogen, die sich an der Schnittstelle zwischen Soziologie und Psychologie bewegen. So können der Begriff, die Entstehung, die Struktur und die Wirkung von Images hinterfragt werden.
Das Kernstück der Arbeit bildet jedoch die Auswertung empirischer Erhebungen. Die qualitative Forschung geschieht durch offene Gespräche mit Gästen und Mitarbeitern im Kunstprojekt Chinabrenner. Hinzukommen quantitative Erhebungen aus der Huawei-Studie zum Thema „Deutschland und China – Wahrnehmung und Realität“.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel
1.2 Theoretischer Hintergrund
1.3 Methodik und Vorgehensweise
2 Image-Theorien
2.1 Versuch einer Begriffsdefinition
2.2 Entstehung von Images
2.2.1 Sigmund Freuds psychoanalytischer Beitrag zur Image-Forschung
2.2.2 Aktuelle psychologische Forschungsansätze zur Image-Entstehung
2.2.3 Soziologische Theorien zur Image-Entstehung
2.3 Aufbau und Struktur von Images
2.4 Wirkung von Images
3 Methodik: Die empirische Sozialforschung
3.1 Qualitative Methoden
3.1.1 Die teilnehmende Beobachtung
3.1.2 Das ero-epische Gespräch
3.2 Quantitative Methoden
3.3 Schritte der Image-Analyse nach Gerhard Kleinings Bedeutungsanalyse
4 Praxis: Eine Bedeutungsanalyse von gesammelten China-Images im Kunstprojekt Chinabrenner im Abgleich mit der Huawei-Studie
4.1 Die Befragungssituation: Eine Vorstellung des Kunstprojekts Chinabrenner
4.2 Über Die Huawei-Studie
4.3 Die Befragungen: Häufig geteilte China-Images von Mitarbeitern und Gästen des Chinabrenners im Abgleich mit der Huawei-Studie
4.4 Eine Analyse der geteilten China-Images hinsichtlich ihrer Entstehung und Struktur
4.5 Die soziale Wirkung der geteilten China-Images
5 Schluss
6 Anhang
6.1 Gesprächsverzeichnis
6.2 Gesprächsprotokolle
7 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, mittels psychologischer und soziologischer Image-Theorien die häufig geteilten China-Images der Teilnehmer des Kunstprojekts Chinabrenner in Leipzig zu untersuchen, zu bewerten und mit Daten aus einer quantitativen Studie abzugleichen, um die Entstehung, Struktur und Wirkung dieser Vorstellungsbilder zu verstehen.
- Analyse der Entstehung von Images aus psychologischer und soziologischer Perspektive.
- Untersuchung von Aufbau und Struktur sowie der sozialen Wirkung von Images.
- Anwendung qualitativer Methoden wie teilnehmende Beobachtung und ero-epische Gespräche.
- Vergleichende Bedeutungsanalyse von gesammeltem qualitativen Material mit der Huawei-Studie.
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung und Ziel
„Jeder Wissenschaftler kennt den eigenartigen Zwiespalt zwischen der komplexen Faktenwelt, die er für wahr hält, und den vergleichsweise simplen Images, an denen er sich dennoch alltäglich orientiert.“
Was sind eigentlich Images, die der Mensch jeden Tag wahrnimmt? Prinzipiell sind diese Bilder eine täglich wiederkehrende Gegebenheit im Leben und Zusammenleben der Menschen. Das bedeutet sie sind ein sozialwissenschaftliches Phänomen, das sowohl durch soziale als auch durch psychische Theorien erforscht werden kann. Diese Bilder können sehr vielfältig sein, weil sich der Mensch von sehr unterschiedlichen Gegebenheiten Images macht. Dabei kann es sich um Bilder von Organisationen, Unternehmen, Produkten, Prominenten, Politikern, Urlaubsorten, Sportarten oder Nationalstaaten und Regionen sowie von unzähligen anderen Dingen handeln.
Die vorliegende Arbeit widmet sich insbesondere der Untersuchung von Images einer bestimmten Region, nämlich China. China-Images sind für diese Arbeit als subjektiv geprägte Vorstellungen und Ideen zu verstehen, die von den Forschungsteilnehmern mit der Gegebenheit China in Verbindung gebracht werden. Es stellt sich daher für diese Arbeit die Leitfrage, aus welchen Gründen, welche China-Images von einer Gesamtheit von Befragten am häufigsten geteilt werden. Das Ziel dieser Arbeit ist es, mittels psychologischer und soziologischer Image-Theorien häufig geteilte China-Images der Gesamtheit der Forschungsteilnehmer im Kunstprojekt Chinabrenner in Leipzig zu untersuchen und bewerten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, definiert das Forschungsziel und erläutert den theoretischen sowie methodischen Rahmen der Untersuchung.
2 Image-Theorien: Dieses Kapitel legt den theoretischen Grundstein durch die Darstellung von Begriffsdefinitionen, Entstehungsprozessen, strukturellen Merkmalen und Wirkungsweisen von Images.
3 Methodik: Die empirische Sozialforschung: Hier werden die qualitativen Erhebungsmethoden wie teilnehmende Beobachtung und ero-epische Gespräche sowie das Verfahren der Bedeutungsanalyse detailliert beschrieben.
4 Praxis: Eine Bedeutungsanalyse von gesammelten China-Images im Kunstprojekt Chinabrenner im Abgleich mit der Huawei-Studie: Dieses Kapitel bildet den empirischen Kern, in dem die erhobenen Daten analysiert und mit der quantitativen Huawei-Studie verglichen werden.
5 Schluss: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Entstehung und Wirkung der untersuchten China-Images zusammen und reflektiert das methodische Vorgehen.
6 Anhang: Der Anhang dokumentiert das Gesprächsverzeichnis sowie die vollständigen Gesprächsprotokolle.
7 Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche verwendeten Quellen und wissenschaftliche Literatur aufgeführt.
Schlüsselwörter
China-Images, Chinabrenner, Image-Forschung, Bedeutungsanalyse, qualitative Sozialforschung, Entstehung von Images, Struktur von Images, Wirkung von Images, Vorstellungsbilder, soziale Wahrnehmung, psychologische Theorien, soziologische Theorien, Huawei-Studie, teilnehmende Beobachtung, ero-epische Gespräche.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den China-Images von Gästen und Mitarbeitern des Leipziger Kunstprojekts Chinabrenner und analysiert, wie diese Vorstellungen entstehen, strukturiert sind und wirken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die psychologische und soziologische Image-Theorie, die empirische Sozialforschung sowie die konkrete Analyse und den Abgleich von China-Vorstellungen im Kontext eines Kunst- und Gastronomieprojekts.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, auf Basis von psychologischen und soziologischen Theorien zu untersuchen und zu bewerten, welche China-Images von den Teilnehmern am häufigsten geteilt werden und wie diese durch den Ort Chinabrenner beeinflusst werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein methodischer Mix angewandt: qualitative Methoden (teilnehmende Beobachtung, ero-epische Gespräche) zur Datenerhebung im Chinabrenner und deren Auswertung mittels Bedeutungsanalyse, die mit Ergebnissen einer quantitativen Studie abgeglichen werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der methodischen Vorgehensweise, der Vorstellung des Kunstprojekts Chinabrenner, der Analyse der qualitativen Daten und dem Vergleich dieser mit der Huawei-Studie hinsichtlich der Themen Politik, Wirtschaft und Kultur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Image-Forschung, China-Images, Chinabrenner, Bedeutungsanalyse, qualitative Sozialforschung, Entstehung, Struktur und Wirkung von Images.
Inwiefern beeinflusst der Chinabrenner die Befragungsergebnisse?
Die Arbeit stellt fest, dass der Chinabrenner als Befragungsort einen deutlichen Einfluss auf die China-Images der Teilnehmer hat, da diese eine engere Verbindung und Affinität zur Vorlage China zeigen als die Teilnehmer der allgemeinen Huawei-Studie.
Wie unterscheiden sich die Images der Chinabrenner-Teilnehmer von der Allgemeinheit?
Die China-Images der Befragten im Chinabrenner sind in ihrem Informationsgehalt umfangreicher und durch persönliche Erfahrungen sowie die spezifische Ausrichtung des Kunstprojekts geprägt, wobei sie dennoch zur Vereinfachung tendieren.
Was besagt die Bedeutungsanalyse nach Kleining in diesem Kontext?
Sie dient als Hauptinstrument, um den latenten symbolischen Gehalt der von den Befragten geteilten China-Images zu erschließen und diese in übergeordnete Bedeutungskomplexe wie Politik, Wirtschaft und Kultur zu gruppieren.
- Citation du texte
- Linda Nestler (Auteur), 2013, China-Images in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273636