Der Klimawandel und die Energiewende sind Themen, die durch ihre Medienpräsenz jedem vertraut sind. Die Folgen des Klimawandels sind heutzutage für uns allgegenwärtig und in allen Regionen der Welt sind die Veränderungen, die sich durch den Wandel des Klimas ergeben spürbar. Die Wissenschaftler sind sich heute zum Großteil einig, dass es zwar einen natürlichen Treibhauseffekt gibt, der in immer wiederkehrenden Zyklen die Temperaturen auf der Erde verändert , dass die Steigerung der Temperatur in den letzten Jahrzehnten jedoch vermutlich vom Menschen beschleunigt und verstärkt wird. Neben dem Klimawandel wird der Mensch auch noch von rasch abnehmenden Ressourcen bedroht und der daraus resultierenden Frage nach der Energieversorgung. Spätestens seit der Atomkatastrophe in Fukushima ist den Regierungen bewusst, dass auch hoch entwickelte Technologien nicht fehlerfrei sind und uns zusätzlich gefährden. Die Energiewende ist seit Jahren im Gespräch, jedoch konnte sie erst durch die Einführung des Energie- und Klimafonds in Angriff genommen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Begriffserläuterung
3. Aktueller Forschungsstand
4. Der Emissionshandel
4.1 Das Kyoto- Protokoll
4.2 Prinzip des Emissionshandels
4.2.1 Funktionsweise des Emissionshandels
4.2.2 Handelsabwicklung
4.3 Nationale Allokationspläne und Handelsperioden in der BRD
4.3.1 Nationaler Allokationsplan 1 für die erste Handelsperiode
4.3.2 Nationaler Allokationsplan 2 für die zweite Handelsperiode
4.3.3 Aktueller Stand der 3. Handelsperiode
4.4 Kritik am Emissionshandel
4.5 Scheitern des Emissionshandels in der BRD
5. Energiewende in der Bundesrepublik Deutschland
5.1 Konzept und Ziele der Energiewende
5.1.1 Maßnahmen und Gesetzgebung
5.1.2 Umsetzung
5.1.3 Kontrolle und Überwachung
5.2 Kritik an der Energiewende
5.3 Der Energie- und Klimafonds
5.3.1 Verwendung und Zweck
5.3.2 Herkunft der Mittel
5.3 Aktueller Stand
6. Auswirkung des Emissionshandels auf die Energiewende
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die enge Verbindung zwischen dem Emissionshandel und der Energiewende in der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt, wie das Scheitern des Zertifikatehandels die Finanzierung der Energiewende gefährdet.
- Analyse der Funktionsweise und des Scheiterns des europäischen Emissionshandels in Deutschland.
- Untersuchung des Konzepts, der Ziele und der Umsetzung der deutschen Energiewende.
- Evaluierung der Rolle des Energie- und Klimafonds als zentrales Finanzierungsinstrument.
- Beleuchtung der wechselseitigen Abhängigkeiten und finanziellen Risiken zwischen Klimapolitik und Energiewende.
- Diskussion aktueller Reformansätze wie dem „Backloading“ zur Stabilisierung der Zertifikatepreise.
Auszug aus dem Buch
4.2 Prinzip des Emissionshandels
Um die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen und die gefährlichen Folgen des Klimawandels abzuwenden, müssen die Industriestaaten ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 auf fast Null reduzieren. Ein Instrument um diese langfristigen Klimaschutzziele zu erreichen ist der Emissionshandel der von der Europäischen Union europaweit eingeführt wurde und auch in Deutschand implementiert wurde. Grundlage des Emissionshandelssystems ist ein Emissionsbudget (cap), das festlegt wie viel klimaschädliches Kohlendioxid die Anlagen ausstoßen dürfen.
Das Emissionshandelssystem wurde im Juli 2003 vom Europaparlament verabschiedet und in eine EU- Richtlinie umgesetzt. Es macht sich marktwirtschaftliche Instrumente zu Nutze und schafft einen Binnenmarkt, in dem Unternehmen mit Berechtigungen für den durch sie verursachten CO²- Ausstoß handeln können, um so das Klima zu schützen. Wenn ein Unternehmen weiterhin Treibhausgase ausstoßen will braucht es dafür Zertifikate, reduziert es jedoch seine Emissionen, so kann es überschüssige Zertifikate weiter verkaufen. Zu Beginn waren etwa 12 000 Unternehmen aus 25 EU- Staaten beteiligt. Sie stammten aus der Energiewirtschaft und Industrie.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit im Kontext von Klimawandel und Energiewende.
2. Begriffserläuterung: Definition zentraler Fachbegriffe für das Verständnis der Arbeit, wie Emissionshandel, Energiewende und fossile Brennstoffe.
3. Aktueller Forschungsstand: Einordnung der Arbeit in den Stand der wissenschaftlichen Literatur und neue Medien unter Berücksichtigung des Fokus auf den gescheiterten Emissionshandel.
4. Der Emissionshandel: Detaillierte Betrachtung des Kyoto-Protokolls, der Funktionsweise und der Probleme der Handelsperioden in Deutschland.
5. Energiewende in der Bundesrepublik Deutschland: Erläuterung der Ziele, der gesetzlichen Grundlagen, der Finanzierung durch den Energie- und Klimafonds sowie der Kritikpunkte.
6. Auswirkung des Emissionshandels auf die Energiewende: Analyse der finanziellen Kopplung beider Themenfelder und der Folgen ausbleibender Erlöse aus dem Zertifikatehandel.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse sowie Einschätzung der Chancen durch mögliche Reformen des Emissionshandels.
Schlüsselwörter
Emissionshandel, Energiewende, Klimawandel, Treibhausgase, Zertifikatehandel, Energie- und Klimafonds, Kyoto-Protokoll, CO2-Reduktion, Bundesregierung, Energiewirtschaft, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Backloading, Umweltpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Verbindung zwischen dem Emissionshandel und der Energiewende in Deutschland sowie den Auswirkungen des Scheiterns des Zertifikatehandels auf diese.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind der Emissionshandel, das Konzept der Energiewende, die Finanzierung durch den Energie- und Klimafonds sowie die politische Steuerung und deren Probleme.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es zu erläutern, inwiefern das Scheitern des Emissionshandels die Energiewende in Deutschland negativ beeinflusst und ob dadurch die Finanzierung der Energiewende gefährdet ist.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse klassischer Fachliteratur sowie auf aktuelle Berichte aus neuen Medien, der Politik und offiziellen Regierungsquellen, um eine aktuelle wissenschaftliche Einordnung vorzunehmen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Entstehung und Funktionsweise des Emissionshandels, die Ausgestaltung der Energiewende, die Rolle des Energie- und Klimafonds sowie die Auswirkungen des gescheiterten Zertifikatehandels auf die Klimapolitik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern zählen Emissionshandel, Energiewende, Klimaschutz, CO2-Zertifikate, Energie- und Klimafonds sowie Energieeffizienz.
Warum ist der Energie- und Klimafonds für die Arbeit so wichtig?
Der Fonds ist das Bindeglied, da er ursprünglich durch Erlöse aus dem Emissionshandel finanziert werden sollte, um damit Projekte der Energiewende zu realisieren.
Was hat es mit dem Begriff "Backloading" auf sich?
Backloading bezeichnet einen Reformvorschlag, bei dem eine große Anzahl an Emissionszertifikaten temporär vom Markt genommen werden sollte, um die Nachfrage künstlich zu steigern und den Preisverfall zu stoppen.
- Citation du texte
- Vanessa König (Auteur), 2013, Emissionshandel in der BRD. Der gescheiterte Zertifikatehandel und seine Auswirkungen auf die Energiewende, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273644